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Der Schild · 1937-06-11 · 24 (11.6.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
24 (11.6.1937)
Date
1937-06-11
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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sich das aber bei dem Zahlenbild aus der 4X100 m-Staffel, wo 10,05 m in der Sekunde /urückgelegt werden. Der 400 m-Läufer erreicht ein Sekundenmittel von 8,67 m, usv. . Der Marathonläufer aber legt nicht nur 4,71 m in der Sekunde zurück, sondern läuft wirklich in der Stunde 16,956 Kilometer, eine Leistling, die erst ihren Wert voll im Vergleich mit dem 35 km fahrenden Personen- /ug erkennen laßt, eine Geschwindigkeit, die aber die 100 m und 200 m-Läufer gerade noch zu erreichen vermögen. Das Bild läßt sich beliebig auch auf andere Sportarten erweitern. So könnte man errech: neu, daß ein Schwimmer (100 m Freistil) ca. 1,75 m in der Sekunde zurücklegt u.a.tn. Wer Lust dazu hat, nehme die Weltrekordtabellen und fange-an, vielleicht findet er noch einige hübsche Parallelen. ' —y. Erziehe zur Sauberkeit Gerade weil z. Zt. kein akuter Anlaß für diese Worte bestehen kann, sollet sie einmal gesagt werden. '„Reinliche Kleidung.“, das verlangen schon die Wettkatnpfbesrimimuigen. Lin reinlicher Körper, das v< rlangt der Wettkampf, die Leistung selbst. Unsere Kleidung hat vielerlei Aufgaben. Se sollvor allein vor Kälte und Regen, vor Sonne und Wind schützen, die unsere Forni im Wettkampf beeinträchtigen können. Ab;r alle diese Aufgaben vermag sie nur zu lösen, wenn sie reinlich ist: Lin Beispiel: dei Aktive A. ist heute morgen hochgesprunget), .lief dann, /tir Erfrischung der Füße, barfull auf dem Rusen des Nebenplat/es. Er verspätete sich zur Entscheidung, wo er noch 500) m als Anfänger zu laufen . hatte. - Balc mußte er attescheiden, da die , unsauberen Füße sich schneller heiß liefen, sich Blasen bildeten. Socken, die er schon beiin Jetzten Wettkampf getragen hatte, beschleunigten das alles. — Es ist einmal Aufgabe jedes Vereins, jedes Plat/inhabers, die Waschgelegeithe: :en so reichlich und zweckentsprechend ein/u richten, daß es für die Aktiven eine Freude is:, nach dem Training rtffer Wettkampf zu dt sehen oder sich zu waschen. An allem darf gespart wenTen, nur nicht an Wasser, tine Dusche im Freien ist die hygienischste and zvveck- -entsprechenste Einrichtung. Sodann sollte aber der Trainer, der Mannschaffsbtjgleiter auf Sauberkeit seiner Aktiven achter, falls sie .nicht schon ihnen, als sie noch Schüler waren, von ihrem Jugendleiter beigebrachk wurde. Er -Soll da/u erziehen, daß jeder ste s Handtüch und Seife mit auf den Sportplatz bringt. Gibt es einige Wasserscheue, nun, «ine große Wasserschlacht wird sie bald zu vv ahren „Seelöwen“ machen. Vereinsleiter achte darauf, daß. Deine Funktionäre ihre Aufgaben hier erfüllen. Die Sauberkeit zum Wettkampf, nach dem Training, entscheidet stärker Übe die Form des Aktiven, über den gesundheitlichen Wert der Leibesübungen, als es allgemein angenommen wird. Es ist so-." sinnlos,- eine halbe Stunde angestrengt zu arbeiten, um schädliche Stoffe durch Schweißt ildung auszusondern, die Haut zu durchb Uten, wenn nachher mangelnde "Sauberkeit eine Verdunstung hemmt,, die Poren' verstopft, so, daß sie schließlich neue Schmutzteile! aufnehmen. Erziehung zur Sauberkeit, ein hejkles Thema in allen Snortverbänden, eine wichtige Aufgabe für die sportliche Erziehung in unseren Vereinen. Pym. Kurze Sportmeldungen Tag der jüdischen Jugend in Wien. Am Tag der jüdischen Jugend in Wien marschierten am 6. Juni auch 2 >00 Sportler aus Oesterreich, Polen und dei Tschechoslowakei unter dem Jubel viele, Tausender Wiener Juden auf. Die von den verschiedensten jüdischen Körperschaften entsandten Ehrengäste folgten den dargebotenen Massenfreiübungen und Sondervorführungen aller Sporfz.weige, sowie einem Fußballkampf zwischen Flasmonäa und Hakoah mit Infieresse. Wenn dich der Schuh drückt . . . dann war jede Trainingsarbeit umsonst- Nkht allein dei Läufer, nicht allein der Springer, auch der Stoßer und Werfer muß auf bestes Schuhwerc sein Augenmerk legen. Kauf dir nie Schuf e, die zu knapp sind. Der Fuß muß genügend Spielraum haben. Bedenke, daß mit der fortschreitenden Arbeit des Fußes dieser anschwill und daß im Sommer, gerade in den Mon iten, in denen du deine Kämpfe austrägst, de Schwellung des Fußes durch die Wärme vesonders groß ist! Kaufe deshalb deinen S :huh in den Spätnachmittagsstunden, nachdem er sehr ■angestrengt wurde. Bei den guten_unJ teueren Schuhen ist die Fußform berücksic ritigt. Deshalb auch keinen billigen Schuh k. ulen. Er ist teuerer, wie eine einmalige i Anschaffung eines im Material und anatomisch richtigen, Schuhes. Da ist nun der Trainingsschuh, der viel wicl tiger ist, als viele Leichtathleten glauben. Der Rennschuh soll nur im Kampf oder, im Leistungs-Training, getragen werden. Der Fuß ist dadurch vor allen Dingen weniger Verletzurgen ausgesetzt (Tritt auf Steine, harte Schlacke usvv.l). Außerdem gewöhnt sich der Fuß besser an einen gleichmäßigen Ablauf und nicht an die Hilfe der Dornen. Im allgemeinen Training, (Körperschule z. B.) wo es ja garnicht auf die Leistung ankommen soll, ist diese Hilfe auch nicht erforderlich, ja, da sollte man auf Rasenboden häufig sogar barfuß arbeiten. (Anregung der Fußnerven etc. zur Vermeidung von Senkfuß u. a. m.). Man k tufe einen Trainingsschuh aus weichem, kr iftigem Leder. Stoff und Gymnastikschuhe si ld gut für Arbeit in der Halle. Der Schuh so 1 zum Verschnüren sein, wobei die obersten Schnürlöcher etwas seitlich liegen sotten, d; mit beim Zubinden der Schuh an der Fers: Halt bekommt. (Fersenform beachten!) Als zweckmäßigste Sohle hat sielt die nicht allzuschwere Creppgummisohle erwiesen. S e ist elastisch und am gleitsichersten. Man achte aber darauf, daß zwischen Brand- und Crep zgummlsohle eine Zvvischensohle aus Leder ist, am besten Chromleder, das die Ausdünstung des Fußes am besten durchläßt. Unter de Ferse hat sich ein Fersenschutzleder als über den I e ge 6 Der R lande oft Nägel — kräftig Dinge, di« zu erfüllen schwer, u Fuß einet schuh Paßform zug oder der Käppi: sehr wich freibeit dünne Kefi sehe Stahlplatt sagt: „die aus best bewährt stahldorn« platte ein; spitzer als ein si Das wird verbiegen Es gibt Laufschuf Hürdler werter ui Holzbodeji Absatzdoi stemmen Haft findet für ausgi leistungei ein vorteilhaft erwiesen; das ist ein zwischengenähtes Stückchen Leder, das etwas Sohlenrand hinausragt und so die Lederkappe vor dem Schleifen über dem Boden sepützt. nnschuh, nach seinem Herkunftsauch Spikes“ — wörtlich: lange genannt, soll vor allen Dingen und leicht sein. Das sind zwei in der Gemeinschaft nicht so leicht sind. Denn das kräftige Leder ist td weiches, leichtes Leder gibt dem schlechten Halt. Auch beim Rennen die Voraussetzungen bei der wie beim Trainingsschuh. Gummi- Durchschnüren am oberen Rande ist zu verwerfen, dadurch wird die ige Achillessehne in der Bewegungsark behindert. Die Sohle ist eine niedersohle, in die eine dünne elastilplatte eingearbeitet ist. In dieser sind die „Nägel“ oder wie man Dornen“ befestigt. Die Dornen sollen Stahl gefertigt sein- Am besten iahen sich vernickelte Chromnickeldie auswechselbar in die Stahl- Do geschraubt werden können. Ein guter, rn dringt besser ins Erdreich ein, , umpfer, ermüdet das Bein weniger! viel zu wenig beachtet! Eisendornen sich und sind deshalb unbrauchbar. nun folgende Spezialschuhe : e; Springerschuhe für Springer, tnd Mehrkämpfer; Schuhe für Speeri id für den Waldlauf und für den der Halle- Der Springerschuh hat irfien, damit der Fuß beim Auf- und Abrollen zum Abfedern besseren . Der Speerwerferschuh ist ein Schuh ^sprochene Spezialisten, die Höchstvollbringen wollen. Der Schuh ist hoch hinauf geschnürt wie ein Boxerschuh wodurch er den Fuß, insbesondere die Knöchel beim Stemmen aus vollem Lauf genügend kräftigt. Die Schuhe haben einen kleinen Absatz mit Dornen. Die Länge der Dornen beträgt etwa 30—40 mm. Im Gegensatz hierzu haben die Waldlaufschuhe ganz kurze Dornen, einen Absatz (ohne Dornen) und einen Ristriemen. Ein Stück Chromgummi unter der Ferse, das gleichzeitig als Kappenschutz dient, ist zweckmäßig, aber nicht erforderlich. Ein guter Rennschuh kostet immerhin 10 15 Mark, ist dem billigeren wegen größerer Haltbarkeit und Zweckmäßigkeit unbedingt vorzuziehen.; Pflege Deine Schuhe, insbesondere den Rennschuh und sie werden es Dir danken. Wirf den Schuh nicht in eine Ecke, lasse das Leder nicht hart werden und die Dornen nicht rosten. Ein harter Trainings- oder Rennschuh paßt sich dem Fuß nicht an und scheuert wund. Das kann Dich unter Umständen den Sieg kosten. Mit einem Spezialfett bearbeite die Schuhe, nachdem Du sie von Erde und Staub gut gesäubert hast, leicht ein und walke mit dem Handballen das Fett gut in das Leder ein. Allzu vieles Fett macht aber das Leder wiederum zu weich, wodurch dann Dein Fuß nicht mehr den notwendigen Halt gewinnt. Auch ein sauberer Schuh gehört zu der „reinlichen Kleidung“, die die Leichtathletikordnung verlangt. ( Kam. Sportlehrer Edw in Halle. Ausschreibungen Reichsoffene Leichtathletik-Meisterschaften des L. V. Süd-Westdeutschland im Soprtbund „Schild“, verbunden mit Jugend-Wettbewerben. Tag: 27. Juni 1937. Ort: Frankfurt a. M. Sportplat/ Buchrainweihcr. Bahn: Asche, Länge: 340 m. überh;hte Kurven. Meldeschluß : 14. Juni 1037. 24 Uhr. Meldestelle: Dr. Adolf Reinstem, Wiesbaden, Lan^- gasse 7, Tel. 25201. Startgeld: Für Männer, Frauen und Alte Herren: Einzelwettbcwcrbe: 0,60 M. Mehrkampft 0,75 M und Staffeln: I — M.; für Jugend und Schüler: Einzelwettbewerbe: 0,40 M, Mehrkampf: 0,60 M und Staffeln 0.75 M. Das Startgeld ist mit den Meldungen zu überweisen. Zeiteinteilung: Startnummernausgäbe und Kampfrichtersitzung: 8.30 Uhr. Vorkampfe: 0 Uhr. Entscheidungen: 14.30 Uhr. Die Wettkämpfe werden nach den Bestimmungen des DRFL ausgetragen. Wegen weiterer Einzelheiten ist vor Abgabe der Meldungen die ausführliche Ausschreibung bei der Meldestelle an/ufordern. Die Meisterschaften sind reichsoffen für alle dem Sportbund „Schild" angeschlossenen Vereine, doch werden die Teilnehmer des L.V. Süd-West gesondert gewertet. Es sind folgende Wettbewerbe ausgeschrieben: Minner: 100 m; 400 m; 800 m; 1500 m: 5000 m; 4 mal 100 m Staffel; 4 mal 400 m Staffel; Hocbsprung, Weitsprung. Kugelstoßen. Diskuswerfen. Speerwerfen; Sechskampf: 100 m; 800 m; Wettsprung. Hocksprung, Kugelstoßen, Diskos. Frauen: 100 m; 200 m; 4 mal 100 m Staffel; Hochsprang, Weitsprung. Kugelstoßen, Diskuswerfen, Speerwerfen; Dreikampf: 100 m; Weitsprung; Kugelstoßen. Alte Herren (über 32 Jahre): 100 m; Weitsprung; Kugelstoßen und Dreikampf. Jugend (mSnntich) Jahrg. 10 — 20: 100 m; 1500 m; Weitsprung; Hochsprung. Kugelstoßen. Dreikampf: 100 m: Weitsprung; Kugelstoßen; 4 mal 100 m Staffel; Olympische Staffel. Jahrg. 21—22: 100 m; 1000 m; Weitsprung; Hochsprung; Kugelstoßen. Dreikampf: 100 m, Weitspruog; Kugelstoßen und 4 mal 100 m Staffel. Jahrg. 23 — 75 m Lauf; Weitspruag; Kugelstoßen; 4 mal 75 m staoei Schüler: (Jahrg. 25 und später): 50 m Lauf; *el,‘ sprung; Schlagballweitwurf und 4 mal 50 m Staffel. Jugend (weiblich) Jahrg. 21—22: 100 tn Lauf: Weitsprung; Hochsprung; Kugelstoßen. Dreikampf: 100 *n Lauf; Hochsprung; Kugelstoßen und 4 mal IM m Jahrg. 23 — 24: 75 m Lauf; Weitsprung; Kugelstoßen. Dreikampf und 4 mal 75 m Staffel. Schülerinnen: Jahrg. 25 und später: 50 m Lauf; Weitsprung; Schlagballweitwurf. Vorschau Sonntag, den 13. Juni: Frankfurt a. M. f’okaliplcie, FuSbaU: Sportpl. SondcrahauacntraBc, Uhr: BK. Frankfurt l - Schild Mflnz I; Sportpl. B“«' rainwtiher, 16.30 Uhr: Schild Frankfurt I AJn*- Aschaffenburg I. Karlsruhe. Pokalapiele, FuBbaU: 1 6.3 0 Uhr: Turnclub Karlsruhe 03 I — Schild Worms I. [spiele, Fußball: an Karlsruhe 1 eidelberg. piele, Fußball: Hailhronn I 16.30 Uhr: Schild Mannheim 1; 1 0 Uhr: BK. Mannheim > 16.30 Uhr Schild' Stuttgart I i I i

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