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Der Schild · 1937-06-11 · 24 (11.6.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
24 (11.6.1937)
Date
1937-06-11
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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OFFIZIELLES ORGAN DES „SCHILD", PSPORTB, Nr. 24 / 11. 6. 37 DES REICHSBUNDES JÜDISCHER FRONTSOLDA Was geschieht für Immer wieder haben wir an dieser »teile auf die Bedeutung des Nachwuchses 1 ingewiesen, immer wieder uns bemüht, neue 'Wege zu seiner Gewinnung iund Förderung sufzuzeigen- Die * vergangen^ Saison brachte schon die ersten Erfolge die$er Arbeit. Jugendliche schufen neue Bestleistungen, wurden die neuen Meister. Und wie wird es in dieser Saison nun werden? — Die Ausschreibungen zi den Leichtathletik-Meisterschaften des L. V. Süd-Westdeutschland im Sporlbuifd „Schild“, ijlie gleichzeitig auch den Nachwuchs? rexchsoffcn“ a Näheres unter „Auss zahlreiche Jugendu Wir hoffen, daß sich anderen Landesverbän um so noch mehr, al; Jugendlichen und Anfä zu geben. Nur im Ka eschrieben sind (siehe reibungen“), br ngen SchüTerwettbew erbe, diesem Beispiel alle anschließen werden, im Vorjahr, un >eren ern Startmöglichl eiten f werden sie wachsen und die Freude zu neuer, systematischer Trainingsarbeit finden. Vernünftige Klasseneinteilungen und Ausschreibungen, das sind Forderungen, die u. a. in/nachfolgendem Beitrag erhoben werden. Selbstverständlich kan t er nur eine Meinung wiedergeben, nur einige Wege aufzeigen. Wir würden uns fr tuen, wenn aus der praktischen Arbeit Erfahrungen sich ergeben, die diese Vorschläge erweit« rten, ergänzten. So werden die Ausführungen über den „Schulsport“ durch die Tatsache berichtigend ergänzt, daß nicht nur von einzelnen Schulen, sondern auch durch die Zentralstellen Wettkämpfe, ähnlich den früheren Reichsjugendwettkämpfen, durchgeführt werden. Aber sie sind nur einmal im Jahr. Da aber der Jugendliche nur dann stetig in seinen Lei stungen wachsen kann, wenn er öfters Kampfmöglichkeiten erhält, so erscheinen uns die Fragen nach der Zusammenarbeit mit der Schule schon berechtigt. „Der bekannte Mittelstreckler verließ! in diesen Tagen Deutschland, um sich eine neue Existenz im Ausland zu gründen.“ Diese lapidaren Meldungen, an die sich meist eine Aufzählung der bekanntesten Erfolge des S leidenden schließt,sind uns in letzter Zeit s:hon beinahe zur ständigen Rubrik in dem S >ort teil der jüdischen Zeitung in Deutschland geworden. Dem Beobachter jüdischen Sportgeschehens drängt sich bei solcher Lektüre naturgemäß die Frage auf, wie lange unser Sport diesen Verlust der Besten noch wird vertragen <önnen, ohne an Niveau entscheidend zu verlieren; denn eine Auf üllung durch eigenen Nachwuchs, ist in di sem Tempo ja nur schwer möglich. Betrachten wir zunächst einmal die den Sommersport beherrschende Leichtathletik. Dünne Felder, bei denen der Sieger von vornherein feststeht, tragen weder zur Leistungssteigerung, noch zum kampfreichen Verlauf bei. Und beide sind nötig,'um das Interesse am jüdischen Sport b:i Publikum und Aktiven aufrechtzuerhaiter. Vom Leistung« port abzugeiben, kann aber trotzdem nicht geraten werden, bevor ein anderer, gleich wirksamer Modus dafür gefunden ist, und de - ist vorerst noch nicht zu sehen. Andererseits; ist jedoch zweifellos durch Klubkämpfe auf breite: ter Basis, Klasse, em- Vorgabewettbewc rbe, teilung etc. noch manche Belebung in unsere Sportveranstaltungen zu bringen, die noch ungenutzt bleibt. Wie viele stehen beispielsweise heute, noch dem aktiven Sport fern? Ihre Zahl ist viel größer als man glauben mag, die Intrnsität des jüdischen Sports noch lange nicl t erschöpft. Man hat da vor einigen Jahrei mit den Ausschreibungen der Konkurrenzei für „Vereinslose“ einen vielversprechenden Anfang gemacht und manches heute bekannte Talent, ist auf diese Weise entdeckt worden. Die gleichen Voraussetzungen sind noch jetzt gegeben, und es liegt an euch, Sportwarte, sie zu berücksichtigen- Ist das ein indirekter Weg zur Erfassung der Unerreichbaren, so führt der einfachere in die Handelsschulen, Umschichtungss ellen, ja auch in die Kulturbünde und Lenrh iuser, in denen überall junge Menschen sitzen, die vielleicht nur eines kleinen Anstoßes bedürfen, um für den Sport gewonnen zu werden vei f; Und die Schulen? Werden sie nidjt radezu sträflich vernachlässigt? Leider Schülerwettbewerbe an sich schon wenig in unseren Sportfesten, dann aber sind stets nur Vereinsangehörigen Jungen und offen. Man verzichte bei dieser jüngste; i gend auf ausgeprägte Rivalitätsgedankei i wende sich mit der Ausschreibung, liegt doch auf der Hand —, an die öffentliche Organisation, an die Schule Einwand, däß Wettkämpfe, dem im A begriffenen Körper schädlich sind, nicht mehr. Die dieser Altersklassen , v haltenen kurzen Strecken, Staffeln, Sprüng^ Würfe (Schlagball), sind durchaus den dingungen ihrer körperlichen Entwicklung gepaßt und j entsprechen dem Leistungs Der Wettkampfgedanke ist dem Kinde hören, seine!Erziehungswerte sind bekannt unserer Jugend wertvoll. Warum also au: Gebiet verzichten, das mehr als andere eignet ist <Jem jüdischen Sport zu und ihm auf natürliche Weise den nö Nachwuchs ^uzuführen? Schulsport allein nicht genügen. Heinz Nach: ge- 1 inden Raum sie Madel Ju- und das drößte Der jfbau äugt irbe-. und Betern' Geschwindigkeiten Geschwindigkeit, das ist für den M ithematiker der Quotient aus Weg durch Zeit, meistens in Stundenkilometern oder Sekurdenmetem als Zahlenwerte angegeben. Für uns aber, uns Sportler, heißt Geschwindigkeit Befreiung von | aller Schwere, ist sie der wiegende Tanzj eines üb«!r Wellen gleitenden Bootes, ein |m die Straße sich schmiege ides Auto, ist sie ider weite Schwung einer sat senden Schußfahrt über verschneite Berghinge. Wir Sportler lieben die Geschwindigkeit als Quotient aus Veranlagung, Uebung Und Kiimpfen, als Endsumme unserer sportlichen Leistung. Vergleichen wir einmal die W e 11 re k o der Leichtathletik untereinander, so finden in den erreefhneten Zahlenwerten, wenn den Weg angeben, der in einer Seku zurückgelegt wird, Beweise für manche Pachtungen, die sonst allgemein auf G anderer Beobachtungen gemacht werden. arten, inge- und ein Lederten ö ligen rann I. BOd: Dmbt* Wer hat gesiegt? Die Uhren zeigen die gleiche Zeit! — Die Wettkampfbestimmungen verlangen aber eine Entscheidung, da bei totem Rennen die Preise und die Punkte nicht .verlost noch geteilt werden dürfen, sondern ein neuer Lauf zu entscheiden hat. Die Wertung erfolgt in der Reihenfolge, in der die Läuter mit dem Oberkörper (ausgenommen Kopf, Arme oder Hände) die Ziellinie überschreiten.: Die Uhren konnten den Sieger nicht ermitteln, denn Beherrsche die Technik vollkommen, und dann’ vergiß sie ganz und sei natürlich * Amm Pawlownt iiiimiiiiiiiiHiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiHiiiiiiiiiiiitmiiiiiimiiiiiitiiuiiiuiiMti Brustbreite ist eine Differenz, die selbst in Zehntelsekunden nicht festzustellen ist. Die Zahlen aus dem nachstehenden Beitrag „Geschwindigkeiten des Leichtathleten“ beweisen es. Auf Grund dieser Werte ergeben sich schon für einen halben Meter Sekundonbruchteile, die unsere gewöhnlichen Stoppuhren nicht mehr feststellen. Zielphotograpnie kann bei uns erst nach einigen Tagen zur Entscheidung herangezogen werden; Zielfilm aber entspricht mit seinen hohen Kosten nicht unserem Leistungsstandard. So bleibt als genaueste Optik das menschliche Auge, der entscheidende Blick des Zielrichters. Aber" auch er muß dauernd geübt und geschärft werden. Darum verwende man möglichst immer die gleichen Kampfrichter zu bestimmten Funktionen. __ des Leichtathleten Gfu r de wir wir d e Bernd Ein paar vergleichende Zahlen als Einführung in die Welt der Geschwindigkeiten: das Licht (elektr. Welle, Funkentelegr.) legten 300000 Meter in der Sekunde zurück, das Flugzeug ca. 85 m; das Auto ca. 55 m; der Wind .(Stärke 12) *a. 40 m, der Jagdhund (Hunderennen) ca. 25 m, der Radfahrer ca. 15 m, wenn man die Bestleistung vom 1000 Meter- . Zeitfahren zugrundelegt. U eberprüfen wir nun die Tabelle der . leichtathletischen Weltrekorde (Kraft Nr. 21), so finden wir für die Bestleistung über 100 m •eine Wegstrecke von 0,708 m in der Sekunde. Diese Zahl beweist die Unsinnigkett jedes Zielsprunges, denn für 8,17 m im Weitsprung wurde weitaus meihr als 1 Sekunde Flugdauer benötigt. Der Wert der sogenannten] „fliegenden Starts“ ergibt sich aus der Errechnung der. Sekundenmeter des 200 m-Läufers, die 0,85 m beträgt, also das Sekundenmittel des 100 m-Läufers übersteigt. Noch besser zeigt

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