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Der Schild · 1937-07-23 · 30 (23.7.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
30 (23.7.1937)
Date
1937-07-23
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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rerlenkinder Wie seit Jahren so hat auch in diesem Sommer der Reichibund jüdischer Frontsoldaten sein Teil dazu beigetragen, um jüdischer Jugend körperliche und seelische Erholung durch ein wenig Ferienglück zu schaffen. Die Kameradschaft in unserem JJunde bewahrt sich in diesen Ferienwochen zugunsten so rtianchen erholungsbedürftigen Kameradenkindes, dem die Mittellosigkeit der Eltern sonst! die notwendige Erholung versagt hätte. Hierüber wird. wie dies auch in früherer! Jahren ' geschehen ist, noch nach Abschluß der Ferienaktion' an - dieser Stelle zusammen fps - send zu berichten sein. Heute ein wjenig Vorzug, eifen veranlaßt uns der famose B n i e f eines dreizehnjährigen Junglen, der uns aus dem Sportheim Reichenbpcn in Schles. zugeflattert ist und mit jugendlicher —I Ursprünglichkeit ganz begeistert von einer dort abgehaltenen Freitagabend-Feier beriqhtet. In der Sport-Herberge unseres niedersfchlesischen Landesverbandes rin Reichenbach finden während der Ferien Mädel- und Jurtgengruppen Aufnahme. Unser junger Gewährsmann berichtet uns nun, wie am vergangjenen- Sabbnt-Ahend Herr Prediger Heidenfeld den Gottesdienst in chcr Synagoge leitete, die sich im selben Gebäude befindet: inzwischen war i der Tagtsraum von jungen Händen nach eigenem Geschmack aüsgeschmiickt worden und gab nach dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen. Nachdem Herr Heidenfeld auch die Segenssprüche gesprochen, nahm unser Kam. Pollack, der sich auf Einladung d< r Jungen aus Breslau eingefunden hatte, das Wort;-Fr führte aus (so heißt es in jenem Brief), was er selbst unter Sabbat-Betrachtung* verstehe, kam auf das Leben Trumpeldors zu sprechen, und schloß mit dein - Wunsch, die Jugend des „Schild solle stets dieselbe Einsatzbereitschaft, dieselbe Treue und Tatkiiaft zeigen, ganz gleich, wo sie in der Weit hingestellt werde. Der Leiter der Gruppe trüg hernach jene Episode von dem napofeoiüsihen Marschall Grouchy vor, der bei Waterloo den strikten Befehl erhalten hatte, die Preußeh zu verfolgen, und gerade dadurch nicht in die Schlacht eingriff, sodaß er die Niederlage Napoleons mitverursacht hat. Eine geschichtliche Episode, die (wie unser junger Gewährsm, inn schreibt), „ihren Höhepunkt da erreicht, vo der Feldherr zwischen Pflicht und Gefülrl entscheiden muß“. Dann kam der fröhliche Teil des Abends mit einem „Hörspiel“' von einem Handball-Kampf, mit einer Filmtitel-Geschichte aus dem Tagebuch eines Junglen und gemeinsam gesungenen Liedern als (Abschluß. Naturgemäß kann unser Bund aus seinen eigenen Kräften heraus nur zusätzliche Möglichkeiten [der Ferienhilfe bieten. Wir wissen, daß andere jüdische Stellen, die auf breiterer Grundlage1 stehen, ihr Bestes zu tun bemüht <ind, und paß manches bedürftige Kameradenkind auch auf diesem Wege zu ein wenig Feriengfücjt gelangt. So hatte man bei einer Führung des Wohlfahrts- und Jugendamtes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Gelegenheit, die Einrichtungen der Tages-Ferienkolonic auf dem Sportplatz im Grunewald kennen zu lernen. Insgesamt werden 1S50 Kinder von der Berliner Gemeinde während der großen Ferien auf Spielplätzen innerhalb der verschiedensten Stadtgegenden untergebracht und versorgt. Morgens werden sie truppweise an bestimmtest Stadtbahnhöfen gesammelt oder sie werdest mit Lastautos von den Sammelplätzen zti den Spielplätzen gebracht, wo sie tagsüber jiei Sport, Spiel, Gesang und kräf- I Berlin von \-l I Altpapier [ Bandagen II Adolf Naftanlel N ss. Am Nordhafen 5 / ss M ss kauft mit Elnstampf-0arantla Ä CURT HECHT OrtbopSdle'Medi.'Meister (früher Stiller) Spezialist für Fnbelnladeo oadi Mab u. Gipsabdfuck Berlin - Chsrlbttenbnrg, LeibnUstrafcä bi Eingang MomnisenstraÄe . .. 31 RI 73 [ Ankaut 1 Hastfc altsauf iösunges Möbel. kompl.Wohng übernimmt z.büchst.Preis.freihdg.MBbstbaas ABISO/ Gr. 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In sä mtlichen Aeußerungen wird betont, daß die Jt den Bulgariens auf die gleichen Rechte Ansf ruch haben wie die übrige Bevölkerung des L; ndes. a Sämtliche Mitglieder des Völkerbundsrates ben auf das Ersuchen der britischen Regiert ng, der Mandatskommission in ihrer Tagung vi in 30. Juli, die Behandlung des Peel-Bcrifhtes und der britischen Palästina-Erkläriing gestatten, zustimmend geantwortet. Die Mandatskommission wird auch beauftragt weidi n, der Völkerbundsrat-Tagung im Septem w ih e Meinung über die provisorischen V scilage zu der neuen Palästina-Politik zu im te breiten. Einige Mitglieder des Völkerbun Jsrates, unter ihnen Polen und Rumänien, bat si :h das Recht Vorbehalten, das Palästina P oblem auf der September-Tagung des Rates Zusammenhang mit den diese Staaten he sdnders interessierenden Fragen in vollem Umfange aufzurollen. Vor der Mandatskommission w ird am 30. d. M. der engl. Kolonien-Minister si Ibst die englische Sache vertreten. balnk für en er rm.;ses Zu unserer Meldung über den Jahres^’ s< hluß und die günstige Entwicklung der B d :s Jüdischen Mittelstandes, Kreditverein F andel und Gewerbe eGmbH. in der vori^ b ummer ist ergänzend zu bemerken, daß aull d;n dort erwähnten Kameraden in der Vi w altung vor allem unser langjähriger Ka C ustav Zamory als Vorsitzender des Aufsicht: r its zu nennen ist. (Durch ein technisch ersehen war sein Name fortgeblieben). * Im Alter von 63 Jahren ist in Amerika J ilius L. Meier gestorben, der 1931 bis 1035 C ouverneur des Staates Oregon war. Anläßlich des im Haag abgehaltenen laiidirtschaftlich-industriellen Kongresses hat tlcr I räsident der französischen Republik zwei bc- 1 annte holländisch-jüdische Agronomen, Dr. I tg. E. Eiion und Ing. J. L. Waterman. zu < Offizieren des Ordens „Merite Agricole“ fr r annt. Eine der führenden jüdischen Persönlich- I eiten von Saloniki, Edwin Saltiei, der seit ’ ielen Jahren das Amt des japanischen Kon-! uls bekleidet, ist vom Mikado in Anei- 1 ennung seiner Verdienste um die Vertiefung r ler griechisch-japanischen Beziehungen mit ' lfm Orden der aufgehenden Sonne ausge- :eichnet worden. “ * Im Reichsausschuß der Jüdischen Jugertdrerbände e. V. hat Dr Friedrich BrodnJtz, <urz vor seiner Auswanderung, sein Amt als Vorsitzender niedergelegt,1 das er seit November 1933 innegehabt hat. Der Führerrat des Reichs- ,usschusses hat ihm den Dank der gesamten jüdischen Jugend in Deutschland zum Ausdruck gebracht und als Nachfolger Hans Friedenthal, zu seinem Vorsitzenden gewählt. 4

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