Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 28 (9.7.1937)
- Date
- 1937-07-09
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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ihnen ^caren -daher im Felde und so betrachtetes deriReichsbund jüdischer Frontsoldaten als seine Pflicht, sich für s|e nachdrücklich einzusetzen. Unsere Kameraden .in de Berliner Repräsentantenversammlimg habin diese Pflicht erfaßt, und dies werden nicht riur die erwerbslosen Angestellten selbst, sondern alle Kameraden anerkennen. Insbjzsonderje verdient das Beispiel unserer Kameraden in der Berliner Repräsentanz die Beachtung derjenigen Kameraden, diein anderpn Städteh den Gemeindekörperschaften angeboren Zugleich aber wird an diesem Beispiel deutlich, welche Bedeutung es Icht, wenn pie Männer des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten aktiv an der allgemeinen jüdischen Arbeit, insbesondere per Geijiejndearbeit teilnehmen, und daß die imitiert wiederholte Forderung des „Schild“ nach Raum und Mitarbeit für unsere Kameraden I im jüdischen Leben und in jüdischen Gremien ihre hohe Berechtigung fiat. i Rechtsanwalt renden Mitgli!> An die Könjg Huldigungst Max Diene Mission für giösen; Prof ■ einen Vortrag damer Gemqi Judentums' denten des fiore, unters rakter; Jud heute’ wie in glück Stütze WU T-tonUoldaieH sind de t tileutuHQ.... djewish Agency for . Palestine hat ih en bericht für 1935, der der Unterrichp ng det* ständigen Mandatskommission des Völkerbujidts dient, veröffentlicht: beim gegenwärtigen | Stande der Palästina-Frage kommt ihm erhöhte Bedeutung zu. Was in diesem i mfaqsehden und ausführlichen Memorandum unsere besondere Aufmerksamkeit findet, ist per schnitt über die 1 a n d w i r t s c h a f 11 i c Ii e -Ionisation; denn gjne gesunde |3e- Jieäesung und insbesondere die Verbinifngl mit der Scholle liegt uns jüdischen ionpoldaten seit je besonders am Herzen iid gehört zu unseren wichtigsten Anliegen d|e jüdische Gemeinschaft. Wir entnehmen min dem Jahresbericht der Jewish Agency, daß das Jahr 1916 einen Neuejrwerb von 18114p Dunam Land zum Preise; von 158825 pjuna brachte. Seit 1920' - wurden 686 000 Djin jm Boden im Werte von 7 789 600 Pfund |n 'Juden gekauft. Insgesamt \ umfaßt der disphe Bodenbesitz jetzt 1 237000 Dunam, )n | denen etwa ein Drittel in» Besitz des fcreh Kajemet, ein weiteres Drittel im Belz**jder PICA und der Rest in Privatbesitz Im September 1936 gab es 203 landwirthattliche Siedlungen und von ihren 97 257 Einwohnern waren 54 035 in der Landwirtschaft, die übrigen im Verkehrswesen, im Ver- Uilungsapparat, in der lokalen Produktion und im Handwerk tätig. Es gab 8974 Einzelbetriebe und 43 Kollektiv-Siedlungen (Kwuzot) it jtiner Bevölkerung von 9300 Seelen. Die |lei|betriebe befaßten sich hauptsächlich mit iver Bodenkul.ur, Citrus-Pflanzungen, schulen, Öbst- und Gemüsebau; die lbetriebe mit gemischter Landwirtschaft, röße’ren mit Körnerbau. Die Viehhaltung fite rund 400 000 Stück Geflügel, 17)100 Rindvieh, 8000 Schafe, 4000 Pferde. Vom Keren Häjessot sind ,72 Siedlungen mit einen Bevölkerung von 18 930 Personen gegründet worden; der Boden hierfür wurde vomj Keren Kiajemeth. gegeben. Der Keren Ej[ajehsot hat 19(36 für landwirtschaftliche Kolo- T'.ation 130 500 Pfund ausgegeben. OHfte auf weitere Efnzelhei.en ein zugehen, ftigeii wir unsere Meinung hinzu, daß neben gern isegensreicben Kolonisationswerk in Palästina! der landwirtschaftliche Siedlungs- Gedanke auch in anderen Teilen der Welt vom} Judentum stärker als bisher gefördert und überall in seinem hohen Werte Cbei^so begriffen werden sollte. ( Die 4! Weltkonferenz des -Welt verbände» für religiös-liberales Juden* «u m( wurde am' 2. Juli in Amsterdam in Anwesenheit von 80 Delegierten aus verschiedenen Ländern eröffnet. Unter den Teilnehmers aus Deutschland befanden sich ver- »chiejdene Kameraden unseres Bundes, so (am; Rechtsanwalt Heinrich Stern-Berlin’ Kam.?abß. Dr. Salzberger-Frankfurt a. M., Kam. sonders wicljt überlieferten eine S p h ä Dr. Staub-Breslau, eines der fühtder unserer dortigen Ortsgruppe. .._*in der Niederlande wurde ein :e egramm abgesandt Rabb. Dr. in-Offenbach leitet die Kom- Frage der Autorität im Relvtssor Ismar Elbogen-Berlin hielt über „die Bedeutung der Amster- -inde für die Entwicklung des Eine Botschaft des greisen Präsii i’eltverbandes, Claude G. Monte-;t rieh dessen rein religiösen Charit u m und Religion müsse alten Tagen in Glück und Un- und Stärkung bieten. ln einem Rundgespräch über „organisierte Religion im heutigen Leben“ unter Vorsitz von Kam. R. A. Stern ergriff und auch Rabb. Dr- Martin äwarsensky-Berlin das Wort; in einer Zeit m; terialistischer Auffassung menschlicher Bezief ungen sei es für den Juden be- ->— jn sejner Gemeinde als der lebendigen Form des Judentums re des Idealismus zu besitzen und durch Teilnahme an ihren Aufgaben Ante I an den Ewigkeitswerten des Judentums zu nehmen. Kam. Rabb. Dr. Salzberger-Franl furt a. M„ unseren Kameraden als ehern. Lrmeerabbiner wohlbekannt, hielt die Predigt beim Sonnabendvormittag-Gottesdienst. So sehen wir Männer, die in ihrer 'Eigenschaft als themalige Frontkämpfer unserem Bunde angel Ören und in ihm Mitarbeiten, auch in der relig ös-liberalen. Bewegung tätig, wie andere Kam traden sich in anderen Richtungen betätigen. L mso bedeutungsvoller, ist es, daß unser Bund ihnen allen jenseits dieser Richtungsuntersc hiede einen gemeinsamen Boden gibt, auf dem durch die Erlebnisgemeinschaft ccs Großen Krieges die Schicksalsgemeinschaft ier Gegenwart immer . wieder ins Bewußtsein tritt. | iimiiiiiiiiiiiiiii.iiiiii Ehrentafel tödlicher Familien Berlin, t Hedwig H Ihr verstört Dr med. Oberstabsai dem unse glied er : einer der ihren b e i welche e Front war auf dem Mitglied Söhne wu Ehrenzeichi tes eben Fe Der Gat Soldaten hingegeben unsere best' m 4. Juli 1937 vollendete Frau ahn, W 30, ihr 75- Lebensjahr, ener Gatte, Geheimer Sanitätsrat udwig Hahn, war im Felde als zt und gehörte mit zu den Grün- Bundes, als dessen Ehrenmitit der' Goldenen Bundesnadel als ersten ausgezeichnet wurde- Von den Söhnen, Leo und Kurt, falls von Kriegsbeginn an an der :n, blieb der jüngere in Rußland Ide der Ehre. Kam. Leo Hahn ist sere§ Bundes. Vater und beide ijiit dem E.K. II und sonstigen n ausgezeichnet. r ien in und Mutter, welche drei Front stellt und einen Sohn für immei hat, gelten auch nachträglich nocl ten Wünsche. g» Zur groQen Armee Eisenach Kam. Dr. Jahre linst werden sen Wir betrauern den Verlust unseres Alfred Backhauß, der mehrere :rem Vorstände angehörte. Wir Andenken stets in Ehren halten. Berlin. C rtsgruppe Prenzlauer Berg beklagt das Ablebe i der Kameraden Hermann C h a i m und Dr- B Will, Erfurt, wurde am aus unsere war er Mi t| seine Kam«) Prediger I rede.' Der Dr. Curt berger e wache stellt rgie Unser Kam. Julius Steinberge Freitag durch Herzschlag plötzHc r Mitte gerissen. Seit Gründun; .glied. In großer Zahl gaben ihr raden das letzte Geleit. Frontkan artmann, Gotha, hielt die Traue, Vorsitzende der Ortsgruppe, Kan fjleilbrun widmete dem Kam. Steir eifende Abschiedsworte. Die Toter le der Frontbund. Die tteUhsvalrefang Einigung im Rat Die Verhandlungen zwischen der Reicherertretung und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin über eine Änderung der Struktur und des Aufgabenkreises der Reichsvertretung haben zu einer vollen Einigung geführt, welche in den einstimmig gefaßten Beschlüssen der am 7. Juli 1937 abgehaltenen sehr bedeutsamen Sitzung des Rates der Reichsvertretung ihren Ausdruck findet. Zugleich wird die Basis) der Reichsvertretung dadurch erweitert, daß nunmehr sämtliche jüdischen Orgahisa-, tionen Deutschlands, auch die Staatszionistischef Organisation und die Unabhängige Orthodoxie' sich der Reichsvertretung an geschlossen haben und je einen Vertreter für den Rat stejleo. Bei Drucklegung dieser Nummer können wir auf weitere Einzelheiten jetzt nicht ein gehen. Aber wir bringen unsere Genugtuung zum Ausdrude, daß der bestehende Konflikt nunmehr überwunden Ist. Der Retchsbund glaubt zu diesem für die jüdische Gesamtheit so notwendigen Ergebnis durch seine Haltung ganz entscheidend beigetragen za haben, die im Unterschied zu anderen Gruppen jede innerjüdische öffentliche Auseinandersetzung vermieden und auf eine Verständigung unter den Beteiligten als die allein mögliche Lösung hingewirkt hat. So hat unser Bundes vor sitzender noch am 1. Juli, eine Woche vor der Ratssitzung, an den Präsidenten der Reichsvertretung, Herrn Rabbiner Dr. Baeck. ein Schreiben gerichtet, in welchem er nachdrücklich an ihn appellierte und zum Ausdruck brachte, das ganze deutsche Judentum würde ihm (so hieß es dort) zu besonderem Dank verpflichtet sein, wenn er noch vor der Sitzung am 7. Juli einen Weg fände, eine weitere öffentliche Erörterung der Streitpunkte zu vermeiden und eine Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde zu Berlin in einer für beide Teile annehmbaren Weise zu ermöglichen. Ich glaube, so schrieb unser Bundesvorsitzender, daß lür die weitere jüdische Arbeit eine Entwicklung zu , Einfacherem und Einheitlicherem förderlich wäre. Gerade als Vorsitzender des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, dem Männer, aller jüdischen Richtungen angehören, erklärte sich Kamerad Dr. Löwenstein gern bereit, soweit es in seinen Kräften stehe, bei einer derartigen Vermittlungsaktion behilflich zu sein. Das Ziel ist nunmehr erreicht. Eine neue Arbeitsteilung zwischen Reichsvertretung. Landesverbänden, Gemeinden und Organisationen ist gefunden. Der Zusammenschluß auf einer breiten, alle jüdischen Gruppen umfassenden Grundlage ist erfolgt Der für den Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten stets leitende Gedanke der Gemeinschaft hat sich durchgesetzt. Der Präsidialausschuß der Reichsvertretung Ist vom Rat einstimmig neu zusammengesetzt worden. Unter dem Präsidenten der Reichsvertretung Dr. Baeck besteht er aus 13 Mitgliedern. Nach wie vor gehört hierzu Kam. Dr. Landenberger (Nürnberg), Vors, unseres Landesverbandes Bayern: auch die Herren Dr. Alexander (Krefeld) und Dr. Seligsohn (Berlin) sind Bundeskameraden. , Spendet Ußerweif ungen erbeten auf | Pofifcßecßßonto, Berfin J4o2o8 \ unferen Kriegsopfern! Ußerweif ungen erbeten auf Reicßsßund jüdischer Trontfofdaten (Kriegsopferaßteilung) J IllllllllltllltlllllllllimilllllWtllHHlllUHIIIIfHtt n 6062998177293510