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Der Schild · 1937-07-16 · 29 (16.7.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
29 (16.7.1937)
Date
1937-07-16
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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einseitige Ausrichtung un erer ganzen ^us Wanderungspolitik (und c er damit rwspgs läufig verbundenen Erziehung, Umschichfum auf Palästina j un und Schulung der Jugend zweckmäßig wäre, scheint Sachen vollauf bestätigt. Der verstärkte Ein satz von materiellen und i Jeellen Mitteln/um Kräften zur tatkräfti ßung anderweitige! und Siedlungsmog Juden aus Deutsch Forderung, die s zwingt.“ In der Folge hat der fi Frontsoldaten sodann wiec der die Notwendigkeit überseeische Äusw stens und planmäßig zu landwirtschaftlich Siedlung in Uebersee Form vorgeschlagen, um iun uns durch die Tat gen Erschlie Wanderungs ichkeiten fü I a n d ist ein ich uns quf eichsbund jüdischeer und immer wiqunterstrichen, di anderung stärk ordern; er hat die |e Gruppen als die gegeben e die jüdische |Au' Wanderung aus Deutschland (neben> der P; lästina - Wanderung) in und Umfang voranzut} nicht auf Forderungen schränkt, sondern auch lichkeiten in den Dienst Vielfach ist leider die! standen und früher sogar Palästina-Gegnerschaft u H e u t e erweisen die Tatsachen — ailch diesem Punkt — die Berechtigung unjd d Voraussicht unseres Standpunktes! schreibt beispielsweise größerem ISt ringen; er hat sich tind Vorschlägt bf stine eigenen Mö der Sache gestel e Haltung mißvc zu Unrecht in eilte ngedeutet wordep. das Familienblatt“ zu der Teilung gebietes: „Zunächst entsteht Heut Israelitiscl des Mandat;- die Frage, w; der jüdischen Einwanderung nach stina geschieht... Die Uebeijset Wanderung wird bei dieser Sachlajj eine ganz neue Bedeutung erlangen einfachen Notwendii dfglceiten, die sich je ergeben, werden eine ganz an.dej Haltung gegenüt er den Problei dieses Wanderangssel tors vorschreibe! Die räumliche Verkleinerung des dischen Gebietes zwingt aber dazu, jüdischen Auswandei ung neue ZI e zu weisen.“ (8. Sonderausg. Nr. 27a 9. 7. 37.) Der „Schild“ hat schon früher mit d< heit verantwortungsbewußter Objektivität v iraussehen können, daß die in Palästina angestrebte politische Lösi mg niemals zügle ch die restlose Lösung de; jüdischen Auswanderungsproblems aus Deutschland (von dem Welt-Problem ganz zu schweigen) mit s ch bringen könne. Wir halten von unserem inparteiischen und unpolitischen Standort ,ius die Wirklichkeit Palästinas zutieffender beurteilt und diiher rechtzeitiger die Erkenntnisse propagiert, die jetzt der Allgemeinheit durch die Entwicklung] auf gezwungen werden. We in andere jüdis die Organe sich nunmehr unsere Fordpruni en und Mahnungen zu eigen machen, begrüßen wir dies im Interesse der nach neuem iLebensraum für sich und ih e Kinder strebenden Juden Deutschlands. Und wir erwarten, daß an den für die Oesamfinteressen verantwortlichen Stellen kein Ai säumt wird, um in gen i genblick einsamer ideeller ven tarkter räfte in unserem g breitere W mit Bereitstellung materieller Mittel und K der Auswanderur zu bahnen Titel, oriea na Die Bestimmungen iber Titel, Orden und Ehrenzeichen sind in enem Gesetz vom 1. Juli 1937 (Reichsgesetzblatt Nr. 77) neu g«faßt worden. Die unsere Kameraden hauptsäcldich interessierenden Bestii Innungen über Kr eg»- orden und -ehrenzeic hen einschließlich des Schlesischen Bewährt ngsabzeichens. (Sdtlesischer Adler) und des Baltenkreuzes sowie des Ehrenzeichens vom Roten Kreuz werden curch dieses Gesetz nicht ]geändert. Es verqleibt also insoweit bei d Stimmungen. :n bisherigen Be Kam. Dr. I to. Ehrentafel Jfldlfcher n um m Nürnberg. Am 11. Juli ist in München R^bb. Fri Dr. Max Freudenthal im 70. Lebenswahr abberufen worden, der über ein Vierteljihrhundert als Rabbiner der Israelitischen Ku tusgemeinde Nürnberg gewirkt hat. Freilich fing dieses Wirken weit über Nürnberg hinan; in das Judentum Deutschlands, das ihn zu se nen namhaftesten Historikern zählen durfte. Um das jüdische Frontsoldatentum hat er sich durch das von ihm geschaffene Nümbe-ger Oefallenen-Gedenkbuch beson Jers verdient gemacht. Sein Sohn ist unser seit fahren in Amerika lebender Kam. Walter reudenthal, der August 1014 als Kriegsfreiwilliger bei dem bekannten 14. Bayr. Inf.- Regt, eintrat, sich im Felde die Gold :ne Tapferkeitsmedaille holte, und dessen besondere Leistungen in der Champa;neschlacht Herbst 1915 in der (amtlic len) Bayrischen „Ehrentafel“ gewürdigt wuidep. Zu den schönsten Erinnerungen des nun verblichenen Herrn Rabbiner Dr. Freidenthal dürfte es gehört haben, daß im Juni 1916 der damalige König Ludwig III. ihm und seinem Sohn bei einem Besuch der dien Hohenzollemburg Nürnberg, wo dieser g< rade die Schloßwache führte, persönlich die Beförderung zum Offizier mitteilte. Vallendar b. Koblenz. Das Ehrenmitglied der Ortsgruppe Koblenz, Kam. Löb in V; llendar, Veteran der Kriege 1866 und 1810/71, begeht mit seiner Gattin hochbetagt am 26. Juli seine Diamantene Hochzeit. Sein Sohn war Weltkriegs-Kämpfer un 1 ist unser Bundeskamerad. Wir gratulieren unserem Ehrenmitglied auf das Herzlichste.' Zur groQen Armee . Münster (Westf.). Die Bezirksgtu Münsterland beklagte den Verlust v Schwerkriegsbeschädigten Kameraden, die den Folg«, ihrer Kriegsverwum erlegen sind. Es sind dies die Kam Siegfried Stolzberg und Walter B stein. ppe m 2 beide ung qraden ern- Nledereehleelen Breslau. Die Ungunst der Witterung brachte es mit sich, daß die Zusammenkunft unserer Kriegsopfer aus dem Garten in die Gesell- . schaftsräum£ Kürassierstr. 15 verlegt werden mußte. Kam- Dr. Hirschberg begrüßte mit herzlichen Worten die Mitglieder der Kriegsopfer-Abteilung, den Vorsitzenden der Ortsgruppe Breslau Kam. Elkeles und die mit ihm erschienenen Vorstandsmitglieder. Die musikalische Unterhaltung hatte in freundlicher Weise unser Sportkam. Löbschen übernommen und bald entwickelte sich an den einzelnen Tischen eine zwanglose und_ gemütliche Unterhaltung, die durch kurze Worte des Landesverbandsvorsitzenden, in denen er der innigen Verbundenheit des -Bundes mit unseren Kriegsopfern beredten Ausdruck gab, unterbrochen wurde. , Nach ihm referierte Kam. Pollack über die praktische Arbeit der Kriegsopfer-Abteilung des Landesverbandes und^der Ortsgruppe, die allen Mitarbeitern nicht nur Pflicht, sondern aufrichtige Herzenssache ist. Der harmonische Verlauf dieses Treffens der Kriegs- . opfer kann nicht besser gekennzeichnet werden als mit den Worten einer Kriegeswitwe beim Ausklang, des Abends: „Es ist wirklich so, als ob eine große Familfe heute hier zusammengekommen wäre!“ J. Berlin und Mark Ortsgr. Tiergarten. Am Montag, den 19. Juli, abends 8.30 Uhr in der Konditorei Hansa, Flensburgerstr. 18: Kriegsopfer-Abend. Redner Kam. Regierungsrat a. D. Blpch.i KriegsopferdFzernent des Landesverbandes,.und Kam. Kurt Sperling, Kriegsopferdezernent der Ortsgruppe Tiergarten. j Ortsgr. Süd. Am Mittwoch, den 21. Juli 1937, abends 8.45 Uhr in den Concordiasälen, Andreasstr. 64: Kriegsopfer-Abend. Redner: Kam. Regierungsrat a. D. Bloch, Kriegsopferdezernent des Landesverbandes. Kam. Bernstein hat sich durch seine be spielgebende Führung in der Sportbewegung > ' unvergeßlichen Namen geschaffen; jeden zelnen war er ein väterlicher Berater Freund. Zahlreiche Kameraden gaben den Da Hingeschiedenen das letzte Geleit. einen einuhd Kurze Mitteilungen In memoriam: Am 28. Jijli 1937 sind zwei Jahre vergangen, seit unser geschätzter Kam. und Mitarbeiter Dr. Theodor Simon- Wannsee, abberufen wurde. Ein bleibendes Andenken an ihn stellen seine im Verlag Kedem, Berlin, erschienenen „Essays“ dar, auf die wir unsere Kameraden hinweisen. . Wiesbaden. In Italien, wo er im kreise seiner Kinder Erholung von seinem sei weren Leiden suchte, ist unser Kam. Ludwig Guckenheimer im Alter von 65 lahreh verschieden. Der Heimgegangene, der :u unseren ältesten und treuesten Mitgliedern zählte, wird durch sein schlichtes, treues Wesen seine von Herzen kommende Kameradschaftlichkeit und seinen prächtigen Humor in unsere; Ortsgruppe unvergessen bleiben. \ iHiiiiiiiiiiiimmmiiiiiiiiitiiuiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiutmiMiiitimiiumtumMiumi Spendet unferen Kriegsopfern / ÜBerweifungen erßeten auf Pofifcßecßßontot Berfin 14o 2oS Reicßsßund jüdisdßer Trontfofalgten (Kriegsopferaßteilung) Worms. Am I. Juli 1937 hat Herr Rabb. Dr. Manfred Meier Rosenberg mit seiner Gattin Worms verlassen, um $einen Wohnsitz nach Palästina zu verlegen. In knapp 2 Jahren hat es Herr Dr. Rosenberg, unterstützt von seiner Gattin, verstanden, das jüdische Gemeindeleben in Worms ganz besonders zu bereichern und vor allem die Jugend um sich zu scharen. Die Wormser jüdischen Frontsoldaten danken ihm nochmals an dieser Stelle dafür, daß er unsere Totengedenkfeier am 21. 2. 1937 in der alten Synagoge in Worms, durch seine Gedenkpredigt auf ein Niveau erhoben hat, die die Feier zu einem Erlebnis für alle Beteiligten gemacht hat. Berlin. Am 17. Juli 1857 wurde in Strehlen bei Breslau Freu Anne Knoche als Tochter eine, Fabrikanten und König). Lolterie-Kollckteur, geboren. Sie heiratete den Fabrikbesitzer und König I. Hoflieferanten^ Moritz Knoche, der im Jahre 19)3 verstarb. Ihr einziger Bruder war der große Gelehrte Wirkt Geh -Kat Excellenz Prot. Paul Ehrlich, der Erfinder des Silvarsans, au» denen Leben die alte Dame interessant zu erzählen wellt Die Mutter von Frau Knoche entstammte der bekannten Familie Weigert, und ein Vetter von Frau Knoche war der Direktor des Senkenberg Institutes, Geheimrat Karl Weigert in Frankfurt a. M. Beide Söhne der Jubilarin: Handelsgerichtsrat a. D. Hans und Pro!. Dr. Gerhard Knoche waren Frontkämpfer. Die Achtzigjährige ist von seltener geistiger Frische. — 3

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