Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 38 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4911661-5448596-5449701--189-4916313- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Em besinnlicher Gedächtnis j — Erinnerung Vl >1 Rückblick i Armeerabbi. Als wir hören wifl J/lit solchen cken geschlagen Brücken in ut sein auf diel Oese i ar eine „Yor zwanzig Jahren“ — lagen“ und ähnliche Sätzcheji (reise der Kameraden. Worten werden Brd in die Vergangenheit. Vergangenheit können aufgeb; n d ä 4 h t n i s, sie können abei auch aufge^aut sein! auf Erinnerung. G ~ geistige Begabung, ist eine Gehörte oder Gesehene in keit festzuhalten oder wieder des geistigen Blickpunktes wenn es uns nur durch Büch einmal bekannt geworden w innere, immer wieder sich ei düng mit Dingen und Begeben Kreis wir selber einmal stand; :i haben. Erinnerung ist so: Sei Eindrücke oder Wirk$amke Leben oder unsere Lübens staltet haben. Die! Wor(|< gedrehtes aus dem Ende derts haben also auch heutfc noch ihre deutung: „Gedächtnis haben kal e Seelen, Fühlende >— Erinnerung" Die Erinnerung ist in das tragende Material Kriegserlebnisse. Alle, die seilst dabei gewesen sind in einzelnen räumlichen ganz veflr X oft einedächtnis ist ^Craft, das fitiher iner Tatsächlichin die Klarheit iu ziehen, er oder Berichte Erinnerun x ist r|ieuemde Verbinheiten, in deren n, die wir «riebt bstbesinnunj auf ten, die i inser aiiffassung n itgen Kart. Rabb. Dr. 8. Levi, Mainz, iner der 10. Armee). lästig wird, Haltung haben ist das ~ewicht in sich selbst haben und ist oraussetzung für Leistung und für jenes jinnc es 18. Jahi hun- •' 1 1 Bebesonderer > /eise für die Rückschai oder zeit! chen Abschnitten, in welchen Entscheidunge i zu schaffen waren, und die sich für diese Entscheidungen eingesetzt habend bleiben mr den Geschehnissen und Leistungen ihr L eben lang verbunden. Das Erlebte wird Fori nung unseres Lebens, wird Haltung un ieres Seins. Keiner vermag sich dieser gestaltenden Kraft des Erlebnisses zu entziehen. Wir die wir auf dem östlichen! Kriegsschai platz lange Jahre verbrachten, konnten diese V Wahrheit auch bei der Bevölkerung, in i eren Landschaft wir lagen, ivahmehmen, wem wir die Augen dafür offen! hielten. Zerlumpt auf Bett»Inder Ärmer Im Wltncer Kriegsgemet den derben Stecken Blick und Haltung, wurde der Bettler, der schlich und dem ein largerjei übrig gebliebener Nahrung Ziel der Tage war. Straff, geschlossen, zehntelangem Dienst Solda:, war hielt steh der Nikolai weißen Bart: Haltung element geworden. Haltung ist Sache der Ei Willens, ist die Entschlossen aufrecht zu stehen, d. h. sc man dem Nebenmann nicht unsiche ang und Vfesen tßehöft zu Gehöft lichter Napfj voll Höhepunkt I und stolz erwoi auf die in jjahrngem Dienst t erworbenen Auszeichnungen, klar im Blick, beherrscht undlj .fest - —*■ auch noch im ihm zum Lcipensijziehung und heit, gerade zu steilen, Last und zur des And faß nicht g< V di: :hwerauf sitzt ihn nicht. Kreis bei oder beieinad Kreis trat Tage, als bei Kameraden diese Zuversjc Wort des oder Kälte, Wachen ver egen diesen es Mutes. diu Mai Wenn wir sprechungen :. Wie oft, wenn wir im kleinen dgottesdiensten beisammensaßen derstanden — und im kleinen Art des Mannes deutlicher zu den großen Treffen der jüdischen 311s ganzen Verbänden — kam ht, dieser Halt aus Blick und nnes im Soldaten-Kleid. Hitze oder Schnee, Märsche oder ^hten nichts gegen diesen Halt, Herz-Punkt der Zuversicht und ' ■ ,1 als Feldrabbiner zu! unseren Berns trafen, um Erfahrungen aus- Regen 171 OC Jüd. Nikolai-Veteran in Wilna Vier Bilder: Schild Archiv. Wie oft konnten wir den Kameraden Mann sehen)— wir erinnern uns bei Rückschau mit Stolz daran —, der, we. schwer bepackt und gefährlich angetap, Haltung zu eigen hatte. ajs den unserer in auch diese Wenn Haltung wie ein Punkt st, auf dem wir stehen, dann ist der Halt de Linie, auf der wir uns bewegen. Sie setzt s idh aus einer unendlichen Zahl von Punkten zur so wie das Leben aus vielen Stunden boten zusammengesetzt ist. Der inndr ist die korrektive Kraft für jede Wendp für jede Wandlung unseres Lebens, erforderlich, wenn Haltung nicht . Aeußerlichkeit, zu einer Pose entwerte! soll. Halt ist die Kunst der Stetigkeit Veränderung. Er fließt uns aus dem zu, daß innerliches Gebot und Selbst wortung ein sittlicher Befehl sind- We sittlichen Befehl als Zwang betrach iammen, und Gee Halt ng und hlalt ist einer werden jei aller jlauben verantdiesen et, be- Grab-Insdi Hfl, Hier ruht Ldstm. E. Samson. Geb. 18.7.186 5. Starb den Heldentod am 24.9.1916 zutauschen und Anregungen voneinander ent» gegen zu nehmen, dann hatten wir immer Gelegenheit, auch davon zu reden, wie aus dieser Zeit Jes Krieges eine neue Gemeinde der Feldgra len herauswuchs, eine neue Gemeinschaft sich anbahnte, und Halt, .die beide den Schweden einzelnen Menschen legen, Verbindung zu Reihert nicht aus. Haltung punkt in schließen diä 'Wir erinnern uns wohl alle an die Zeit, wo wir als Knaben auf dem Schulhof „Kette sprengen“ spielten. Wir standen in einer langen Reihe, unsere Hände packten fest Hände und Sept. 1916) lottesdiensf in Poijesse Nadi dem reid