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Der Schild · 1937-11-05 · 45 (5.11.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
45 (5.11.1937)
Date
1937-11-05
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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innige Verbundenheit zwischen uns und denen, die das Grab deckt. Was unterscheidet den Frontkämpfer vom Soldaten schlechtweg? Er war über das rein Technische hinweggewachsen, er stanc| in höchster Verantwortung auf seinem Posten für seine Gruppe, für seinen Verband, für das Heer, für die ganze Front, für die Heimat, die das Heer schützte. Dieses Frontkämpfertum im besten Sinne des Wortes, dieses Verantwortljchkeitsgefübl für das Ganze wollen wir wahren. Wie s i e sich opferten, damit wir leben konnten, so wollen auch wir der Gemeinschaft der Lebenden dienen, für die ganze jüdische Gemeinschaft Wache halten! Indem wir nun den Stein des Gedenkens mit frischem Grün schmücken, senden wir Dank und Gruß unseren Toten, schwören wir Treue unseren gefallenen Kameraden! Unter den Klängen des „Guten Kameraden“ schritten flie Kranzabocdnungen zum Ehrenfeld und legten dort ihre Gedenkzeichen nieder- Der Chor sang das weihevolle „ M a raw tuwccho“ von Kornitzer, dannwandte sich -die ganze Versammlung nach Osten, und Oberrabbiner Dp. Italiener sprach das Kaddischgebet für die Gefallenen. Eine tief eindrucksvolle Gedenkstunde, würdig der Toten, aber auch der Lebenden, batte ihr Ende gefunden... Ka'm. J. L. * Gedenkstunde in Altona Auch auf dem Friedhof der Hochdeutschen Isfaeliten-Gemeinde in Altona am Bornkampsweg fand eine Gedenkstunde zu Ehren der dort liegenden Gefallenen statt. Eine Abordnung unter Führung von Dr. Julius Möller und Rabbiner E. Duck es z und zahlreiche Mitglieder begaben sich an die Gräber der dort ruhenden 10 Gefallenen, wo zuerst die üblichen Gebete verrichtet wurden. Rabbiner Du c k e s z-hielt darauf eine Ansprache und. sagte u. a.: „Von den 40 Altoiuer Hetdensöhnen, die auf dem Felde der Ehre im Weltkrieg gefallen sind, haben nur 10 hier in ihrer Heimat ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die anderen 30 sind draußen mit den Tausenden ihrer gefallenen Kameraden bestattet worden. Jetzt weilen ihre Seelen aber gemeinsam in den Sphären der ewigen Seligkeit, und ihre Namen und ihr Andenken werden in unserer Gemeinde fortleben als ein leuchtendes Vorbild treuer Pflichterfüllung bis zum letzten Atemzuge-für alle Zeiten!“ iiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiniiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiuiiiiniiiiiiiiiHiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiuw Ein ft . . . Wenn die leuchtend gelben Blätter von den Bäumen fallen, Schlagen unsre Herzen wieder bange allen, allen Toten Kameraden, die da ruhn im fremden Land — Und wir denken jener fernen Tage, da im Feld Viermal kam der Herbst in die vom Krieg zerstörte Welt- Und wir krampfen unwillkürlich Hand in Hand, Betend, daß * wir nie verlier'n den Mut, den sie besessen. Daß der güt’ge Himmel heut auch uns gewähre: Haltung, Würde, Kraft und inn're Ehre. Daß wir unsrer toten Helden nie vergessen! L. Lewinneck-Königsberg Pr. Erinnerung an den DalKankrieg 1912/13 Es sind jetzt genau 25 Jahre verflossen, seit in dem damaligen Wetterwinkel Europas — dem - Balkan — die Gewehre losgingen:' Qjiechenland, Bulgarien, Serbien, Montenegro gegen die Türkei. Ob an diesem Kriege Angehörige anderer Staaten als freiwillige Kämpfer teilnahmen, ist dem Verf. unbekannt. Ueberall aber machte das „Rote Kreuz“ mobil, um zu helfen und Erfahrungen zu sammeln. Unter den Chirurgen, die von Deutschland an die Fronten abgingen, befanden sich u. a. drei Berliner jüdische Acrzte. Dem Unterzeichneten wurde in Athen die Aufgabe zugewiesen, in dem eben eroberten Saloniki das Lazarett der damaligen Kronprinzessin Sophie von Griechenland — Tochter des deutschen Kaisers Friedrich 111. — einzurichten und zu leiten. Mit einem Kriegsschiff ging es dorthin ab; griechische freiwillige Helfer, deutsche und englische Schwestern waren die Begleitung. Nach stürmischer Fahrt kam man in dem alten Thessalonike gerade noch zurecht an, um die Opfer der durch die Explosion der türkischen Pulvertürme Verletzten versorgen zu können. Ueber die vielfachen kriegschirurgischen Erfahrungen soll an diesem Orte nicht berichtet werden (darüber hat der Verf. auf dem Deutsehen Chirurgenkongreß 1913 und dem General-, Stabsarzt der Armee Rechenschaft abgelegt); hier aber soll erwähnt werden," daß uns als Ort unserer Tätigkeit das Hospital Hirsch (Nosokomeion ebralkon) in Saloniki zugewiesen wurde, das damals wohl als das beste und modernste Krankenhaus der Stadt zu bezeichnen war. Das Hospital besaß zwei prachtvolle Operationssäle, einen Isolierpavillon, schöne luftige Krankensäle, nach Baron Rothschild, Allatini, Misrachi usw. benannt. Alsdie griechische Heeresverwaltung das Haus als Kriegslazarett übernahm, war die ärztliche Leitung noch in den Händen eines jüdischen Arztes, Dr. Cazes. Wirtschaftlich wurde es durch Frau Nathansohn rührig betreut, die — für uns sehr wertvoll — zudem fließend deutsch sprach. Später wurden alle jüdischen Angestellten durch griechische ersetzt, -das Hospital aber 1913 der Gemeinde wieder zurückgegeben. Sehr interessant war die jüdische Bevölkerung in Saloniki. Sie ist größtenteils nach der Vertreibung der Juden aus Spanien, Ende' des 15. Jahrhunderts, nach dort gekommen und hatte sich unter der türkischen Regierung einer verhältnismäßigen Ruhe zu erfreuen. Wenige dieser Sephardim sind zu größerem Wohlstand gelangt, die meisten dieser großgewachsenen und schönen Menschen, deren Zahl man 1912 auf 200000 (?) schätzte, waren als Lastträger, Hafenarbeiter und Klein- Gewerbetreibende tätig. Der Verf. blieb bis Ende Dezember 1912 in Saloniki, wurde dann mit der' Leitung eines Kriegslazaretts in L e v k a s (Santa Maura) — dem alten Ithaka Dörpfelds — betraut und hatte auch Gelegenheit, in der Nähe der epirischen Front den ersten Kriegsflieger zu sehen, der damals lediglich ein Gegenstand der Bewunderung und des Staunens war, und noch keinerlei „Döse Absichten“ hatte. Auch der Begriff des (Schützengrabens wurde ihm bei Janina zum ersten Male näher gebracht Die Schlacht bei Janina beendete im Wesentlichen den 1. Balkankrieg. Man zog wieder heim, in dem Bewußtsein, etwas ganz Außerordentliches miterlebt zu haben, und keiner ahnte, daß er so bald die kriegschirurgischen Erfahrungen würde verwenden können. Als der Verf. sich am 4. August 1914 als Stabsarzt beim 1. Garde-Regt. z. F. in Potsdam meldete, war er einer der ganz Wenigen, die schon einmal den Krieg kennengelernt hatten. Er hatte,von 1914 bis 1918 reichlich Gelegenheit. ihn in seiner ganzen Größe und Furchtbarkeit zu erfassen. Kam. Dr. Alfred Frank, Oberftabsarxt d. R. a. D. Tief* daß das ■sdiüttert stehen wir vor der Nadirldit. tlötzlich und unerwartet unser Kamerad, Vittglied des Führerrates Dr. HANS GÖTZL Inhaber der Goldenen Bundesnadel Ui ln wort Verb . den gesa und U dtsdrf und Hin Belli An dl ’annheim sur großen Armee abberufen n ist. Tief empfinden wir den schweren st nicht aOeln für die Ortsgruppe und Landesverband Baden, sondern für den nten Reichsbund füdtsdier Frontsoldaten ’en Sportbund Schild des Reichsbundes jü- ■r Frontsoldaten, denen einer Ihrer Besten Treuesten genommen wurde. Seinen f\trb/iebenen wendet sich unser aufrichtiges zu. In unseren Reihen wird sein nken unvergessen bleiben! Dr. LÖWENSTEIN fyundesvorsitzender des, Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten e. V. Vot sitzender des Sportbundes „Schild" des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten e. V. Zur groQen Armee Marjnheim. Am 30. Oktober morgens 10 Uhr ed nach kurzerschwerer Krankheit Dr. Hans G ö t z 1, Mitglied des Führerlangjähriger früherer Vorsitzender des verbandes Baden-Pfalz, Organisator der uppe Schild in Mannheim, früherer portleiter von Baden, Inhaber der en Bundesnadel und gegenwärtig itzender der Ortsgruppe Mannheim, ihm, der im besten Mannesalter von ren in die Ewigkeit abberufen worden ig eine der markantesten Persönlichunseres Bundes für immer von uns. führenden Kameraden der Bundes¬ und der verschiedenen Landesverdürfte es kaum einen geben, dem das straffe und jugendliche Gesicht, das ^vollem Gegensatz zu seinem gepflegten Haupte stand, nicht in lebhaftester ej-ung stünde. Zu einem bestechenden en und einer vollendeten Beherrschung armen kam ein seltenes _ KednertaVcnt, ein klangvolles Organ wirksam untergi n (en versdfi Kam. rates, Lande: Sportf ri Lande;si Golde i 2. Vojs Mit 44 Jal ist, keiten Von leitung bände frische, in rei weißet Erinn Aeuße der F durch stützt Kani Dr. Oötzl war Gründungsmitglied unsere- Ortsgruppe und hat sich mit glühendem Eifer und größter Selbstlosigkeit in den Dienst unseres Bundes und damit m den Dienst der Kameradschaft gestellt. Seine zahlr losen /erdienste werden von allen Kameraden neidloi anerkannt, und wenn die Ortsgruppe Mannt eim in ihm einen nicht zu ersetzenden Verlus erleidet, so hat auf der anderen Seite auch i lie Sportgruppe Schild, Mannheim, und der Sp ortleiter Kam. Wolff in ihm einen Sportkamer iden verloren, der durch jahrzehntelange sportliche Erfahrung ein unentbehrlicher und allezeit bereiter Helfer und Be rater jewesen ist. Ortsgruppenvorsitzende verliert in dem egangenen einen Kameraden und , der verstand, durch Temperament und it widerstreitende Gegensätze in Vorind Vereinsrat auszugleichen und dessen stets gern hörte und zum Besten der ppe befolgte. Blich scheint es allen Kameraden, daß hende, kerngesunde Sportsmann inner- ■ on fünf Tagen vom Tode hinwegwurde, und daß* sein fröhliches Lachen ine maßvolle Heiterkeit uns die Sorgen Sitzungen um das Wohl unserer Kai n nicht mehr verklären soll Seme erfolgreiche Tätigkeit war die große ohlgelungene Veranstaltung der Kriegsiteilung am 27. Oktober, der er selbst mehr beiwohnen konnte, da er am dieses Tages erkrankt war. Mit hörte er meinen Bericht über die iche Feier und nahm mit Oenugden Dank der Kriegsopferabteihing ent- Der Dahin jE Freum Klugh^i stand Rat ei Ortsgr i] Unf4 der halb gerafft und vieler meradi letzte und opfera! nicht Morgeh Freud* erfolgxje: tuung bli s< m wol TEPPICHHAUS ZENTRUM! C a, Bpandauar Stra«* 2 0 * * * Q u 0 I I t Jfc ts-Tttpplche LAuf trstoff«, Gardinen au voi’tsllhaftastsn Pralsan 2

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