Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 48 (26.11.1937)
- Date
- 1937-11-26
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 48 / 26. 11. 37 OFFIZIELL DES REICHS ORGAN DES „SCHILD", VSPORlBUND UNDES JÜDISCHER FRONTSOLDATEN Das Oberste Schiedsgericht entscheidet Der Reichsausschuß jüdischer Sport US 5 li C dem jetzt auch sämtliche Spielaussc i jüdischen Sportverbände unterstehen Regelung sportlicher Streitfragen eir stes Schiedsge rTc h t des j ü c Sports geschaffen. flieses Schiedsgericht besteht aus digCn Schiedsrichtern, yort denen j : Deutschen Makkabikreij Und dem Spor „Schild“ angehören. Je! eip Stellvertret den beiden Verbänden! ist vorgesel< dein Kreis der ständigen Schiedsri: nannte der Reichsausschuß 2 ständ ig< sitzende. Das Schiedsgericht entscheii Besetzung von drei Schiedsrichtern, sitz führt derjenige der beiden Vor: i gegen dessen Verbandsverein oder angehörigen Klage erhoben worden andere Vorsitzende nimmt an der lung als beratendes Mitglied ohne teil. Die hierfür vom Reichsausschuß Durchführungsbestimmungen werden dischen Sportvereinen zugehen. Mit Einrichtung dieses jSchiedsgei ici sich der Reichsausschuß eilt Organ gesi das Verstöße gegen die Reichsausfi' Stimmungen ahnden wird. Schon bei der ersten " Tagung Schiedsgericht seinen festen Willeji alle Verstöße schärfstens vorzugehen,' yeiba ist. V« rh erlass ■ f bcvii Die Bestimmungen des Reichsai isst. jüdischer Sportverbände enthalten in 5ur 1 die Anordnung, daß der R. A. für alle In zwei Beiträgen haben wir schon _ Stelle uns mit dem Stand der Leich im jüdischen Sport in Deutschland „Die Leichtathletiksaison war zu ‘ das Fazit für eine Wertung der ™, einzelnen Landesverbände; „Stillstan d Leichtathletik“ überschrieben wir Wertung der „Bestenliste“, die das ~ der CV.-Zeitung vor , kurzem veröfh Und nun wollen wir in nachfolgend einigen weiteren Beiträgen an Hat < Bestenliste die einzelnen Leistung: prüfen, wie wir es auch schon in letzten Artikel ankündigten. Die Sprinter waren vor zw«i allgemein erste Klasse. Zeiten unte ■ künden wurden von mehreren mefri der Saison gelaufen. 10,8 Sekundje Jahresbestzeit; in diesem. Sommer Dr. Lewin, BK. Berlin, einmal 11,1 seinem Clubkameraden Schattmann, sonst sich als der beste Sprinter be di bände erwies. Die Bestenliste führt' sechszehnjährigen Bendorf II, Frankf 11,2 Sek. an. So vorzüglich und dieser Junge ist, diese Zeit können glauben. Salmang — der mehrfach« meister — erscheint uns immer nocl verlässigsten und stärksten. Aber; gesehen — die Sprinter sind längs« worden. Lieber 400 m sind wir etHas btsst worden. Fröhlich lief 53,6 Sek., Sa 34,5 Sek. Aber allgemein ist auch jhie)r i bände, e der at zur b e r % chen liehen Streitfragen oberste Berufungsinstanz ist, und daß ihm in dieser Eigenschaft sämtliche Spielausschüsse, so veit dieselben von den beiden Verbänden gemeinsam gebildet sind, unterstehen. In einem Nachtrag, der in Kürze erscheinen wird, legt der R. A.- auch fest, daß außerdem ein „Oberstes Schiedsgericht“ gebildet wird. Die Durchführungsbestimmungen werden im Nachtrag zu den Bestimmungen des R. A. erscheinen. Seitens des Sportbundes „Schild“! dem Schiedsgericht an: als Vorsitzen« Reichsturn-Oomann Kam. Dr. Paujl b e r g, als Beisitzer Paul Yogi Seitens des Deutschen Makkabikre(< im obersten Schiedsgericht die He hts lut' gehören Ler unser Fridiayer. sessind en Dr. Scheinmann (als Vorsitzender) unld K r u h. Als Stellvertreter sind eingesetzt: Kam. R. A. Erich Max Simon (Schild) und Herr NCsselroth (Makkabi). Ferner wohnen den Sitzungen des Schiedsgerichts als Vertreter ihrer Verbände bei: Kam. Walter Beck und Hprr Siddy Goldschmidt. Schon die erste Sitzung des Schiedsgerichts zeigte, daß noch zahlreiche Unklarheiten bestehen und' oft unwissentlich gegen] die Bestimmungen des R. A. verstoßen wirdl so z. B. beim Ausscheiden eines Mitgliedes. Daher ist seitens des R. A. das Schiedsgericht ersucht worden, Richtlinien herauszugeben, dif hoffent-, lieh bald bekannt gegeben werden i können. Wir selbst werden wie bisher unser Teil dazu beitragen, daß Fairneß und Disziplin [im jüdischen Sport ungehemmt zur Geltung jkoipmen. Der Durchschnitt unserer Läufer verbessert an dieser talthiytik jefaßt.. war b^it der n der Ausspdrtblatt en lichte, eiji und dieser überiie unserem I 1 m n er: Sek dei er u ur: vie I: vir , illge ähren 1 Seals in war Reichte vor aber Verlseren piit seifig nicht eichsn zumein r ger gemang der Durchschnitt schwächer als im Vorjähre, wo z. B. Orgler, Hakoah Köln, 51 Sekunden erreichte, lieber 800 m wieder das gleiche Bild: der Makkabi ist so stark ztarückgegangen, daß der Durchschnitt der Bestenliste schwächer geworden ist; während untere jungen sich stark verbessert haben. 2,08.2 Min. war die beste Sportbundzeit 1936 und jetzt sind gleich vier Mann: Bergmann (2,04,9 Min.), Mayer (2,06.9 Min.), Fuchs (2,07 A^in.) und Wieseneck (2.08 Min.) schneller gelaufen. Ueber 1500 m sind die Makkjabiläufer ganz ausgefallen, — die Konkurrenz, wurde wenig ausgetragen, — fünf Sportbjmdläufer werden genannt, wobei der neunzehnjährige Mayer nur um Weniges unter der Bestleistung von Wienskowitz blieb. Er erschien uijs als die stärkste Begabung der Saison in der, Männerklasse, Fucns noch zuverlässiger und schöner im Stil, G. Bergmann nach wie vor unser Bester. Mayer ist sehr begabt. Aber außerdem arbeitet er außerordentlich fleißig, trainiert sehr häufig und hart und vermochte sich mit jedem Start zu verbessern, sodaß wir von! ihm in der nächsten Saison noch Besseres yrwarten. Ueber 5000 m ist Werthen ohne I Gegner. Wienskowitz war in dieser Saison nifht gadz in Ordnung, Laskau hat sich weiter verbessert, ebenfalls Cerf-Köln. Die 30 00 Met.er wurden bei der kurzen Saison so wenig gelaufen, daß sie nicht gewertet wurden. T Die Staffeln zeigen in den Sprjnts eine starke Ueberlegenheit des Makkabi gegenüber dem Vorjahr. Die Zeiten sind , weitaus schwächer geworden. Allerdings lies die Bild; Dzubu Wettkampf der Waldläufer Der Berliner : Spielausichuß führte gemeinsamen Herbstwaldlauf am 17. November durch. Obwohl die ISO. 33 einige vorzügliche Einzelläufer am Start hatte, gelang es ihr nicht sich entsprechend in den Mannschaftswettbewerben durchzosetzen. So belegte dieJSG. bei den Frauen1 mit Ilse Levy den 1., Gerda Meyer den 3. Platz, hätte aber unverständlicherweise keine dritte' Läuferin zur Stelle, um den Mannschaftssieg zu sichern. Die zahlreichen Waldläufe des Bar Kbchba im vergangenen Jahr brachten ihm den Sieg in der Männerklasse. Seine Läufer waren an Erfahrung den JSG.etn überlegen, bei denen Mayer sieff aufopferte,: den 3. Kameraden über die Strecke zu führen. Wienskowitz kam 40 m hinter Werthen ] und Petzall (BK>) vor seinen Klubkameraden Laskau und Mayer ein. Sie mußten sich so (m Mannschaftswettbewerb geschlagen geben. (Der Nachwuchs der JSG. hielt sich wieder einfnal vorzüglich. Beide Jugend- Mannschaften gewannen überlegen. Kluse A (otlen für stk) I. Werthen (BK); 2. Petzall (BK.);3. Wienskowitz (JSü.). Mannschaften: 1. BK. 2Q P.;‘ ’2. JSO. 27 P. Klasse B (offen für ralnnL Jg£ Jahrtf. -21—22) 1. Wall (Undine); Z Odrke (JSO.); 3. Laskau JSO. Mannschaften: 1. JSO. 12 P-; Z BK. 22 P. KU«e C (offen für mlnnl Jgd. Jahrg. 21—22) 1. Graf/ (ISO ); 2. Mandelbaum (JSO.); 3. Oppenheim (JSO.). Manii schäften: 1. JSO. 11 P.; Z BK. *30 P. Klaue D (offen für Schüler) 1. Putzrath (BK.); Z Wienskowitz II (JSO.); 3. Polkow9ki (BK.). Mannschatten: 1. BM. 8 K 2. JSO. 13 P. Klaue E (offen für Alte Herren:) il. Nager (BK); Z Satomon (BK.); 13. Ostrowski (JSOj). Mannschaften: BK. 7 P. Klasse F (offen für [Frauen) 1. Ilse Levy (JSO.); Z Ruth Hirschberg (BK.); 3.lOcrda Meyer (JSO). Mannschaften : BK. 13 P. , lllllllllllllllll!lll!li:illlllllllllllll!lllll<lilllllllllllllllillllllll!llllllllll!!l!ll!lllll!!i!!ll!llllllllllllljl JSG.-Mannschaft! in Frankfurt a. M. im Vorlauf 47 Sek., müßte also noch erwähnt werden. Ueber 4 x 400 in ist ebenfalls der Makkabi besser geworden; der Durchschnitt hat sich gehalten, da die Leistungen dichter zusammen- Regen. Der 5. Plat? der Zweiten Staffel der JSG. beweist erneut, daß unsere Berliner über eine sehr gute Mittel- und Langstrecklergruppe verfügen-, die sie allein 10 von 20 Plätzen der Bestenliste einnehmen läßt. Fassen wir die Leistungen in den Läufen zusammen, so ergibt sich aas-Bild: die Sprinter sind langsamer geworden, aber bei den Türkisch 8 ZIGARETTEN 4«! * Mittel- und Langstrecklern hat sich der Durchschnitt im Ganzen gehalten, bei uns verbessert. Läufer brauchen Startmöglichkeiten! Auf Anhieb ist keine gute Zeit zu laufen. Darum bleibt das Bild; dieser „Dreimonats-Saison“ immer etwas fraglich; jede Wertung relativ. Y»-