Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 44 (29.10.1937)
- Date
- 1937-10-29
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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k/U J-i&hUoldaUH sind dci tiuUtUHQ' •.. Auch—die! letzte Woche brachte in Palästina verschiedene t err or is t i s c h e Akte. In England beschäftigt \ der Ernst der Lage die Regierung ebenso vriie'die öffentliche Meinung. Zwar will tiian von der Verhängung des Kriegsrechtes ab^ehen, doch ist ein besonderer Spezialist in der Bekämpfung terroristischer Bewegungen, Sir Charles Tegart, als Berater zur Palästina-Regiertong entsandt worden. Mit den drängenden politischen Zukunftsfragen wird man i sich erst wieder befassen, wenn Ruhe und Ordnung im Laijde hergestellt sind; dies gilt auch hinsichtlich der Kommission, die nach den Genfer Vorschlägen nach Palästina entsandt werden soll. Im ganzen ermutigt diel öffentliche Meinung die englische Regierung | zu konsequenter Durchführung der Pläne zur Neugestaltung Palästinas. Ein Aufsatz „Gewalt in Palästina“ in der bekannten Zeitschrift-* „Economist“ meint, wenn ein U'ebereinkommen mit dSh Juden und Arabern zur Teilung des Landes nicht möglich sei, dann müsste England die Abgrenzung der geplanten dtiei Gebiete selbst vornehmen. Eine Stelle dieses Aufsatzes findet unsere be?ondcrc' Aufmerksamkeit; der Verfasser ist nämlich der .Meinung-, daß es z-war unschwer sein würde, die—geeigneten Persönlichkeiten für alle Riegierungsfunktionen in einem jüdischen Staate zu finden, nur für die Landesverteidigung dürfte jedoch solche Persönlichkeiten nicht Vorhanden sein; diese müsse daher, bevor eine freundschaftliche Regelung mit dem Arabischer Staat getroffen sei, in britischen Händen bleiben. W ir. die wir in der Landesverteidigung die schlechthin entscheidende Funktion eines sbuver alt e n Stajates sehen, können diese Auffassung^ n rc h. t .teilen. Es ist1 zwar leider -wahr, daß der Wehiffrage lange Jahre im jüdischen Palästina allzu geringes Augenmerk geschenkt wurde; inv 1 „Schild“ selbst wurde gelegentlich mehrfach darauf hingewiesen, und es gibt bekanntlich eine zionistische Gruppe, die Revisidnisten, dfe schon seit Auflösung der jüdischen Legiert den Wehrgedanken leidenschaftlich verjbeten hat, ohne freilich durch/udringeii. Nidhtdestoweniger sind wir der Meinung, daßl die Zukunftssorge der Landesverteidigung feines jüdischen Staates eine Sorge . ist, die dieier sich (selbst vorübergehend) von niemand abnehmen lassen sollte. Er wird sejne Ehre darein setzen müssen, auich diese Aufgabe aus eigener Kraft zu j lösen, ijnd u. E. wird er hierzu auch in der Lage i Sein. In den ehemaligen jüdischen Frontoffizieren in Palästina ist der Kern feines j Führercbrps bereits gegeben. Für die militärische Leitun-g sind geeignete jüdische Persöhlichkeittn bestimmt in der Welt zu finden. Die erforderliche Begabung ist da. Man braucht nur j an den verstorbenen Sir John Monäsh zu erinnern, der es aus dem Zivilberuf heraus bis zum General gebracht und der sich in dir Praxis des Weltkrieges zu einem 'der fähigsten Truppenführer der britischeil Streitkräfle entwickelt hat. Man darf auf jene Juden verweisen, die heute in den Armeen verschiedener Länder hohe Führerstellungen einnehmen, die z. B. der französischen, italienischenlTieneralität u. a. angehören. Suchet, so i werden | sich für die Landesverteidigung ^.eines künftigen Judenstaates bestimmt aie richtigen Persönlichkeiten finden! In der Altstadt von Jerusalem wurden, wie bei RedaktionsschRiß bekannt wird, zwei jüdische- Poljfcisten niedergeschossen; der eine war Sofort) tot, der andere ist schwer verletzt. Ehre adn Opfern treuer Pflichterfüllung! j : j König Georg von Griechenland vereidigt jüdische Soldatei Vor König Georg II. von Griechenland fand in Athen die Vereidigung der einrückenden Rekruten, unter ihnen auch einer größeren Zahl jüdischer Soldaten, statt. Der König hielt eine Absprache, in der er u. a. erklärte; Ihr -alle seid Söhne derselben Mutter, Söhne von Hellas. Wisset, daß keine Unterscheidungen zwischen Hellenen bestehen. Die einzige Unterscheidung, die möglich wäre, ist die nach der Fähigkeit und Bereitschaft jedes einzelnen, den Schutz des gemeinsamen Vaterlandes zu sichern. — Die jüdischen Rekruten, die nach den christlichen vereidigt wurden, sprachen die Schwurformel und ein Gebet denr Oberrabbiner von Athen, Rabbi Barzilay, Wort für Wort nach. Die diesjährige Gefallenen-Gedenkfeier der Jüdischen Frontkämpfer Englands Der diesjährige feierliche Gefallenen-Feldgottesdienst der jüdischen Frontkämpfer Englands findet am Sonntag, den 7. November, in London statt. Jüdische Frontkämpferabteilungen aus allen Teilen des Landes werden an der Feier teilnehmen. Die Parade findet vor dem Earl of Athlone statt. Ein Schritt der polnisch-jüdischen i Freiheitskämpfer Der Verbind der jüdischen Teilnehmer an den polnischen F-reiheitskämpfen hat im Namen der ehemaligen Legionäre und Freiwilligen Iden Unterrichteminister aufgefordert, die Abordnung der Warschauer HochschuI-Rektoren über die Einführung abgesonderter Sitzplätze für jüdische Studenten aufzuheben. Der Verband weist darauf hin, daß die Verfassung vom 23. April 1935, der letzte von Joseph :Pilsudski unterschriebene Staatsakt, bestimmte, daß polnische Bürger wegen ihres' Glaubens, ihrer Abstammung oder Nationalität nicht zurückgesetzt werden dürfen. Den auswandernden Kameraden f Trotz allert der Einwanderung in die meisten Länder entgegenstehenden Hemmnissen ergießt sich Monat für Monat und Woche für Woche ein-Strom vqn Kameraden ins Ausland, namentlich nach Ucbersee. Obwohl zu unserer Generation nicht mehr die Jüngsten gehören, blicken die ehemaligen Frontsoldaten den Tatsachen klarj ins Auge und packen tapfer die Schwierigkeiten ihres Schicksales an. Soweit es in den Möglichkeiten unseres Bundes liegt, stehen wir ihnen mit Rat und Tat zur Seite, vor allem durch die Verbindung zu den jüdischen FTOntkämpferbünden in England und seinen Dominions sowie in USA. So suchen wir den Kameradschaftsgedanken auch für die Auswanderung zu aktivieren, wenn wir auch hier, im Bdndesorgan, nicht jedem Einzelnen die guten Wünsche zum Ausdruck bringen können, die! ihn begleiten, auch nachdem er sich von unserem Kameradenkreise gelöst hat Prtvatbiid Heute aber zeigen wir an dieser Stelle'das Bild von 4 Brüdern, einst in feldgrau, von denen dieser Tage der letzte die alte Heimat verläßt. Es ist unser Kam. Hermann Bikart (1), voh der Ortsgruppe Villingen, Baden, der aktiv gedient hatte, von der Mobilmachung an als Fußartillerist im Felde war, mit dem EK. II ausgezeichnet wurde und demnächst nach Buenos Aires geht. Er folgt Seinem Bruder Max Bikart (2), gleichfalls aktiv gedient, im Felde beim RIR. 110, ausgezeichnet mit der Württ Verdienstmedaille, der bereits in Argentinien ist Jakob Bikart (3) war bei der 19. RD. Oi Zar groQen Armee . Kam. Simon Bacharach, 1 ärtgl. tsgruppe Zoo, und Kam. Dr. Max r m a n n , Mitgl. der Ortsg uppe läuer Berg, sind zur großen Armei einui Ortsgruppe Zoo beklagt den Heimijires Kam. Harry Heymmn, eld. Am 20. Oktober trugen wiun- Kam. Dr. Fritz Cosmannzu C rabe. i )er Ansprache des Getneinderabl tiners Kam. Dr. Holländer die Verdi :nste, Heimgegangene sich vor 193 1 als :nder der Ortsgruppe erworben hat. Zeit, in der der Frontbundgei tanke it Gemeingut aller jüdischen Frontwar, hat sich Kam. Cosmann dem zur Verfügung gestellt und für die Kameradschaft gearbeitet. Wir v erden idenken dieses stillen, für sich selbst lenen, für andere immer hilfsbereiten Menschen in hohen Ehren halten! Bres au. Die Ortsgr. betrauert den Verlust des K im. Salo U n g e r, der Krieg! rvater Isaac Vien er und der Kriegermutter] Frau Eva Zerkowski. Berli der Sing Prenzl gegang gang Biele seren Nach würdigje die Vorsitz In eini noch soldateji Bunde Idee das A beschejd di r r icht im F Louis Front verw el de und ist nach Brasilien ausgewandert; Bikart (4) war bei IR. 185 a l der und wurde auf Höhe 60 bei |Ypem ujidet. Er lebt jetzt in Frankreich Drei H fach drei gesteh t 14/15, 1866, 1914/16 Weltk: unter Sohn Eine Generi wird ist Sein wurde Fulda kriegeli Kriegqa Jahre Fulda. an rover dii Bns 8:;• Die in um zug; (1936; Die Eschw e; Familie kauft von werdeji falen Generationen Feldzugsteilnch Der „Schild“ hat schon > on jüdischen Familien berichtet, Generationen Frontsold haben: in den Befreiungskriegen dann in den Einigungskriegen 1870/71 und endlich im Well r; in mehreren Fällen hat während ieges sogar noch eine vierte Generi den Fahnen gestanden, wenn Vater gleichzeitig im Felde waren. r weitere jüdische Familie, die .itionen Feldzugsteilnehmer gestell: i ins aus Hannover namhaft gemac! it. r unseres Kam. Norbert DöIIel-“ Großvater Alexander Dö 1794 zu Lispenhausen Kr. Rote geboren und nahm an den Befre teil. Dekoriert mit verschied -iiiszeichnungen war er hernach . im Kriegerverein des Kreises Roter als dessen Ehrenmitglied er 1880 ging. Sein Sohn Hirsch Döllefeld, gleich alls in Lispenhausen geboren, n den K rieg 1870/71 mit; er ist 1917 versch währe id sein Sohn, unser 1872 in Lispenh gebor :ner Kam. Norbert Döllefeld Front! lämpfer am Weltkrieg teilnahm. mer mehrlie in at e n 1813/ 1864, krieg des ation und ns h.utrs Mitgliederzahl der Synagogengeir einde lau ist von Januar bis Ende Septi mber 4 gesunken. Die Abgänge durch Forttuswanderung, Tod usw. betrugen 1770 1731). Jüdische Gemeinde in Wahnfrieii bei ge hat sich nach Wegzug der letzten aufgelöst. Die Synagoge soll verwerden. Der Friedhof wird in Zukunft der Gemeinde Eschwege ver\ /ahet Auch die Gemeinde Anbott in Westlat sich aufgelöst. Es sind nur noch zwei jüdisc le Familien am Ort. — In Olde iburg ist ei le jüdische Bezirksvolksschule er iffnet worden. Sie wird von rund fünfzig Kiidem aus i llen jüdischen Gemeinden Olden burgs besucl it und besitzt öffentlichen Char ikter. Das Jüdische Altersheim auf der Rcsenau in Dü sseldorf konnte durch die Spende einer Familie in der Gemeinde erweitert werden. drei hat, Es eld. lefeld ijburg/ ungsenen ierzig bürg,/ heim- 1829 njachte eden, hjausen als nett o» die JOdisdie Wlnierl Ille!