Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 31 (30.7.1937)
- Date
- 1937-07-30
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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! Kriegsopfer-Abende in Berlin Berlin. Der Juli brr chte eine Reihe v >n Veranstaltungen in Berlir er Ortsgruppen, bei denen die Frontkameraden und die Knegso|ifer] ira Zeichen der großen Idee der tätigen Kinneradschaft für die Kriegsopfer zusammer kamen. Ueber die Kriegsopfei -Abende der Ortsgruppen Bayern und Stegfried am 6. und 7. Juli wurde bereits berichtet (verj 1. „Schild“ v. 9. 7 1937). Am Dienstag, den 3. Juli, hatte die Ortsgruppe Nord ihre Kameraden.-und cie Mitglieder der Kriegsopf :r-Abteilung in daj; Hotel König von Portugal einberufen. Das Referat über Kriegsopfer-Bet euung hielt der Kriegsopfer-Dezernent der Ortsgruppe, Kam. Amtsgerichtsrat a. D. Dr. Ransohoff, der es nicht unterließ, eingangs des verstorbenen Qrtsgr.- Vorsitzenden Kam. Cr. Samuel zu gedenken; hatte dieser doch unbeachtet seiner dutch ein Kriegsleiden geschwi chten Gesundheit, seine letzten Kräfte für dei Bund eingesetzt. Am 14. Juli veransti Itete die Ortsgruppe Oät in der Aula der jüdischen Schule (aiäerstriaße einen Abend zu Gunsten einer!(riegsopferfahrt, in dessen Mittelpunkt der Vortrag des Kriegsopfer-Dezernenten des Landesverbandes Berlin und M irk, Kam. Regien ngsrat a. D. Adolf Bloch, stind. Dieses Refernt \yar umrahmt von künstlerischen Darbietungen: Siegfried Urias vom Jüdischen Kulturbur d gab mir prächtiger Stimme Gesangstücke jznm Besten; Kam. Kapellmeister Hermann SchWrz spielte einfühlend am Flügel Chopin und JLiszt und der stets einsatzbereite Kam. Walter <pu,ttmaiin sprach sehr eindiucksvoll jüdische Frotitkämpfer-Verse von Kain. Hans Charlottinpurg und Kam. Levi Leeuwarden. Ihnen allen Wurde der verdiente Beifall in reichem Maße ztiteil. Ortsgruppe Süd hatte sich, bei >nißdrordentlicner Beteiligung, in den Concordia- Festsälen eingefunden, um den Kriegs jpfer- Vortrag des Kam. Blech entgegenzunelipen, nachdem der Vorsitzenle Kam. Katz und! die Versammelten unsere Gefallenen und c ii in diesem Jahre verstorbenen Kameraden Gottfeld* Lichtenstein und Dr. Levy durch eine Minute des Schweigens geehrt hatten. | Am 15. d. M. hatt: die Ortsgnbpe Zoo ihre Kameraden i ind Kriegsopfer i 11 der Aul4 der Josef Lehm« nn-Schüle versammelt. Hier sprach der Leiter der Kriegsopfer-* ttztej- .lung der Bundesleitunj Kam. Oberlandekge- *richtsrat a. D. Dr. Ernst Rosenthal selbst über das Thema „Der Reichsbund jüdsgher Frontsoldaten und seine Kriegsopfer-Arbtzifs. Zu Beginn hatte Kam. R. A. Dr. Werthauer der in den letzten Monaten hingeschieilenen Kameraden ehrend gedieht, insbesonder: des unvergeßlichen Kam. Ludwig Schwarzschild. Der 19. Juli sah die Kameraden und Kriegsopfer der Ortsgrupje Tiergarten in der Konditorei Hansa versammelt, wo Kam. Regierüngsrat a. D. Adolf Bloch über die Kriej^sopfer-Versorgung und Kam. Kurt Sperling, der Kriegsopfer-Obmann der Ortsgruppe, über „Die Tätigkeit urserer Kriegsopfer-Abteilung“ referierte. Die Leitung hatte hier der stellvl Vors. Kam. Hans Schindler. Endlich brachte der le zte Dienstag (27J Juli) in den Berolina-Festsälet eine Zusammenkunft der Ortsgruppe P enzlauer B^rg, bei der gleichfalls der Kriegsopfer-Dezernent des Landesverbandes Berlin und Mark! das Sachreferat hielt. Den außerordentlich stark besuchten Abend leitete Kam. Dr. Lesser als Vorsitzender mit einer Gefallenenehrung und dem Gedenken der in benen Kameraden der C1: diesem Jahr veretorerfrei Alle diese Abende Besuches der Kameraden benen. Die Aufmerksam] c< langen geschenkt wurde, ÄfÖ •ach n TroU h« Das tlüSIll flX Reinlga na Mlicb«« ml bwromjmdm Q—litt LmBs Mriamr, o-Mdw IhMk rtsgruppe ein. uten sich eines regen und Kriegshinterolie- :eit, die allen Mitten die verschiedenen' ige ngs-Bohn erwachs ■nUoallA akSIMFNh N. 0 Ködla*brfl(hcr S> r. 63 .63 U87 zur Sache gestellten Anfragen und Rednern gespendete Beifall bewiesen c ständnis, das in unserem Bunde besonderen Aufgaben lebendig ist, r, Bereitschaft zu ihrer Erfüllung, zuglei c auch die Anerkennung für die geleistet: über die den Kameraden Bericht wurde. Anerkennung gebührt vor all« auch den Vorsitzenden, Vorstandsmit1 und Kriegsopfer - Dezernenten der r Ortsgruppen, die diese Veranstaltung e einem wirklich fruchtbaren und kamerad: liehen Zusammensein zu gestalten wuß e Geist der Zusammengehörigkeit und «]i Satzbereitschaft, die echte Frontkamer, h in unserem Bunde, trat stark und über durch diese Abende in Erscheinung. der den as Verseine ind die h aber Arbeit, :rstattej m aber liedern 3erliner n zu Ischaftn. Der Eindschaft :eugend «er echt r :h erte Nordwestdeutschland Bremen. Am 21. Juli abends veransta Ortsgruppe Bremen eine Kriegsopfern lung im Hotel „Zum Falken“, die re besucht war. Nachdem der Vorsitzende Benno Pincus die Versammlung hatte, gedachten die Kameraden du Minute des Schweigens der Gefallene Weltkrieges 1914—18. Der Vorsitzern I einen Ueberblick über die durch die leitung auf dem Gebiete der Kriegs fürsorge geleistete Arbeit und ford Kameraden auf, diese Ehrenaufgabe t zu unterstützen. Seine Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit aufgei Der Hinweis auf die von der Bundes! herausgebrachten Kriegsopfermarken Aufnahme, und es wurde eine größer zahl abgesetzt. Westdeutschland Gelsenkirchen. Am Dienstag den nahmen zwei treue Kameraden AbschiL Bunde und der Ortsgruppe Gelsenkircl Kameraden Julius Plaat und E Loewenstein. Der Ortsgruppenvor Leo Gompertz überbrachte ihnen die der Bundesleitung und des Landesve Vorsitzenden und überreichte dem Loewenstein im Aufträge des Bundesv den die silberne Ehrennadel. Dem Kam Itete die rsammgut Kam. eröffnet eine n des e gab Jundesopfer-, die altkräftig wurden iipmmen. eitung d gute e An- 20. Juli d vom en, die Elerthold . Kam. Grüße banefc- Kam. ohitzen- Plaat, Ehrentafel IQdllcher Familien CI a Grebenstein. Am 1. August begeht Kam. Wilhelm David mit seiner hier den Tag der Silbernen Hochzeit gelten unsere herzlichsten Glückwünsche den Frontsoldaten Wilhelm David nicht mehr gesagt zu werden, als Inhaber des preußischen Goldenen Verdienstkreuzes ist, der höchsten und sten Tapferkeitsauszeichnung, die es alten Wehrmacht für Unteroffiziere und schäften überhaupt gab. Breslau. Am 18. Juli feierte Frau Basch in Breslau, Beate Guttmann-Heji: körperlicher und geistiger Rüstigkeit 84. Geburtstag. Ihr Sohn und Schwiegjei haben den Krieg an der Front mitgi ersterer als Oberarzt d. R. (EK- I: letzterer als Leutnant d. R. (EK. II.). deckt schon seit Jahren der kühle Rasjen. Köln. Herr Josef Rosenbaum am 26. 7. seinen 80. Geburtstag. Er Vater unseres Kam. Siegfried Rose, Sein jüngster Sohn Dagobert ist 1 Offizier-Anwärter an der Westfront bei ' gefallen. unser Gattin Ihm Ueber! »raucht er , itilitärseltender Mannrlotte m, in ihren rsohn eknacht, IL>, Beide und i C i Ber; Zur großen Armee Berlin. Die Ortsgruppe Prenzlauer trauert das Ableben des Kam. Moritz J ‘ Soest. Wir betrauern den Verlust 11 treuen Kam. Albert Löwenstein; e den Weltkrieg von Anbeginn aktiv mitg und das EK. 11 erhalten. jeging der bäum. als mbrai c 18 g beiras, nseres hatte :macht der die silberne Ehrennadel bereits besitzt, übergab er als Erinnerung eine Aktentasche, seinem Sohn, Otto Plaat, das Buch „Heroische Gestalten jüdischen Stammes“. In herzlichster Weise nahm die Ortsgruppe Gelsenkirchen von den beiden mit ihr so eng verwachsenen Kameraden Abschied. Webrsfeuer Durch ein Reichsgesetz vom 20. Juli 1937 (veröffentlicht im Reichsgesetzblatt I Nr. 85 S. 821) ist für diejenigen deutschen Staatsangehörigen, die nicht zur Erfüllung der 2 jährigen aktiven Dienstpflicht einberufen werden, eine besondere Wehrsteuer eingeführt worden. Die Erläuterungen zu diesem Gesetz besagen, daß mit dieser Wehrsteuer ein Ausgleich geschaffen werden soll, weil die zum aktiven Wehrdienst einberufenen Personen ihre Berufsausbildung unterbrechen oder ihre Stellungen im bürgerlichen Beruf aufgeben müssen, während diejenigen, die nicht aktiv dienen, ihre Berufsausbildung ohne Unterbrechung vollenden bezw. früher sich im bürgerlichen Erwerbsleben betätigen können. Nach § 15 des Wehrgesetzes können Juden -zwar nicht aktiven Wehrdienst leisten; in einer ausdrücklichen Bestimmung der. ersten Durchführungsverordnung zum Wehrsteuergesetz wird aber gesagt, daß auch die Ueherweisung . zur Ersatzreserve II für Dienstpflichtige, die wegen ihrer Abstammung nicht zum aktiven Wehrdienst heran- gezogen werden, d. h. also Juden, als endgültige Entscheidung über die Nichteinbe- Vufung zum aktiven Wehrdienst gilt; dies ist aber die gesetzliche Voraussetzung für die Wehrsteuerpflicht. Das Wehrsteuergesetz tritt am 1. September 1937 in Kraft, und zwar zunächst für die Jahrgänge 1914, 1915 und 1916, sobald sie — als Juden — der Ersatzreserve II überwiesen sind. Von diesem Zeitpunkt ab haben also dleienigen Juden, «Be deutsche Staatsangehörige, nach dem 31. Dezember 1913 geboren sind und ihren gewöhnlichen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt Im In lande haben, Wehrsteuer zu entrichten. Die Wehrsteuerpflicht endet am Sqhluß des Kalenderjahres, in welchem der Wehrsteuerpflichtige . das 45. Lebensjahr vollendet hat. Männer, die vor dem 1. Januar 1914 geboren sind, sind nicht wehrsteuerpflichtig. Die Wehrsteuer wird nicht erhoben, wenn das Einkommen des Steuerpflichtigen im Kalenderjahr nicht mehr als 224 RM.— jährlich beträgt. Die Wehrsteuer wird vom Arbeitslohn durch Steuerabzug erhoben, im übrigen veranlagt. Sie wird nach dem Einkommen bemessen, sie beträgt in den ersten 2 Jahren nach. Beginn der Wehrsteuerpflicht 50°'o der Einkommensteuer, in den folgenden Jahren 6?'# der Einkommensteuer. Der Abzug vom Arbeitslohn ist erstmalig von Arbeitslohn für solche Lohnzahlungszeiträume vorzünehmen, die näch dem 31. August 1937 enden. — Bei der Veranlagung der Wehrsteuer für das Kalenderjahr 1937 werden nur 4/n der Jahreswehrsteuerschuld festgesetzt. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, in der Zeit zwischen dem 1. September und dem 31. Dezember 1937 bei allen männlichen Arbeitnehmern deutscher Staatsangehörigkeit, die in den Jahren 1914, 1915 und 1916 geboren sind und ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, den Wehrsteuerabzug vorzunehmen, ohne daß es einer entsprechenden Eintragung auf der Steuerkarte bedarf. Der Steuerabzug, hat bis zum 31. Dezember 1937 50 vom Hundert der einbehaltenen Lohnsteuer, mindestens 4 vom Hundert des Arbeitslohnes zu betragen. _ Die Eltern haften für die von ihren Söhnen geschuldete Wehrsteuer, solange die Söhne minderjährig sind, yd er, falls sie volljährig sind, von ihnen gartz oder vorwiegend unterhalten werden Kam. Dr. Ro. i r