Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 32 (6.8.1937)
- Date
- 1937-08-06
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 32 / 6. 8. 37 OFFIZIELLE* DES REICHSB ORGAN DES SCHILD", pSPORTl;UND UNDES JÜDISCHER FRONTSOLDATEN Leichtathletik-Großkampftag in Stuttgart Ktaber schafft neue Gisela Schneider 51,41 SJfchshampJ-Höchst leis > m Speer und sprin j\ di r Wieder ist ein g Sport vorbei. Die wordene Stuttgarter ziiglich. Ueber 20 0 einen aus ganz De erschienen. Es war aber auch ein Fest Makkahi und 11 in ritterlicher licher Weise u gott hatte ein Eins^li und zu mit ein Dazu der Rahmen nenden Kämpfe aufin s c h a u e r m e n g e Trotz einer Rasenr wurden verhältnismä|ß So konnte Rafael, startete, 800 m in gesprochenes Pech Während er im 100 ziert werden mußte Endlauf bei den 200 rjßer Tag im jüdischen schon fast Tradition ge- Drganisation klappte vor- Aktivc von 22 /er- .itschland waren am Start Einigkeit. „ S c h i I d ' us-Leute kämpften und frcundschaftden Sieg. Der V& etterlien und drohte nur ab paa r Wolken am Hiintnel. einer großen, die spaneregt verfolgenden Zuc er indbahn von 244 m Länge ig gute Zeiten gelaufen. :r für Hakoah Stuttgart 2,11,5 durchlaufen. Aushatte Salmang-Aachen. und 400 m-Lauf distanstürzte er, führend im m. Im 100 und 200-Lauf •MIMMnilUlilHIIIIMII der ver< lei Makabbl und Schild Zum ersten Male schäften der beiden verbände in Deutschha führt. In einheitlicher dischen Tennis-Spi Können. Wann w deren Sportarten z(i schäften sich zusain noch wichtigere gen als internationale finanziellen Opfern Wer wird nun d e > Meister“ in Det: ts Wochenende werden? werden die ersten läge des J. T. K. - G Bund „Schild“ ausg durchführung übernj» leitung liegt in den Obmannes für Tennik Das Nennungsergelm Am komme Hamburg: Vorspiel um die Fuj&l „ScHld“ Hamburg Spotplatz Lockstedt ein Fest der Leistungen ung — Bendorf springt 1,68.5 m — Ktaber wirft 52,15 m, t 1,58,5 m hoch — Gute Leistungen der Jugendl'chen hat sich ein neuer Mann gemeldet: stoß, Augsburg. „Jule“ Bendorf üb zwar 1,70 glatt. Der Sprung konnte 1,68,5 m gewertet werden, da die Latte hing. Schade, daß Bendorf so kein: Leistung schaffen konnte. Auch Erich K war in großer Form. Er warf den 52,13 m, erreichte im Diskuswurf 31, die Kugel 11,13, sprang 1,60 m und weit. Auf den 100 m-Einzellauf hatte gunsten seines Sechskampfes verzieht gelang es ihm, die bisher bestehende bundbestleistung im Sechskampf Punkte hinaufzuschrauben. Klaber Zeit der unbestrittene beste jüdische athlet in Deutschland. Stefan Rafael, Ni: der zur Zeit auf der Sportschule in ist, folgt ihm dicht auf den Fersen, reichte im Sechskampf 3156 Punk dürfte sich noch sehr verbessern. Isi Einc rsprang nur mit dürchneue 1 a b e r Speer stieß 6,31 m er tuet. So Sport-, 3227 st zur Leichtijrnberg, uttgart Er er-, e unef :2 ai f St Die 100 m-Zeiten sind allgemein Es herrschte fast den ganzen Tag ü auf den Männer-Endlaul starker G eg: IMItllMIIMMItHHIHHIinillllHHlllllU1 Wer wird Jüdischer Tennis-Meister? / ihren gemeinsame M eisterschaften durch, Starke Besetzung In allen erden die Tennismtistergroßen jüdischen jportnd gemeinsam dui chge- Front beweisen die jüin Deutschland ihr n endlich auch die angemeinsamen M;isterinenfinden, die u. E .eine, einschaftliche Tat waren, etzungen unter großen suchen? — Bes :u Spiel „Jüdische T ennischland am komm roden Schon am F eitag le auf der schönen Anrunewald, im! iportitragen, der die Gesamtmmen hat. j Die Ober- Händen unseres Rrichs- Dr. Herbert G i d i o n , is zeigt fast 1 00 Teiln d o n Sonn ball - Kelch «meisten ic - „Schild“ Stuttgart nehmer, aus 23 Vereinen u Städten am Start. Am stärksten sine verständlich die verschiedenen Berliner Vereine beteiligt. — Im H e r r en - E i n z el treffen 64 Teilnehmer in vier Gruppen zusammen. Im 1. Viertel finden wir: Wolff (Berlin) und Laidmann (Fürth) sowie Smoschewer (Breslau) ui d Plaut (Berlin); im 2. Viertel: Cohn (Kölr) und Brück (Berlin) sowie Sander (Köln) uni Jauch (Berlin). Im 3. Viertel sollten ^Sich durchsetzen: Mann (Mannheim) und Kahn (Bama sowie Katzenstein (Hamburg) un< Lieber In). Das letzte Viertel bringt (ie Begegnungen von, Fuchs (Karlsruhe) und Silberstein (Breslau), sowie Bodländer (Bresl tu) und den Favoriten Buchwalter (Breslau). Im Herren-Doppel sehen wir fblgende interessante Paarungen: Fuchs-Wolff, Brück- Plaut, Hepner-Landmann, Lieber-Sandei, in der oberen Hälfte, sowie Jauch-Mann, Gi Idstein tag ebaft schlecht, ber bis nwind, Sruppen n d 18 selbst- Beiiln Freitig (15 Uhr), Sonn il JBdishe Tennismei des leutsdien Maka, C ru: durcfyeführt v. JTK. Clubnlage, Bln.-Gm. Tel.:913 24. Fahrver) bd. u. Sonntag (ab 9.30 U.) iterechaften i. Deutschl. bikreis u. Sportbund „Sblld“ newald, Berlin 193 3 EV. newald, Berkaerstr. 18-20 i. 57.76,921 M bis Eliterpl. Partner, Cohji-Katzens'tein, und Bucpwalter- Kahn in der unteren Hälfte. Im Damen-Einzel sollten besonders herausragen: Richter-Weihermann (Frankfurt), Friedländer und Katzenstein (Hamburg),’Gutmann (München) in der oberen Hälfte, Peyser (Berlin), Juliusberg (Breslau), Joel Berlin); Rosenzweig (Leipzig) und Hemp (Frankfurt) in der unteren Hälfte. Ira Damen-Dopnel sind u. a. g<meldet: Gutmann-Hemp, Lichter-Wolff, Friedländer- Katzenstein in der oberen—Joel-Lorch, Juliusburg-Rosenzweig und Peyser- Richter- Weihermann in der unteren Hälfte. Spannende Kämpfe werden diese Pa irung.en bringen. Wer etwas für den Tennis-Spot übrig hat, sollte sich diese Groß-Veranstaltui g nicht entgehen lassen. Aber auch der Laie wird ein Freund des Weißen Sports werden, wenn er am Wochenende hinaus zu den Spielen zur Club-Anlage des JTK. Grunewald ko nmt. Wolff, TK.-Grunewalds bester Mann Im Tennis-Klubkampf gegen Bar Kochba, Berlin und bei den Meisterschaften am nächsten Sonntag . Bild: Dzubu Pech für die Mehrkämpfer, die vielleicht ihre Punktzahl noch höher geschraubt hätten, j Erfreulich ist die Tatsache, daßisich unser« Lugend stark in den Vordergrund schiebt. Die Felder der Jugendklasse A männlich und weiblich waren am stärksten. Das ist vielleicht ' das am höchsten zu bewertende Ereignis des Tages! Dazu prächtige Leistungen. So konnte Hans Gutmann, Stuttgart, trotz; eines Muskelrisses die 100 m in der guten Zeit von 11,7 Sek. gewinnen! Ein famoser Athlet ist Heini Rawitscher, Freiburg. Er konnte die Kugel 12,17 weit stoßen und warf den Männerspeer 46,40 m, wodurch er bei den Aktiven hinter Klaber den zweiten Platz belegen konnte. Auch die Leistung von Fritz Mayer, Hakoah Stuttgart, mit 3,00,5 Min. im 1000 m- Lauf ist recht gut. Unsere weibliche Jugend Klasse A bot auch ganz gute Leistungen: So 'warf Rita Karlsruher-Stuttgart den Schlagball 53,88 m weit! Friedei Sommer, Frankfurt, erreichte glatt 1,331/2 m und Leni Metzger, Stuttgart, sprang 4,32 weit. Bei den Frauen scheint Gisela Schneider wieder im Kommen zu sein. Im 100 m-Lauf scheint Magda Alsberg sich dieses Jahr an der Spitze behaupten zu können. Das Dreigestirn Alsberg-Schneider- Lippmann schraubt sich im Training schon auf eine bestimmte Höhe hinauf. Hilde Friede, Stuttgart, warf den Diskus mehrere Male hart an die 30 m-Grenze, trat aber jedes Mal über. Die schönste Staffel des Tages war die 4x100 m-Staffel der männlichen Jugend. Auf einer Höhe liegend bogen die Schlußläufer in die Zielgerade ein, wo sich ein herrlicher Brust-an-Brustkampf entwickelte. Augsburg konnte sich frei machen und als vielbejubelter Sieger durchs Ziel gehen. Stuttgart erkämpfte sich im Ziel den zweiten Platz vor Frankfurt. Aber auch alle anderen Stajffeln waren spannend und aufregend. Die Stuttgarter Frauenstaffel zeigte vier vorbildliche Wechsel. Den Auskläng des Festes bildete eine Preisverteilung mit verschiedenen Ansprachen. Hervorzuheben ist, daß die Gemeinde offiziell den bisher dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten gehörenden Platz übernahm und aus diesem Anlaß einen wertvollen Wanderpreis für die beste Damenmannschaft stiftete, der von den Damen des „Schild“ Stuttgart gewonnen wurde. Eine Neuerung die „ursch wäbisch“ war, mag erwähnt werden: Bei dem Einmarsch marschierte eine Kapelle jugendlicher Schild-Handharmonikaspieler, die von den Zuschauern stürm isen begrüßt wurden. Der Gedanke ist vielleicht auch in anderen Sportgruppen aufzunehmen, denn Handharmonika und Sport gehören zusammen. 5