Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 50 (10.12.1937)
- Date
- 1937-12-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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lZIEL REICHSB PRGAN DES „SCHILD", PSPORTBUND ES JÜDISCHER FRONTSOLDATEN Nr. 50 /10. 12. ScfiilckJugen<I feiert k iljcr geschiehF es in einem grdßen Rahmen, wie /. B. in den nachstehenden Berichten, zuweilen aber auch in kleinem Krei$ bei heilem “ee, knusperigem Qebäck, bei spannenden schichten, Liedern und Speien, Gemeinsame Feiern als Ausdruck einer lebendigen Gerne) schaft, das sollte immer \vi:der ein vicht ( pädagogisches Mittel der Ei ziehungsa beit un serer Sportgruppen sein. - » Schild-Hamburg hatte zum ersten Mble siinc Jugend-Abteilung zu einer Chanukkaleier zu sammengerufen. Der Andraig war so stark, daß man sie in zwei Abteilungen n ich dem Alter teilen mußte. Jedes Mil waren ein paar hundert Personen anwesend, und dk Feiern verliefen äußerst nett und sti nmungsvt 11. Cjank des Verständnisses der Elternschaft war .für die leiblichen Genüsse bestens gesorgt. Hann wurden die Lichter entzündet, das „Moa js Zar* gesungen, und Religionslehre’ Dr. Alfred Veis, dann Oberrabbiner Dr- Italkner sprachen zur Schildjugend- Der Jüdische Schulvere n ( um größten Teil unsere Schi! jjugend) spulte die Haydn’sche Kindersymphonie und altjüdisches Theaterstück, Klarinette Herbert Friedheim, Ruth 1 iefmann '^anz- und Gymnastikgruppen, wozu stein Bandonion spielte- Der Leiter der Abteilung Guschi Nachmann dar schließend allen Beteiligten. Mannheim. Zu Gunsten Hilfsfonds für; jüdische Kriegsopfer, - Vit« -Waisen veranstaltete die Sportgup Schild“ Mannheim eine ChanuckafHer großen Saale des Kulturbundes bei außerordentlich starker Beteiligung, den Anwesenden bemerkte man fast renden Persönlichkeiten deil hiesigen Gemeinde und die führenden Kameradin a ich aus den umliegenden Gemeinden war stark vertreten* Der weihevolle Abend wurde eröffnet dul'ch eine meisterhafte Wiedergabe des iius dem Trio B-dur op. 11 von Bedthovtn, gespielt von Lene Sinzheimer (Violiiu •) Fi itz Liebhold (Cello) und Max Sinz teimer (Flüg :1) Die Wahl dieses Meistersatzes war k>«Pond< rs festl ch welc he ine vertiefte Resonnanz für dds nun folgen de intziinden der Lichte bot. Der ltjähri;e portier Walter, der Sohn unseres Froitkanegeeignet, die Zuhörerschaft ia jene feierliche Stimmung zu versetzen, Chanukka j. i. Man ti hei ein ieß zeij ten Haleniug< n rite ahnen eit, pe Ui ter älle f üb- ALLIGATOR da» tind gute lede'wor-rn UNSERE VERKÄUFSGES|CHAFtE. u tCottni TuMatstaMnä« 16 Hambara. Jaaafcnuttcf 43 jKöln a. Rh., Hohastraba IIS jEaaen, Umbeckatraba 10 I Wnppartal-BbmMd Htdan rat« Eaaen. Artyl Bochum, Frankfurt« .M, Roftx arkt Zaatrala, Dfmnbod 36 raden Hermann Kaufmann, entledigte sich seiner Aufgabe in einer Art, die ihn alle Herzen gewann, als der jugendliche Sopran des Knaben die uralten Segenssprüdv:, bis auf den letzten Platz deutlich verständlich, in den weiten Saal hinaustrug. Kaum brannte das erste Chanukkalicht, da stieg der Leiter des Lehrhauses Prcfessor Dr. Billigheimer auf die Bühne und mahn das \X/ort zu seinen Ausführungen: „Chanukka, ein jüdisches Fest.“ Aus der tiefen Fülle seines historischen Wissens deutete derjltcduer den Weg des Judentums als das ewige uchen zum Wege des Lichtes. Und gerade in diesem Kreise von Sportlern, die in ihrer spdr liehen Betätigung der Tat huldigten, und gerade aus Anlaß dieses Festes zu Gunsten jener Männer, die durch Hingabe ihrer Gesundheit und durch Aufopferung ihrer Körperkrait den Willen zur heiligen Tat bewiesen i ätten, glaubte der Redner Verständnis für die Würdigung der Makkabäer-Taten zu finden. Der gemeinsame Gesang des „Moaus zur“ «zeigte, wie stark die Worte Prof. Jilligheimers Widerhall in den Herzen seiner Zuhörer fanden. Der unerschütterliche Entschluß, Unvermeidbares mit Standhaftigkeit und Würde, mit Stolz und der Tapferkeit unserer Ahnen zu tragen, das waren die Empfindungen, welche in uns der meisterhafte V srtrag erweckte. Die Entflammtbeit der Herzen zur ruhigen, steten Glut eines beharrlichen V 'illens zurückzuführen, war das Konzert geeignet, das dem „Moaus zur“ folgte. Die ersten (räfte des Mannheimer jüdischen Musiklebens latten sich im. Dienste der Kriegsopfer-Betreuung ehrenamtlich zur Verfügung gestellt. Der Appell unseres Sportleiters Kam. Karl Wolff: „Opfern ist Pflicht“ war nicht ungehört Simultanspiele im Westen Bild: Sandei iiiiuiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiisiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiininfirnHiiiitimuaiuuj. verhallt- Und zugleich auch hat diese zu Gunsten der Kriegsopfer unternommene, von künstlerischem Empfinden ihres Veranstalters getragene Chanakka-Feier doch wesentlich dazu beigetragen, das Ansehen der Sportgruppe „Schild“ zu fördern und den Beweis zu erbringen, welche Tatkraft und Fähigkeit die jüdische Jugend in der festen Hand eines Mannes zu entwickeln vermag. Dr. Gl. » Bielefeld. Die . seit fast zwei Jahren zur Sportgemeinschaft. zusammengeschlossenen Sportgruppen des „Schild“ und „Makkabi” veranstalteten am I. Dezember in der bis auf den - letzten Platz gefüllten Synagoge eine Chanukka-Feierstunde. Nach Orgelvörspiel, Anzünden der Lichter und gemeinsamem Gesang des „Moaus zur" hielt Gemeinderabbuier Dr. Krön heim; die Festansprache. — Ein selbstverfaßter Prolog des Sportkam. B1 ü t h e leitete zu der Begrüßungsansprache des Leiters der Sportgemeinschaft Dr. Holländer über. Anschließend lief der Spoytfilm des Landessportverbandes Westdeutschland im „Schild“, aer mit Begeisterung aufgenommen wurde. Unsere M. GladbachRheydter Sportgruppe veranstaltete am Samstag-Nachmittag eine Chanukkafeier, an der sich —weit über, 100 Jugendliche beteiligten. Nach einer Ansprache des Sportgruppenleiters Gustav Hirsch gab es leibliche und geistige Genüsse zu kosten. Go. 37“ die Beständige Springer — Fortsetzung unserer „Lelchtathletik-Bilaiu Auch die Springer und besonder; die Mehrkämpfer brauchen eine lange 'Vettkampfzeit, um zu guten Ergebnissen zu kommen- Und dazu fehlten außerdem ii der Dreimonate-Saison 1937 noch jene schönen, warmen Tage (als wir Mitte Juni beginnen konnten, waren sie schon fast vorbei) dis die Springer und Mehrkämpfer zu ihren Zahlreichen Versuchen brauchen. Und doch gab es im Hoch- und Weitsprung und im IV.ehrkampf Spitzenleistungen, die im Vorjahr licht erzielt werden konnten. Bei den Springern führt der Deutsche Makkabikreis durch seine Gebrüder Blank-, Alfred Blank (Hannover) sprang mit 1,79 m eine feine neue Bestleistung des deutschen Kreises und sein jüngerer Bruder Herbert erreichte einmal mit 6,91 m in Hamburg eine Weite, die ihn mit fast einem halben Meter vor allen anderen, aber auch vor seinen sonstigen Leistungen in der Bestenliste führen läßt. Wenn wir auch die einmalige Leistung in der bekannten „Hamburger Grube*' nicht recht glauben können, so zweifeln wir andererseits nicht daran, daß er z. Zt. mit Recht die Bestenliste anführt. Mit 1,70 m seht er im Hochsprung mit einem halben Zentimeter Vorsprung vor unserem Frankfurter verbesserte Mehrkämpfer Bendorf I, der die besten Ergebnisse in dieser Saison von allen ' Schild-Springern erreichte. P. Y. Mayer (Berlin) übersprang mehrmals 1,65 m, erzielte 6,24 m in} Weitsprung. Eine seltene Begabung zeigte der Frankfurter B- Jugendliche Heppner (Philanthropin), der ebenfalls schon lj65 m einmal überspringen konnte. Hoffentlich startet er im nächsten Jaht. im Frankfurter Schild als Aktiver, um so im Kampf mit gleichwertigen Gegnern sich auszuwachsen. Aber auch die anderen sollten sich noch verbessern können. Im Hochsprung geht es weiter aufwärts. Bei den Weitspringern hat sich die Ab-" Wanderung bemerkbar gemacht. Während die Hochspringer Schwenk (Breslau) und Stock (Mannheim) ersetzen konnten, war für Schild (Stuttgart); Goldberg (BK.-Leipzig) und Marx (Bonn) kaum Ersatz zu finden. Aber Makkabi hat in Leipzig ein paar tüchtige junge Springer. Marx ist im nächsten Jahr für Scniki- Bonn wieder zur Verfügung, sodaß man auch hier trotz einer kleinen durchschnittlichen Verschlechterung optimistisch sein darf. S&lmang (Aachen) erreichte 6,40 m, Klaber (Fürth) mit 6,43 m auch im Weitsprung unser Jahre» bester. Wir haben andererseits überraschend gute Mehrkämpfer, die mit ihrer Gesamtleistung weitaus besser sind, als die „Fünf- Besten“ in den Einzelleistungen. Klaber