Mannheim
Compact Memory

Der Schild · 1937-11-26 · 48 (26.11.1937) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
48 (26.11.1937)
Date
1937-11-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/4911661-5448596-5449727--299-4916413
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

DerScliild H ERAUSGEBER: REICHSBUND 3UDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. Nr. 48 / 16. Jahrg. Berlin, 26. Nov. 1937 Preis!•'Pfennig WÖCHENTLICH Beiblatt< „DIB KRAfT DEN OFFIZIELLEN MITTEILUNGEN , Offizielles Organ des Schild, Sportbi DER KRÜjßSOPFER - ABTEILUNG idnd des Reicbsbondes jüdisch er Frontsoldaten «IrtirtWrifS a>4 V*rte«> Redaktion»- a. AasalsaadilnS HMan Buulfrilli RM 0,40 mooatlldl I «niflglldi PtjMl AasalScntattf dardi die A ■■■lawrwillnog i rro ltsoldaten B. V. Berlin W15, KortAntendinun 200. Ftnuuf I nd> Illen. Fflr narerlantt dngebende Meaoektlpte wird keine Oewih :be tengeld. Anrelgenprelei DU 9 geepaltene MÜllmetee-Zefll Verlad, Beneki a Pakarcbee, Berlin W SO, >1 85 71. PoaUdnSi Berlin 78142. Teledtemmenerhrlfti Sdiildkamcrad. Oberaommen. Bel NIAtUeterand ohne Veredmlden kein VergQttingseneprudi. RM 0,16. StaUcnandebote and .Qeencha, Pemfltonaneelden RM 0,10. Sinke 21. Fernapeedier i 24 86 97. Poetediecki Berlin 325 29. Zu Chanukka Der Aufruf im Spende für unser > gehört verhallt Der Traditionen, an die Kräfte durch die Tat“ ur Cha opfer ist an die Mil hrung m di h«t in dep kkap ralii lliil unserer Kameraden ein Echjo geiundt n. Mit Genugtuung stellen Iwir dies feät und verbinden damit den D a nie der Kr eg^cjpfer- Abteilung an all diejenigen j Kamerad en, deren Spenden sie in die Lage verset; . . _ -Jbgr ist, zum Chanukka-Fest, über dessen wir am Abend des 28. Noveinber treten we unseren Kriegsopfern und besonders len El manches unserer 12 003 Gefallenen <in v Freude zu bereiten und etw schuld an ihnen abzutrage Kriegereltern, die keine E und besonders bedürftigen Kameraden. as von d:r «n —: bfdüff ternrente kriegsbesjc Ein er h; li chäd | c urch x rden veile den, tern enig ren- Jigen ten, gten Eingreifen von außen, für das Vorgehen der Syrer! Wir lesen bei Bickermann: „Es war kein nationaler Kampf, ein Streit im eigenen Lage ein Religionskrieg zwischen zwei Str0 innerhalb des jüdischen Volkes: zwisi Polytheisten, die Gott opferten, um durch Angleichung an die Umwelt und den Monotheisten, die ihr Leben des Volkes zu verlieren bereit waren Gesetz Moses zu erhalten. Die erster);] ten sich auf die weltliche Macht kiden,1 mit den Makkabäern aber stijitl i las Zll sondern d. h. mungen then den Volk retten, und das um das n stütz- Seleut Oott. wä Wir wissen, daß diese Spende jenem Geist entspringt, dem wir besonders uns verliaftet fühlen, — wir, die uns uns :r Lebern weg einst durch das schwere und große Kriej serjejbnis, durch das harte, den Mensqhen präg:i datentum geführt hat. Für lins Juden Frontsoldaten, empfängt jenes Erlebnh tieferen Sinn und höheren Wert aus qinem nennbaren, wie es uns jetz4 wieder nukka aus dem Leuchten der Mefcic sprechen und innerlich ergreifen Oott der MakkabäeF ist es, wir uns gestellt fühlen, zu dem sich Augen erheben und von dem wir in (iäub | Vertrauen gesteigerte Kraft erhoffm. Go.t der Makkabäer“, so pennt Elias mann das nfue Buch des Schocken-Verlifi in welchem er seine tiefschürfenden; suchungen über Sinn und Ulaprung di r ma(kkajbäischen Erhebung“ niedergelegt hat 11937, 182 Seiten). Die Zielsetzun f Buches, so sagt das Vorwort, ist :ine historische; und doch, wir lesen ii di ausgezeichneten Arbeit nicht nur Gqschi :h atu re auch :n. Eine r Vermer ein wahren rs atber, Igötterei n nach Tempels Fremdem res ge- Jjäärtyrer, Losurig el, der di: Isia< sondern es drängt uns immer wieder_ Väter Vergangenheit für unsere Oe^enwa lernen. Und wir können — und s ollje aus den Ergebnissen dieser UnHrSuc lernen, wenn wir den Wille« zur Beiehrba haben! — 1 lung a rkeit „Die makkabäische Bewegung war Vor 4üem ein B ü r g e r k r i e g, ein Religionski sehen Orthodoxen und Reformisten“. „Die Religionsverfolgung des Epiphän weder zufällig, noch aus dem Geist dentums hervorgegangen. Sie ging Juden selber aius, und zwar von ein n unter den luden.,. Dieser Richtung gehörten die führenden Schichten des Volkes : n, wahrscheinlich seine Mehrheit4?. (S. 8). Ei war also jüdische Parteizerrissenheit, inner üc Jscher Kampf erst die Voraussetzung!fqr das Wären sie geschlagen worden, so das Licht des Monotheismus erlosch«; äußere Unterdrückung hätte zu seinei nichtung nicht führen können, da in Bruchteil des zerstreuten Volkes den Glauben würde erhalten haben. Andi i wenn das Volk selbst der Vi<lt verfallen wäre, wenn den Wallfahren dem Zion in der Umfriedung des Hierodulen begegnet wären, die den zum Altar einer Allat und eines Du^a leiteten. Durch ihr Blut haben die durch ihr Schwert die Gottesstreiter des Judentums gerettet: „Höre, Herr ist unser Oott, der Herr allei|i". Es lieg sehen sehen Erinnerungan die Makkabäertage aufrecht erhielten, aber die Familie der H a s rr o n ä e r vergaßen. Während die Gestalten des Mattathias und seiner Söhne nur in den Geschichtsbüchern fortleben, feiert das Judentum bis heute Chanukka als Erinnerungsfest an die Neueinweihung des Tempels und an das Wunder des unversiegbaren Oels. Das Christen-, tum ehrt am 1. August das Andenken der „heiligen Makkabäer44, d. h. ' der I Märtyrer, deren Tod im zweiten Makkabäerbuch Kap. 7 verherrlicht wird. Denn die Taten deri Makkabäer sind‘nur darum denkwürdig, kveil sie die Rettung des Monotheismus bewirkten. Durch das Blutzeugnis der Märtyrer, durch den Dienst im neugeweihten Tempel wurde für die Menschheit die einzige Wahrheit erhalten, die sie in ihrer tausendjährige Wanderung, durch unzählige vermeintliche Wahrheiten getäuscht und enttäuscht, als unverrückbar und ewig gefunden hat: die der Einzigkeit Gottes. So oieiben jene, 'die während der Verfolgung unter Epiphanes ihr Leben geopfert hatten, um dem Ewigen itreu zu oieiben, immer und für alle Völker Vorbilder des wahren Heroismus. Mögen die Männer von ihnen lernen für die Wahrheit zu| sterben, sagt Augustin44. Wir "haben diesen Abschnitt, der die hing“ der geschichtlichen Untersucht» f ,,Deu- Bicker- Chanukka- Spende für unsere Kriegsopfer Postscheck-Konto: Berlin 140208 Kriegsopferabfeifung des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten manns enthält, mit freundlicher Genehmigung des Schocken-Verlages hier wiedergegeben: Ueberdies möchten wir unsere Kameraden und Sportkameraden auf die im gleichen Verlag erschienenen, im Auftrag der Reichsvertretung , herausgegebenen Jüdischen Lesehefte Nr. 4 (Orajew, Der Freiheitskampf der Makkabäer), -Nr. 24 (In dep Tagen-Mattitjahus, zusammengestellt von E. L. Ehrmann) und Nr. 25 (Chanukka, ein Quellenheft von E. L. Ehrmann) hinweisen. Das letztere bringt neben vielem anderen, ausgezeichnet zusammenge- , stellten Materjal auch die schönen Verse des im Weltkrieg gefallenen Dichters Hugo Zuckermann „Du wirst den Kindern heut’ die Lichter zünden....“ In der letzten der drei Strophen spricht er mit Dichterworten das aus, wasi viele unserer Kameraden zu Chanukka zutiefst bewegt und was hier darum wiedergegeben sei: „Doch siehst du draußen einen bleichen Gast, Mit heißem Blick durch deine Scheiben späh’n, So ruf ihn in dein lichterhelltes Haus Und laß ihn deines Olückes Zeuge sein. Und breitest du die Arme segnend aus, Das Fest der Lichter gläubig einzuweih’n, Dann zünd’ an der Menora letztem Ast Fern von den1 Kerzen, die das Fest geboten, Ein kleines Licht — für einen Toten“.... Ein Satz ' Elias Bickermanns mag den Abschluß dieser Chanukka-Betrachtung bilden, weil er die Lehre der Makkabäer-Geschichte auf eine zeitlos-gültige Formel bringt: „Nicht von außen, sondern von innen kommt das Unglück, aber auch die Rettung, deren Voraussetzung die Umkehr ist44.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.