Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 50 (10.12.1937)
- Date
- 1937-12-10
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/4911661-5448596-5449731--325-4916437- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Frontkämpfer ChanuUaberlchi Köln. Wenn der Reichsbund jüdisch :r Fjrbntsoldaten, Ortsgruppe Köln, aus beionceem Anlaß Kameraden unter der Devise K iogsopferbetreuung zusammenruft, dann hal der Vorstand wieder einmal zu einer f eiei gerüstet, die hier bereits zur edelsten "racition geworden ist. Eine solche Chanukkaf :ier k inn in ihrer gemütvollen und gemütlichen Schlichtheit wohl als Beispiel jüdischer S >lid u ität bezeichnet werden. Schon die Begüßaigsworte des Landesverbandsvörsitzend« n ( im. Albert Süskind deuteten: auf di< irrere Verbundenheit hin, die in diesem Kr;ise lieimisch ist und die in dem> Makkat äerfe ste einen Pfeiler jüdischen Verantwortung sgefi hte und stiller Pflichterfüllung j erblickt. Vertieft wurden die Leitsätze des Vorsitzende» durch die Ansprache des Rabb- Dr. Kobi r, der der Festversammlung das jüdische Heldentum der Güte und der Entsagung vor Aü|;en führte. Der Obmann der Krilcgsopfcrabtei ung, Kam. Richard Rosenthal, wies insbesondere auf die Aufgabe dfer Kriegs >pf< n »bteilung hin. In wahrhaft weihevollen Tpjien verklärte Frau Kisch-Arndt durch den Gesang von Händ sei Dir, Herr...“ (am fflügel Willi l.oeÄitenstein). — An reich gedeckter Kaffeetafel terbrachten dann die Kriegsbeschädigten, Kriegsrwitwen und bedürftigen Kameraden d< r Ostsgruppe, nach Entzünden dpr Lichtet! qu vor der Menorah ite der Ortsgruppen das Kind des Kam. Behr unc dem Gesing Festhvmne, einige harmonische Stund m, bei die Kameraden Salomo 1 und Se Tobar ’zut sowie die Kinder des Kam. haltung beitrugen und eine Mädchenri4ge des JTV. 02 Köln glänzende Leistungen an Bsr en zeigte. | Reich beschenkt vetließen die Gäste die Festtafel, an der neben anderen Ehrengästen auch der Gemeindepräses A- Bejnpix mit seijier Gattin Platz genommen hatte. StettUi. Am Montag, den 29. November fand in Stettin eine Cnanukkafeier der *apferabteilung und der Ortsgruppe stat|t alter Tradition gedachte der Vorsitz Beginn der Versammlung inserer — Weltkriege und all der Kämpfer, die der Jahrtausende für das Judentum ihr gelassen habqn. Es wurde firner in tx \Y/nrffln [ Ludwig Koch Abschied genommen. Da in i e erierte der Landesverbands1'orsitzende Rqm. Dr MösbaCh über Kriegs opferfrage n Die religiöse Chanukkafeier begann nit lern Lichterainzünden. Im Anschluß daran hipltlpfrr Rabbiner fesselnden Makkat ä Atemlos Kameraden. Der stürmische Beifal Schlüsse Breslalu raden Freunde geworddi fi i :em Tc t Richter, Stetti 1, einen Vortrag über iie Kämpjh äer. In ganz ausgezeichneter Schilden e er die damalige und bejschrieb die Kämpfe lauschten ihm die seiner Ausführungen zeigte dem Vortragenden, wie er es vers alten Fiontsoidaten mit sein Ausführ ingeH zu fesseln. ' anden hafte, en tiefochürfeifdbn Lieber 500 Krieg: Ilten den Saal der ‘ bei der nun sch|ö: tien Chanukkafeier strategisch^ und Kriegsopflei Töpfer und jGesellschh n zur T| der Orts: ch ler uolgrii nn U ii er- Krle js- Näcli de enl Lia... Ljd en we j 1 ibe aus We La :fec :r puppe l1137 zu im ife en dm. ter se re he. u id :i m chgstchS rten Zu h«b«n ln den fluten cer :r Nach den Worten der Begrüßung all» wesenden, insbesondere der Vertreter des Standes der Synagogengemeinde und Herren Gemeinderabbiner, gedachte dei gruppen^Vors. Kam. E 1 k e I e s der Totje Krieges, der Grenzschutzkämpfe und Palästina Gefallenen- Besonders heb-: Worte fand er für unseren schwererkrp: Kam. Rabbiner Dr. Sänger, dem Namen aller Kameraden von ganzem weitere Besserung wünschte. Herr Kantor Rosbasch entzünde: Lichter und machtvoll durchbrauste das Zur den Saäl. — Herr Oemeinderabbine Vogelstein sprach in seiner FestreiI dem Gemeinschaftsgeist, der Kamerad lichkcit, der Einsatzbereitschaft und der plin; Tugenden, die nicht nur den altqn daten, sondern jeden Juden auszeichnen Schön und warm vorgetragene Gesän Kantors Rosbasch leiteten zum unterhalb Teiljjüber, der von Frau Borowicz, Rosbasch und Herrn Seiler (Leiser), ausgezeichnet bestritten wurde. Die Beg e lag in den bewährten Händen des Herrn nist Schaffer- — r An- Vorder Ortsn des für zliche nkten im Herzen e die Moaus r Dr. e von schaft- Diszi- Soliollten. des enden Herrn Berlin, itung Organe Eine Sammlung für unsere Wintersfe und unsere Kriegsopferabteilung wurde i Pause durchgeführt. ' D: a jf i Linnich. Die Ortsgruppe veranstaltete 28. Nov. eine Kriegsopfertagun anschließender C h a n u k k a f e i e r. sitzende Kam. Dr Weber begrüßte schienenen Ehrengäste: Kam. Albert kind, Vors, des Landesverband Westdb land sowie Kam. Dr. N u ß b a u m aus gedachte der Gefallenen und forderte Würde des Judentums stets hochzuhalt^ die Kriegsopferbetreuung als heiligste zu betrachten- Als Hauptredner gab Kam. Dr. Nuß einen Lieberblick über die Gesamttätiglje Bundes und schilderte im Einzelnen sonderen Aufgaben der Kriegsopfervers und der Auswanderung. Sodann sprachen noch Kam. Alb. kind sowie Kam. Gottlieb über nukka. Der Vorsitzende des L. V. in kernigen Worten Treue zum Jud^i damit wir, gleich unseren Vorfahren, Mut und Zuversicht schöpfen können. Schluß daran überreichte er im Auftrag Bundesvorsitzenden dem Vorsitzenden Ortsgruppe; Kam. Dr. Weber, für pflichttreue Arbeit die Silberne Ehre fo n: ai: In isung i einer mim it des bebrgung die S ü s - Charterte ntum, s ihm Ane des Unserer dessen r nadel. Meiningen. Der letzte Abend zu Giinsteg unserer Kriegsopferabteilung wurde mit Chanukkafewr verbunden. Das Programn war stimmungs- und gehaltvoll. Die Ansprache unseres Vorsitzenden Kam. G r ü ns t e i ii ,Tdie Rede unseres Herrn Landrabbiners, der Prolog der kleinen Inge wurden mit Beifall belohnt. Der Abend brachte reichen Lieberschul l, mit dem wir unseren tapferen Kriegsopfer! eine Chanukkafreude bereiten konnten. Gleicl zeitig, konnte unser. Vorsitzender den Kameraden! Oberlehrer Grünstein, Fr ii häuf und Stein die Silberne Ehrennadel für langjährige Mitarbeit im Namen des Bundesvorständen überreichen. Krefeld. Eine große Zahl Kamerader Kriegsopfer war unserer Einladung zum meradschaftlichen Kriegsopferabe neuen Gemeindehaus gefolgt. Anknüpfejr die heldenhaften Taten der Makkabäer Kam. Jos. Dannenberg von der ur reichen Arbeit, die der Reichsbund jüd Frontsoldaten zur Betreuung der jüdi Kriegsopfer leistet. — Für die Ausführi dankten die Zuhörer mit starkem Beifall Auf eigenen Wunsch legte Kam. mann sein Amt als Vorsitzender niedei' und I. kaif im d an sprach ngsisener i sehen ngen ey- und am g mit r Vorlie er- S ü s - utsch- Köln, die n und [Pflicht. führte den neu bestätigten Vorsitzenden Kam. Dannenberg \ in sein Amt ein. Dieser dankte mit herzlichen Worten dem bisherigen Vorsitzenden für Vlie seit der Gründung im Jahre 1924 unermüdlich geleistete Arbeit. Ehrentafel1 JQülfclier Familien Berlin. Herr [Gereon Lew in, von dessen 80. Geburtstag : wir in Nr. 48* des „Schild“ Vormerkumr nahmen/ hatte nicht, wie dort mitgeteilL/thdj Söhne, sondern vier Söhne an den Fronten dos Weltkrieges. Es sind dies die BrüstsCMörttz, Eddie, Paul und JoseP“- Lewin, außer dem zweitgenannten sämtlich - geschätzte Bundesmitglieder. Märk. Friedland. Am 1. Dez. vollendete Herr Nathan Nathain sein 80. Lebensjahr. Zwei Söhne und zwei Schwiegersöhne waren Frontkämpfer; ein Sohn und ein Schwiegersohn Sind gefallen. Dem Jubilar, unsere besten Wünsche für seinen Lebensabend. Zar aroQen Armee Stuttgart. Am 25. November verschied unser Kam. Dr. Emil Sander und wurde unter großer Beteiligung unserer Kameraden und der ganzen Gemeinde zu Grabe getragen. -Den wohlverdienten Nachruf hielt in Vertretung Herr Dr. Otto Einstein. — Wir werden dem teuren Verstorbenen ein gutes Andenken bewahren.; Berlin. Die Kameraden Dr. Richard B r i e - ger, Ortsgruppe Stegfried, Berthold Groß, Ortsgruppe Nord und Hans Berliner, Ortsgruppe SütJ sind zur Großen Armee abberufen worden, 1 Augsburg. In [allerletzter Zeit hatte die Ortsgruppe zwei schmerzliche Todesfälle zu verzeichnen: die I beiden Fabrikanten Adolf G a 11 i n g e r , Leutnant d. L. a. D., und Dr. Sigmund Eisein mann, Stabsveterinär d. L. a. D., 60 bzw., 56 Jahre alt, beide Inhaber des E X. u. Bayer. Mil. Verd -Ordens, wurden mitten aus eineib arbeitsreichen Leben gerissen. Bei der Beisetzung beider Kameraden hat der Vorsitzende ihnjen einen kurzen Nachruf gewidmet. i Mainz. Am 31 d. Mts. geleiteten wir unseren Kam. Lehser i. R. Julius Rothschild, zur letzten Ruhestätte. Kam. Rothschild, früher* in Groß Gerau Itätig, übersiedelte nach seiner Pensionierung ita Jahre 1933 nach Mainz und gehörte seit dieser Zeit unserer Ortsgruppe an. Er nahm als Laijdsturmmann an dien Stellungskämpfen zwischen Maas und Mosel (1916— 1917) teil und War Besitzer des Frontkämpier- Ehrenkreuzes. Wir werden jdem heimgegangenen Kameraden ein ehrendes Andenken bewahre». Frankfurt a. M. Die Ortsgruppe gibt von dem Ableben iinseres Kami Martin .Fettmann Kenntnis. . München. Nach langem schweren Leiden, das wohl als indirekte Kriegsfolge anzusehen ist, starb der Kam. Adolf Würzburger. Sein Andenken lebt im Kreis-seiner Kameraden fort. Frontkämpfer In den Gemeinden Berlin. In. der Sitzung vom 30. November 1937 wurde unser Kam. Rechtsanwalt Max B a e r w a I d , Oranifenburg, zum stellvertretenden Vorsitzenden der Repräsfentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde gewählt. Er übernimmt das Ehrenamt, das vordem unser langjähriger verdienter Kam. Dr. S. London bis zu seiner Auswanderung inne hatte- Kam. Max B a e r w a 1 d ist Mitglied im Landesverband Berlin und Mark des Reiensbundes, er ist 50% Schwerkriegsbeschädigter Kamerad, der im Felde seinen Arm verloren hnt. Wir begrüßen ihn auf seinem neuen Posten und wünschen ihm eine segensreiche Tätigkeit für unsere jüdische Gemeinschaft. 3