Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 50 (10.12.1937)
- Date
- 1937-12-10
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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WU 7-\öhUcMoUh sind dt t ttU inuHQ'.. Df ei Zuschriften Zur Aufsatzfc In Nr- 43 ha; Frontsoldaten sijid schrifr' des Kam Ehrung tler jiidis Lehen enthielt. Eruid Ka Ige ..Jüdische Ehrenmale“ en \vür in der Rubrik „Wir der _Meinung“ eine Zuturtj Frisch-Berlinj fa der Aufsai/Mgc Jüdische I Ehrenmale“ veröffentlicht, die bestimmte I Anregungen für die; :hen‘Gefallenen im religiösen Au# dihse Zuschrift sihd uns verschiedene schreibt uns R.istenhurg: Radteijburg Pie Ausführun Berlin, haben ge.vet/t. Es ist ka iiauptt noch eine jüdischen Gefall: nicht gedenkt. ><t diesejs seit S i vorbildlich, < -childern möchte ■—• Gleich nach Rastdiburg des I Soldaten nvurde (i e n k t a f e 1 ein oer .Gefallenen u si:uk je‘t/t 12 Jahr]e hei jeder S e e " (lebet, für di insbesondere der unserer Gemeinde, kriegsbescti. Kam, Verfolg dLssettriTH der Gefalle! eh Die mettdleiK ( .ii/cehjachj Nt, is : krau/ uiurrehen. war der Tafel aycf leicht i r '.Leser i hibniih, viel! fast tretimir mir aus -e’'-tverstindliih ruhigen zugeganghn'- So L|o Rynarzenski- I 29. November 1937 jei) des Kam. Curt Frisch, ic}i Reichlich in Ersjtaunen tm zu glauben, daß e$ über- Gfemdinde gibt, welche der nein [bei der* Seelienfeier Bel ui^s, in Rast e#i bürg, Jahreit vorbildlich geregelt. S ich das „Wie*' hiermit DttiindUng der Ortsgruppe ei^hsbpndes jüdischer Frontal jder Synagoge eine Ge- »eweih^, welche die Namen tserer i Gemeinde trägt. Das 'her. - ’ - jiidis ang rnorcn. > Kan!. Leo |R y n a r z e w s |< everschkr ■ >" es in Lichtenberg, Neukölln, Friedenau, Hermsdorf und anderswo ähnlich wie bei uns sein wird!), ist sehr schade und tief bedauerlich. Vielleicht würde er sonst nach Maßgabe seiner Kraft energisch dafür eintreten, daß man diese „Stiefkinder" der großen Gemeinde Berlin mit ein wenig,mehr Liebe und Achtung behandeln müsse, weil gerade in den kleineren Synagogen (auch wenn es sich um sog. Privatsynagogenvereine handelt!) das jüdische Leben meist wärmer pulsiert und ein regerer Gedankenaustausch von Mensch zu Mensch möglich ist als in den OemeindesynagQgen, wo die Tausende (zu Jdenen Kam. Frisch hoffentlich nicht rechnet) sich nur ein- bis zweimal im Jahre ein Stelldichein geben. Auch das heißt Frontsoidatenturfi im edelsten Sinne: Kampf gegen den In d i fferent is m us i n unseren Reiften! — Kack Rabb. Dr. Siegfr. Alexander. Kam. Berlin zu dem folgt: In Nr- Curt Friscl „Jüdische folgendes lottenburg, Dr. med. W. Reichmann, Charlottenburg, äußert sich Eingesandt des Kam. Frisch wie Seit dieser Zeit wird 1 e n f : ie r ein besonderes (Jiefalletien des Weltkrieges, hen und derjenigen dickch unseren Kantor, Pauj Hecht, gesajl Im werden alsdann die Namen ltnwrer; Gemeinde, verlesen, iedenktpfkl, welche am > Altar - stets mit einem Lo^beer- Affl Jbum-Kipur i wird ein Licht artgezünjet.j Vieli’ietäts.ikt bei uns soivordie gi samte Gemeindeverrrontkl mpfem besteht, dein IjteichsbutKi jtidke '(Pion anethören., Ft-oer breibt uns liiser Berliner iKani. I l irer I|)r. Sieg ried All e x ander- Berlin: i j.v /’n-.k kfitt des Kanr. aurt Fr sch kann ich Iif i:i widersprochen lassen. Da ich ähnlich > :> ji.i.üe wie d<*r Artikelichreibex de» lfcfzten ‘Nu inner dt? ..Schild “, daß man nämlich der ~i Tuten gedenken soll, so [oft man dazu Ge- -fr-eiilivit und Mulle habe: so würde es auch mb h störerf, wenn >ei einem etwaigen Najncns- .'ofriif bei einer Scelehfeier in der Synagoge n.!-ere KridgsgefaJI :n£n unerwähnt bliebe». '' eit mefne Er» nerungl indes reicht, kennt man einen sog. Namensaufruf weder in den Synagogen noch Betsälen der Hauptgemeinde, weil ein solcher praktisch Ga nicht durchführbar wäre. Unsere Aufrichtigkeit gerade als -Frontsoldaten gebiete# uns gewiß zu verlangen, daß die Kriegsgefallenen [bevorzugt erwähnt werden sollten! Aber zur Beruhigung des Kam. Frisch sei -folgend«s gesagt: I» der Sy nage ge Prinzenallee, wo ich seit fast vierze ini Jahrtn amtiere, herrscht die alt-traditionelle Gepflogenheit, zweimal im J a h re (am Vfersöhnufgstage und Peßach) bei der Scelcnfeier die Narrten der verstorbenen Mitglieder und denen Angehörigen durch den Rabbiner zur Verlesung zu bringen. Ich darf also den Kam. Exisch heijzlich einladen, zur nächsten Maskir-Andacht unsere kleine Synagoge des hohen Nordens mit seinem Besuche zu beehren. Dann wird er kein scharfes Urteil Tevidiereft! Selbstredend ' vbrlese ich, seitdem ich hier im Amte bin, beim jedesmaligen ■ Namensaufruf auch jdie atis unserer kleinen engeren Gemeinde Aliawa: Achim gefallenen Kameraden1; es handelt sici um ungefähr 20, etwa 10».» aller Aufgjeruferen. Das unser Kam. Frisch >on den Peripherie- Synagoge» nichts whiß (ich nehme an, daß vom 25. 11. 37 bringt der Kam. eine Zuschrift zur Aufsatzfolge: Ehrenmale“. Ich möchte dazu kurz agen: In der Jüd. rel. Gern. Char- Schulstr., deren Vorsitzender ich bin, besteht jdie Einrichtung, zu allen Seelenfeiern dip Namen der Gefallenen zu verlesen, die Unserer Gemeinde angehört Haben oder deren Angehörige noch heute zu unserer Gemeinde gehören. Damit wird schon ohne weiteres der Gefallenen gedacht. Hätte Kam. Frisch unseten Gotttesdienst besucht, so hätte er in den Reden unserer Rabbiner auch ah und zu sogar Worte des Gedenkens in den Predigten vernommen.. Auch in [unserem Tempel ist eine Gcdächtnisjafel vor vielen Jahren geweint worden. Ein Aufruf aller in Berlin Gefallenen würde m. E. undurchführbar sein -r_auch am Jom Kippur —, weil es nicht nur aus Mangel an Zeit abzuwejsen wäre, sondern weil die lange Aufzählung der Namen ermüdend wäre und bestimmt d 4 n Zweck nicht erreichen würde, der damit verknüpft sein sollte. Was nun den Aufruf zur Vorlesung ausvder Thöra anbetrifft, so kann ich mich dem Wunsche des Kam. Frisch nicht anschließen. Zunächst stehe ich auf dem Standpunkt, daß wir Frontsoldaten nicht mehr fordern sollen jfls vielleicht regelmäßige Besucher des Gotteshauses. Wir haben als Soldaten unsere Pflicht getan -und bedürfen derartiger Bevorzugungen wahrlich nicht- Andererseits tragen wohl [nicht alle Kameraden ihr Ehrenabzeichen. Sollen also immer dieselben aufgerufen. werden? Sodann gibt es viele, die gamicht den Wunsch haben, aufgerufen zu werden. Ich spreche da aus Erfahrung! Schwierig und undurchführbar ist Ihre Forderung bestimmt nicht; man könnte z. B. sehr gut in einer Reihe etliche Plätze für Frontsoldaten reservieren. Aber, lieber Kam. Frisch, meine Bitte jetzt ist [sicherlich eine kühne Forderung: Sorgen Sie lind wir alle erst einmal dafür, daß alle Kameraden, die an Freitagabenden ndmorgen frei sind, in unsere »en! Dann wird sich alles andere ifdeh- (am. Dr. W: Reichmann. und' Sonnabe Tempel komr von allein fii Mitteldeutschland Erfurt. Mil lebhaftem Bedauern, aber mit den allerbest« n Wünschen verabschiedet sich die hies. Orb gruppe von ihrem Kam. Max Meyer und seiner Familie. Viele Jahre hindurch hat er mit Eifer und Umsicht das Amt des Schriftführers versehen und durch seine wertvollen Anregungen fördernd in der Ortsgruppe gewirkt. Möge an anderer Stelle ihm und den Seinen ein neues Glück erblühen. Mit der Silbernen Ehrennadel wurden in unserer Ortsgruppe ausgezeichnet die Kameraden Dr. Ohrt Heilbrun, I. Vorsitzender, Julius Löwen^tein, Kassierer, Max Meyer, Schriftführer, p. Hermann Schacher, 2. Vorsitzender. I Bayern i Augsburg. Bei den in der Gaststätte Bollak stattfu denden Zusammenkünften, in denen der Vorsit :ende Bundesnachrichten und etwa vorliegen le Korrespondenz bekanntgibt, Kriegsopfert agen bespricht und nach Schluß der Versal imlung Sprechstunde für Kriegsopfer abhält, linden sich die Kameraden zahlreich zusamrm n. Zu Hhanukka hat die Ortsgruppe in geeigneten Fällen Kriegsopfer mit Aufmerksamkeiten bedacht und die Schuljugend zu ihrer Ohanu ckafeier mit einer kleinen Broschüre erfreul Am ersten Samstag des neuen jüdischen Jahres haben wir allen im Ausland lebenden Karner iden aus der Versammlung heraus eine gerne» same Karte gesandt, die nach den Antworter zu schließen, unsere in der Ferne weilenden Kameraden erfreut zu haben scheint. Westdeutschland Born. Am 20. 11. führte ein Kriegsopferabend die Kameraden der Ortsgruppe Bonn wieder einmal zusammen. Der Vorsitzende, Kam. Mayer ff, teilte mit, daß, wie im vorige: , auch dieses Jahr den Kriegsopfern und bedürftigen Kameraden , eine zusätzliche Winteriilfe geleistet werden zoll. Eine Sammlung hierfür ergab einen ansehnlichen Betrag. Der I Iriegsonferobmann Kam. Salomon, bericht ste alsdann über Kriegsopferfragen. Nach Schluß der Veranstaltung gemütliches Beisam mensein. i i Münder (Westf.). Nach [längerer Pause hatten wir am 5. 12. eine Veranstaltung, zu der wi zu unserer großen Freude den Landesverbajj ls-Vorsitzenden Kam. Albert S ü s k i n d als Rei Iner begrüßen konnten. |Der Vorsitzende der Oi t.sgruppe, Kam. Dr. Steinberg, begrüßte die Erschienenen, insbesondere auch die se t der letzten Zusammenkunft neu eingetrete len Kameraden. Kam.l Dr. Simons als Kri :gsopfer-Obmann gedachte der im Weltkrieg gefallenen sowie der lm letzten Jahr verstoi Denen Kameraden. Die Versammlung ehrte : ie durch eine Minute stillen Gedenkens. Alsdam sprach Kam. Süskind über das Thema* „Der leichsbund jüdischer Frontsoldaten und seine I Criegsopferarbeit“. Seine klaren Ausführungen wurden von den Anwesenden beifällig aufgen Immen. : Alte: ikirchen-Westerwald. Der bisherige Vor sitzenc e der Ortsgruppe Altenkirchen-Westerwald, Kam. Rosenberg, hat seine alte Heimat verlassen, um in USA. hoffentlich eine g ückliche Zukunft zu finden. Dem verdienfei Kameraden wünschen wir für seine Zukun t alles Gute. Obi rschleslen Glei» itz O. S. Am 24. November fand eine Zusam nenkunft der Kriegsopfer-Abteilung der Ortsgr: ippe Gleiwitz statt. Der Leiter dieser Abteili ng, Kam. Rechtsanwalt Dr. Ernst Kohn, begrüßte nach einer Gefallenenehrung die Ka neraden und erstattete Bericht über die im lau enden Jahre in Versorgungssachen geleistete Arbeit. Er forderte zur Inanspruchnahme der Sprechstunde in i Kriegsopfer-Betreuung ssachen auf, die am Ersten Mittwoch eines j :den Monats abgehalten wird. Nach Schluß des offiziellen Teils blieben die Kameraden loch in gemütlicher. Unterhaltung zusammen Man tauschte Kriegserlebnisse aus. Besonderen Anteil hieran hatten die Kameraden I eschnitzer und Zellner1. Hinweise Der Hl Fsverein der Juden bi Deutschland gibt bekannt; Nachdem n den letzten Tagen en besonders starker Andrang bei der Berat iigsstelle Berlji geherrscht hat, erweisen sic folgende organisatorische Aienderjngen als notwendig: E können an jedem Sprechtage (Montig, Dienstag. Donnerstag Freitag) nicht mehr als 150 Personen beraten wer< en. Die Sprechstunde findet nur am Vormittag ab 9 Uhr statt. Die Nummernausgabe erfolgt nur bis zur Zahl 150; die spater Kommenden erhalten Nummern für den nächst n Sprechtag. I 1