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Der Schild · 1937-10-22 · 43 (22.10.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
43 (22.10.1937)
Date
1937-10-22
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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I Jüdische Ehrenmale in. Das Berliner Ehrenmal in Weißensee Auf dem Friedhof der Berliner jüdischen Gemeinde in Weißensee erhebt sich inmitten des Ehrenfeldes für die Gefallenen das am 27. Juni 1927 feierlich enthüllte Ehrenmal. Es hat die Form eines Altars. An der Stirnseite trägt es unter einem liegenden Löwen die Inschrift^ 1914—1918 Ihren im Weltkrieg gefallenen Söhnen Die Jüdische Gemeinde zu Berlin. An der Rückfront befindet sich der Schild des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten mit der Inschrift: „Diesen- Schild widmet der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten seinen gefallenen Kameraden“. Ueber das Ehrenmal in Weißensee ging uns von Herrn S. Moses, Liturg und Religionsschulleiter i. R., die folgende Betrachtung zu: Gräber, die reden.... Ein Gang durch das Ehrenfeld, ein Blick auf die Grabsteine — und die Abgeschiedenen sprechen zu uns, auch die, die die Toten gekannt und geliebt haben. Eine Sprache, die. von der herkömmlichen abweicht, nachdenklich Stimmt. Die unter diesen stummen Gräbern liegen,- haben das Schweigen des Todes überwunden; sie reden von einem Leben, dessen Wirkung über das Grab hinausreicht. Diese Gräber lehren uns, daß der Tod keineswegs der Feind des Menschengeschlechtes ist. Wohl ist uns bang, wenn wir der Guten gedenken, die von uns gegangen; aber es ist nicht nur das Los der Menschen, es ist auch ihr Glück, daß auf Erden kein bleibendes Sein für uns ist. Im Jahre 1914 erstand das Ehrenfeld. 22 Krieger, fanden bereits im ersten Kriegsnpfer des Weltkrieges 1914/18 sind auf dem Friedhof in WeBemee beigesetzt 372 von diesen liegen Im Ehrenfeld. Bei den Gräbern der Ihrigen^ außerhalb des Ehrenfeldes, ruhen 117. „Es *rar ein Verhängnis für die Gestaltung der Anlagen, daß ihre Planung erst erfolgen konnte,, als bereits ein großer Teil der Grabhügel Vorhanden war. So kam es, daß der für' das Denkmal vorgesehene Platz in zu enger Abmessung ausgespart wurde und eine freiere 1 Entwicklung der Anlagen stark behindertfe. Dem Verlangen weiter Kreise hier eine Gedenkhalle zu errichten, die zugleich ine Ge die Namen der etwa 3500 Gefallenen der Berliner Gemeinde*) aufnehmen sollte, konnte daher nicht entsprochen werden. Das am 27. Juili 1927 enthüllte Denkmal hat deshalb nur eite symbolische Fassung mit einer entsprechenden, auf seine Bestimmung hinweiweisenden Inschrift.“ (Beer). Erwähnt darf noch werden, wenn es im Rahmen dieses Aufsatzes auch nur in aller Kürze1 geschehen kann, daß während der Dauer | des Krieges 13 Beamte des Friedhofes und zwei Hilfsleichenträger zum Heeresdienst eingezögen wurden. Von diesen standen 9 an der Front. Drei Beamte: Emanuel Levy, Adolf Kantorowicz und Isaak Oesterreich sind mit dfem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet worden. Verwundet wurden die Beamten] Hans Wachsmann, Adolf Kantorowicz, Karl JVartenberg und Hugo Röhmann. Der Friedhlofsbeamte Albert Loewinsohn geriet Mai 1915 in russische Gefangenschaft, aus der ej* Juni 1919 heimkehrte. *) (Jnser Gefalienen-Gedenkbuch registriert hiervopi 1931 Namen mit Verlust-Nummer usw. I - I Hinweise. Lehranstalt für dl« Wissenschaft des Judentums» Berlin. Die- Vorlesungen des Herrn Prof. Oppenheimer beginnet am 21. Oktober und zwar mit dem »»National Auch die ander tn Wissenschaft* der Lehranstalt angekündigt durch das Al onomlsehen Seminar“. Ifc hen Vorlesungen» die si id, beginnen in der gleichen Woche. Näheres durch das S ftretariat der Lehranstalt für die Wissen «Haft des Judenti ms, Berlin N 4, Art.Ueriestr. 14. Jude h: Wnterhl fe Berlin. Die 1. Hat ssammlung fhdet sm Sonntag, den 24. Okt, statt. Si mmlerlegitimation e folgt durch unterstempelten und untcrscl riebenen braunen / usweis. Für jeden Betrag erhält de r Spender eine l; dufarbene Quittung mit Aufdruck des erhaltenen Wertes. judVhtr MuseumtvereA Berlin. Am 27. Okt abends 815 Uhr spricht die* bekannte Forsche in Dr. Irmgard Srhüler an Hand zahlreicher Lichtbild« r im Jüdischen I iuseura, Oranienburger Str. 31 über: »»Jüdisches Frauenleben, üeschildert an alten und reuen Werken jüdischer Kpnst." Gäste \ illkommen. fort Kamerad zu Kamerad Wb bitten. M Antworten amf 4em Brl.fumftcblag 4k betreffende Ntntimcr mzufeben, de wir de Briefe ofeSffnet weiterleiten. Angebote. Luxuskrawattenfabrlk* Kam., t. Vertreter berw. Wieder ' erklrfer f. Privatkundsch. u. Betriebe b guten Verdienst- I lög ichkeiten. A 283. Hauaangest. nicht unter 17 Jahr. v. Catn. f. Komfort- I lauihalt m. 1 Kind fee. A 291. Geauche. Vertrat f. Tuchreraandhaua, Herrend. Dsmenst, sonst, 'extilw., von Kam. ges. f. gut eingef. Privatkundsch. in Cöin u. Umg. auf monatl. Raten. B 22f 4. Lehntelle als Aul-ndtlasaer z. 1. 4. ctrt 14 ihr., Kam.-Sohn. ges. B 285.’ Als Verkaufsleiter, Aufsicht Ehr und (aufm. d. Textilu. Konfektionsbr., Sohn (am., St 'Hg. ges. B 280. 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