Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 48 (26.11.1937)
- Date
- 1937-11-26
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Aktuelles aus der jüdischen Welt Die Erstaufführung der Oper „Eugen. Onfgin“ im Berliner Kulturbund als Festvorstellung zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfei war in jeder Hinsicht ein künstlerisches Ereignis, in dessen stürmischen Erfolg sich alle Beteiligten und nicht zuletzt unser Kam. Wilhelm Guttmann in der Titelpartie teilen konnten. * .Der über Jen^alem "verhängte Ausnahmezustand wurde wieder aufgehoben. Die für Bestimmte Delikte in Palästina geschaffene Militärgerichtsbarkeit hat in Jerusalem und Haifa ihre Tätigkeit begonnen. Bei der Siedlun scher Arbeiter wä Schuß so schwer Wunden erlag, und gefaßt werdA; Tel Amal wurde ein jüditrend der Arbeit durch einen: verwundet, daß er seinen r Mörder konnte entdeckt De Ah Zum Gedäehtn -it/enden dec, storbenen Gelehrt medizinische Fakijl hurg eme Gedenk anbringen. an den früheren Voriance Israelite, den verm Arnold Netter, läßt die tat der Universität Straß- 1 afel an seinem Geburtshause Auf dem jüdiscl eine' Gedenkfeier f .ischisten statt. Zu den bevor.- 20. Gründungstag die “litauische Judentums zur T tungskomitee aufgji .-gehenden Festlichkeiten am des litauischen Staates hat ierung auch Vertreter des tilnahme an dem Vorbereiefordert. An dee-Feier di der Stiftung des —Siechenheims in meister mit Mit] waltung teil: dei wurde seine Erhel ' \on Oranje-N'a-sai hundertjährigen Bestehens israelitischen Alters- und tterdam nahm der Bürgerliedern der Gemeindever- Vorsitzenden der Stiftung ung zum Ritter des Ordens übermittelt. \'s. Stadtrat wurde kürzlich in Sofia bei den letzten Ergän/ungswahlen der Kamerad und Sekretär des jVerbindes jüdischer Frontsoldaten Bulgariens, Alfred S. Demayo, gewählt. Er erreichte von 7 Kandidaten seines Bezirkes die höchste Stimm-enzahl. -+ , * Das von der Reichsvertretung unterhaltene, mit Genehmigung der staatlichen Behörden gepachtete Lehrgut Ellguth-Steinau (Kr. Falkenberg-O. S.) wurde als neue landwirtschaftliche Ausbildungsstätte eröffnet. Es wird der Erstausbildung von l^-rlSjährigen dienen und etwa 8u—1.00 Jugendliche aufnehmen können. In Frankfurt a. (m. fand eine von fast 3000 Personen besuchtet und von Max- M. Warburg geleitete Versammlung des Hilfsvereins der Juden in Deutschland statt. Nach Begrüßungsworten des Gemeinde-Vorsitzenden Justizrat f)r. Blau und einer einleitenden Ansprache Warburgs gab. Dr. Mark Wischnitzer einen ausführlichen Arbeitsbericht und --Rabbiner Drz Esthelbacher-Düsseldorf schilderte u. a. eigene Erfahrungen aus der Auswandererberatung. “ deren Vontaid «ngehtSrt, beging »m U. November »einen 50. Otburtsti?. Auch an dieser Stelle sprechen wir ihm unsere herz f.hsten Glückwünsche aus. Leer (Oslfrksland). Unser langjährige* Mitglied Kam. Meyer Rose boom begeht am 21. 11. seinen 60. Oeburtstag. Wir sprechen ihm auch an dieser Stelle unsere besten Glückwünsche aus. BerUh. Am 2. Dezember wird Herr B. Loeb, früher Braunschwei?, jetzt Berlin-Neukölln, Herrfurthstraße 18, 75 Jahre alt; er ist der Vater unseres geschätzten Bundes- Kameraden Rechtsanwalt Dr. Loeb in H.ldesheita, dein «ir ebenso wie dem Jubilar herztichst gratulieren. Ortstfr. Breslau bittet mtntt.ulen: Die Silberhochzeit de« Kam. Kiwi auf dem Jud. Auswanderer-Lehrgut Groß Breesen findet am 25. 12. und nicht, wie irrtümlich berichtet, am 25. 11. statt. I en Friedhof in Florenz fand Für die gefallenen jüdischen Zum 100jährigen Bestehen der Synagoge in Speyer Während die Blütezeit der Gemeinde Spsver gegen Ende des 11., 12. und 13. Jahrhunderts sowie die Zeit des Niedergangs vom 13. bis zum 18. Jahrhundert bereit! vielfach behandelt worden ist, fehlte bisher eine Darstellung der jüngsten Epoche der Gemeinde (im 19. Jahrhundert bis heute). Es ist daher zu begrüßen, daß Reinhold Herz, ein Sohn der Speverer Gemeinde, der durch seine Veröffentlichungen in der neuesten Zeit_ einem größeren Leserkreis bekannt wurde, in seiner Gedenkschrift zum 100jährigen Bestehen der Synagoge zu Speyer ,Die jüdische Gemeinde Speyer von ihrer Wiederentstehung um die Wende des 18. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart* auf diese bisher poch nicht bearbeitete Epoche ausführlich ejngeht, indem alles verfügbare Quellenmaterial wie Akten der Gemeinde, Sjandesamtregister usw. ausgewertet wird. Kein Ereignis von Bedeutung wird von Herz übersehen, die 'Persönlichkeiten, die der Gemeinde in jenem- Zeitra um das Gepräge gaben, werden uns in gerückt. Ich glaube um sp gjroße Lebensnahe eher berechtigt zu sein, ein solches Urteil allgeben zu können, als ich ja seit Jahrzehnten Speyer als zum Teil wenig- Bezirk gehörenden Gemeinde Rabbiner wirke und daher stens miterlebt habe, was hp erz in seiner Gedenkschrift mitteilt, als keiten, die er schildert, letzten drei Jahrzehnten mit ihnen gemeinsam tätig war. ici die Persönlichsbfem sie in, den gelebt, gekannt und für die Gemeinde Weltkrieges gungen ist zu ent- ($e zinnenen Orgelzu Kriegszwecken tn gleichen Monat Synagqjenapsschuß beschloß, nde aufzufordern. 0oldschmuck und opfern. 12 Söhne jedenkschrift herder Ehre gefallen. Auch auf die Zeit des weist Herz hin. Seinen Dari« nehmen, daß im Juni 1917 pfeifen der Synagogenoreel Verwendung fanden, daß i der damalige alle Mitglieder der Gerne ihre Bestände an Gold, Juwelen dem Vaterland zu der Gemeinde — hebt die vor — sind auf dem Felde Die Namen werden angeführlt: Ludwig Adler, Ludwig A 11 s c h u I, Ludwig C a h n , Fritz Hirsch; Karl Isaac, Ojto Kahn, Julius KTeinberger, Max Lieh mann, Emii Siegel, Julius Süßei, Karl Weil, Felix Wolf. Herz erwähnt auch in seiner Schrift daß insgesamt etwa 40 Mäifier der Gemeinde an der Front waren, und Felde Heimgekehrten sich einer Ortsgruppe des Reit discher Frontsolda schlossen. n der zu meinem laß die aus dem m Jahre 1919 zu hsbundes j ü - ten zusammen- Aua Kameraden- und Familienkreisen Zwei FrantsokUtenkindcr tnben sich in Amsterdam verlobt; Die TocJUer unseres früheren Hamburger Kameraden Louis David, Fräulein Hildegart David mit Harry Leeuwarden, Sohn unseres Bremer Schwerkriegsbeschädigten Kameraden Levi Leeuwarden. Wir gratulierenI Breslau. -Unser alte*—Kam Georg Josef feierte am 5. 11. seinen 60- G.*b'jrt»tä?. Wir gratulieren auch an dieser Steile noch nachträglich. Berlin. * Herr JaJtobl Scheidtmann, Berlin NO., Pasteurstr. 7, Veteran von 1870/71 wird am 29. <L Mts. 88 Jahre alt Herne« Am 11. Dez. wird unser langjähriger Kam. und Kassierer G. Riesenfeld 50 Jahre. Er ist auch Sportieiter der S|X>rtgruppe „Schild“ Herne. Wir gratulieren. Jana. Kam. Arthur Behrendt, der seit vielen Jahren d m Reicbsbund und aeit Gründung der Ortsgruppe Jena Der Wert der Herz’schen die würdige Ausstattung, Druck und die schönen erhöht. Der Synagogen rat -gemeinde Speyer hat sich < gäbe der Gedenkschrift ein dienst erworben. Rabbiner Dr. Ernst Ste Ludwigshafen Schrift wird durch den vorzüglichen Bilder beträchtlich der Isr. Kultus- <^urch die Herausbleibendes Verkelmacher, a. Rh. Zur Rechtslage deutscher 'Staatsangehöriger Im Ausland. Im Verlag ven H. D. Tjeenk Willink u. Zoon N. V. in Haarlem (Holland) hat der Advocaat Dr- H. Enwnerich in Amster- 28.>lp\?emBer lillllll H AN U KK7T ÄUSSKmmiuwQ r Jüdischen Winterhilfe Jü 11 Ische Winterhilfe Berlin. Ara Sonntag, dem 28. No\ findet de Chanukka-Haussammlung statt. Ermöglicht üdiactun Wmterhlfe durch doppelte Spenden, federn Bedü ftigen Chanukka-Freude zu bcre.ten! Für jeden Betrag er Spender eine gelbe Quittung mit Aufdruck des Wc ~ 1937 der IM erhält erhabnen Viertes und eine Chanukka-Postkarte. Jüdische Winterhilfe Berlin führt für eine größt besonders pflegebedlr.'tltfer Kn der eine Sonderng durch. Neben den üblichen Regelleistungen der en Winterhilfe ^halten diese Kinder allmonatlich ein für sie zusammengestelltes Pflcgepaket im Werte * 5.—. Jüdische Winterhilfe veranstaltet am Sonntag, dem ember 1937, nachmittags 4 33 Uhr, im großen Saal Efrüdervereinthauses einen TeenacbnltUf, dessen Dun g In Oemeins:haft mit dem Damencomit# der Künstlererfolgt. Da die Eintrittskarten auf die Namen der ausgestellt werden, sind schriftliche Vorbestellungen an: Jüdische Winterhi fe, Abteilung Veranstaltungen. Charklttenburg 2, Kantstraße 158. Di Anzal I betret u: Jüdist hi eigen1 von Di< 5. des führudg Hilfe Inhab r erbet« i D< z< auße n Trag: für für Das angeh sond derei im im werd e. sätze wan hand recht Ausfi i im Judei von sind stim 14. Nr- Durc i ande: trete* des da, hervi l'ager sind, längdr Das Aus« besef meii kann J U P t f f M f c e * e i * o e ttr s t Atrrn iiihhhhhmhhhhiiiihmiii« dam und der wissens:haftliche Rechtsberater Fohr Rothschild in Amsterdam ein umfessentjes Wer c über die Rechtslage deutscher Staafsangeiöriger im Ausland erscheinen lassen. Die Verfasser haben si:h mit diesem Werke fcin ordentliches Verdienst erworben. Die des internationalen Privatrechts ist schon uiiisten ein schwieriges und umstrittenes, ’ .aien aber ein völlig unbekanntes Gebiet. Buch ist nicht nur für deutsche Staatsörige im Ausland von größtem Wert, rn in gleichem Maße für die Auswanaus Deutschland. Wenn es sich auch esentli.-hen mit den Rechtsverhältnissen europäischen Ausland beschäftigt, so n die dargelegten allgemeinen Grundauch für die nach anderen Erdteilen Ausdernden von Wert sein. Das Buch be-;lt das internationale Steuer- und Devisendas Recht der Staatsangehörigkeit, das Freddenrecht, Paß- und Aufenthaltswesen, sowii das Auslieferungsrecht. Fi'rt uns Frontsoldaten sind naturgemäß die hrungen über die Paßpflichten für die wehrpflichtigen Alter stehenden von besonderem Interesse. Die hierzu Jen Verfassern gemachten Ausführungen freilich schon durch die neueren Ber mngen überholt (vergl. „Schild“ vom Alai 1937 Nr. 20, vom 11. September 1937 : 5/37, vom 12. November 1937 Nr. 46). i diese und die wahrscheinlich auch auf en behandelten Rechtsgebieten eingeen AentJerungen wird jedoch der Wert Buches in keiner Weise beeinträchtigt, »de die Verfasser auch in ihrem Vorwort «rheben, die wissens-hafthehen Grunddes Werkes so allgemein festeeiegt daß die leitenden Ideen und Regeln für •e Zeit ihre Gültigkeit behalten werden. Buch wird für alle mit der Beratung der anderer und der Auswanderung selbst äftigten Personen, Organisationen, Qen|en usw. bald unentbehrlich sein lind aufs wärmste empfohlen werden. | Kam. Dr. Di. 4