Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 51 (17.12.1937)
- Date
- 1937-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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WU f i&%Uotdüle*i sind da- Hleutwtty... Kam. Curt Frisc^i hat das Schlußwort: In Nr. 5:: unsere- Bundesorgans haben die Kameraden R y n a r z e w s k i, Rastenburg, Rabb. Dr. Alexander, Berlin und Or. R e i c h m a n n , Berlin, Erwiderungen auf meine Vorschläge in Kr. 4S gebracht, die mich, obgleich die Herren Kameraden nur zum Teil mit mir konform geh;n, erfreut haben, weil ich glaube, daII diel Diskussion über meine Anregungen manchen in unserem großen' Kameradenkreise au.-j der Indifferenz in religiösen Dingen g^wtckt haben wird. Wenn dies allein der Erfölg dieser Aeußerimgen sein sollte, so wären sie! nicht umsonst gewesen, und man könnte dam? von aufbauender Kritik sprechen. Mit diese; J Kampf gegen den Indifferent! sin ifs in religiöse« Dingen auch in un■■ r. n Reihen gehe ich mit Kam. Rabb. Dr. Alexander durchaus einig. Wir wollen uns hier »ient von der Scljuld freisprechen: illerdings 'sei der Qerbchtigkeit wegen erwähnt, diii blicht nur an den hohen F eiert igeiu sondern iuch regelmäßig Freitag Abend eine statische Anzahl auclT unserer Bundeskameraden in den Synagogen anzutreffi-n i»i. Wir 'Frontbundkamcraden haben bekanntlich unser judesein nicht erst in den letzten Jahren zu entdecken brauchen^ sondern sind uns unserer Verpflichtungen dem Judentum gegenüber und des Wertes unseres Judentums, weil wt seine Geschichte kannten, schon immer bewußt gewesen. Nicht zuletzt ii einem BeuH.ttscin sind wir jüdischen k'rii; bewilligen seiujerzeit aus den Schulen, I' -eii und Btir >s I/u den -Fahnai geeilt. M-Aie Moniten bezüglich des Niohterwähiii.iunserer fiefdlleiien bei den ’Sjeelenfeiern hc. (gen -ieji, leider bin ich hier f..l- ■. erstanden worden, nicht auf difc kleinen P-■'*»in/g.ineinden um? die sogenanntein Privat- :!!--).r»g--„ in Groll-Berlin, sondern nach m ncr Kenntnis der ■ Dinge in erster Linie -•>nt >iie gr den Gcmelndesynagogen und Bet- : de Berlins. Ich habe es als selbstverständlich angenommen, ddß in den kleinen Gemeinden dieser Pflicht genügt wird, weil ich a- X’erhuiidenscin und die positive Kleinarbeit vi du-en Bezirken de! Judentums in Deutsch- 1 ini aus eigener Erfahrung zu gut kenne., L. k.ijmtlicli gingen uhd gehen von dort die bten Impulse auf aas Gemeindeleben der großen Berliner Gebieinde über, und ein : rolier Teil der Kräfte, die sich in Berlin;bc,er Arbeit mit, gijüßtem. Verständnis und mit der notwendigen] Liebe hierzu widmen, entstammen, wie ich sagen möchte, der Schule dieser kleinen und Pvovinzgemeindeii. Wir Frontsoldaten fiaben schon in früheren Jahren unsere Mitarbeit in den -Gemeindevertretungen angebotpn und sogar gefordert. In der Provinz ist diesem Wunsche früher;ib in Berlin Rechnung getragen worden. In Berlin ist gerade in den letzten Jahren vieles hierin be.ker geworden, und in der Repräsentantenversaminlung der Berliner Gemeinde arbeiten untere Kamlerideruzgut geschult durch untere Organisation (freudig und zielbewußt mit. Bloß glaube ich, daß wir in den Synagoge n y o r s t ä n d d n in Berlin noch nicht genügend vertreten sind. Seien wir Juden in Deutschland doch frofi, daß sich aus unseren Reihen solche Wünsche äußern! Wir wollen Verantwortung mittragen helfen, weil wir zum Teil schon in jungen [Lebensjahren im Kriege draußen harte Verantwortung tragen mußten und hierin die: beite Schulung aufweisen können. Man muß iiit der vielleicht früher als richtig erkannten Gepflogenheit brechen können, daß das Mitglied eines Synagogenvorstandes das 50. Lebensjahr mindestens überschritten haben muß, >um in solchem Gremium w irken zu können- Vielleicht wäre dann mein -Vorschlag bezüglich <jes Aufrufens eines Frontkämpfers eur Thora |gar nicht notwendig, und Zenfralislernna der wanderangsarbeM Die. Reichsvertretu Deutschland teilt mit: n g der Juden in „In der Sitzung des Wainderungsausschusses der Reichsvertretung der Juden in Deutschland vom 13. Dezember 1937 wurde die Notwendigkeit einer Verstärkung aller Bemühungen zur Förderung per Auswanderung festgestellt und die hierzu möglichen Maßnahmen erörtert. Angesichts des starken Auswanderungsbedürfnisses und der nur beschränkt vorhandenen EinWanderungsmöglichkeiten müssen alle Kräfte angespannt \verden, um die vorhandenen Auswanderungsmöglichkeiten wahrzunehmen und neue zu erschließen. Nachdem; sich die Zusammenarbeit der im Wanderungsausschuß der Reichsvertretung der Juden in Deutschland zusammengeschlossenen Wanderungsorganisationen bisher voll bewährt hat, bestand Einmütigkeit darüber, daß künftig noch stärker die gesamte Planung der jüdischen Auswanderung zentral zusammenzufassen ist. Es wurde daher im Wanderungsausschuß_ der Rcichsvertretung der Juden in Deutschland die Zentralstelle für die jüdische Auswanderung, geschaffen, die in engster Zusammenarbeit mit den wie bisher selbständig bleibenden Wanderungs- Organisationen die einheitliche Lenkung und planvolle Förderung der Einzel- und der Gruppenwanderung gewährleistet. Der Wanderungsausschuß wird der jüdischen Oeffentlichkeit über seine Arbeiten Bericht erstatten. In den Wanderungsausschuß wurden zuge— wählt: die Herren Jakob Levy, Dr. Leo Löwenstein und Josef Schmeidler. Damit sind alle in der Reichs Vertretung der Juden in Deutschland zusammengefaßten jüdischen Organisationen auph im Wanderungsausschuß vertreten.‘‘ Die somit! angebahnte Zentralisierung im jüdischen Wanderungswesen können wir umso mehr willkommen heißen, als sie einem im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten seit langem erkannten Erfordernis entspricht. Es ist wohl interessant, heute daran zu erinqe n, daß ganz ähnliche Gedankengänge -bereits vor mehr als zwei Jahren in einem Schreiben unseres Bundesvorsitzenden an die Reichsvertretung' datiert vom 1. November 1935, vertreten wurden und bereits zu bestimmten Anträgen verdichtet waren, „mit tunlichster Beschleunigung eine zentrale Organisation“ zu schaffen, in deren Rahmen neben der Einzelnen würde! ohne Einführung neuer Formalitäten und ohne den Anschein zu erwecken, etwa damit Bevorzugungen eintreten zu lassen (denn diese sind nicht beabsichtigt, sondern nur Anerkehnung wird verlangt), doch etwas neues Positives schaffen können. Selbstverständlich denke ich im Zusammenhang hiermit an konkrete Tatsachen, die zu erwähnen, über den Rahmen dieser Erwiderung hinausgingen. Unseren im Landesverband Berlin und Mark geschätzten [ Kam. Rabb. Dr. Alexander habe ich hoffentlich davon überzeugen können, daß ich, weifn ich auch die Synagoge Prinzen- Allee nicht kenne, das Gemeindeleben - dort zu w ürdigen weiß. Seiner Einladung, wie der des Kam. Dr. Reichmann für die Synagoge Schulstraße, will ich gelegentlich gern Folge leisten. Die Entfernungen dorthin sollen mich keineswegs beeinflussen, es nicht zu tun. Nur kann ich ejs begreiflicherweise nicht übernehmen, dort regelmäßig zu erscheinen, weil ich, wie es f]ir Berlin leider nicht anders möglich ist, aufdie Synagoge in die Nähe meiner Wohnung angewiesen sein muß. Damit dürfte der Vorwurf, weshalb ich die Synagoge Schulstraße bishet nicht besucht habe, entkräftet sein.! Kam. Curt Frisch. wandeiung auch die uruppenwanaerung landwirtschaftliche Siedlung intensiv Bearbeitet werden und die Voraussetzungen füi die Umschichtung zur Groppensiedhmg geschaf en werden sollten. Oewi) ist auf diesem Gebiet inzwischen schon mancherlei Beachtliches geschehen; aber eine Z mtralinstanz ist notwendig, von der aus die Auswanderung als! Ganzes zu übersehen i: t und jeweils so gelenkt werden kann, daß ,,al e vorhandenen Auswanderungsmöglichkeiten vahrgenommen und neue erschlossen werden Um vertretu Z e n t r wesens Erweite jetzt liehen stina jüdische) sich des Re Sportb; so v -An t nur stein, des Auf: ii Fra i Es Ist b u n d e wendigk in steterfi Jugend wie kunft beider wicklun^ haben sie den sie selbsjt blemen Kamera radinnen einschaltp erweite baren, Auswa Daß teilung stina- Förderuii i em Wanderungsausschuß der Reichsig den Charakter einer Basis als 11 s t e 11 e des jüdischen Wanderungszu geben, war die, nunmehr erfolgte mng dieses Gremiums geboten, aas j vohl Persönlichkeiten aus der eigent- A uswanderungsarbeit (Hilfsverein, Pqjä- , Ila) wie aus den sonstigen großen Organisationen umfaßt. So hat man auch die Mitarbeit des Vorsitzenden idhsbundes jüdischer Frontsoldaten und ui des „Schild“, Kam. Dr. Leo Löwengesichert, der gleichzeitig Vorsitzender ichtsrats der Ila ist. ja auch in den Reihen des Reichs- > jüdischer Frontsoldaten die Notit und der Wille zur Auswanderung Wachsen; und vor allem denkt die im Sportbund „Schild", Männer en, in steigendem Maße an eine Zudurch Auswanderung. Die Führung 1 Sünde konnte und kann diese Entrecht übersehen. Ihre Mitglieder Recht von ihr zu verlangen, daß Verhältnissen Rechnung trägt; und hat die Pflicht, sich diesen Pro suzuwenden.Von uns erwarten unsere c en, Sportkameraden und Sportkame- " daß wir uns mit starker Initiative n, um bei der Schaffung realer und Möglichkeiten zu einer verantwort - h. nicht planlosen und verzweifelten nderung mitzuraten und mitzuhelfen. e n ri er der eingangs wiedergegebenen Mit- 4er Reichsvertretung neben der Paläder Einzelwanderung die planvolle gder Gruppenwanderung ausdrücklich angeführt wird, entspricht den in unserem Bundesorgan bereits eingehend begründeten Gedankengängen und Wünschent d 12$ Jahre Gemeinde Rastenburg bürg. Anläßlich des 125 jährigen Beder Synagogengemeinde Rastenburg 5.. Dezember eine Gemeindeversammreligiöse Feierstunde statt. Unser und Ortsgruppen-Vorsitzender Leo z e w s’k i gab als Vorsitzender der e einen fesselnden geschichtlichen k bis zum Jahre 1813, auf das die Unterlagen zurückführen. Dabei erer, daß im Weltkrieg eine er- Anzahl von Söhnen der Gemeinde an nt gestanden habe: drei davon als üwillige; vier sind auf dem Felde der ch»lieb«m, viele waren verwundet, einige Gefangenschaft; die Mehrzahl besitzt II. Aber auch die nicht mehr front- ,igen Gemeindemitglieder stellten sich It zur Verfügung; drei von ihnen erlas Kriegshilfskreiuz. Rastei Stehens fand an lung u Kamera« R y n a r Gemein« Rückbli« ältesten wähnte hebliche der Fix Kriegsfr :i Ehre g« auch m das EK dienstfä« der Sta hielten Fe Die A u g a Makkabfe meinder jüdische persönli Gemeint Maariw Hecht Weihest n; stpredigt hielt Herr Bezirksrabb. Dr. fei, Insterburg, im Gedenken der er. Der Verband der Synagogenge- Ostpreußens und die Ostpreußische Lehrerschaft ließen ihre Glückwünsche h übermitteln. Das von der ganzen Äe gesungene Moaus Zur, Mincha- und Gebet und die von Kam. Kantor Paul gesungenen Psalmen rundeten die nde ab. 2 . i