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Der Schild · 1937-07-02 · 27 (2.7.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
27 (2.7.1937)
Date
1937-07-02
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Ehrentafel IQdllclier Familien au ezeic 11 Berlin. Am 9. Juli vollendet Frati P Cohn, Kurfürstenstr. 74, ihr 70. L^bensjj Ihre drei Söhne waren an der Ftont. dr.ei wurden mit dem EK. II ausgp Von den 3 Brüdern sind zwei lauf Felde der Ehre geblieben; Kam. Cohn, der beim 2. Garde Regt, zl F. Kam. Max Cohn, der im 4. Garde-Regt. als Kriegsfreiwilliger eingetreten war. Der Mutter, die drei Frontsoldatei und zwei Söhne für immer hingegfeben gelten zu ihrem 70. Geburtstag unsejre b ■Wünsche. line jahr. Alle net. dem Julius und i. F. ge; Zar groQen arm« ra Nürnberg. Unsere Ortsgruppe bet 14inscheiden der Kameraden Simon F berger und Julius Strauß. B|e hörten derselben seit Gründung an. Berlin. Ortsgruppe Ost meldet das ihres Kameraden Arnold Manassc. ueri i c h ide teilt hat, festen das te I - ge- Ableben Berlin und Mark Ortsgruppe Bayern. Am Dicnsiag 6- Juli, abends 8.30 Uhr itn Jüdischei B vereinshaus, Kurfürstenstr. 115/16: opfer-Abend. Redner: Kam. Reglern a. D. Adolf Bloch, Kriegsopferd)eze des Landesverbandes Benin und Mark. Ortsgruppe Stegfried. Am Mittw 7- Juli, abends 8.30 Utir Konditoiji Saal I. Et., Kurfürstendamm 26: Abend. Redner: Kam. Oberlandes^ a. D. Dr. Emst Rosenthal, Leiter dtf opfer-Abt. bei der. Bundlesleitung. ich, ei iegs eric r Kdi Au* der Frontsoldaten-, bewegung des / uslandee Jüdische Frontkän pfer besuchen die Schlachtfelder von Laon Am vergangenen Sonnlag fand der jäl Besuch jüdischer Frontkämpfer auf Schlachtfeldern bei Laor statt, wo Hu von jüdischen Freiwilli;en Frankreichs fallen sind. Die Abordn mg, an der m hundert Frontkämpfer t« ilnahmen, 'vurde dem jüdischen Abgeortneten Pie re geführt. Am Kriegerdenkmal wurden niedergelegt und ein Gcttesdienst tbgehal Anschließend wurde die Abordnung der jüdischen Frontkämpfer von der Si adtvejrwaltung von Laon empfang en. In Pardubitz ist der i. R. Joseph Weinbergei Setzungsfeierlichkeit au: Friedhof leitete Rabbine Begräbnis fand unter statt. Die Offiziere eine Ehrenkompagnie di nahmen an ihr teil. Oberst Weinberfcer gestoiben Schriftstell :r Oberst gestorben Die Beiden! Is aelitischen Dr. Fried nann Das militärischen I ihren der Garn son und i{s Eisenbah|nregi|nents hfeliche den ijjderte geqhrere von ßloch änze Iten. Illlllllll DieKriegs Spenden bitten Damal tlrras D wurde die „flieg Abschnitt westlich \nfang April wurde das Nr. 118 Ende Mijrz 1917 56. Inf. eingesetzt. Inf. Regt. Fouquieres-(e-Lens ^ls_ Ruhestellung tiert. Für etwas Ung — Z i v i 1 i wieder von ein Bett F enster... di 1. uni eir wa Vs >ten! Und das bedeutfete: ew Doch es es südlich Und plötzlife aus, von ei alle wußtet An Schlaf Dröhnen n ohne Befeßl wird für d der 2. u. angesetzt, auf dem T denn: den r|üderegsr gsrat •nent mein: pauvres garcons den Wien, opferitsrat egse alten ohntes L April 17 herausgezogen .Frontschweine“ denn dort gab Frauenhand gereinigte zum Schlafen, Tische, W i b kam anders. Am 2. April riseres Frontabschnitts zif doi h wurdfe ein Trommelfeuer ner Daper und Stärke, dal : jetzt wird's wieder brerz ar bei Diesem nervenzerreißfei zu dfenken, alles war; — - alarmbereit. Und tro n 9. April von den Zügfüjh 1. Komp, eine Geburtstags!) Doph sie bleibt ungetn i isch stehen .(was schwer w; i:ht Um 9 Ul r früh Alarm: das I. Batl. wird Richtung Vi nyrücken eingesetzt, dort sei« n die Engländer durchgebrochen. Blitzschnell die französ bei, viele Flauen weinen (wirklich) und stehen die Komp, marsch! ereit, Bevölkerung rennt verstört hermur- Kommando nde“ Lens Batl. in c.uar- 'das noch mal. sehe, ühle, gann nern.. darwir lieh! nden auch jzdem rern owlc nken r...) i nmeles ist höchste Zeit — Richtung: — „Tro teuer“! Da«; Batl. ist der 79. Inf. DivL. zur Verfügung jestellt. — In Rouvroy werden Handgranaten uncj Leuchtraket :n verteilt, die Straße liegt schon . unter Schrappneilfeuer. Befehlsausgabe unter einer Bahnunterführung, und dann wirc aus- geschwärmt und in Schützenlinien über das freie Feld, Richtung Dorf Vimy vorgeg, mgen. Feindliches Granatfeuer setzt ein, von mehreren englis chen Ballons geleitet, wir s ürzen mitten durqh die Einschläge in kurzen üpriinv gen vor, kaum Verluste, wir kommen durch Artill.-Stellt ngen, voller Haubitzen — ohne eine Menschenseele — einige Geschütze mit voller Bespannung in Granattrichtern siehertd — und gelangen endlich an den Fuß der Vimyhöhen. Die Engländer gehen zurück wir klettern bergan, andauernd feuernd. Es dunkelt. Auf einem Waldweg kurz vor der Höhe halten wir und fangen an, uns notdürft g einzugraben, nachdem Patrouillen fest] estellt haben, daß die Höhe geräumt ist'. Es t eginnt zu schneien, wir wickeln uns in unser«. Zeltbahnen urd bauen an unseren Kariickellöchern, . u n Schutz gegen das Art. Feuer zu finden, das leider nicht nur von vorn, sondern — schlimmer noch von liiiten, von der eigenen Art. trotz aller Leuchtr iketen auf uns li egt, bis es — endlich — f elingt, durchzugeben, daß die Vimyhöhe vor uns besetzt ist schießen.. und sie die eigenen Leu jed: Wir stellen fest, daß nach links bindung fehlt —, aber wir richten uns und warter auf kommenden Anschluß, all liegen tote Engländer, hinter un$ verlassener deutschen Unterständen si Tische noch mit vollen Tellern besetzt Verein — Jebern den die Handiud ^opferab teil ung ist mit der Betreuung der Hinterbliebenen unserer 12000 gefallenen Brüder sowie unserer kriegsverletzten Kameraden betaut Diese Aufgabe heibt Erfüllung höchster Ehrenpflicht;. wir auf das Postscheckkonto 140208 einzuzahl^: HlllimHHIliHimKHlHIttllWH IHHIIlllfHIinittllllllltllllllllllllllltlltllllllHllllllimillUHII m e belv n. iniiiiinuiii - 1914/18 granaten, Ausrüstungsgegenstände liegen herum. Alles muß überrannt worden sein. Wir staunen — und denken uns unseren Teil —! Gleich hinter meinem'Karnickelloch liegt ein baumlanger Kanadier mit bewickeltem Fuß * und saugt seelenruhig an seiner Pfeife, mitten im Granatfeuer. Ich frage ihn, ob er was will, er dankt lächelnd: die „boys“ hätten ihm Tabak gegeben und zu essen hätte er. So liegt er, bis er die nächste Nacht dann mit unseren Verwundeten zurückgetragen wird. An Verpflegung ist in dieser ersten Nacht nicht zu denken. Aber wir haben reichlich Corned-beef, Schokolade und Cigaretten aus den Taschen der toten Engländer. Am Nachmittag des nächsten Tages plötzlich Alarm: von meinem rechten Flügel schreit’s: „Die Engländer kommen, rechts kein Anschluß mehr...!“ Wir stürzen nach rechts, den Waldweg weiter besetzend mit unseren paar Leuten, lebhaft feuernd auf die Gestalten, die vor uns auftauchen, stürzend und bald fliehend, wir hinterher, und nun kommt der rechte Zug unter seinem Führer wieder an und bald ist wieder alles in Ordnung. ~ _ Bald darauf sehen wir irrt Tal hinter uns ein Heldenstück: am hellen Tag kommt Areill.- Bespannung angerast und holt mitten im Feuer der Engländer eine Haubitze nach der änderet] heraus und bringt sie in Sicherheit. Wir halten ■ den Atem an: ein schwerer Einschlag nach dem anderen, mal links, mal rechts von_den Fahrern: das gesamte Material wird geborgen, ohne Zögern, die Peitschen knallen auf die treuen Pferde, die die letzte Kraft hergeben, und endlich — ich habe keinen einzigen Treffer beobachtet — ist das Wunder geschehen und die Staubwolken verlieren sich am Horizont. Der englische Bericht vom 9.—10. April meldet: „Am Vimyrücken vor Dorf Vjmv wird erbittert gekämpft. Der Art.-Kampf war am nördlichen Vimyrücken lebhaft, von dem wir den Feind ■ nicht vertreiben konnten“. Die Regiments-Geschichte des akt. Inf.-Regts. 118 schreibt hierzu u. a.: „Besonderes Lob verdienen - die Züge Schönfeld der Leib 118 und Ettlinger der 4 118, die als erste die Höhe er-! 'reichen und halten und so den nachfolgenden Teilen des Balls, das Vorgehen wesentlich erleichtern". — Am 13. April kommt nachts 12 Uhr der Abmarschbefehl an die verschlammten und durchnäßten Mannschaften. Die neue Stellung ist gebildet, Vimy ist zu räumen! Die Züge sammeln sich, und der Rückmarsch beginnt in stockdunkler Nacht, den Vimy-Rücken herab bis in das am Fuße beginnende Trichterfeld. Links ist — nichts mehr. Es ist höchste Zeit, wenn wir noch durchkommen wollen. Endlich kommen wir an die Ruinen von Vimy, und dann an den Bahndamm, wo der Batls.-Stab lag. Hie und da ein Blitz mit dumpfem Einschlag. Plötzlich einige dunkle Gestalten, von Granatloch zu Granatloch springend, gleich uns. Einer reißt mich beim Sprung fallend bald um. Erstaunt erkenne .ich an der Stimme unseren tapferen Balls. Kommandeur. Hauptm. L., der, mich im Dunkeln plötzlich erkennend, den einen gesunden Arm’ um meine Schultern legt und dessen schnelle leise Worte: ich habe viel schönes von Ihnen gehört, lieber Ettlinger! — mich erschüttern. Wieder tauchen wir in die Nacht weiter — weiter — und endlich, im Morgengrauen, außerhalb des bestrichenen Raums, wird gesammelt: Graue verschlammte Gestalten, die letzten' englischen Beute-Cigaretteo, entzündend, totmüde, aber mit leuchtenden Augen: ich Vorweg hinkend in der ersten Reihe, da mein rechter Stiefelabsatz buchstäblich abgefault ist, Richtung F o r q u i b r es’! Da, plötzlich hinter einem Wäldchen, graue Uniformen — 118er: die Regts.-Kapelle — 3

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