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Der Schild · 1937-05-28 · 22 (28.5.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
22 (28.5.1937)
Date
1937-05-28
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nicht nur die Leichtathletik, Fu Iball, Faustkampf haben eine lange geschichtliche Ent« OFFIZIELLES ORGAN DES „SCHILD", PSPORTBUND DES REICHSPUNDES JÜDISCHER FRONTSOLDATEN i Sportgeräte erzäh verschiedenen Sportarten, ' “ “ ‘ z. B. itjklung, r sie Gerät chgedie eigentlich jedi r kennen sollte, betreibt, sondern auch das sportliche d: di ri hat einen bestimmten Werdegang macht, Erfahrungen haben es verände gemeine Zielsetzungen ihm immer wied« neue Aufgabe gegeben. --- Aber stets sportliche Gerät c ort die größten u verlässigsten Leist ingen vollbracht, \v Mensch erkannte, Tier Pflege und der /. R. wird t können, der weiß wurde, wie er gep daß es ebenso w Vertrautheit verlang inen Speer richtig wie er erstand, legt werden muß, dt Zielrichter und Zeitnehmer Vgl. Welch 88 20, seit Nachdem wir Starters in Nr. 20 wollen wir nunm richter und Zeitnehji Posten sind sehr v sollte deshalb nur heranziehen. Das Ziel be die Bahn verlaufet) sein soll, und den hoch, 7 cm breit durch die Ziellinie rang für die Zie Höhe von 1.22 m wegs die Ziellinie Pfosten befestigt s Boden und der Zt nicht von Zielrichf Maßgeblich für aber allein die diese mit dem O b Kopf, Arme oder sprechend ist ihre Als vollendet gilt der Körper des vollständig ü Ziel fällt, hat infol beendet. — Nach die Zielrichter unc düng zu treffen, destens 2 m von staffelt, Aufstellung sie, um eine einwi zu können, genau Ziellinie stehen n Sichtmöglichkeit z Zielrichter auf e Leiter hinter ein nehmen. Stuhl um| satz. Nie zu zwei am Zielpfosten s F ehlentscheidungei Die Zielricl die Reihenfolge, i passieren, festzus Stimmungen empfb' den ersten und z und dritten wertet, beobachten, daß eingeteilt wurden. on von den Aufgaben des der „Kraft“ berichteten, :hr die Arbeit der Zielmer betrachten. Auch deren :rantwortungsvpll, u: erfahrene Sportler en ihre Geschichte t, allr eine o der .verteil jebaut mit zr ampfbestimmungen 24, 25, 33, 65. i d man hierfür s|teht aus einer quer über den Linie, die 2 cm breit beiden Zielpfosten, 1.25 m und 2 cm dick. Sie werden verbunden. Zur Erleichterichter wird ein Bind in gespannt, das aber keinesiarstellt. Es muß so an den rin, daß es genau n it dem rllinie parallel verlauf; darf ern gehalten werdet, die Entscheidung ist Kiellinie. Wie die Kämpfer erkörper (ausgenommen Hände) überschreiten, ent- Reihenfolge zu bewerten, ein Lauf erst dann, wenn Teilnehmers die iriellinie terschritten hat. Wer im je dessen seinen Lauf nicht diesen Vorschriften haben Zeitnehmer ihre Eitschei- Oie Zielrichter sollen minien Zielpfosten entfernt genehmen. Es ist khr, daß chidfreie Entscheidung treffen auf der Verlängert ng der üssen. Um nun eit e gute i gewährleisten, sollen die em Tritt oder auf einer der gestaffelt Aufstellung Tisch sind ein gl ter Ert oder «tritt nebeneinander (ehen. Das kann pur zu führen!! ter haben die A i der die Läufer eilen. Die Wett ich hlen, daß, ein weiten, einer den Man konnte Zielrichter nach Das führt jedocl «ie Ziel früh Form und Spannkraft erhält; wer immet vyieder übend sich ihm verband, so, daß der Speer fast zu einem neuen Glied seines Körpers wurde, er ihn beherrschte, wie Arm und Hand. Speerwurf und Diskus haben ebenso ihre Geschichte, wie der Steinstoß als Ursprung des Kugelstoßes1, oder des Hainnerwurfs. Immer war Ausgang dieser Uebun jen der Gedanke des Kampfes, waren sie irsprünglich Waffe im Krieg und zur Jagd unc wurden später erst zu Sportgeräten, entstanden aus der regelmäßigen wehrhaften Ertüchtigung der jungen Generation. Aber nicht nur die Geräte des le chtathletischen Wettkampfes (Speer, Disku«, Kugel, Stein, Hammer u. a. m.) halben ihr(e besonzu Irrtümern, da bei 3—4 fast g eichzeitig durchs Ziel laufenden Teilnehmern oft eine genaue Entscheidung, auf welcher Bahn der Erste lief, nicht zu treffen ist. Die Wertung nach der Reihenfolge der Teilnehmehat sich dagegen als zuverlässig und zweck näßig er- \yiesen. Die Entscheidungen .der Zielrichter sind unanfechtbar. Sollten Meinung sverschiedenheiten innerhalb des Zielgeric ätes auffauchen, so entscheidet die Menrhe t der für den betreffenden Platz zuständige l Kampfrichter. Auch diese Beschlüsse sind endgültig, es gibt keine Einspruchsmöglichki iten. Die Zeitnehmer sollen s< wie die Zielrichter ihre Aufstellung nehme a. Jedoch ist zu empfehlen, daß die einen auf 1er Innenseite, die anderen auf der Außer seife ihre Plätze haben, damit allen Kampfrichtern eine gute Sichtmöglichkeit gewährt wird Vor dem Kampf sind die Uhren zu prüfen und genau miteinander zu vergleichen. Man verwende möglichst nur Tagwerkuhren (füi Höchstleistungen vorgeschrieben), und vor allen Dingen nur wirklich richtiggehen le Uhren. Möglichst sollen die ersten 3 "eilnehmcr von je 2—3 Zeitnehmern gestopt \ierden. Mit dem Aufblitzen des Schu ises oder nach dem Rauch ist das Stoppwer!« der Uhr in Gang zu setzen. Nie nach di m -Gehör stoppen! Bei 100 m Entfernung \om Startplatz können sich schon Unterscl iede (entsprechend den Windverhältnissen) tis 3^10Sck. ergeben. Die genommenen Zeitei i sind, — falls' mit mehreren Uhren gestopp wird —, mit einander zu vergleichen. Wem von 3 Uhren 2 übereinstimmen, so gilt deren Zeit, sind alle drei Zeiten unterschied!!» h, so gilt die Zeit der mittleren Uhr. Wir« nur »mit 2 Uhren gestoppt, so gilt bei Differenzen die längere Zeit. Für Strecken bis zu 1000 m einschließlich wird nach l/io Sek., 1 ür länger nach V4 Sek. gestoppt. Die Zeit ist jedoch immer in Zehntel-Sekunden anzuge^en. Wichtig ist, daß Zeitnehmer und Zielcas i fgaben, Ziel mpfbe- 'richter zweiten er oft Bahnen leicht richter völlig unabhängig von eiiander zu L> '— r':~ ----- u-1'— allein die arbeiten haben. Die einen haben Zeiten der für sie bestimmten Sie jer festzustellen, die anderen haben zu eitscheiden, in welcher Reihenfolge die Teilnehmer durchs Ziel liefen. Dies sollte immer beachtet und nie beide Aemter miteinander verbünd in werden. Adolf Jacobsoht, Berlin. Bild: Herrmann di re Erstehungs-Geschichte, sondern auch S'abhochsprung, Fußballspiel, Faustkampf, um ei lüge Disziplinen herauszugreifen, haben von einem Weg durch die Jahrhunderte zu erz: hlen» Vielleicht wird die Ueberprüfung^ dieses geschichtlichen Werdeganges, die urs; rüngliche Auffassung, wie sie sich heute zim Teil noch in sportlichen Hebungen der primitiven Völker findet, der modernen Athlet k und Sportbewegung neue Erkenntnisse vermitteln. In der Geschichte lesen, heißt sein persönliches Schicksal und daß seiner Gemeinschaft in ihrer objektiven Größe und Bestimmung erkennen. Wir laufen Gefahr, i urch die Wucht von Ereignissen, die un-! ere persönliche subjektive Lebensgestaltung i reffen, den objektiven Blick für die Größe i ind Bestimmung der Aufgaben unserer Geneinschaft zu vergessen. So wenig aber die Lat eines Einzelnen im Bild der Geschiente )ft wiegt, um so größer können uns anderer-;eits die Aufgaben unserer Gemeinschaft, unerer Generation erscheinen. Auch in unserem sportlichen Leben ist es gut, wenn wir einmal erkennen, daß zu jeder geschichtlichen Epoche es Leistungen in den Leibesübungen gegeben hat, die um nichts denen neuzeitlicher Athleten oder der Sieger der modernen olympischen Spielen nachstehen. Aus der Entwicklungsgeschichte der athletischen Hebungen, dem Werden der Spiele, an denen Erfahrungen unzählige Kämpfe in Jahrhunderten formten, immer wieder Generationen ihre sportliche Arbeit einsetzten, werden uns manche neue und wertvolle Erkenntnisse werden. Wir sollten Ehrfurcht vor dem haben, was die Patinaschicht der Jahrhunderte trägt. Wir sollten, wenn wir glauben eine Uebungsweise so für uns neu gefunden zu haben, es nicht gleich als eine epochemachende Weisheit verkünden. - Wir sollten auch in der Uebermittlung dieser sportlichen Erkenntnisse, Wertung unserer und anderer Leistungen so bescheiden sein, wie der Historiker es ist, wenn er auf Grund wahrer Kenntnisse der Geschichte, das Völ-, ker-Geschehem in seiner Zeit überprüft. Diskus — die klassische Übung Die Begeisterung für die klassische Form der Leibesübungen brachte fast gleichzeitig mit dem Gedanken der Wiedererweckung der Olympischen Spiele Vorschläge bekannter Philologen, den „Diskos“-Wurf (griech. diskobolia, dikein-werfen) wieder als sportliche Hebung zu pflegen. Das berühmte Bronze- Standbild „Diskobolos“ (Der Diskuswerfer) des M y r o n diente ihnen als Vorbild. So kam es, daß bei den I. Olympischen Spielen in Athen der Diskuswurf von einem Sockel aus geschah, und man erst später erkannte, daß die Griechen einen freien Wurf pflegten, so, 'wie er dann. von Amerika aus zu uns seinen Weg fand. ( ~, Die bei Ausgrabungen gefundenen ca. 15 Bronzen-Disken ■ wogen 1,245 bis 5,707 kg. Ihr Durchmesser schwankte zwischen 16,5 und 34 cm. Flache Steinscheiben, die man an anderer Stelle fand, bewiesen die ursprüngliche, natürliche Herkunft des Geräts, geformt von den Wellen des Meeres, dem Wasser der Flüsse und Bäche. Der Bronze- Diskus, den man in Aigina ausgrub, zeigt als -Verzierung einen Springer (mit Hanteln) und

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