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Der Schild · 1937-10-29 · 44 (29.10.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
44 (29.10.1937)
Date
1937-10-29
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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4 Mtttoldeutschlan Jena. Die für Sonntag den 17L Oktober! 1937 Nachmittag anberaumte Kriegs« fpfer-Vera nataltung, in Anwesenheit des Leit«rs der Kriegsopfer-Abteilung der Bundesleitung, Kam. Oberlandesgerichtsrat a. D. Dr. Einst Roseithai, war sehr zahlreich, auch von Kameraden aus benachbarten Ortsgruppen wie Magd« bürg, Halle, Leipzig, Gera, Erfurt, Eisenach, 'lordhausen usw. besucht und wu -de ein /oller Erfolg. Die musikalisch umrahmte Feier nuirde durch einen von Sportkam. Hirsch gesprochenen Prolog eingeleitet. Sodann fand furch den Ortsgruppenvors. Kam. t irtur Friedmann eine feierliche Toteneh-ung stat, anschließend trug Sportkam. Ksntor Rai das „EI mole rachamim“ vor. Hiernach hielt Kam. Dr. Rosenthal, Berlin, einen großangelegten Vortrag „Der Reichsbund jüdischer Frontsold iten und seine; Kriegsopfer-Arbeit“. Seine Ausführungen i anden bei den Kameraden das größte Interess: und den ungeteilten Beifall der aufmerksame rr Zuhörerschaft. Ein kurzes Schluß vort des Ortsgruppen-vorsitzenden leitete zu weiterem kameradschaftlichen Zusammensein über, be dem auch die Kameraden-Vorsitzen den von Halle (Kam. Dr. Fackenheim), von Ncrdhausen (Kam. Hecht), von Leipzig (Kam. Cr. Cohn), von Magdeburg (Kam. Levy) Grüß : überbrj chten. In seiner Eigenschaft als Sp jrtgruppe rrleiter des Sportbun«fes „Schild!“ ga) Kam. Friedmann. noch einen kurzen Bericht übi r die rtbund etzten Tätigkeit der Sportgruppe Jen;; im Spo „Schild“ und teilte mit, daß in den Wochen ein Tischtennis-Meisterschafts kampf durchgeführt wurde, aus dem als Sieg:r die Sportkameradin Grete Hirsch und der f kamerad Karl Friedmann hervo rgegangei i Ein Wanderpreis wurde den Siegern Landessportleiter, Kam. Dr. Fackenhein, mit herzlichen Worten überreicht. Sportsind. vom 2 u Da r, fl r Ö-t Nordwestdeutsch land Ortsgruppe Unterweser-Bren lerhaven-' münde. Kriegsopfer-Abteilung und Orts; begannen die diesjährige Winterarber einer gut aufgezogenen Veranstaltung, ginn gedachte der Vorsitzende Kam. [ Kahn der gefallenen Kameraden des krieges; stehend ehrte die V:rsammlurg Toten. Nach Begrüßung der Kamerade t Gäste dankte er dem Landesverband; sitzenden Kam. Dr. U r i a s - H amburg f Erscheinen und erteilte ] ihm das Wi seinem Vortrag: „Verantwortung in Zeit“. In seinem etwa l«/*stündiger Vortrag lierte der Redner mit packenden Wort :i das Verantwortungsgefühl d«r Anwesf „Wenn wir die Kriegsopfer zu be haben“, so sagte er, „so seien wir Endes alle Opfer des Krieges, die ni der materiellen Betreuung bedürften, st gerade auch der seelischen“ Der Map; nach dem alles Reden und Hindeln in Zeit gemessen werden dürfe, sei der, an Verantwortung für die Gemeinschaft stecke. _ So beschwor Kam. Dr. Urias Zeit wieder herauf, wo wir Frontsoldat« Tage und Jahre hindurch in engen 1 ständen, abgeschnitten von iller Welt allem Licht des Lebens lagen. Der Soidi Front, auf sich selbst gestellt, hatte eigener Verantwortung heraus zu Verantwortungsbewußtsein de ' gesamten sehen Gemeinschaft gegenüber müsse von _ uns heute beherrschen. In der m e i n d e , der geschichtlich-I egitimen, lich-rechtlichen Gemeinschafts orm des tums, habe der Einzelne sic i zuvördeüsi bewähren; sonst mangle es ihm an der Verantwortung. Hiernach wandte der _ sich ausführlich der Auswanderun wies auf die hierfür dienenden Organisa und Institutionen des In- und Auslände« besondere den Hilfsverein hi n und erv die Hilfsbereitschaft der britischen und kanischen' Jüdischen Frontki mpferbünd der Auswanderung unserer Ki.meraden. ■I Vesergruppe mit Beobert Weltdie und -Vor-i sein zu dieser i »ppeln an nden. reuen Ifetzten nur; ndem istab, dieser vfieviel darin jene j n die: 1 Jntervon t der; aus dein, jüdijeden Geäffentudent zu richten F edner Z zu, tionen insähnte; imeri-, : bei ■deute rroafkampfercUtaKdian und tinzelbandelssAolz In einem vor kurzer Zeit in diesjem Blatt erschienenen Artikel ist ausgeführt j worden, daß bei Transferanträgen die Frontkämpfer und ihre Familie eine bevorzugte Berücksichtigung finden. Ern Gleiches gilt auch für Anträge auf Einrichtung und Ueberlassung von Einzelhandelsverkaufsstellen. Bekan itlich ist hierfür die Genehmigung des zuständigen Bezirksamts notwendig, -welches nach einer begutachtenden Auskunft der und Handelskammer und anderer I Einholung Industrie- Behörden und nach Anfrage bei der Steuer, d :r Staatsanwaltschaft usw., über die Anträge Mit dem Antrag ist ein vorgedrucl des Formular beim Bezirksamt einzureichen welches naturgemäß den Belangen des einzeli en Falles nicht immer Rechnung tragen kann. io: 7 stände die Frontgeneration in allen an verantwortlicher Stelle und suefv Geist ihren Gemeinschaften aufzuprä, Begeisterter Beifall folgte den Aus Pfalz Pirmasens. Am 21. Okt. v er ans Ortsgr. im Restaurant Mayer eineh opferabend der einen guten Besu :f weisen hatte. Eine anregende Unt< insbesondere über Kriegsopferfragen Kameraden bis zur späten Stunde; Im Laufe der letzten Monate vei Kam. Karl Strauß durch den Kameraden Siegfried S e 1 i g m a n r Siesel durch Auswanderung nach wünschen beiden Kameraden, daß sii neue Heimat finden, und es ihnen Familien gut iergehen möge. Bayern Nürnberg. Am 18. Oktober 19: veranstaltete die Ortsgruppe eine Ki Versammlung in sämtlichen Räumen Bamberger. Diese waren von den Anzahl erschienenen Kameraden gefüllt. Der Ortsgruppen-Vorsitzer(d Dr. Landenberger erstattete fassenden Bericht über die für die und Kriegshinterbliebenen wichtig« legenheiten, insbesondere auf dem G Auswanderungs- und Versorgungswesjei bei wurden unter Hinweis auf die keit des gesamten Inhalts der schritt „Schild“ und die Notwendig] jeden Kameraden, sämtliche Nurmpi zuheben und zu sammeln, einige wichtige Mitteilungen aus den ,3cl mern der letzten Monate über sorgungswesen, Auswanderungs- und fragen, Auslandsreisen jüdischer Vi tiger und Anmeldung derselben im usw. auszugsweise wiederholt und i Die Versammlung nahm einen Geist der Anerkennung und des D< Kameraden für die ständige und hity volle Arbeit des Bundes getragenen friedigenden Verlauf. Pommern Stettin. Am Montag, dem 18. O fand unsere erste, von den Karner; gut besuchte Kriegsopfer-Versamm beginnenden Winters statt. Der V; Kam. Dr. Mosbach sprach über < keit der Ortsgruppe im verflossenen besonders in Kriegsopferfragen. T gruppe beschloß, im LaufekBes Wint regelmäßig solche Zusammenkünfte, mit Vorträgen, zu veranstalten. Nlederechleslen Ländern e, ihren;en. I ührungen. faltete' dki Kriegsh aufzuterhaltung hielt die Zusammen, loren wir Tod, die und Leo USA. Wir dort eine wie ihren ch 1 We Breslau. Die Kameradenspei am 18. Oktober zum fünften Male ihi geöffnet. Trotzdem wir neue Räume und herzurichten genötigt waren, Schwierigkeiten dank des beispielh Satzes aller Beteiligten überwunden Antragsgesuche sind derartig zahlrei laufen, daß wir auch beim besten mehr in der Lage sind, alle zu berücl Wi II befindet. Wjichtig ist es insbesondere, dieses Formular dadurch zu ergänzen, daß die Frontkämpfer eigenschaft des Antragstellers' in dem vorhandenen Umfange genau erörtert und durch Urkunden belegt wird. Auch ein Hinweis -auf Beförderungen, mitgemachte Gefechte, Auszeichnungen, gute Führung etc. ist wertvoll. Zu! empfehlen ist es auch, auf die Frontkämpfereigeiischaft sonstiger Familienmitglieder einzugehen und sich darüber auszjulassen, lob sich diese Angehörigen freiwillig zum Heeresdienst gemeldet haben, ob untf in welchem Umfange sie verwundet sind, ob nahe Angehörige gefallen sind, usw. Kam. Rjechtsanwalt Dr. Kurt Holdheim, Berlin. Bereits in der ersten Betriebswoche der diesjährigen Wpnterspeisung sind täglich 200 Mittagsportiqnen ausgegeben worden. Am 7. November spricht bei uns Kam. Obcrländesgerichtsrat a. D. Dt. Emst Rosenthal, Berlin, | über „Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten und seine Kriegsopferarbeit“. Diese, Veranstaltung, zu der alle Kriegsopfer, Kameraden pnd deren Angehörige eingeladen sind, findet i im Saal der „Gesellschaft der Freunde“, Neue Graupenstr. 20,15 Uhr statt. M 'Ostdeutschland Neuwied. Als Vorsitzender der Ortsgruppe Neuwied wurde Kam. Max Levy vom Buadesvorsitzenden bestätigt. Aua abends riegsopferdes Cafd In großer ’ ollständig e, Kam. äinen Ilm- Kameraden Angeibiete des. ns., Hier-1 Wlchtigindeszenjkeit für ern aufaesonders <i“-Numlas Ver- Transferhrpfllch- Ausland erläutert, ron dem nkes der gebungssehr be- 1 tober er. 4den sehr ung des Ersitzende Tätig- Sommer, Orts- ' wieder möglichst < ie C ie :«rs' araden- und FamUlenknlaan Zwei, verdienten Kameraden! P|rmasem. In der gewohnten Schlichtheit beging am 2. Aug. unser Itthwer kriegsbeschädigter Kam. Gustav Samuel seinqn SO. Oeburtstag. ureimal war er verwundet; bei der letzten Verwundung am 23. 8. 18 kam er, mit dem Tode ringend, in englische Gefangenschaft. Teilweise beim 5. bay. Res. Inf. Regt, und teilweise bet der "bay. Schutzstaffel 22, wo er 24 Frontfiüge ausführte, erwarb :r sich das E.K.! und C K. II, das bay. Militär-Verdienst! reuz II. KL mit Schwertern. Dienstauszeichnung III KL, das Ehrenkreuz r f. Fr. K. und das Verwundeten-Abzfckhen in Silber. Wir gratulieren unserem treuen Kameraden Samuel auf das allerberzikliste. HInden bürg Q. S. Am 18. Okt. 1037 vollendete uaser Kam, Dr. Erich lEis ne r sein 50. Lebensjahr. Er war] im Aug. 1914 als freiwilliger Zivilarzt tätig, im Januar 1915 ging er ins Feld und war dort zunächst Bataillons- und später Regimentsarzt. In den letzten Jahren des Krieges hat er bei verschiedenen Feldlazaretten, auch in Seuchenlazaretten, Dien» getan. Seit Kriegsende praktiziert er wieder in Hindepburg O. S. und ist dort KnappscbaftsarzT. Kam. Eisner gjehört seit ihrer Gründung zu den eifrigsten Mitgliedern der . Ortsgr. Hindenburg O. S. Er fehlt beJ keiner Veranstaltung und hat besonders in den letzten Jahren die Kanferadschaftsabende durch Lichtbitdvorträge (u. a. Schilderungen über seine Reise nach Ungarn und England) bereichert. Der Landesverband Oberschlesien und die Ortsgruppe Hindenburg O. S. haben dem treuen und bewährten Mitglied die Herzlichsten Glückwünsche zu seinem Ehrentag^ ausgesprochen und dabei dankbar der Verdienste gedacht, die er sich als Soldat, als Arzt, als aufrechter Jude 1 und wertvoller Mensch erworben hat. Kam. Eisner ist lein naher Verwandter-des vor JaftTRfrist in Südafrika verstorbenen Senators Oünsberg. eines gebürtigen Oberschlesiers, dessen Leben und Wirken vor mehreren Monateij im Schild eingehend gewürdigt worden ist. Hörde. Frau Ww. Johanna Mosbach geb. Rosenthal feiert am 30. Oktober ihren 93. Oeburtstag als ältestes GemeindernitgUedl in bester Oesundheit. Ihr Sohn Leopold Mosbach war Frontkämpfer und ist unser Bundeskamerad.- Berlln. Am 24l Oktober wurde Frau. PhiKppine Our au 80 Jahre. Ihr Sroin Arno Ourau, der aktiv gedient hat, ging vor 25 jahreo nach Uebersee und erlebte den Weltkrieg auf Samoa, der ehemaligen deutschen Kolonie, wo er noch heute ist: der andere Sohn Fritz Ourau ging als Kriegsfreiwilliger ins Feld und ist langjähriges Mitglied unserer Ortsgruppe Charlottenburg. — Der Jubilarin gelten unsere Glückwünsche. ung hat e Pforten- :u mieten sind alle Ein- Die :h einge- 'en nicht Usichtigen. 3 Ften Anschrift gesucht! Ein Kamerad der Ortsgruppe Herne war mit einem David S t u b b von Anfang; 1915 bis Ende 1915 zusammen in Gefangenschaft und zwar in Krasnojarsk (Rußland). Stubb war nach «dem Kriege in Häm bürg und ist 1924 unbekannt verzogen. Wir bitten die Kameraden, die seine Anschrift kerrnen, um Nachricht an den Landesverband Westdeutschland, Köln, Schlageterplatz l.l 3

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