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Der Schild · 1937-06-04 · 23 (4.6.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
23 (4.6.1937)
Date
1937-06-04
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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O FFIZIELLES ORGAN DES „SCHILD", PSPORtTBUND DI3S REICHSBUNDES JÜDISCHER FRONTSOLDATEN Kennst Du die Kampfregeln? Einiges aus der Leichfafhlefikordnttng für Rampfrichfer und Aktive So lautete die Uebe schritt, die wir in Nr. 16 der Kraft zwei Beiträgen v )ranschickten, von denen cintr die neuen Hnclisprungregeln, der andere die Spielge- >etze im Fußball behancelte. Die kommenden Veranstaltungen erfordern stärkste Beacftung dieser neuen Regeln, die schon im Traning eingeschaltet und verarl eitet werden müssen. Fs ist Pflicht jedes Ver mstalters, sich d.iruin /u kümmern, daß kein Kampfgericht im F ochsprung tätig ist, das ni:ht mit jeder Einzelheit der neuen Bestimm tngen vertraut ist. Aber nicht hur die neuen Regeln allein sind zu lernen, ihre Bea :htung zu überprüfen, sondern immer wieder niissen wir festst dien, daß zahlreiche Wettkanpf-Bestimmunger aus Unkenntnis oder Fahrlässigkeit nicht beachtet werden. Ob es sich nun im die Ausschreibung einer Verajstaltung haidelt, (8 12 Seite 30) für dit bestimmte Angaben ausdrücklich gefordert werden, oder im besonderen um die Form der Meldungen und des Nenngeldes, immer wieder müssen wii feststellen, daß leider oft nur eine Unge ähre Beachtung der Kampfregeln erfolgt. Verstößt der Veranstalter bei seiner Ausschreibung schon, wenn auch nur mit Kleinigkeiten, gegen die Bestimmungen, so wird es schwer sein, später einem Aktiven klar zu machen, daß rr wegen eines gleich großen Verstoßes von der Teilnahme ausgeschlossen wird oder eine Verwarnung erhält. Wir haben bisher öfters über Preis: gesprochen. Wir weisen in diesem Zusammenhang auf den § 15 der Leichtathletik-Ordnung hin, der im Einzelnen die Zahl der Preise und ihre Form behandelt. Bei der Abwicklung der Wettkämpfe muß immer wieder darauf geichtet werden, daß die Bestimmungen über Leitung, Aufsicht und Prüfung t § 16 bis 30 strenger gewahrt werden. Die Functionen des Schi edsr i c h t e r s sind eben« o festgelegt, wi: die Zusammensetzung des Kampfgerichtes. Die Aufgaben von Starte rdner, Starter, 'Zielrichter, Zeitnehmer, Ba inrichter, Rundem ähler, Vorgeber und Platzordner sind im Ein einen genau bestimmt. Obleute für Lauf, Wurf und Sprung haben di: Funktionen de ■ einzelnen Kampfgeri :hte zu überprüfen, also Zeitrichter, Zeitnehmer und sonstige Kampfrichter einzuteiUn, die gemeldeten Teilnehmer aufzurufen ui d überhaupt auf! eine genaue Einhaltung de Wettkampfbestimmungen zu achten. Wir h iben im Einzelnen über die Tätigkeiten des £ tarters, des Zielrichters oder Zeitnehmer in d( n letzten Nummern der Kraft gesprochen. Die allgemeinen hesfimmungen Leider müssen wir weiterhin feststelle i, daß gerade gegen sie (§ 31) immer wieder verstoßen wird. Da werden einmal bei einem „toten Rennen“ Preis« oder Punkte geteilt, ja, sogar das Los entscheidet über einen. Titel. Jegliche Entscheidungen dieser Art sind zulässig. Eine kleine Scene mich als Kampfricht außer Konkurrent zifzulassen, da unvei licherweise seine Baclimeldung vor drei Der Aktive A :r, ihn im Kugeilsi bittet toßen ständ- Tagen Erst l nicht mehr angenommen worden weise ihn darauf hin, daß (nach Nenmingsschluß für sämtliche U (ausgenommen Vereinswettkämpfe) auf den 7. Tage vorher nach 12 gesetzt ist, Nach- und Umineldungeji sig“ seien. — Ein Wort gibt das geraten in einen Wortwechsel, in der Trainer des Aktiven A eingreif: vorher nicht bemerkte. Unter § 32 der Wettkampfbestimmungen,, verweise ich ihn sofort aus dem '„Kein Helfer, Masseur oder Teiln nicht in dem betr. Wettbewerb täti einen anderen Teilnehmer an den in den Innenraum begleiten“, er mich an. Immer wieder hat ihm „Mannschaftsbegleiter“ Einlaß vers< ich ihn dann an die Olympischen innerte und die Tatsache, daß im kein Trainer zu sehen war, sondert ven in einer Reihe nur in Begle t Kampfgerichtes und nur zu ihrem den Innenraum betraten, gibt er ach nach, mit dem Bemerken aber, sofort bei Beginn der Pause Beim Einspruch erheben werde. Um es nehmen, er wurde von dem Sei nicht nur sachlich belehrt, sondern a sätzlich abgewiesen, da ein Einsp tj 30) „binnen längstens 10 Minutei Beginn des nächsten Wettbewerbes ist“, daß er seine Einspruchsgebül Abweisungsfalle an den Verband wäre, (Landessportleiter achtet auf nahmequelle!) außerdem zu beglei Inzwischen hat nun mein Aktiver sehen, daß er im Unrecht war. El)' vom Platze ging, mußte ich ihn n hinweisen, daß es unzulässig ist, uummer auf der Brust, statt auf d^ zu tragen. Verhaltungsmaßregeln für Teilnehmer Ueberhaupt scheinen unsere Aktiv so wenig wie die Kampfrichter daß eine Nichtbeachtung dieser Verhaltungsmaßregeln eine Bestrafjn einen Ausschluß von der weiteren väre. Ich 11) „der ettkämpfe spätestens Ijjhr“ festunzuläsahdere, Wir fern auch den. ich iweis auf Absatz 5, I nnenrauni. e Inner, der ist, darf itart oder mit sieht das Wort ' halft. Als Spiele ernnenrauin die Aktiung des Vettkampf ielzuckend er aber iedsrichter da II Sei i Wir fordern Deine Mitarbeit Reiferkampf! BUd: Drabii ■ofweg zu 1 iedsrichter ipeh grund- :h (nach oder vor u erheben ir, die im ibzuführen diese Einhabe. A. eingee er aber ij>ch darauf die Startrn Rücken i< hen en genau u wissen, Allgemeinen. ‘ ng, sogar Teilnahme an Wettkämpfen der Veranstaltung durch Starrer odef dem Schiedsgericht (und n u r von ihnen) erfolgen kann: ELine Zeit lang war es - Mode, einen ungewaschenen Dreß zu tragen. Ein paar abergläubige Kanonen hatten davon gefaselt, daß der Siegesschweiß aus einem Dreß nicht mehr ausgewaschen werden dürfe. Leider ist man im allgemeinen Sportleben nicht scharf genug dagegen eingeschritten, obwohl die Wettkampfbestimmungen ausdrücklich reinliche Kleidung vorschreiben. Wenn unsere Mädels weiße Höschen und einen knapp sitzenden Dreß als besonders schick ansehen, so muß der Veranstalter den Löwenmut aufbringen, den Mädchen diese Kleidung zu verbieten, da „für Frauen eine weite Kniehose von dunkler Farbe unter Ausschluß jeder anderen“ vorgeschrieben, „enganschließende Kleidung untersagt“ ist. Versäumt es ein Verein, durch Trainer und Mannschaftsbegleiter allmählich seine Aktiven so zu erziehen, daß diese Bestimmungen zur .Selbstverständlichkeit werden, so erscheinen sie Den Wettkämpfern, wenn sie plötzlich darauf hingewiesen werden, bald als ein Wald von Paragraphen. Habt aber einmal den Mut durch ihn einen. Waldlauf zu veranstalten! Nicht nur,das äußere Bild unserer Veranstaltung, sondern auch die innere Abwicklung wird Euch den Nutzen zeigen. Es ist uns nicht immer möglich, UeberdurchschnittlicheäP“" zU leisten. Wir sollten aber ,zu mindestens den Ehrgeiz besitzen, die Kampfregeln so zu wahren, als enthielte jeder einzelner Versuch die Möglichkeit einer neuen Höchstleistung. Pym. Kritik ist für uns nur dann sinnvoll, wenn sie aus dem üanzen kommt, d. I . aus der dauernden Verbindung mit dem sportlichen Geschehen, mit der Arbeit auch der kleinsten Sportgruppe. Vergeblich haben wir aber darauf gewartet, besonders in den letzt n Woeben, allgemeine Beiträge aus den Reih :n unserer Mitglieder, Sportkameraden, zu erl alten. Gewiß, an programmatischen Aufgabt n, an langen Erörterungen, „daß nur in einen gesunden Körper ein gesunder Geist wohn« n könne“, hat es natürlich nicht gefehlt, i iber, was sollen wir damit? — Zu keiner 2 eit konnte dem jüdischen Sport in Deutschlar d weniger mit solchen schönklingenden alfgeneinen Erörterungen geholfen werden, als g< rade jetzt. Es ist grotesk, wenn man immer wi« der glaubt, erneut große Richtlinien geben z)i müssen, und dabei vergißt, daß jeder Bau nun mal nacheinander aus -einzelnen Steinen, Balken und Trägern errichtet wird. Um im Brld zu bleiben: wir haben zu viele Architekten, aber zu wenig Handwerker bei unseren! - Aufbau, die auf Grund einer gediegenen, langjährigen praktischen Erfahrung immer wieder unermüdlich saubere Kleinarbeit leisten. Und so sollen auch die Beiträge aussehen, die wir immer wieder aus den Reihen unserer Sportkameraden erwarten; Kleinarbeit, sachlich. fundierte Ratschläge, nicht Richtlinien für eine allgemeine Ausrichtung unserer Arbeit; Hinweise,- die aus der praktischen Arbeit kommen, die brauchen wir immer und immer wieder. Gewiß, es ist schwerer, konkrete Vorschläge zu machen, als allgemeine Erörterungen zu pflegen. Es ist um so schwerer, als diese. S

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