Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 38 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Kantor Steinber(;er vorgetragener Psalm diese eindrucksvolle i nd würdige, dem Gedächtnis der 12 000 gewidmeten Stunde. * Es war ein besonders schöner und echt jüdischer Gedanke, die Erinnerung an die Gefallenen des [Krieges mit einem Lernen zu ehren. In der J>_ynagoge am Dominikaner Platzl lehrte Herr Kantor H e s aus der Mischna über die Verpflichtung zur Peah. Von allen dfer menschlichen Ernährung dienenden, in großen Mengen gepflanzten und zur Vorrashaltung geernteten Pflanzen mußte ein Teil auf dem Halm oder Ast für den Armen ur d den Fremdling zurückge¬ Ehrentatel Jddllcfeer Familien Maden L Op Berlip geh. am 18 ihres sundhe Frontsd Eiserne und eil r .. Herr Josef Levin und Frau Adele ppenheim (früher Hamburg) begehen d M. ihre Goldene Hochzeit im Hause Sohnes Kam. Adolf Levin in voller Get. Alle vier Söhne der Jubilare waren ldaten, drei von ihnen erhielten das Kreuz II.Kam. Adolf Levin ist treues iges Mitglied der Ortsgr. Bayern. lassen werden, des Feldes, die Diese nicht abgeerntete Eckz Peah, brachte er in beziehungs Juden Deutsch!^] auch hier .die Fünfzigstel der nds im Weltkriege. Wir haben Peah erfüllt, die etwa ein Ernte betragen sollte; denn, ist—ech Zufall i der nicht, die, die auf dem Felde der Ehn draußen geblieben, sie sind ein Fünfzigstel . der seinerzeitigen jüdischen Gesamtheit in Deutschland gewesen. * In dem Bets;|al der Synagoge Friedberger Anlade lehrte ir den gleichen frühen Sonntagsstupdpn unser j Kamerad und Mitglied des Führerrates Dr; E h r m a n n; auch er wußte den Gegenstand des Lernens in glücklichste Verbindung zu dem besonderen Anlaß zu setzen. * Der Gchait der Gedenkfeier in Frankfurt a. M. ist in! den folgend^ Versen eines Kameraden eingefangen. \och, füllen wir den Tempel hoch und hehr. Hell glänzen Orden; Kerzen strahlen mild; In wjeißen Blüten leuchtet unser Schild. Voll (Spannung alle, kaum man atmet mehr. zaghaft der oigel Klang; man glaubt vom; Himmelszelt Käm (klagend inr Gesang, braust flutend dann, herab, — Entführt im Geiste uns an manches ferne Grab Und klingt und singt hinaus wohl in die weite Welt- - Und schlichte Worte ziehen durch den Raum Von Kampf und Sterben aus der großen Zeit, Von tausend Wunden und von stillem Leid Und bitter klingt das Wort: „Es warein Traum“. Es Kvar kein Traum! Blutzeugen jener Zeit: Hier fehlt ein Auge, dort ein Arm, ein Bein. Zwölf tausend Tote stehen in unsem Reih’n Und werden stehn in alle Ewigkeit! Und Schweigen .. .. Eurer wir gedenken .... Und unsrer Kinder, fern in aller Welt. Ergeben, wie seit je, „so wie es Gott gefällt“ ER wird auch weiter unsre Wege lenken! Ein letztes Lied vön Sterben und von Leid — Und heiße Tränen fließen still hinein — Geweint von -einem Volke, das so klein Und das doch leben wird in alle Zeit! Kam. Alfred Nassauer, Frankfurt a. M. Niedersachsen Hannover. Am 28. 8. fand ein Kriegsopferabend der Ortsgruppe statt, an dem sich etwa 200 .'Kriegsopfer, Kameraden und Hinterbliebene' von Kameraden beteiligten. Er wurde eröffnet von Kim. Erich Glaser, der mit packenden Warten der Gefallenen gedachte und! ihr Andenken durch eine Minute des Schweigens ehren ließ. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft, stand sodann der groß angelegte Vortrag pes Leiters der Kriegsopfer-Abteilung bei deri Bundesleitung, Kam. Dr. Emst R o ä e n.t h a 1 j Berlin über die Hauptaufgabe des > Bundes, die Kriegsopfer-Betreuung. Im Namen aller Anwesenden sprach Kam. Erich Glasier ihm den herzlichsten Dank für seine fesselnden Ausführungen aus und legte sodann mit : bewegten Worten sein Amt als Vorsitzender der Ortsgruppe Hannover in die Hände des Bundes zurück, da seine Auswanderung nahe b<Vo/stehe; er dankte nochmals seinen Mitarbeitern im Vorstand, mahnte alle, dem Bunde stets die Treue zu halten, und Zur groQen Armee Hamburg. Ganz plötzlich starb im Alter von eist 50 Jahren unser Kam. Dr. Ren6 Hein, berg- Wandsbeck. Der Dahingeschiedene war gerichtlich vereidigter Chemiker und genoß n. In- und Ausland als Sachverständiger einen derzschlag,. gerade, als er auf einem einlaufmden Dampfer in Cuxhaven die Ladung zu begitachten hatte. Der Dampfer setzte sofort Halbmast und brachte in seemännischfeitrliclier Weise die Leiche nach Hamburg. Kam Dr. Heimberg war ein im Felde vielfach v« rdienter und ausgezeichneter Soldat und seit 1920 Mitglied des Bundes in Hamburg, an des: en Leben er sich stets eifrig beteiligte. Auch ier Sportgruppe „Schild“ brachten er und seine Familie großes Interesse entgegen und b -tätigten sich in ihr. Bei seiner Beisefzunj' auf dem Hamburger Gemeindefriedhof waren der Kapitän und eine Abordnung der Schiffs resatzung des Dampfers zugegen, auf dem er den Tod gefunden hatte, und erwiesen ihm di letzten' Ehren, ebenso der Vorsitzende, Gesch; ftsführer und zahlreiche Kameraden des Reichs rundes. Oberrabbiner Dr. Carlebach schilderte in ergreifenden Worten die Persönlichkei des Verstorbenen. Zwei seiner Brüder — im ganzen waren vier Brüder im Felde — sind a if dem Felde der Ehre gefallen.. Seine Gattin ist eine Tochter des berühmten jüdischen Gelehrten Professor Dr. S. Krauß-Wien. d :: übermf Grüße thal Bunde sprochfei Landes v zehnjä i reichte Ortsgrh] teilte den een :n. neuen ernannt sitzen Vorsit Amt e: Vertrat, raden aus z, einand; Kriegs >| Kam.- Abschije. ihm Zwölfth telte dem Bundesvorsitzenden seine Nachdem ihm hierauf Kam. Dr. Rosenn Dank und die besten Wünsche der leitung für seinen ferneren Weg ausgen, gedachte Kam. Walter Fuerst als erbands-Vorsitzender der mehr als rigen gemeinsamen Arbeit und überihm eine schöne Erinnerungsgabe der ppe Hannover. Kam. Dr. Rosenthal dann mit, daß der Bundesvorsitzende Kam. Rechtsanwalt Ernst Müller zum Vorsitzenden der Ortsgruppe Hannover hatte. Im Aufträge des Bundesvorführte Kam. Walter Fuerst den neuen enden mit herzlichen Worten in sein Dieser dankte für das ihm bewiesene en und mahnte die anwesenden Kamen dieser feierlichen Stunde, stets geradeschauen, nicht zu verzagen und für r hilfreich einzustehen. Flamen^ der pfer-Abteilung Hannover wandte sich Walter W i rt h e i m mit Dankes- und dsworten an Kam. Glaser und übergab Liebermann-Bild „Die Mutter der usend“. Nachdem auch andere Sprecher Abschiedsworte an Kam. Glaser gerichtet, danktej dieser für alle ihm erwiesenen Ehrungen. cas Anläßlich der Herbstfeiertage «jesverband Baden, dem Herrji tzenden die Auszeichnung ver r iden durch die Silberne Ehrei s rhlag gebracht und Kam. D tat dieser Bitte bereitwillig en c urch wurde der Landesverband L age versetzt, 50 Kameraden in gruppen im Namen des Bum Huren die silberne Ehrennadel Wir freuen uns, daß es m «$nem kleinen Landesverband so ameraden festzustellen und ihr. tjes Bundes zu übermitteln. Mq rkennung in schwerer Zeit da Zusammenarbeit mit der Bund stärken, das Vertrauen in die Leiti i nd Landesverbandes zu erhalte , tiefen und auch alle anderen Ka < en jetzt geehrten Kanp.1 nachzue Am Sonntag, d. 29. Aug. 1937 fand bei herrlichem Wetter ein Kriegsopfer-Ausflug in Autos nach Kaltenweide statt. Dank der verbildlichen Zusarnmenarbeit hilfsbereiter Kameraden und deren Frauen konnten die teilnehmenden Kriegsbeschädigten Kameraden an diesen idyllisch gelegenen Plätzchen einige wunderschöne Stunden verleben. Kam. F. M. Gr. Schaumburg. Am 8. d. M. fand eine Zusan menkunft im Hause des Kam. W. Lehmann in Rinteln statt, an der 15 Kameraden teilnat men. Nach Begrüßung der Anwesendes wurde des verstorbenen Herrn Henri Heinemann, Vater des gefallenen Kam. Willi Heines mann, durch Erheben von den Plätzen gedacht. Im übrigen wurden die laufenden Angelegi r.heiten, wie üblich erledigt, u. a. wurden die Nfcujahrsgrüße der Bundesleitung verlesen. hat der Lan- Bundesvoriienter Karneladel in Vor- Löwenstein itsprochen. Dan die freudige etwa 20 Orts. Vorsitzenden mszuzeichnen. jlich war, in iele verdiente en den Dank ge diese Anu dienen, die leslei tung zu ng des Bundes und zu verö gl m. anspornen, ifern. Gdt. , Xus der Frontsoldat* n~ i Bewegung des Auslandes Die Jüdische Telegrafen-Ageitur berichtet us Wien: Tausende Gäste, unter ihnen viele . ingehörige der Kriegsgefallene i, nahmen an < er Heldengedenkfeier teil, die der Hund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs zu! einem 5jährigen Bestehen auf dem Zentral-; riedhof veranstaltete. Zu der Feier waren eine hrenkompagnie des c sterreichischen lundesheeres mit Fahnen und Musik und alle i iniformierten Abteilungen des Bundes angereten. Vor der Ehrentribüne waren Bundesnitglieder aufgestellt, die Träge der Goldenen Tapferkeitsmedaille sind. Fern« r hatten sich u der Feier viele hohe Offiz ere, Vertreter i les Bundeskanzlers Schuschnig g, des Vizekanzlers Hülgerth, des Bundeiministers für soziale Fürsorge und des StaatssekretärsSkubl, i Ier aus dem Weltkrieg bekannt: Minister a. D. i ieneralmajor Hofer und zahlrei :he Abordnun- , en des Bundesheeres, der «sterreichischen! oldatenfront und der Regiment »verbände empfunden. Nach den Klängen eines Requiems rielt der Präsident des Bundes jüdischer Frontoldaten, Hauptmann Edler von Friedmann, :ine Gedenkrede, in der er u. a. ausführte: Von 200000 Juden, die für Oesterreich in len Krieg zogen, kehrten über 30 000 nicht „ehr zurück. Ungenannt, unbekannt haben Tausende ihre letzte Ruhestätte in Massengräbern gefunden, wo hoch und niedrig, Christ und Jude, im Tode vereint liegen. Vtan kannte nur österreichisch« Soldaten, die die bereit waren, ihr Leben : ür das Vaterand zu opfern. Die Hoffnur g, daß diese Gleichheit sich auch nach der Rückkehr in iie Heimat auswirken werde, habe sich leider licht erfüllt. Er appellierte an die nichtjüdischen Frontkämpfer Oesterreichs, der Kameradschaft im Felde eingedenk zu sein und sprach den Wunsch aus, daß <s nicht immer notwendig sein möge, die toten jüdischen Soldaten als Zeugen anzuruf«n. Mit einem Bekenntnis zur Gemeinschaft und Menschlichkeit schloß seine Ansprach s. Oberrabbiner Dr. Taglicht weihte dann die vom Bunde aufgestellten Grabs eine und Präsident Dr. Desider Friedmann übernahm sie in die Obhut der Kultusgemeinde In der großen Gemeindesy: Leopoldsgasse in Wien fand, dische Telegrafen-Agentur beri|l liehe Enthüllung einer vom Frontsoldaten Oesterreichs den dischen Offizieren und Soldaten Gemeindebezirkes gewidmeteji tafel statt. Unter dem Ehreng ä: sich viele hohe Offiziere, fern« i Stabsarzt Univ. Prof. Dr. Pick rat Prof. Dr. Salomon Frank Stadt Wien Dr. Jakob Ehrlich James 6o6manny Be iin SW 68 F»1m Hwtmmi DmM'MmMmI, PalzarteitM Zlmmerstrabe 49 / Fernsprecher 17 18 29 i lagoge in der , wie die Jühtet, die feier- $und jüdischer gefallenen jüdes II. Wiener Gedenkisten befanden r Generalober- Bundeskultur- I urter, Rat der il v. a. m.