Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 48 (26.11.1937)
- Date
- 1937-11-26
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ehrentafel L ir. Am 7. Deze der Geburtstag Magdeburg, Herausgeber dt des „Jüdischei gedenken des Haltung ihre des Röten A< Kaisers! Friedr und in I seiner verordnten fatf dal! ein! Kabbir bekleidete., Sei stancT ^Is Offfe und ist vor 2 haben im We,. falls ihjre Pfli: Schindler, stellt garten in Berl Brv, di<J beide war dei am als Musketier „Fröntbfiet'e"!) tfber jährt sich zum 100. Male des früheren Rabbiners von Moritz R a h m e r s. A., r „Israelitischen Wochenschrift-', Literaturblattes“ ti.a.m. Wir Mannes, dessen vorbildliche inerkennung in der Verleihung ler-Ordens, in Schreiben des ch und der Kaiserin Augusta zweimaligen iWahl tum Stadtd, — das erste Mal jn Preußen, er dieses kommunal* Ehrenamt einziger Sohn FeEx Ranmer ierstellvertteter an der Front Jahren verstorben. Seine Enkel tkrieg als Frontsoldaten ebenht erfüllt: unser Kam. Hans . Vorsitzender der Oftsgr. Tier- Kurt Rahmer und Dr. Paul ausgewandert sind. Sein Neffe 7. 1916 in der Champagne gefallene Fritz Rahmer (vergl. 2> JQdllcher Familien Kiel. jAm 3. Dezember wird Kdm. Albert Jacobs 60 J ihre alt. Für die Kieler Orts-, gruppe bedeut« t Kam. Albert Jaeofcp den -Begriff der Treu«, d'es Vertrauens unq der Kameradschaftlich teit. Es ist keine Veranstaltung des Froptbund« s, die er versäumt fiat, selbst bei jeder groß« ren Veranstaltung dis Landesverbandes in t [amburg, ist Kam. .Jacobs .anwesend. i Er lahm am Weltkriege vom 15. 7. 1915 bis ’. 4. 1913 beim Regiment 11 266 als Länjsturmniann teil. Am 2. 4.;l$ wurde er in det Hang ird-Steflung schwer ijerwundet. Er ist 60 ' u 1 riegsbeschädigt und; hat das E.K. II. |<ain. J tcobs vertritt die Kriegsopfer- Interessent der Kameraden vor dein Versorgung>am|t. Die Kamerad sngratulieren dem, beliebten Jubilar aufs hei /liebste mit den besten Wünschen t'iir sein« Gesundheit und seine wirtschaftliche Tätjjkeit. . Sein $ r u d q r Isidor Jacobs aus Monzel fiel am/ 17 6. 1916 beim 1 IR 97. (Er steht im 1. Nachtrag inneres Gefallenenbuches unter Nr. 551.)' Der qri t Je Brud er Leo in Trier wt^rde im Ostdi schwer kriegsbeschädigt. Die drei Brt der Jacobs sind ein Vorbild f;:r jüdische Pfl chterfüllung bis zum Letzten: ■Je haben alle drei das E.K. II und sind bis /u i!u en'schwel en Verwundungen dien ganzen Weitkrieg an der Front gewesen. Berlin. Am Gerson L e w i n seines ältesten Belforteretr. 21. noch zwei Söhn|e Brüdern haben 1. Dezember vollendet Herr sein 80/ Lebensjahr dm Hause Sohnes Kam. Moritz Lewin, Außer ihm hatte der Jubilar an der Front. Vo6 den drei zwei das EK. II. erhalten. Limburg (Lalji Herr Isidor Be gefallenen und seinen 80. Geb keit. Herzliche n). Am 27. November feiert ringer, Vater eines Kriegsernes Ortsgruppenkameraden, rtstag in erfreulicher Rüstig- Glück wünsche. V4-. ensl e Eberbßch'. Goldene| Hoch Frau Sophie ge Herr Lqvy veri den Dienst d bläsers.4tnd seit Dienst in der langjähriger große Verdiei des Bundeskam|ei i. B. Auch sein war Frontkämp: Heidelberg an.: Jahre eifriges der hiesigen Kriege stellte des Rcrten Kn wundet*n-Tran$Jv Er erhielt eine Großherzog V' fri i e- 01 1 und V' und da treue cm bad. Roten Kreuz das Ehrenzeichen Ehrenzeichen in Silber für langjährige Dienste. Bruck die Verlust Vorstehe ist uneg den sehen, Verdieijs andern unserer Hi;i saL Unsere Ortsgruppe und mit ihr' amte Gemeinde hat einen schweren erlitten. Unser Gründungsmitglied, der r unserer Gemeinde Kam. Louis K a t z wartet verstorben. Wir alle betrauern imgang eines guten und treuen Mender sich um das Gemeindewohl große;te erworben hat und der bei aller Arbeit stets in enger Fühlung auch mit Bundesarbeit stand. -scheidep und ihr And Kei Han.nj’ 15. Nov Spieg Kegel- HerzscHl der seil -terten angejiörjt jederzei war, w Glelcljz raden Grüne ebenfall: dacht. Die Kamera: Zur großen Armee Dresden. Die Ortsgruppe betrauert das Hinder Kameraden Emil Kahlenberg olf Grünbaum, Löbau. Sie wird enken stets -in Ehren halten. Ortsgruppe Hannover wird allen drei een ein ehrendes Andenken bewahren. sind de4 HleutUHQ>... Eine'Zuschrift Zur Aufsatzfolge: „Jüdische Ehrenmale“ 15. Nov. begingen ihre it Herr Benjamin L e v y und David in bester Gesundheit, eht schon seit vielen Jahren 2. Vorbeters und Schofareinigen Jahren den gesamten Synagoge. Er hat sich auch als stand der hiesigen Gemeinde erworben. Er ist der Vater raden Dr. S. Levy, Fürth Schwiegersohn Hermann Wolf er und gehört der Ortsgruppe Der Jubilar selbst war viele Mitglied und Vorstandsmitglied iwilligen Sanitätskolonne. Im sich 60jährig zur Verfügung ctuzes und machte viele Verorte, auch ins Kriegsgebiet.?eihe Auszeichnungen, so vom Baden das Kriegsbilfekreuz Eine zweite Bitte, die eigentlich auch selbstverständlich sein sollte, ist der Aufruf der Namen unserer jüdischen Gefallenen anläßlich ver. Die Ortsgruppe mußte sich am •ember 1937 von ihrem Kam. Paul e 1, der während der Austragung der ichsmtisterschaften. in Berlin einem ag erlag, verabschieden. Kam. Spiegel, einer Reihe von Jahren dem erwei- Vorstande der Ortsgruppe Hannover ' e, war einer der Kameraden, die treu zu unserem Bunde standen; er- ^nn er gerufen wurde, stets zur Stelle. eitig sei des Hinscheidens der Kame- Ifiugo Heinemann und Theotior bäum, die der Ortsgruppe Hannover seit langen Jahren angehören, geje ler Seelenfeier in der Heimatsgemeinde des Gefallenen. In allen Gemeinden bis auf Berlin di irfte Letzteres ohne technische Schwierig- J k iten durchführbar sein. .In Berlin könnt« ici mir vorstellen, daß jede Synagoge "Stets di n gleichen Teil und die gleichen Namen der g fallenen Berliner Juden aufrufen läßt. Es wirde dies dann eine'liebe Gewohnheit für die A tgehörigen sein, wenn sie wüßten, daß ihr gi fallener Gatte, Sohn usw. in einer bestimmte i Synagoge namentlich aufgerufen würde. D e Feststellung und einmalige Benachrichtigung der Hinterbliebenen wäre bei gutem VI illen sicherlich auch durchführbar. Auch das Aibringen von Gedächtnistafeln mit Namen, w e dies in einzelnen Provinzgemeinden bereits di r Fall ist, wäre unter der gleichen oben ai gegebenen Verteilung durchaus möglich. Das G -ab der Gefallenen können die Hinterblieb nen in vielen Fällen nicht pflegen lassen, w eil es nicht bekannt ist; dafür können sie dus Andenken aber ehren, indem sie die Synagi ige zut Seelenfeier aufsuchen, in welcher ih r Verstorbener namentlich genannt wird, und di ssen Gedächtnis noch besonders durch das srhandenseih des Namens auf einer Gedenkei geehrt wird. V ta i ru f n le i Als letzter Vorschlag, der manchem zunächst re iormatorisch erscheinen dürfte, ist der unsch, daß bei der Vorlesung aus der ora an den dafür vorgesehenen Tagen beispielsweise der Vierte, der zur Thora aufgeen wird, ein Frontkämpfer sein müßte, üe- U so, wie man als Dritten zur Thoravorung meistens einen Rabbiner oder jüdischen lehrten aufruft, so sollte m. E. unser persönlicher Einsatz im Felde und damit auch di s Andenken unserer Gefallenen durch diese Tatsache geehrt werden. Dieser Aufruf soll bstverständlich unabhängig; davon geschehen, dpß vielleicht zufällig ein Frontkämpfer im Vi rlauf der Thoravorlesung schon Gelegenh« it hatte, den Segenssprucn über die Thora zu sprechen. Dies mag zwar manchem, wie btreits erwähnt, als kühne Forderung erscheine n, man denke jedoch darüber pach, ob dies al es so schwierig und unerfüllbar ist. Von einem führenden Mitgl ed des L. V. Berlin und Mark, dem Kameraden Curt Frisch, geht uns die folgende Zuschrift zu. {Wir wollen sie als interessante persönliche Anregung des Verfassers gern im Bundesorgan zur Diskussion stellen, ohne daß dieses sie sich damit schon vollinhaltlich zu eigen macht . Der Ljeitartikel in Nr. 41 des „Schild" und der Begtin einer Aufsatzreihe „Jüdische Ehrenmale“ veranlassen mich, die jüdischen Gemeinden in Deutschland auf Ehrenmale anderer An aufmerksam zu machen. Der Landesverband | Berlin und Mark hat vor einigen Jahren auf seinen Antrag von der Jüdischen Gemeincle zu Berlin die Zusage erhalten, daß bei der S e e 1 e n f e i e r am Jaum Kippur eines jeden Jahres die jüdischen Gefallenen des Weltkrieges besonders erwähnt würden. Leider ist es nur bei dieser Zusage geblieben. Ich habe im Verlauf der Jahre an Seelenfeiern in verschiedenen Synagogen und Betsälen teilgenommen und nicht ein einziges Mal ein Wort des besonderen Gedenkens für unsere Gefallenen gehört. Selbst die Herren Rabbiner, die Feldrabbiner waren, würdigten die Gefallenen keines Wortes, obgleich bei allen Seelenfeiern zweifellos sehr viele Angehörige von Gefallenen anwesend waren. Dies veranlaßt ifiich, von allen jüdischen Gemeinden in Deutschland zu fordern, dem Wunsche des Frontbiyides nachzukommen. Wir können m. E. nach diise Forderung stellen, weil wir sogar dazu verpflichtet sind. Es genügt nicht, daß der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten ein- oder zwei Mal im Jahre besondere Gedenkfeiern yeranstaltet, sondern es soll auch im Laufe des Jahres unserer Kriegsopfer gedacht werden. dei me (A Po ß«< für üb dor Am T Hinweise;0rderung der jüdischen Auswanderung durch Kapital- Transfer. An dem Transferverfahreo, das auf Anordnung Reichsstelk für Devisenbewirtschaftung über die Allge* e Treuhand-Stelle tür die jüdische Auswanderung treu)-Oesel:8chaft mit; beschränktet Ha.tung, Berl.n W 35, sdamer Str. 72, abgewickelt wird, können in Zukunft täß einer dieser Treuhand-Stelle von der Reichsstelk Devisenbewirtschaftung ertei t.*n Genehmigung jüdische Pe sonen teilnehmen, deren Vermögen bei Einzetauswanderuijg 30 000 RM, b^i gemeinschaftlicher Auswanderung 2 Personen 49 000 RM, bei gemeinschaftlicher Ativ wa iderung. von 3 und mehr Personen 50 000 RM nirht rsteigt. Die bei Einleitung des Verfahrens zu be/utW* sic itigenden Einzelheiten sind aus , einem Merkblatt der Alt *eu zu ersehen, welches auf Anordnung vom Hilfsverein dei Juden in Deutschland, Berl.n W 35, Ludendorffstraße 20, um dessen Zweigstellen, vom Palästina-Amt, Berlin W 15, Mc neckestraße 10, und dessen Zweigstellen sowie von Altreu an Interessenten kostenlos abgegeben wird. Diese len sowie die Altreu erteilen auf Wunsin auch Auskunft übir die Höhe der erzielbaren Transfersätze. ür Forderung der Auswanderung minderbemittelt er jOd scher Personen ist die Reichsvertretung der Juden in Dei tschtand in der Lage, Darlehen zum Zwecke der Du chfuhrung der ^Auswanderung zur Verfügung zu stellen, sofjrn nachweislich die Auswanderung nur durch Bereitung solcher Darlehen vollzogen werden kann. Einzelheit m sind einem MerkWatt zu entnehmen, das bei dem Hil: »verein der Jucen in Deutschland, Berlin W 35, Luden- J Tfstr. 20 und dessen Zweigstellen, sowie beim Palästina- Berlin. W 15, [Meineckettr. 10 Und dessen Zweigstellen erh. Itlicb fst. DriejiDa|keo - ftlli Lewin Na bilc :i dig. neri Floi Seht: m aus ii zw< [ ein« sch i| Mriln W 35« UKsowttrtßt HA. I jndergärtnerinnän-Semlnar Florenz. Um die erhebliche i( hfrage im Ausland nach auch sprachlich gut ausge- ■tep Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen zu befrien, ist in Florenz ein Kindergirtnerinnea- und Hortinen-Seminar ih Anlehnung anj das Landschulheim enz gegründet Worden. Der erste Kursus mit 6 jüdischen :lerinnen aus Deutschland hat bereits begonnen. Hand Hand mit der theoretischen und praktischen Fachildung geht Idie Sprachenausoildung ta mindestens modernen Fremdsprachen. Die, Ausbildung endet mit den staatlichen Vorschriften1 entsprechenden Abßprüfung. I