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Der Schild · 1937-05-28 · 22 (28.5.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
22 (28.5.1937)
Date
1937-05-28
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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MWWWMW k/U HoaUoMate* sind deilHeuu*g. Flbi .1 ät :1lt, des Mit der gewaltigen head haben am 20. Mai nungsfeierlidikeiten i hren — Es liegt nahe, daß g blatt wie „Der Schild“ dem Problem der Autori nung des englischen KtJi den Augen der Wett das englische Symt ol eindrucksvoll herausjgeste' Millionen Einwohner reiches ein einmütiges B« dem Sinnbild der umfasse* gelegt haben, so wird Gleichgewicht zwischen heit im britischen Henk glückliche Lösung gefundc Gleichgewicht, auf yvelch^ englischen Weltreiches die jüdischen Untertanen Majestät in allen, fünl an Bekundungen tiefer zur englischen Krone und niemandem zurückgestand danken jenen Grundlag« * Staatsbaus ehrenvolle Lei Wicklungsmöglichkeit. Au Empire manche wertvoll« schenkt, in Krieg und Frim einen Lord Reading, ein« i Auch sie hatten < ie C der Krönung bedeu ende Judentums in der königli von neuem anerka int zu Zeichnungen, wie < ie u Julius Satter Elias Isaaj: worden; und noch nach kett in der Guildhall Stadtverordnete und Sherifl F. J. C. Politzer ir den Zwei Mitglieder d :r glei und Sohn, waren b« reits ui Lordmayor von Lcndon. der Autorität «ter Krone förderte Traditifti Engla Bürgern gegenüber in diese allein, das Judentum lieh Grund, das imzuerklei Um so krasser n ittenparade in Snitdie englischen Krö- Abschluß gefunden. :rade ein Sold itensich häufiger mit befaßt. Die Krönigspaares hat vor die Krone als dfer Autorität h ichst tums des s rds insgesamt hat nnen. Dem Andenken zweier Flandern-Gefallener Wenn die britischen Weltkenntnis zur Krone, nden Autorität, abdeutlich, daß das Autorität und Freichäftsbereiche eine n hat. Es ist < ieses m der Bestand des :tlich beruht. Auch Seiner Britischen Erdteilen I aben Treue und _iebe ihrem Träger linier ‘en; auch sie vern des englischen ensrechte und Entifch sie haben dem Persönlichkeit geden: einen Di sraeli, n General Monash. ugtuung, anlißlich 5 ohne des engl senen chen Wertschätzung sehen, durch Ausa. Herbert Simmel, Isaacs zuteil gedem Krönungsban- \lurde der jüdische ' f der Stadt L indon kitterstand erhoben: idien Familie, Vater ater Königin Victoria — So tritt di : von bestätigte un 1 geseilten jüd sehen Erscheinung. Nicht ' wanr- Dur:h die Tagespresse ging vor kurzem folgender hier in seinem Anfangsteil wiedej-gegebener Aufruf: „An die FIandernkämpfer!20Jahre sind vergangen, seit im Frühjahr des Jahres Toben der Materialschlachten bederen Mittelpunkt die Flaildernschlacht stand. Fländerip ist höchster Ausdruck des Heldendeutschen Frontsoldaten, das er in ußte zi etwa gleicher Zeit die Nachricht wir «en, daß die Manditsverwaltung von Palästina, eine britische Behörde also, für 4 Monat« sage und schreibe 620 Einwanderungszertifikate für Palästina zur' Verfügung der lewish Agency hält. Deren nachdrücklicher und würdiger Protestschrit: konnte nicht ausbleiben. Die Unzulänglichkeit einer solche Quote, gemessen an der Auswanderungsnot der Judenbeit, liegt auf dei HandJ und gewinnt noch an Bedeutung im Hinblick auf den bevorstehenden Untersu rhungspericht der Königlichen Kommissioi für Palästina. Ist diese Zertifikatszuteilung etwa schon vorsorglich zugeschnitten auf gewisse Aufteilungsplaue, die dem jüdischen K« »lonisatjonswerk nur einen kleinen Teil Paläs inas zuweisen würden? Es scheint, als ob der arabische Widerstand gegen jenen Aufteilungbp an tatsächlich gar n cht so groß ist, wie ei das Oberste Ar«,bische Komitee nach aullen hin noch erscheinen lassen möchte.... Wenn die wichtige englische Wochenschrift „Spectator“ im Leitartikel diese Zeitifrkatinenge als unzure chend anerkennt, um den Juden die erforderliche Hilfe zu bringen, so erkennt sie das F ichtige; wenn sie a ldererseits diese Einschiänkung der jüdischen Einwanderung „angesichts der Atmosphäre in Palästina“ dcnnoci für möglicherweise gerechtfertigt ansieh, so i rt uns damit wenig geholfen. Oder weiß man beispielsweise in der Redaktionsstu >e des „Spectator“ nichts von den sich häufenden und bis zu Pogromen steigernden Juden erfolg« mgen in Pol m? Wir wissen, da3 die innenpolitische Haltung zu den jüdischen Einwohnern keinen Einfluß auf die Außenpolitik der Großmächte 500 der Abwehr der Materialschlachten bewies, gleichviel, ob das vor Verdun, an der Aisne odef am Chemin des Dames war. In Gedenken an dieses gewaltige Ringen veranstaltet der deutsche Reichskriegerbund | (Kvffhäuserbund) e. V. am 30. Mai 1937 in der Deutschlandhalle in Berlin eine Großkundgebung“. Dies veranlaßt mich, auch einiger jüdischer Kameraden zu gedenken, welche in der Flandernschlacht 1917 ihr junges Leben zum Opfer brachten. In der „Jüdischen Rundschau“ Nr. 31 vom 3. 8.| 17 finden wir nachstehende Todesanzeige: „Nach fast 3jährigen Kämpfen fielen unsere lieben Turnbrüder Dr. Georg Orkin, Assistenzarzt in einem Infanterieregiment, Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Klasse, und Joseph Baer, Feldhilfsarzt in einem Infanterieregiment, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse. Mit ihnen haben wir zwei unserer Besten verloren! Bis ins Innerste vom Zionismus durchdrungen stellten sie, der eine seine mannhafte Reife, der andere seine lebensfrohe Jugend in den Dienst der nationaljüdischen Turnbewegung. Ihre Lebensarbeit wollten beide der Wiedergeburt unseres Volkes, in Erez-Israel weihen; sie waren entschlossen, nach Palästina zu gehen und dort selber mitzuarbeiten. Beide waren, wie je einer dazu berufen. In unserem Kreise werden sie unvergessen fortleben! Der Jüdische Turnverein Posen“. Auch Nachrufe des Vereins Jüdischer Studenten an der Universität Berlin und des Rudervereins Jüdischer Studenten sowie der Angehörigen gelten den beiden Gefallenen. In der'Anzeige der Familie Baer vom Tode ihres Sohnes und Bruders heißt es: „Er folgte seinem ältesten Bruder und .überlebte seinen treuesten Freund Dr. Georg Örkin, mit dem er 3 Jahre Freud und Leid im Felde teilte, nur um wenige Stunden“. >. Ork in, geh. 18. 6. 88 in Hildesheim, n nach kurzem Dienst beieinem anderen rippenteil im beginnenden Herbst 1914 als erarzt d. Res. zu dem Res: Inf. Rgt. 226 ’V. R. K.), dem ich seit seiner Aufstellung August als Regimentsarzt angehörte, und leitete dieses von den ersten Kämpten Ostpreußen an über Polen, Weißrußland, Pripetsiimpfe, Ostgalizien, die Waldkar- :hen, die westliche Bukowina, das siebengisch-rumänische Bcrezker Grenzgebirge h Nordfrankreich und Flandern-in die as- und Flandernschlacht 1917. Er erhielt E.K. II, wurde Assistenzarzt d. R.; er i sah schon vom Spätherbst 1914 die Stelle Bataillonsarztes des I. Bataillons, mit dem auf das kameradschaftlichste verbunden; nur kurze Zeit war er stellvertretungse als Augenarzt dies war das von O. gewählte ärztliche Sonderfach — zu m Feldlazarett kommandiert. 1916 hatte sich zur deutscher Armee für den nahen en gemeldet; ich hatte «lein Befehl entdochen, seine Tropendienstfähigkeit festzüejlen. Noch ehe er seine Einberufung dahin eit, hatte Dr. Orkin sein, Schicksal ereilt. ka T Urft (XX im be; in dir pa bü na Ar da > vei de er w w Dr| .ei er OsJ sp st e a r eise re ar K.i P ve w ve l)ri in w< . wt wa .‘it lösju J< 14 Zn > Ztfr Fe Di La|r ar er! i im 17. 7. 17 wurde er nördlich Ypern beim Kampfbataillon durch Granattreffer sei wer verwundet. Die Regimentsgeschichte belichtet: „Der Bataillonsarzt I 226 Assistenzt Dr. ined. Orkin, der bisher in allen älmpfen des Regiments, unbekümmert um ersönliche Gefahr, selbstlos die Verwundeten sorgt hatte, erlitt nachts im Dobschtitzald durch Granatsplitter eine schwere Nierenletzung, der er einige Tage später erlag.“ Orkin wurde nach seiner Verwundung «las Feldlazarett in Staden gebracht, in Iches ich selbst schon am Tage vorher gen schwerer Verwundung aufgenommen Dort suchte ihn während einer kurzen Abng seines Truppenteils ' sein Freund seph Baer auf. Auch dieser, geb. 7. 93 in Janowitz-Bromberg, hatte lange R.I.R. 226 als Sanitäisuntcroffizier dem Bataillon angehört und das E.K. II erhalten, r» Zeit der FlandernschlaclM stand er als dhilfsarzt beim Schwesterneglment in der •ision, R.I.R. 228.' Bei der Rückkehr vom arett zu seinem Bataillon wurde Feldhilfs- Baer wenige Stunden vor Dr Orkins t Tcjde durch einen bald zu seinem Tode fuhauszuüben pflegt; heute so wenig wie vor dem Weltkriege, als die Pogrome in Rußland kein Hindernis für die -französische Republik und das demokratische England waren, die Entente cordiale mit dem Zaren zu schließen. Will England, dessen Haltung zu seinen eigenen jüdischen Untertanen nur Dankbarkeit auslösen kann, jene moralische V erpflichtung, die es dem Judentum als Ganzem gegenüber für die Errichtung des National Home in Palästina übernommen hat, vielleicht mit der Schaffung eines jüdischen' Zwerg-Dominions a b g e 11 e n , das angesichts der dringenden Auswanderungsnöte in Zentral- und Osteuropa zwar völlig unzulänglich wäre, der britischen Außenpolitik jedoch im arabischen Bereich — in der Länderbrücke nach Indien, in Vorderasien und Nordafrika — vielleicht stärkere Bewegungsfreiheit verschaffen soll — —? Gewiß, dieses präsumptive jüdische Dominion würde nach innen unter jüdischer Selbstverwaltung stehen, würde nach außen eigene diplomatische Vertreter, seinen Vertreter auch im Völkerbund haben, wo im übrigen arabischerseits nach dem Irak in Kürze Aegypten und demnächst noch Syrien und Libanon einziehen werden. Auch die Nachricht, daß der Bündnisvertrag zwischen den drei Araberreichen Irak, Saudi-Arabien und Yemen nun wirklich und endlich zur vollzogenen Tatsache geworden sein soll, verdient in diesem Zusammehhange Beachtung. Ob die Vorteile, die solch ein jüdisches Dominion vielleicht sc nen Bewohnern bieten würde, die abträglichen Auswirkungen aufzuwiegen vermöchte! i, welche seine Existenz im britischen R« ichsverband für andere, jüdische Gruppen in der Welt zeitigen könnte, ist schwer voran »Zusehen. Man denke nur beispielsweise an da» Mißtrauen, das sieh leider in Italien bere ts an den (vermeintlichen) anglo-jüdischen Bi idungen in Palästina entzündet hat, — in ftefien, einem Land also, das bislang seine jüdischen Bürger in nichts schlechter gestellt hat als England die seinen! Politische Binde ngen können der jüdischen Sache — die allein eine £»che der produktiven Hilfein ti« fer Not ist ' — ii. E. überhaupt niemals di mlich sein! Unser JBUck wendet sich der Empire- Kcnferenz zu, die soeben im Anschluß an die großartigen Krönungszeremonien in Lcndon stattfinder. Die Staatsmänner des M ifterlandes haben mit denen der Dominions uni Kronläpder über die wichtigsten Fragen de britischen Reichspolitik beraten. Neben, dem Fernen dürfte somit auch“der Nahe Osten, in dessen Zusammenhänge das Paläsfina-Probhm und damit unsere jüdischen Interessen und Sorgen fallen, zur Erörterung, stehen. Wir wissen nicht, ob hierbei die Judenfr;ge auch nur berührt wird; das aber wissen wir: in diesem Riesenreich müßte es di; Möglichkeit geben, viele und große jüdisc ie Heimstätten für arbeitswillige Menschen zu schaffen, die nach einer neuen Heimat drängen, — wenn der Wille dazu da ist. 3

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