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Der Schild · 1937-12-10 · 50 (10.12.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
50 (10.12.1937)
Date
1937-12-10
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Unempfindlich gegen Kugeln und Handgranaten, ist es iur durch Artillerie-Volltreffer /u vernichten. Hs kommt näher, vielleicht 50 Schritt noch!; Leber uns,, ganz, ganz niedrig, kreisen die Eli :gcr und bestreichen uns mit M.G. Hilfe vion hinten ist ausgeschlossen —: durch solch iin Sperr- und Vernichtungsfeuer kommt kein H ind lebendig! Da, “jetzt e td ich ist es Zeit! Ift dichten M a_s s e n sch eiten aufrecht hinter dem Tank, der sie v ö 11 i g :s c h ii t z t, die E n g 1 ä n t e r Aber der gpht an uns t orbei, mehr will links, er geht geradezu seit- -Hrh an; uns orbei, so daß wir die Massen dahinter flankier rnd fassen könnenl Natürlich, der Tank gellt parallel mit unserem Graben direkt iuf tnupr: Hauptstellung zul Nun, wi r s ,o s s e n , so lange wir Munition "hatten. Balc 'war der Tank links an uns vorüber, die engische Infanterie also vor uns. (iruppenweise kr men sie auf uns zu. Ich; nahm mir einen ihrer 1 'iihrer, der sie mit der Hand auf uns zu ii rigijtrte, aufs Korn. Hinter uns lag noch imm .'r jdafurchtbare Artilleriefetter, von dem u ir glücklicherweise garnichts abbekamen; rec'ttsj zog sich der Graben nach unserem Ging pe inest. Langsam rückten wir ule in dieser Jiie itiwig. vor, immer im Graben v. undete auf. tanteriofeuer. ziele und sc’iiv Söretisc« ltera iitlaug und fette: ml. Neben mir schrieen Ver- . undete auf. |\V r bekamen jetzt starkes lnh liege auf dem Grabenrand, dauernd; da fällt neben mir Schul) in die Schädeldecke. -Kein Ton, keih Laut. Er wird blau im Gesicht; das Ha ir raucht vom warmen Blut. Nun denke ich, einer nach dem anderen, heraus kommt hier keiner. Bald "Hätten wir keine Munition mehr. Vor uns links bewegte sich der Tank vorwärts und ihm nach die Massen des Gegners; hinten lag dauernd das unheimliche Trommelfeuer, vor uns kam der Gegner in Gruppen heran. \X'ir zogen uns nach rechts, also nach vorne zu, weiter. So kamen wir bis fast ans Gruppennest. Auch hier bereits alles voll vom Gegner. Unsere Munition war ja verschossen- Da, ein Ruck — und ein leichter Schiperz an der rechten Schulter... ln unseren Löchern saßen Gruppen des Gegners, die uns mit der Pistole in der Hand den Weg in ihren Grabeft wiesen ... * Ein anderer Kamerad, Dr. Caspary, Stettin, hat die Tankschlacht bei Cambrai beim Inf. Regt. 50 mitgemacht. (S. Reg. Gesch. S. 230) Er gerief fnit seinen Leuten in die Gewalt der Engländer1 und wurde in einem der bekannten „Nester"' gefangen gehalten, die eine Spezialität der Engländer waren.; Kam. Dr. ’ Casparys Plan, mit [den Seinen wieder Verbindung aufzutiehmenj gelang — wie er selbst berichtet — vornehmlich durch die Kaltblütigkeit eines seiner Krankenträger. Zwar war die Situation mehr als schwierig, allein jum so schöner der Erfolg, als er außer der Befreiung noch die Gefangennahme von 3 englischen Offizieren, 46 Mann und 2 Maschinen - Gewehren einbrachte. Die Tendenz zur Kolonisten wanderung W.V'uii"- hei und schriftliche .ms difitt Rci. 'vtztei# Ntiitiü'.v hon zahlreiche mündliche ulieruugen aus Berlin wie eicertj hat der in unserer ofientlichte Leitartikel des Ihindesvorsit/eniei > Kam. Dr. Löwer.sjfcin, über „Gruppen« ar.derui g - Gruppeitsicdljmg“ so_- «ohl im Rci.liäblind jüdischer Frontsoldaten wie im Spor'btt rd " „Schild"' lebhaften W i d e r h a i 1tisijelöst. Das Auswanderungsbedürfnis ist; ulj erord©flt!ich, und ntan begrüßt es, daß in leitender Stelle" dös Frontbundes wie des Sportbundes eine Initiative zu spüren ist, um di r Erfüllung dieses Bedürfnisses zu den verhinderten Wegen noch neue Möglichkeiten zu "weisen. Auch entgegen den von anderer St ite an uns herangetragenen Bedenken ist u Initiative, Lei der gefüllt Je tet. Reichsbun Sportbuncl „Schild d jiid sc ier Frontsoldaten wie dem mitchen, die ve rtr zu erwecken, ffr läge noch nicht Gebiet der Alk in Deutschland 1 gen gegeben, ajlsi könnte, Leiter ihnen zu schaffe i als Grundlage sorgen, ist Sach .> Institutionen. hi( r Landarbeit GmT|H Reichsbund und den g e s ii it d e Wanderung in gliederkrei ihnen schon reifen Siedlungen selb-1 bereit stehen kraft einer st, Nicht zuletzt de^ke^i w ttche„ Wirkung jeife Faktören Inzwischen richtenteil der Bundesleitung und Fragebogen des Frontbundes, bundes „Schild1 E. die Zeit für eine solche uns höchstes Verantwiortungsblediugt reif. Es liegt dem fern, Versprechungen zu ht sind, oder Hoffnungen die eine gesicherte; Grund- 0 handen ist. Es hat auf dem Wanderung für viele-Juden id|er schon zuviel Enitausclumdaß man es verantworten „Prospektgläubige'' unter 1 :ür reale Siedlungsviorhaben dt r Gruppenwanderhng zu ier einschlägigen indischen nsbäsondere der Jüdischen Als unsere Sftche im Sßortburid betrachten, wir es, Gedanken der Cjruppeni nsöfe breiten; Mithineinzutragen, Jilin . in zu Dassen, auch wenn, die m Augenblick nexih nicht uhd dieser Idee die Triebrk :n Gefolgschaft zu| geben. r dabei an" die; förderinfer solchen Bewegung auf Ausland, von deften das Gelingen praktisch zun wesentlichen Teil abhängt. siifd die im offiziellen Nachvorige i Nummer vpn der a ^gekündigten Rundschreiben sowohl an die Ortsgruppen wifc an die Vereine des Sporth|nai6gegangen, denen Erledigung" (ien Sinn einer Bestandsaufnahme Hai. Es gilt vorerst, einen Ueberblick über die Zahl der jüdischen Männer und Fraueft zu gewinnen, die in der Gruppenwanderung, ein Ziel und eine Möglichkeit für sich erblicken und die zur Gruppensiedlung, d. H. zu der schweren Aufgabe der Kolonisation in überseeischen Ländern, bereit sind. Aus ihnen; wird in objektiver sachlicher Auslese die Zähl der Geeigneten zu ermitteln sein, im Namen dieser zur Gruppersiedlung bereiten und geeigneten Männer und Frauen werden. sodann die Forderungen zu erheben sein, die zur Verwirklichung der Gruppenwanderung, und -Siedlung erfüllt,sein wollen. Wie z e il t gemäß der Beginn einer solchen Aktivität ist, bestätigt ein Blick auf die Vorgänge int allgemeinen Wanderungswesen. Eine Meldung in unserer vorigen Ausgabe besagte, daß auf den 23. Februar 1938 vom Internationalen Arbeitsamt eine Sachverständig« n-Konferenz für die Fragen der internationalen Zusammenarbeit in der kolonisatorischen Wanderung nach Genf einberufen wird. Dan it tritt die Ausrichtung der allgemeinen unß internationalen Wanderungspolitik auf die kolonisatorische Wanderung — und d. h. ja landwirtschaftliche Gruppensiedlung — augenfällig in Erscheinung. Gerade wir Juden1 in Deutschland mit unserem gesteigerten [ Auswanderungsbedürfnis können und dürfen diese Ausrichtung nicht übersehen, die keineswegs von ungefähr kommt, sondern in langjährigen Arbeiten und Studien internationaler Wanderungsexperten ihren Ursprung hat. Man ging beim Verwaltungsrat des Internationalen i Arbeitsamtes von dem Gedanken aus, daß die einschneidenden Störungen und Hemmungen für einen normalen Wanderungsablauf in den letzten Jahren eine der "wesentlichen Ursachen für den krisenhaften Wirtschaftszustand in großen Teilen der Welt sind. Eine stark* Wanderungsbewegung — durchaus nicht nur eine jüdische — hat es immer gegeben, uni sie übte eine durchaus natürliche und belebende Funktion im wirtschaftlichen und sozialen Gesamtorganismus aus. Diese Funktion ist in den letzten Jahren gestört worden durch die zahllosen Einwanderungshemmungeh in vielen, an sich dünn bevölkerten und ersc|fließungsfähigen Gebieten, — niemand spüj-t es so schmerzlich am eigenen i I Laibe wie die auswanderungswilligen Juden, dit im neuen Land durch Arbeit neue Existenz suchen. Die Vorarbeiten der internationalen Sachverständigen haben nun die kolonisatorische Wanderung, also die Form der landwirtschaftlichen Gruppensiedlung als gegebene, zweckmäßige und aussichtsreiche Form ersannt, um der Wanderungsbewegung m det Welt wieder zu natürlichem Fluß zul verhelfen und die an der Zusammenarbeit im] Rahmen des Internationalen Arbeitsamtes beteiligten Staaten für eine entsprechende Revision ihrer Einwanderungspolitik der kolonisatorischen Wanderung gegenüber zu gewinnen. Für uns ergeben sich aus dieser Situation drei Folgerungen: ll Die Entwicklungstendenz, der internationalen Wanderungspoll.ik zur kolonisatorischen Watderung hin verdient von den Juden Deutschlands mit größter Beachtung zur] Kenntnis genommen zu werden. Jene Erkenntnisse der internationalen Sachverständigen und die daraus folgenden Schlüsse beweisen, daß die Auswanderung in Form landwirtschaftlicher Gruppensiedlung offenbar relle Möglichkeiten; in sich birgt. 2] Diese Möglichkeiten müssen wir Juden in Deutschland aus eigener Kraft für uns zu Erschließen suchen; wir sind uns bei den Bestrebungen des Internationalen Arbeitsamtes sehi wohl der Schwierigkeit aller Voraussetzungen, der Langsamkeit des Tempos und der] Weite des Weges bis zum Ziel solcher internationalen Bemühungen bewußt; wir müsken also die Möglichkeiten zu landwirtschaftlicher Gruppensiedlung in Ueberseeaus eigelter Tatkraft im Rahmen der gegenwärtigen Gegebenheiten im Äus- I a n|d e fördern, — wir können keinesfalls tatenlos die Erfolge der Sachverständigenkonfereaz und der weiteren Verhandlungen des Internationalen Arbeitsamtes abwarten. 3-] Darüber hinaus aber sollten wir das vom Internationalen Arbeitsamt verfolgte Hauptziel keinesfalls Jaus dem Auge verlieren, auch über längere Zeiträume nicht. Dieses Ziel besteht dann, einmal Einwanderungserleichterungen in den ] für Kolonisation in Frage kommenden Ländern. zu erreichen, sodann darin, durch Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der | Auswanderungsländer einerseits, und den | Regierungen der Einsvanderungslände; andererseits die finanztechnischen Voraussetziiigen für eine Kolonistenwanderung größere* Umfanges zu schaffen. Erreichung dieses Ziels] würde (neben der nach wie vor gleich wesentlichen Einzelauswanderung und Palästinas anderung) der jüdischen landwirtschaftliche* Gruppenwanderung außerordentlich erweiterte Möglichkeiten verschaffen und ihr für eine gesteigerte jüdische Auswanderung] aus Deutschland ungeahnte praktische Bedeutung geben. Jenes Ziel ist also für uns sehr |wichtig_ und nicht minder die Tatsache, daß iin amtliches zwischenstaatliches Gremium wie aas Internationale Arbeitsamt sich mit ihm befallt. Was aber können wir selbst zu seiner Förderung tun? Uns unmittelbar in die Dinge einzulchalten, ist unmöglich. Wohl aber könnten »ir den Beweis erbringen, daß es unter den Duden Deutschlands eine beträchtliche AnzaAl von Männern und Frauen gibt, für die die Erschließung der kolonisatorischen Wanderung Jnangels anderer Auswanderungsmöglichkeiten eine brennende Existenzfrage ist und die die Bereitschaft und Geeignetheit für landwirtschaftliche Siedlung aufweisen können. Es wird also unsere nächste Aufgabe sein, diesen] jüdischen Kreis zu erfassen und seiner Stimme Gehör zu verschaffen, damit die Bemühungen det Experten und des Internationalen Arbeitsamts auch hierdurch verstärkten Impuls bekommen und damit die Juden] Deutschlands dabei nicht übersehen werden können. ] * Anläßlich der realen Bedeutung der Auswancfehingsfrage werden wir ihr auch weiterhin im „Sciiild“ zur sachlichen Aufklärung unserer Kameraden, Sportkameraden und Sportkameradiimdn über Auffassung und Arbeit des Bundes in] dieser Richtung einen entsprechenden Platz «inräumen. 2

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