Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 45 (5.11.1937)
- Date
- 1937-11-05
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. Berl 45 / 16. Jahrg. 5. .Nov. 1937 •In» Preis 1« Pfennig H E RAUSGEBE R-REICHS BUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN fc.V. WÖCHENTLICH Beiblatti „DIE K SiferiftMtnaS nnd Varlafi Rcidwbond Radaktion»- u. AnaaHanathlnS ftdan Dienstag BaamnUi RM 0,40 monatlich mtill Ansaitentarif dnreh dis Anialdawarw MIT DEN OFFIZIELLEN MITTEILUNGEN PER KRIEGSOPFER - ABTEILUNG \FT“. Offizielles Organ des Schildi Sportbuncfc! des Refchsbundes jüdladjer Frontsoldaten lieh Ge/a Die Hamburger Gedenkfei Gedanken, daß wir sie an 31 old Hamburg. Am Sonntag, den Veranstaltete auf dem Begräbnis Deutsch-Israelitischen Gemeinde der Reichsbund jüdischer Fronfe gruppe Hamburg, eine Gefallenen Erschienen waren dazu als Ehr^i Herren * Oberrabbiner und Rab!)i Vorsteher und Repräsentanten de: und der Kultusverbände, der jü stalten und Organisationen von bürg und.-Umgebung, die Vertrete bargruppen, die Kriegsopfer unc schädigten, sowie die Angehörigen gefallenen. Der an den Ehrenfr Gefallenen anschließende Raum großen Halle war mit Lforbe: schmückt, und vor der in' der teten Kanzel hatten die Kranzdepuia Frontsoldaten und der Sportgrup i Aufstellung genommen. In geordi i marschierten etwa 200 ehemalig! Frontsoldaten ein und nahmen zu1 dec^ Kanzel Aufstellung. Ein ■ Vorspiel von Oberkantor L Kor öffnete die Feier, dann sang der Israelitischen Tempels unter Leih Dirigenten Georg de Haas da» „Schiwisi“ nach ajr Vertonung dir dowski, und nun betrat Obejrrabjbi Dr. Bruno Italiener die j )<Uts<heT Frontaoldaten E.V. Berlin W1S, KtafOratandamm 300. Fararof 91 8S 71. Postsdwdn Berlin 76142. Taleframmanad ritt n r Erscheinen. Für onrarlaogt alnfahenda Menoekripta wird keine Oewihr übernommen. Bel Niditllafaraaf ohne Vererimldfn kah Poetbeetellaeld. Anzelgenpreisi Dia 9 gaapaltana Millimeter. Zelle RM 046. Stellen«ngahota and -Oeenrhe, Femd i Bepe. Verleg, Bcntkl 6 Peknecher, Berlin W SO, Refenebtater 8tnhe 21. Fernsprecher i 24 66197. Poeödjeck SdilldkuMrid. V«tfitQo(unipni cfa. l4>iMd<<o RM 040. 1 Berlin 32539. 7?nen - Gedenken er am letzten Sonntag stand im Zeichen so tiefer Eindrücke und fieser Stelle unserem Kam.-Kreise nahe zu bringen versuchen. denken. Wenn einer das Recht hat, die Juden in Deutschland zu vertreten, dann sind ei die, die nicht gezögert haben, ihr Leben ^inzuatle, für Oktober I ilatze der Ohlsdorf aten, Ortsjedenkfeier. ngäste die r und die Gemeinde dischen An- Groß-Hamder Nach- Kriegsbeder Kriegsiledhof der Hinter der rt äi M umen geitte errichtionen der >e „Schild“ etem Zuge jüdische eiden Seiten 1 farmoniumitzer er- Chor des i Kar z dei 1 nn Es ist schon Tradition bei; Frontsoldaten geworden, so 1 jährlich der Gefallenen zu gedejnken immer ist es eine Stunde tiefen die uns hier zusammenführt. In so sollen wir alte denken an f ein -uvtinvu «aaa I VUl V Mutter, der man sagen ijiußie, Kind gefallen ist, dann witd d ai gefallenen Kameraden immer wiedi :r uns stehen. In unserer SeeL Wunden, und diese Stunde soll des Trostes sein, in der wir uns Buch des Trostes. Am Sabbath , den jüdischen Gotteshäusern Von archen Abraham, der einen Altai' aber auch ein Orab erwarb für s Der Platz, wo das Liebste ruht, , Boden. Der hebräische Ausdruck Kewer“ bedeutet „Festhalten am Gräber halten uns fest. Wenn i, Grab hintritt, werden die Seelen 1 die rechte Erinnerung mahnt u Freilich, der Tote verlangt kein aber uns kommt die Antwort aus 1 gen Schrift: „Ich halte den S . Diese Stunde, die uns hier verei eine _ Stunde des Einzelnen, hinter in dieser Stunde in e i,n e r Front in Deutschland, wir sind nur ihn: wenn wir hier der gefallenes Kam mi setzenfür all die Ehre unseres Judentums. ng seines feierliche rch Lewaniner Kam. el. W i r dürfen sprechen „Ich halte den SchvVur!“ und w i r dürfen gedenken der Kameraden, die zu uns sprechen: „Ich habe den Schwirr gehalten!“. Heute denken wir an den Tag, da wir jung und unbeschwert einst diesen Schwur geleistet haben, als wir nicht dachten, daß er so bald zum Ernst werden würde, und wir haben alle versucht, dieses Gelöbnis einzujösen. Vier Jahre ‘hatte ich Gelegenheit, jüdische Soldaten zu betreuen bei den Gottesdiensten, in den-Lazaretten, in der Stellung, und ifnmer leuchtete aus ihren Augen das Wort:i „Ich halte den Schwur!“ Eine Episode steht mir aus vielen vor Augen, rrit mir bei derj Beisetzung eines jüdischen Kameraden sein. Vorf esetzter sagte: „Er hat sich für uns geopfert!“ o haben sich die 12000 Gefallenen für uns alte Gefall Ausklang: „Kinder-werdet wie er, flacht ihm nicht Schand!“ —: Das ist die Mahnung dieser Stunde. Wir wollen etwas mitnehmen von ihrem Geiste, von dem Qeiste, der jene_ geopfert! Das Oedenkbuch der jüdischen S dienen leitet ein Oedicht ein mit! dem beseelt hat, von dör Treue, die sie bewiesen, von der Kameradschaft, die sie gezeigt! Wir Menschen sihd §tumpf gegen ein Massenleid, aber wir sind ergriffen von dem Le^d des Einzelnen. Denkt deshalb alte an einen Kameraden, der mit uns ging in gleichem Schritt und dann den Tod fand. Diesem wollen wir geloben: „Ich halte den Schwur!“ Und haltet ihn, indetti Ihr Euch der Lebenden annehmt.. Dann haltet Ihr den Schwur! Stätte der Gottesverehrung und des Grabes sind unsere Orientierungspunkte. Das ewige Licht wird an ihnen für uns aufgehen, der Odtt Israels wird uns den Schwur halten! Nach diesen unter lautloser Stille angehörten Worten sang Oberkantor L. Kornitzer in ergreifender Weise, das Jt El mole rachamim“ auf die Gefallenen, das alle Anwesenden stehend anhörten. Hierauf trat der erste Vorsitzende Kam. Dr- Urias vor cjie Front und wandte sich an Gäste und Kameraden. Ein kurzes Wort der lebenden an die toten Kameraden solle es nur sein, so wie wenn wir draußen als lebende dem toten Kameraden die letzten Grüße nachriefen, jedesmal in solcher Stunde fragen wir uns, ist es nicht Vermessenheit, die Schatten unserer gefallenen Kameraden zu beschwören? Stehen wir vor ihnen mit leeren Händen? Wir können ihnen keine Antwort geben. Und, doch dürfen wir vor sie hintreten, weil nur der Zufall uns zurückkehren und sie fallen ließ. So liegt eine tiefe, h: 1 1 isen jüdischen er, alliiiwii, und Empfindens, Jeher Stunde jüdische daß ihr as Bild der frisch vor ennen die :ine Stunde ten an das wir in dem Patrierrichtete, n Liebstes, ist heiliger „Achusas Grabe“, die n vor das e|bendig, und d fordert. Antwort, Unserer heilichwur!“ ist nicht uns stehen alle Juden Vertreter, eraden gei it, Kam. Dr. UaHantr spricht tn Olsdorf Bild: Kutan