Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 48 (26.11.1937)
- Date
- 1937-11-26
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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kurzer Ri ic tichau ^Fj««»khjrt a- M. Der - Frontsoldaten“ hält es für eine sfln tr wich tigsten und dringendsten Aufgaben, si er derer dauernd anzunenmen, denen d_er VWeltkrieg Kraft, Gesundheit und Erlwerbsfähigk ri, oder denen er den Ernährer find Beschii m :r genommen hat. Im Landesverband »üdwest deutschland widmet sich Seit mehrere i Jahren die in Frankfurt a. M. zentralisierte „Kr e g s - opferbetreuung-Kanneradei t 1lf e* dieser Aufgabe, und es mag vielleich: gerade jetzt Gelegenheit sein, der bisherigen Ljeistungen dieser Einrichtung in D zu gedenken. Seitdem eine besondere [Jüdische W n erhilrc besteht, also nunmehr int dritten Jahr stellt die Ortsgruppe an jedem Sammeltag in Frankfurt rund 40 0 Helfer, die von H: üs zu Haus gehen, die Spenden abholen and die damit nicht das Wenigste zum Geling u dieses Hilfswerks beitragen. In aller Stille hat die „Kriegsopferbejti Kameradenhilfe“ erst kürzlich 100 Zu Kohlen an Bedürftige, |die von der furter Bezirksbezw. den Ortsgrup d Landesverbandes Südwestaeutschland ei Werden, verteilen lassen Diese z j liehe Betreuung qteht nicht a Idiit sich; etwa 25 Kriegsbeschädigten und lungsbedürftigen konnte iji diesem Ja ti 14tägige Ausspannung versch ifft den, und das Ferienhilfswerk Seit mehreren Jahren erfolgreich durenge ist im vergangenen Sopimer mehr a|ljs Kindern für 3—j4 [Wochen gekommen. Wie. gerade diese, ja auch wärts geübte Fürsorgetätigkeit d4n imiiiiiaiiuiiniiwiiiiiitiiiimniiiiiiifiiiiiiiiiifiiniiiifiiiii Kurhessen - Waldeck Eichwege. Die gestrige Kriegsohfhij-Versammlung unserer Ortsgruppe war in Anwesenheit des Landesv<}rbands'-Von itzi :nden Kam. Engelbert-Kassel sehr gut beiucht. Nach 'Begrüßungsworten und Ehr ir ß Gefallenen sprach der Kriegsopfer-Obr la n Landesverbands Kurhess?n-Waldeck Die „Kriegsopfern t freunng-Kameradenl! Ule“ tfeo U. üMwcsMcofKkland „Reichsbund üflischer für eine sfln ft S p? i e r - Rotenburg, über „Die ArJj^il iReichsbundes jüd. Frontsoldaten [Kriegsopfer“. Die gut durchdachten Ausführungen eine volle Beherrschung |des The waren in jeder Weise interessant Kameradschaftsgeist und wirkliches schaftsgefühl gaben dem Abend das m as Ka Beden Syii£ tröge pVeltdie m stati; rs prge i n den 1 f e ge- Bruchsal. Kürzlich fand in der eine Trauerfeier zu Ehren der krieg gefallenen Kaijieraden würdige Feier, bei der Herr Bezirk sri bbiner Dr.1 Grzymich die Ansprache hielt, wir umrahmt von Orgelmusik, Chorgesang und filtern glanzenden Solo von Frl. Poritta. Der bevorstehende Winter soll einig e ^pende im Rahmen der Kriegsopfer.fü bringen, wie auch die Ortsgr. siet Diehst der Jüdischen W i n t e r h gestellt hat. Niedersachsen Hfldeshefan. Am 15. d. M. fand nact 1; njgerer Unterbrechung eine Zusammenk inlt[ zu Gunsten unserer Kriegsopfer statt Dieser Abend galt in erster Linie der Kr eg tppferbetreuung. Der Landesverbandsv< >rs tzende Kam. Walter F u e r s t, Hannover De iehtete über die umfangreiche und vielseitig! fiundesarbeit und über den Stand der Kr eg sopferbetreuung. Der Verkauf der Kr eg sopfermarken ergab ein sehr erfreuliches Ergebnis. Dem Kameraden Wilhelm Dux vurde, in Anerkennung seiner langjährigen gewissenhaften Tätigkeit als Schriftführer fcr |Ortsgruppe, vom Kam. Walter Fuerst im Aufträge des Bundesvorsitzenden die Silbenje Ehrennadel des Bundes übergeben. seine werden möge! n igten und Öchtpr erad- JtF ™SVder i des Kam. des änstaltern Mühe und Opfer zugemutet, wie sie ihnen andererseits auch herzlich sn Dank und strahlende Kindergesichter als „lohn, der reichlich lohnet“ eingetragen hat, das ist auch im „Schild“ schon, wiederholt erzähl und an Hand von Kinderdankbriefen Ü argestellt worden. Zu den Herbstfeiertagen hat die „Kameradenhilfe“ ungefähr 800 Liebesgabenpakete mit nützlichem un 1 erfreulichem Inhalt zur Versendung gebr icht und damit vielen Einzelnen und Familien r eben der tatsächlichen Hilfe die stärkende, nie ü gering anzuschlagende, Versicherung gegeben, daß sie in ihrer Not, in all ihren Nöten nicht, allein und verlassen sind. Es *war ein schöner und liebenswürdiger Gedanke, daß man gleichzeitig den kranken Klmeraden Blumengrüße als Zeichen 1 es'Erinnerns entbot. Mit alledem ist der Wirkungskreis der Frankfurter „Kriegfopferbctreuung-Ka meradenhilfe“ noch längst nicht erschöpft. In sehr vielen Fällen hat sie helfend eingegrif Fen, wenn bei so manchem das Geld für dringende Ausgaben fehlte, wenn Gas od:r Zahnersatz zu bezahlen waren, wenn es jalt, auswandernde Kinder mit den nötigster Kleidermitteln auszustatten. Auch der „see! ischen Winterhilfe“, die ganz gewiß nicht an letzter Stelle marschiert, hat man sich angenommen und etwa vom Jüdischen Kulturbund gestiftete Freikarten an die geeigmte Stelle weitergeleitet. Kein Wunder, daß allwöcheni lieh die Sprechstunden stark in Ansrructi genommen und die verschiedensten Anl egen vorgetragen werden. Von Jahr zu Jahr wächst die Not weiter Kreise, so muß aui h immer' stärker die Hilfsbereitschaft, wachsen. Viele der einstigen Geber sind ih zwischen, nicht durch ihre Schuld, zu Empfär gern geworden; aber „Geben bleibt selif er denn Nehmen“ — aus dieser Empfindung heraus schrieb einer der von der „Kamen denhiffe“ Betreuten in seinen Dankesworten, e sei sein sehnlichster Wunsch, daß sich die Rollen auch mal vertauschen und er nicht mehi zu den Nehmenden, sondern zu den Gebenden gezählt Kan. g. sch. Berlin und Mark Ortsgruppe Ost. Die Geschäftsstelle befindet sich jetzt bei Kam. Ludwig R u s c h i n , Berlin, O- 34, Kopernikusstr. 27, Tel. 58 5826. Ortsgr. Nord. Die Opfergemeinschaft der Ortsgruppe Nord hat für 24 Verheiratete erwerbslose Kameraden und deren Ehefrauen und für 4 erwerbslose-alleinstehende Kameraden die Patenschaften beim Jüdischen Kulturbund Berlin übernommen. Westdeutschland Rheine 1. W, Am 21. November fand in der -hiesigen Synagoge eine Zusammenkunft jüd. Frontsoldaten statt, wozu die Kameraden aus Ochtrup i. Wt und die Gemeinde-Mitglieder eingeladen waren. Zuerst forderte der L Vorsitzende Kam. jMetzger auf, in einer Minute stillen GeJei/l-jers;* iseicr gefallenen Kameraden und der im letzten Jahr verstorbenen Kameraden urtd Kameraden-Angehörigen zu gedenken. Sodann folgte das Referat von Kam. Dr. Weinberg, Köln, über „Der Reichsbund jüd. Frontsoldaten u. seine Kriegsopfer“. Württemberg Ulm. Der Vorsitzende des hiesigen Vorsteheramtes Khm. Rechtsanwalt Dr. Leopold Hirsch beging äm 12. November seinen 50. Geburtstag. Er war seit Gründung des Landesverbandes Württemberg und der Ortsgruppe Ulm immer einer der regsten Mitarbeiter und hat sich mit größtem Eifer für unsere Sache tingesetzt, - Bayern Regensbürg. I Am 17. Nov. hielt die Ortsgruppe eine Giefallenen-Gedenkfeier ‘in der Synagoge für die gesamte Gemeinde ab. Eingeleitetiwurde die Feier mitMahTowuh sowie dem 23. Psalm, gesungen von Herrn M. Lewkowitzt hierauf sang der Synago^enchor u’ wenuchoh jomar. Dann bestieg Bez. Rabb. Dr. Feli* Salomon die Kanzel; in seiner erhebenden Predigt gedachte er der jüdischen Opfer im Weltkriege, der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen und verlas die Namen der Gefallenen; Nach der Ansprache sang der Chor aus Psalkn 103 die Verse 15—'17 enoch k’ chozir jompw in der Bearbeitung von Lewandowsky, j worauf der Herr Rabbiner die Gebete adonaji ma adam und vor geöffneter hl. Lade el mble rachamim vortrug und'das Kaddisch-Gebej sprach. Mit dem Gesang jigdal fand die ergreifende Feier ihren Abschluß. Das lUrniDiirger Winferbllfe-Csscn Hamburg. Am Sonntag, 21. Nov holte die Ortsgruppe Hamburg ihren Jahren so gelungenen Versuch, ein essen zugunsten der jüdischen Wintdrhilfe zd veranstalten. Eine solche Veranstaltung ist natürlich nicht einfach, denn zahllose toren sind zu ihrem Gelingen nö allem bedarf man des notwendigen fleisches; Kochgelegenheiten fiir sokrht Ma'sijpn, Teller und Bestecke, Stühle und Tische, Bedienung und Kochpersonal-das Probleme für sich, die durchaus nicht zu lösen sind. Man muß di# Tatkraft wiedervor zwei Eintopt- Fakig. Vor Koscherilles sind einfach und das Oeschick der leitenden Kameraden beiwundern, die damit derart fertig geworden sind daß das Essen schließlich wieder zu einer A usterveranstaltung wurde, die dem Tag in der ganzen Gemeinde das Gepräge gab. Vor i Ilern gebührt dem bewährten Kam■ \7aldemar G r a e t z , sowie den Kameraden Juli an L e h mann, Albert Steinberg, Leopo d J ott-w kowitz besonderer Dank für da: hervorragende Gelingen. Alle Rabbiner und Gemeindevorsteher, die Kameraden 4us allen Stadtteilen, auch aus den Städten, nahmen daran teil, und es ein vorbildlicher Geist und eine solche über das gelungene Werk, daß unwillkürlich die Redner von einem „Festmahle“ sprachen — — dabei gab es doch nur eftie ganz einfache Bohnensuppe, freilich von einer] Qualität, daß man „Sie“ dazu sagen konnte! neueingemeindeten herrschte Freude An drei Stellen versammelten sich die Kameraden mit ihren Familienangehörigen und Gästen zu vielen Hunderten, im Gabriel Rießer-Saal, dir Mittelstandsküche und der Volksküche. Ueberall wurde es der gleiche Erfolg, überall herrschte die gleiche Stimmung. Im Gabriel-Rieißer-Saal richtete Oberrabbiner Dr. Italiener begrüßende und anerkennende Worte an die Kameraden, für den Frontbund dänkte der Vorsitzende Kam. Dr- U r i a s den veranstaltenden Kameraden und ihren Helfßrn, bei der „zweiten“ Mahlzeit war es Prediger Dr. V e i s, der ihr in feinsinnigen Ausführungen die Weihe gab. In der Volksküche war Oberrabbiner Dr. Carleb a c h anwesend, der in seiner herzlichen und freudespenden Art den Anwesenden ein wahres Fest bereitete. Kam. Julian Lehmann begrüßte hier im, Namen des Frontbundes, für den Gemeindevorstand sprachen der Vor sitzende der Gemeinde R. A. David fino Gemeindevorsteher Offenburg, der in vollem Verständnis für den Wert der Sache die Besorgung des Fleisches ermöglicht hatte, und unter Leitung von Oberrabbiner Dr- Carlebach sorgten Gesänge der Jugend dafür, daß eine freudige Stunde für -alle daraus wunde. Ebenso anregend war es in der Mittelstandsküche, wo dft Herren Rabbiner DuTTesz- Altona, ein alter Garnisongeistlicher, der sich schon hierdurch mit uns besonders verbunden fühlt, und Rabbiner B a m b er g e r - Wandsbeck für die geistige U nrahmung sorgten. i 3