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Der Schild · 1937-08-06 · 32 (6.8.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
32 (6.8.1937)
Date
1937-08-06
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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WU J-iohUddateH situ l ie\ MleiHuttp... Und weiter rollt das Band der ,Lreigndse ab, das in sich steigerndem Wechsel der Aspekte die Schicksalsentscheidung über _Palästina und „Gne jüdische Zukunft trägt. Ueberblenden vom Themseslrand, vom Sitzuflgssaaf des englischen Unterhauses, ans Ufer des Genfer Sees wo seit dem letzten Freit,ig, dem 30. julf, die ständige Manda-tikomrhission des Völkerbundes über die gleichen Probleme berät! Auch hier.. ist zunächst Hauptakteur, als englischen« Regierung, der Kolonienminister Orm: by-Gore, der. ohne die Mandatskommissi an bereits auf Einzelheit« n der Vorschläge festlegen Zu wollen, um deren glr u n d s a t / lj c h e Empfehlung beim Völkerbund srat bin et. Inzwischen hemüllen. sich hinter der Dele Szene dv> Sitzungssaales .ationen — selbstverstäudiic ordnete der Araber w uri z4;st|e Hier Präs scheu heri; und für die Sprecher der fünfjüdische auch Abgeeigene Sache. Naci den letzten Informationen, wie sie aus dem Beratungs/imrr.er der Mandatskommission hind irehsickern. soll-mit deren, Zustimmung zum Prinzip der Teilung zu rechnen sein, nicht aber zu den Einzelheiten des Teiliingsplazis; vielmehr erwartet man einen Verschlag, daß die britische Regierung einen endgültigen detaillierten Plan er leut der Mandatskommission yprlegen möge, iie dazu dann ihre,seits dem Völkerbund gegenüber Stellung nelupen würde Ueberblenden ins nahe Zürich! Hier e. im Saal des *£tadttheatt rs der zwan- Zionjstch- Kongreß eröffnet, hat auch, unmittelbar davor, der dent der Jewish Agency uul der zionisti- Organisation. Dr. Wei/nrmn, sein his- Schweigen zum ersten Mal gebrochen öffentlich über den Teilungsplan geinteressiert der Ausw unter 20 20 Jahren sich ger< de auch für uns Juden in Deutschland! — ats dem jüdischen Auswanderungsbe lürfnis. Einige neue, für die Entwicklung der Auswanderung kennzeichnende Ziffern werden soeben im „Jüdischen Genteindebl itt für die Synagogengemeinden in Preußen und Norddeutschland“ unterbreitet. Es handelt sich um einen Bericht über das erste Vierteljahr 1937. Danach bezifferte sich die Zahl der AuswanderungsfäIle auf 1 >101 für ganz Deutschland. Im letzten Qu irtal 1936 belief sich die Ziffer auf 5261. : odäß in einem halben Jahr von Okt. 1936 bis März 1937 insgesamt 10362 Auswanden ngen erfolgt sind. Aus diesen Meldeergeb lissen geht hervor, daß mit einer sehr erheb ichen gleichbleibenden Auswanderung gerec inet werden kann. Vom Blitkpunkt der Frontgeneration uns hier die Altersgliederung bei _Änderung. Selbstverständlich stellt die jünger: Generation den größeren Anteil, u. z. waren 21,1 v. H. der Ausgewanderten J ihren’, 26.6 v. H. zwischen 20 und i, 20,4 v. H. von 30 bis 39 Jahren; die-e Kat igorie greift in ihrer Altersspitze bereits aul die Frontkämpfergeneration über, ahrgänge, die 1917 und 1918 mit ausgeitoben wurden. In weit größep auf jene 17 Jahren rem Umfaftge gilt dies naturgemäß für die Altersklass immerhin dererziffer Jahre altein _ „teilen! Dir Anteil der Frontgeneration ist zwischen 40 und 49 Jahren, die mit 14,9 v. H. an der Auswanbeteiligt ist, und für die über 50 Auswanderer, die 16,8 v. H. demnach verhältnismäßig bemerkenswert stark. Vor alltm über die' Aufmerksa verdienen die Feststellungen Auswanderungsziele unsere nkeit. Genannt werden für spro, Iren. Wobei er die Meinung äußerte er halte es' für möglich, bei Durchführung des Teiftlngsplanes unter gewissen Abänderungen in (Jen nächsten Jahren 2 Millionen Juden nach! Palästina Zu bringen. Vftm Zionisteiikongress. so meinte er, würde e$ unklug sein, den JVorschlag der Errichtung 1 eines Judenstaate; uneingeschränkt abzulehnen. Dies geschah bOi der Konferenz der „Allgemeinen Zionisten Gruppe A“. während gleichzeitig bei einer Besprechung der Albgemeinen Zionisten „Gruppe B‘‘|der Kongreßpräsjdent L’ssischkin leidenschaftlich zur Ablehnung des Teilungsplans aufforderte, der. ein Unglück für den Zionismus ijnd die Juden- Mcit (sei. Irnj Zeichen so stark auseinahflerklaffciidcr Meinungen stellt der Beginn des neuen Akt», dessen Rahmen der Zionisten-Kongreß selb« abgibt. Ein sehr entscheidungsvoller Akt! Demi. wenn .der Kongreß den Teilungsplan ablehnt, kann sejine Verwirklichläng nicht erzwungen werjeti! Und die Mandatskommission in Genf dringt darauf, die endgültige Stellungnahme des Kongresses nicht später als bis Sonnabend zu erfahren! Die Tragweite der Verantwortung die;<s Zionisten-Kongresses wird damit in aller Deutlichkeit sichtbar. Und diese Verantwortung trägt der Kongreß nicht allein seinen Wählern gegenüber, sondern vor dem geslamten Judentum. Denn! die Konsequenzen müssen in diesem Falle notwendi" die Gesamtheit der Juden —Job Zionisten oder nicht — berühren; Segen .oder Unsegen der .kommenden 'Entscheidung werden alle Juden irgendwie in ihrer Situation früher oder später zu fühlen haben, gleichviel ob sie selbst die. politische Idee des Zionismus bejaht und gefördert haben oder nicht! Und dies hier einmal klar auszusprechen, im gegenwärtigen Stadium der Dinge, scheint uns notwendig. j . ' * Eifer der wichtigsten Gesichtspunkte (wenn auch gewiß keineswegs der einzige und alleinige), der für die Entscheidung über die Zukunft Palästinas bestimmend ist, ergibt ca. 28.8 v. ff. der Ausgewanderten West- Mitte!- und Nordeuropa ca. 26 v. H. der Ausgewanderten die V ereil igfen Staaten ca. 16.6 v. H. der Ausgewanderten Palästina H. 71,'4 v. Pr Eine wird nicht die Auswa /urückgeg^i der Ein charakterisji: früher so Afrika, gegnerischen nur noch gegenüber Der Ein fangenen auf unsere daß die I i c h k c i durchaus se eis c h eine fühlhfe hin wäre, die planm; liehen G i s e e . Auf liehen V < die Gern Deutschland z e n t r i e hange intfe jude, ein Rumäniens geäußert lems — Rumänien könne nießt gleichviel Juden ein größeres würde. W der jüdiscl i dem will, schaffen? ragendem genügend Klima und lat >b oder Dr Pf mi zü eh dal! lik De ii rat Vaida Voevod spricht dahjL _ licht des Völkerbundes uni der Staaten großen Kolonialreichen, auf j iger Vereinbarung breiteste : solche Lösung zu schaffen diese Darlegungen des ru rs auch die Beachtung tschland und unter ihnen en verdienten. imai de Aktuelles 8 der jüdischen Welt ai di. de Pr i: Arb I ii Maritmbad findet vom 18 dritte Weltkonferenz (Kn in der Agudas Jisroel o disfchen Orthodoxie statt. In tet den Pressekonferenz in Pr igramm der Aguda entwick;1 di« religiösen Ideale des gesch:iu tui iS und hat in 25jähriger tr« iten jüdischen Massen poi mi cht, sodaß sie sich in der K G. hör zu verschaffen imstan Ac udas Jisroel verwirft einen Nt tionalismus, ebenso den Liberalismus und marxistischen vertritt den Standpunkt, jüdischen Menschen von rscht und geleitet wird. Sit de he kh sei ge Ka i ge i SOI da I Kä ter ko v die Ghe du d u f o/entziffer für Südamerika angegeben und nur bemerkt, daß iderung dorthin absolut und relativ : ngen ist; eine deutliche Wirkung anderungs-Erschwerungen. Noch ischer ist das Bild,, welches das häufige Auswanderungsziel S ü d - lach den neuen einwanderungs- Gesetzen bietet; dorthin ging ,7 v. H. der Gesamtauswanderung i8,7 v. H. im letzten Quartal 1936. I * Iruck, dgn diese Ziffern dem unbeleurteiler vermitteln, bestätigt vollschon häufig geäußerte Auffassung, IEntwicklung verstärkte Möge n zur Einwanderung in die aufnahmefähigen übern Gebiete fordert. Die Form für re Auswanderungsbewegung dort-! 1er Vorsitzende des Jüdisch|e bs Abg. Dr. Sommerstein en Ministerpräsidenten dar, nacht, daß die jüdischen M sz von den Nationaldemolr, würden, Marktstände au i derten Teil des Marktes a nationaldemokratische ifer, die jüdische Geschäfte orisierten. Ministerpräsident ,-ski hat dem Abgeordneten polnische Regierung die ttos auf den öffentlichen en werde. — Auch im de einer Abordnung des jüi andes, die ähnliche Fälle e zugesagt. ei b wie hier oft dargetan worden ist, ßige Förderung der landwirtschaftuppensiedlung in Ueberdie Schaffung der hierzu erforderrbedingunge n müßten sich einschaftskräfte der Juden in jetzt stärkstens kone n . Es ist in diesem Zusammenressant zu hören, was ein Nichtführender rechtsstehender Politiker Dr. Vaida Voevod im „TurentuI“ Die Lösung tjes jüdischen Probtnd dieses sieht auch er, von aus, als Auswanderungsproblem — durch „Pseudolösungen“ erfolgen, nach der Teilung Palästinas den um mehrere 1000 Quadratkilometer kleineres Territorium verbleiben aber solle mit dem .Ueberschuß en Jugend geschehen, die auswanum sich eine neue Existenz zu Für diesen Uebeischuß an hervor- Fähigkeiten müsse irgendwo ein großes Territorium mit gesundem wirtschaftlichen Möglichkeiten für eine normale Entwicklung gefunden werden. Grund groß- E Grundlagen für - Wir meinen, mischen Poli- :r Juden in Unserer Kame- bis 23. Aug. dssio Gedaulo) rjanisierten jü- :iner vorbereig wurde das t; sie vertritt i^htlichen Judeneit die thorareif geßlturwelt wieder sind. Die religionslosen g)ottentTremdeten Sozialismus, das Leben der Thora heie ln r w v hil Dr. Jacob Diner, einer der Ph irmakologen Amerikas, ist im Alter von 67 Jahren gest der Gründer und erste Dekan zei tischen Fakultät an der ver >ität. n Parlamentshat den polniaufmerksam arkthändler in aten gezwungnem abgeijfzustellen, und en christliche tjesuchen wollen, General Skladversichert, dal! Einführung von Märkten nicht enministerium Kleinhändler- ' orbrachte, Ab auf Post Im Hu Beginn des 5. Jahres sqi der Jüdische Kulturbund fentlichkeit mit einer umfa i da und einer programmatisc n. Man erfährt, daß seine der erstein 4 Jahre aus niedrigen Beiträgen fa ebracht haben, von denen die 200 im Kulturbund enschen als Gehälter, Honor in «gezahlt wurden. 34 dramatis Opern wurden u. a. aufgefiih trit Oe ga hei i ren 1 mä 5ig au% an M aui 15 Der Sender von Bari hat in seinem'in ara- bis :her Sprache verbreiteten N ichrichtendienst ein: Stellungnahme der italieni ichen Vertretet, Genf zu dem Vorschlag der Teilung Palästii as angekündigt. I n polnischen Rundfunk ist a gej eben worden, daß die poln ein:r Teilung Palästinas gruncty me t wird. Doch werde die ( gal ion in Genf darauf dringen plajite jüdische Staat weitere eine größere jüdische Eimlv um nel men zu können. 11 der letzten Nummer des e ndeblattes für Berlin wurde bei i, daß an Stelle des Herrn Ka eski, der sein Amt im Ge ni« derlegte, Herr Ministerialra zu ^Vorstandsmitglied gewähl; I )avid Schweitzer, der Viz eui opäischen Council des t Distribution Committee und Fi.._ Joiit, ist zum Ritter der Ehren I wo rden. vorragendsten in New York >rbcn. Er war der pharm.t- Fordham Unines Bestehens die jüdische ■ senden Propa- Aufklärung Mitglieder wählten verhältnis- 3 Millionen 2 Millionen beschäftigten e und Löhne he Werke und rt. , in t 1 ast Titlich bekannt- Regierung ätzlieh zustimßolnische Delcdaß der ge- Grenzen erhält, anderung aufjüdischen Gebekanntgege- Dir. Georg neindevorstand i. R. Fuchs wurde. e Präsident des Ai lerican Joint npnzdirektor des egion ernannt 4

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