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Der Schild · 1937-08-20 · 34 (20.8.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
34 (20.8.1937)
Date
1937-08-20
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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wir damit cie geschieht-liche Verknüpfung dartun zwischen dem Reichsbund und diesei jüdisc ien Sportbewegung, nie heute im Sportbund „ ichild“ ihre.selbständige organisatoriset e Form gefunden hat und in dessen N'am:n zum Ausdruck kommt. * ' Dehn mit (der jüdischen Schicksalswende seit 1933 {fand dar vom Reichsbund durch ein Jahrzehnt propagierte Gedanke seine deutlichste geschichtliche Bestätigung; nun griff er tatsächlich auf breiteste jüdische Kreise über. Es war [der Ai genblick gekommen, diese Sportbewtgung : .uf ihre eigenen Fülle zu stellen, ihr nit dei Gründung des Spprtbundes * die selbständige, breite Grundlage zu schaffen. Die dem Reichsbund bis dahin angegliederten Spörtgrupp, n und -Vereine lösten sich organisatoiisch von ihm und gingen in den neuen Sportbund iber, an dessen Spitze der Buudesv srsitzer de des' Reichsbundes, Kam. Dr. Leo Löwinstein trat. Zahlreiche Vereine der verschiedensten Sportarten wurden gescha fen urd schlossen sich dtim Sportbund- „Schild“ a>i,.sodaß dieser heute ca. 200 Vereine mit. irr gesamt ca. 20 000 Mitgliedern umfaßt. Bei L ewertnng dieser organisatorischen Lelsjung m 0! eines der Aeltesten und Besten in Unserer Sportbewegung gedacht werden, des Kam. Walter Beck als des Geschäftsführers im Sportbund „Schild“. verstoßt sich ferner, dal! überall im Spoitbund , Schild“ sich sportbegeisterte Kameraden des Reichsbundes zu leitender verantwort lieber Tätigkeit zur Verfügung stellten, sowohl als Landessportleiter in; den Landesspor : verbau Jen wie in den Sportgruppen und Spottverein:n. Ihre Persönlichkeit bietet die Gewähr da ür. daß im Sportbund „Schild" auch bei organis; torischer Trennung vom Reicftsbund "jene Geist lebendig bleibt, den wir in den obei u iedt rgegebcuen Aeußerungen als den traditionelle i Geist einer jüdischen Sportbe-, w egting auf.e/cigt haben, wie sie vom Reichsbiiucj judi eper Frontsoldaten nujgcgangen ist. Leber di gesa ’i, we Best :n uns messen. Da zu auf und Das jüdisch inenschl eil Geist sei kurz! noch einiges in am kommenden i Sonntag die rer „Schild“-Sportle ■ die Kräfte höhere Ziel, das urig im „Schild“ portlic lern Kampfe vereine, liegt nicht politischem, sondern auf jüdischich-c harakterlichem Gebiet. Erziehungsziel wird bestimmt durch das beispielgebende Vorbild jüdischen Kämpfertums von d:n Makkabäern bis zu dem Unbekannten ji dischen Soldaten : des Großen Krieges, de' in stiller Pflichterfüllung bewies, daß Juden jereit sind, bis zum letzten Hauch für thr Ju< entum Ehre einzulegen. Dieses Lt bensideal, diese Haltung verbindet innerlich . lie organisatorisch selbständigen Bünde: den Reichsbund jüdischer Frontsoldaten und den S jortbund „Schild“. Sie macht es dem Reicljsbund, seinen Landesverbänden, Orts puppe, rade i bunc dfcn und jedem einzelnen Bundeskamezur Ehrenpflicht, sich für den Sport- „Schi d“ nach Kräften einzusetzen, ihm Rückh: lt und die Förderung ideell und materiell zuteil werden zu lassen, deren er bedarf, tut in harter Zeit seine eigenen schweren /.ufgaben durchzuführen. Mag es sich nun tut Mittel für Sportplätze oder Durthführm g von Spielen, um die Stiftung von _E h r e n p r e i s e n handeln, mögen die Fronfkanter iden aiifgerufen werden, den von w eitler zu einem Wettspiel herbeigereisten Sportlern Quartier in ihrem Hause zu gew ähden u, a m.-Und auch bei der Auswanderung \ on Sportkameraden des „Schild“ leistet der 1 rontbund-nach Möglichkeit Hilfsstellung unter Auswertung der Verbindung mit den jüdischen Frontkämpfer-Bünden in England un 1 USA. Umgekchit bekennt sich aber auch der Sporibund „Schild“ zu den moralischen Verpflict tungen die ihm von seinem Ursprung aus c em Rei chsbund her erwachsen. Bei seinen groß :n spo: tlichen Veranstaltungen bringt er dies durch lietätvolles Gedenken an die jüdische i Gefall enen des Weltkrieges zum Ausdruck. Auch für die Kriegsopfer- Krii, als übi r Betreuu und unen die Sport Opfer, bliebene, Luft und physische finden; tungen des sehr notw den K r i.e und damit ung zu st kommende) i Kriegsopfei Meistersch Man Tcörjnt Der Aelteze beinen an war und Heute füh Aehnlichke Brüder sin 1 BrüderlichKei Geistes Lebensleistjm ist stolz au Kraft nach :if Aeltere deifi wie es un der Reich1 der Sportbind „i g leistet der Sportbund wichtige itt ehrliche Hilfe: Nicht allbin, daß ■\ eranstaltungen zahlreiche Kriegsgsbeschädigte und Kriegshinter- Gäste sehen, die hier in frischer _ls Zuschauer bei frohem Spiel E rholung und seelische Entspannung dies geben alle Sport-Veranstal- „Schild“ eine willkommene und e ndige Gelegenheit, regelmäßig für sopfer-Fonds zu sammeln die Mittel zur Kriegsopfer-Betreuäj-ken. Wie stets, so wird auch am Sonntag der Sportbund zahlreiche als Gäste bei seinen Reichsften sehen. e sagen: Hier sind zwei Brüder, hat den Jüngeren von Kindesiroßgezogen, bis er herangewachsen eigenen Füßen stehen könnte, jeder sein eigenes Leben. Die der Gesichtszüge verrät, daß sie Und so sind beide einander in t zugetan, einer Mutter, eines ler. Der Aeltere, der auf seine g in Ehren zurückblicken kann, den Jüngeren, der ihm aus eigener Tert. Mit Rat und Tat steht der Jüngeren stets hilfreich zur Seite, er Brüdern sein soll —: Das ist bund jüdischer Frontsoldaten und .Schild“. Kam. Dr. H. W.; uf Ebrenü ifel jOdllcber Familien Iserlohn. Herr Salomon Ehrlich und Frau feiern am 24. August das Fest der goldenen Hochzeit. 1 )as Ehepaar ist heute noch in seltener Frist he jeden Tag im Geschäft tätig. Herr Ehrli :h konnte vor 4 Monaten den Tag des 50jährigen Bestehens seines Unternehmens feiern. Drei Söhne des Jubelpaares waren Frontkämpfer, davon hat einer seine treue Pfli :hterfirilurrg mit seinem Blute besiege t, die beiden anderen sind mit Auszeichnungen zurückgekehrt. Der älteste Sohn ist Kanter: d in unserem Bunde. Frankfuijt Kriegsopfe beging am tag. Der am 16. (vergl. Gel. Wünsche. a. M. Das Mitglied unserer Abteilung Frau Martha May 14. August 1937 ihren 75. Geburts- Jubilarin, die ihren Sohn Max May 1917 bei Reims verloren hat -Gedenkbuch) gelten unsere besten Ap il bei Berlin. Prager, 70. Gtjburtfet, Anfang bis und sind Kam. Geolg ist seit Grp Wörth). Berlin, am 21. d. 80. Geburt Soldaten: Dr. Siegfrlei der Waffe Sanitätsdiefis .berufen v nahm am leider inzfwar erst u: Wir wünsi Lebensabei \m 22. d. M. begeht Frau Selma Berlin W 15, Sächsische Str. 71, ihren ag. Ihre beiden Söhne waren von Ende des Weltkrieges an der Front de mit dem EK. II. ausgezeichnet. Prager, einer der beiden Brüder, ndung Bundesmitglied (Ortsgruppe von Sch\ ri Gr. Schk trugen w Rinteln, 73 Söhne un< ins Feld, der Ehre Mann und (Der Hameln, Krahkenha rung). Nieheim vollendet 86. Lebens , im Weltkrif; von ihnen m. Altersheim Iranische Str. begeht M. Herr Wilhelm Alexander seinen tag. Seine drei Söhne waren Frontier Aelteste, unser Kam. Rabbiner d Alexander-Berlin war erst unter an der Front, sodann über den :t zum Feldrabbiner der 4. Armee .vorder,; der zweite Sohn Hugo A.; umänischen Feldzug teil, der dritte, rischen verstorbene Dr. .Erich A. dter der Waffe, sodann Feldzahnarzt. '< hen dem Jubilar einen gesegneten d. lumburg. Am 12. August d. J. Herrn Henri Heinemann aus Jahre alt, zur ewigen Ruhe. Drei einen Schwiegersäm schickte er n denen ein Sohn auf dem Felde »lieb. Mit ihm ist ein aufrichtiger glaubenstreuer Jude dahingegangen. Hegersohn, Kam. Salti Weinberg, :gt infolge eines Autounfalles im is. Wir wünschen ihm gute Besse- (Kreis Höxter). Am 25. August ferr Julius Rottenstein sein ahr. Seine vier Söhne standen g als Frontkämpfer im Felde; zwei erhielten das EK. II. Wli 'höhUotdaUn dCLtHeihUhty,. Der Berliner Jüdische Kulturbund hatte di: Vertreter der jüdischen Organisationen am 1(. August d. J. zu einem Beisammensein a, läßlich des Auftaktes seine, diesjährigen VC erbeaktion geladen. Vom Re chsbund jüdisc her Frontsoldaten waren die Vertreter der B Indesleitung, des Landesverban des Berlin und Mark und seiner Ortsgruppen der Einladung §< rn und sehr zahlreich gefolgt Im Bilde des : ales nahmen die Gäste mit u iserer Bundesn:del einen recht bemerkenswerten Platz ein. T at schon damit das Interesse i n Erscheinung, d: s in unserem Bunde der Arb :it des Kulturbundes, wie jeder praktischen und positiven jii dischen Gemeinschaftsarbeit entgegengeb acht wird, so kam dies noch deutlicher zum Aisdruck in den Worten, die cer Vorsitzende di s Landesverbandes Berlin un i Mark, unser Kim. Walter Callraann, n:ben anderen R :dnern der großen jüdischen Organisationen ai die Versammelten richtete. Freilich, noch eindrucksvoller und werbek äftiger als alle Ansprachen, deren Höhepunkt das kluge Schlußwort des Herrn Intendanten Dr. Kurt Singer bildete, wirkten die ai schließenden Darbietungen der Kulturbund- Kinstier. Auch hier zeigte sich wieder, daß die beste Propaganda in der L eistung best :ht. In bunter, Tast filmischer Folge rollte eil Programm ab, das musikalische und tänzeri che, ernste und heitere, rez itatorische und gi sangliche Darbietungen in reicher Fülle di achte und von Nummer zi Nummer die Z ischauer und Zuhörer stärker in seinen Bann sc ilug. Man konnte von dies :r Schau- und H »rfolge sagen, daß sie viel s und darum je lern etwas brachte. Der gu1 geprägte Satz des Intendanten: „Wenn Ihr w>llt, werdet Ihr eine Kunst haben!“ erhielt duich die künstleris chen Eindrücke des Abends eine überzeuge nde Bestätigung. Die Einblicke, die hier der Kulturbund den Vertretern der Organisationen in seine künstlerische Zielsetzung und seine ki nstlerischen Mittel gewährte, geben uns das Recht, unsere Kameraden und ihre Angehc eigen an der Schwelle der neuen Spielzeit hi rauf hinzuweisen und sie au! zufordern, über di Schwelle durch die weitgeöffnete Tür des K> lturbundes zu schreiten. >Jur durch zahlreiche Beitritte, so hat Herr Di. Singer mahnend erklärt, ' vürde sich der Ki Iturbund auf seiner gegenw: irtigen künstleris:hen Höhe erhalten und vor einem Abstieg od er gar einem vorzeitigen I :nde bewahren lassen. Die Mahnung sollte gehört werden! Ui d Kam. Callmann erinnerte als Frontsoldat an jene Fronttheater, in denen einst die nach he ßen Kampftagen abgelöste 1 ruppe seelische Er lolung und Entspannung f ind; treffender ko nnen auch wir unseren Karne, aden die Funktic n des Kulturbundes nicht z ,m Bewußtsein br ngen. Wenn, wie es hier d« r Fall ist, mit dii ser eigenen Entspannung und Bereicherung zugleich die bitter notwendige Hilfe für Hj nderte von jüdischen Künst ern verbunden ist denen ihre Berufsausübung erhalten bleibt, so stellt sich die Beteiligung am Kulturbund au :h als eine moralische Verpfl chtung dar. » Ter Zionistenkongreß in Zürch ist beepdet. Di: ganze jüdische Welt ist ih hc chster Spannung da 3 es bei den kommenden au:h um ihr Schicksal geht n diesmal mit t, \ zeil sie fühlt, I Entscheidungen Das wichtigste Ergebnis war die in der voiigen Nummer in ihrem Kernstück skizzierte Palästina- E itschließung, die zwa■ den vorgesclilagenen Judenstaat ablehnt, aber zu weite, en Verhandlungen die Tür o fen läßt, über deren Ergebnis ein neugewälilter Kongreß da in Beschluß fassen soll; d ie Minderheit w( Ute selbst Verhandlungen nicl it zulassen. Inzwischen hat auch die Mandatsimmission des Völkerbundes in Gent w< itergetagt und wird dem \ 'ölkerbundsrat fü - seine Herbsttagung einen eingehenden Bericht unterbreiten; voraussichtlich wird sie sich darin nicht für eine bestimmte Lösung 2

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