Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 50 (11.12.1936)
- Date
- 1936-12-11
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Mfc 4 — Kx. M IL Xxmn ,U, BtrSdrttö her/ usoeaeii rochsbund jOchscher Frontsoldaten ev. 91 o * i» , brr mit sehr beachtlichem Können Bachs Bivlinkonzerl L-dur vortrug. Trio« von Beethoven (Kakadu-Variationen) und Schubert (B-dur) bekam man in einem Kulturbund-Konzert in schöner, künstlerisch adzerundeter Ausführung zu hören von Charlotte Salomonski-Rosen (Violine), dem treff. lichen Violincelliften Godfried Zeelander und der bewährten Pianistin Lrna Klein. Tie , schon früher geschätzte Geigerin hat sich überraschend entwickelt: ihr süßer Ton und echt musikalischer Ausdruck kam sowohl dem Triospiel zuaale wie der Uraufführung einer in Gemernschast mit Waldemar Ziacho » » ky vorzüglich gespielten- Violinsonate des in Berlin lebenden Komponisten Leo L e v 9 , einen gehaltvollen Werk von gediegener Arbeit < Höhepunkt dar edel kan- ' tadle Adagio'), dem man den Platz im Programm und den Ezfvlg herzlich gönnte. Drei der schottischdn Lieder mit Triobegleitung von Beethoven, von Susanne Löwen nein in großem 3lil g« sünge^i, und begeistert ausgenommen« Brahmslieder ergänzten eine Vortragsrvlge. die in glücklicher Air jedem begründeten Anspruch gerecht wurde. Kam. Dr. L. Misch. ra. 430 Seiten starken t ucher gekennzeichnet, sondern auch der Stundet, von dem hier di« Fragen ihre Beantwort» eg finden. E» ist die» «in sehr fester und fun vierter Standort, gewiß nicht der einzig«, von dem aus man di« gewaltigen religiösen Fragestellungen ansehen kann. Aber von ihm au» ergibt sich en e außerordentliche Geschlossenheit der reli |i'ös«n Gesamtbilder, und gerade darum eignet sich diese» Buch für all die Bielen, di« es heut« nach einer solchen Schau verlangt. Friedlaender» Wer k dürfte ihnen um so willkommener sein, als sie in ihm «ine «uhig« und sachliche Gesamtdarstellung der Traditionellen, gesetzestreuen' Judentums ft den, die, ohne theologischen Ballast, jedem zugä glich ist, der jüdisch-religiöse Erkenntnis sucht. D r Verfasser war 1833 in Julruschin I Posen) ge mren, ging 1858 nach Berlin, wo er am Eymnasi im zum Grauen Kloster die Reifeprüfung ablrgte, s adierte orientalisch« und klassisch« Sprachen sowie i lathematik, promovierte 1862 in Halle, leitete dann in Berlin di« Talmudllnterrichtsanftalt des Talmud-Vereins und wurde 1865 nach London berufen Leiter de; Jew»' College Tätigkeit entfaltete. Am 6 er zu seinen Bätern «in. wo er 42 Jahre als eine äußerst fruchtbare Dezember 1910 ging Blick In Bücher „Die jüdisch« Religion" von Michael 'Fried iändez. Au: dem Eng'.i'cb-n übersttzt von JKua Friedlaender. 3. Aui-age I Kauf.mann Verlag, Frark'urt a. M 1.'*? „ W ■ i kt Juden t.u m V oder was lebrt das Judentum;«H« Anb.:nger glauben, und tra; «ä,reibt es u ier. vor 1 u. tun?" Die'« beiden Fragen formuliert u id verkoppelt die Ein leitung. und die Antwort lautet: „Tie Antwort andie erste Frage muß unsere Lehre über Gott, ' me Attribute und seine Beziehungen zur irdischen Welt und besonder» zum Menschen, die-Ausgabe des Mcn'chen, feine Hoffnungen und ' seine B« iürchtungen enthalten; die Antwort auf die zweite Frage «r'er« Pilichten gegen Gott, gegen unieke Mitmenschen und gegen uns selbst. Beide Ant warten mü"«n aui dem beruhen, was uns inder r heiligen T-bri-t und. besonders in der Tbor» re lehrt wird". Mit dieien kurz ümri"enen Antworten der Esn iatung'iit nicht allein bereits der Inhalt des <3^c<:€hannuhJzaA A flf Tü rkisc h 8 Zigaretten 4 j steligion" ist durch «ine Unser Glaube" dreizehn Glaubens- Sein Werk „Die jüdische Zweiteilung gekennzeichnet, führt auf 180 Seiten durch «atze, in deren Rahmen die Gesamtheit der Bücher der Bibel, besonders und r Heranziehung von Maimonides, verarbeitet w rd. Der zweite Teil „ 1lnL« r « Pflichten" jtht von den zehn Geboten aus, entrollt die illgemeine Sittenlehre «Pflichten gegen Gott, gege unsere Mitmenschen, besonder« Pflichten), die Ge amtheit des jüdischen Rituals, die Festtage, den G< ttesdienst, die Gebete, die Speisegeketze, den Krei-lauf jüdisch religiösen Lebens.^ Es ist schwer «in! Bert vorstellbar, das mit gleicher Vollständigkeit und Uebertichtlichkeit die gleich« Zugänglichkeit uid Faßlichkeit verbindet. * H. l Brun» Kijch: „Hot Raturerkenntnir". gn Verlag 2. Reumpnn. Im „Schild" vom 22. Rove n wir den Vortrag „Wege zun .'bekannte Raturwisfenkchaftler schen Lehrhaus zu Köln geha uns. daß Professor Kisch Bu«h« seinen bereit» in jenem tcten Gedankengängen eine fol ldere geben hat, zumal er es in sein . meinvcrständlich-klaren' Aurdru k sodaß feine Arbeit gerade de »glaube und 1 nkfurt a. M., 1936. W h en der 1935 besprachen Glauben", den der Hruno Kisch im jüdi hatte; wir freuen dem vorliegenden Vortrage angedeu- Grundlag« ger gewohnten, allge- »weis« getan hat, n Naturwissenschaft BUCHHANDLUNG MARTIN DUbDClf 3ALOMON, BERLIN NO 43, Neue KSnigstrsBo 79 ptr. - Zwischen Alexanderplau und Königstor - E 3 2635 lichen Laien interessante Einzelheiten und wertvolle Anregungen zum eigenen Rachdenken übermittelt. Es sei hier nur kurz darauf hingewiesen, daß uns Prof. Kisch zu einer gewissen, z. T. freilich durch di« Eigenart seiner Themas bedingten, D u a l i» fierung der Probleme zu neigen scheint, was sich besonder» etwa in dem Kapitel „Geschichte als Raturwisfrnsihaft" zeigt und wodurch gelegentlich der Anschein entsteht, al» gäbe e» neben Gottesglaub« im Sinne des Verfassers und „Materialismus" gar keine andere Möglichkeit, di« Ding« dieser Welt zu betrachten. Jedenfalls aber hinterläßt die echt«, gesunde Art, in der Kisch seine Auseinandersetzung führt, beim Leser einen bleibenden Eindruck. H. Tt. Adolf Altmono: „Volk im Aufbruch, Diaspora in Bewegung" und „Irrlichter". Hermon-Verlag, Frankfurt a. M., 1936. Zwei schlichte Heftchen, von denen da» erste «ine kritische Studie, «in Versuch zur Klärung der jüdischenSchicksalsfrag«, da» zweite «ine Kurzg« schichte darstrllt, deren Banalität nur durch ihr« Tendenz gerechtfertigt werdrn könnte. Zum Diaspora Problem findet Altmann manihes kluge Wort, wenn auch in diesem kleinen Heft nicht allzuviel darüber gesagt werden kann. In „Irrlichter" will dckr Autor an Hand einer einfachen Fabel da» Ltid de» jüdischen Vater, im Kamps um die Seele seine; Lohnes aufzeigen, der im Begriff ist, um materieller Vorteile willen, sein Judentum zu verraten. Die Darstellung ist zu primitiv, als daß sie bei anspruchsvolleren Lesern tieferen Ein druck hinterlassen könnte. „Limdbergh, Haoptmonn ss» Ameriks" von Rolf Rürnberg. Mit 36 Abbildungen. Verlag Dr Rolf Passer. Leipzig—Wien. Eine Reportage über den berühmten Kidnapper- Prozeß, der ganz USA. in Aufregung versetzte und bi» zum End« in Spannung hielt. Rolf Rürnberg, der begabte Journalist, de'sen Sch meling-Buch bei uns noch nicht vergessen ist, hat den dokumentarisch sachlichen und dabei doch ses feinden Stil, um dieses Thema, das reichlich von „romance" und „sensation" umwsttert ist, dem Leser instruktiv zu vermitteln. Daß er als Kulisse, vor der sich dieses Drama abspielte, Amerika, seine Menschen und deren Mentalität in die Handlung einbr,letzt, spricht für Nürnberg,!,(*. ra rische st Willen, au» einer Sensation ein «nenlch. licht» Dokument ju machen. Er begnügt sich die Tatsachen darzuftellen, sondern gibt, indem er mit dem Vorleben der Hauptakteure beginnt die psychologisch« Entwicklung bekannt. Mst' bei.' ßendem Sport ironisiert Nürnberg d.« Intoleranz der ameri.anischen Oeffert.ichkeit gegenüber den? ' Privativen seiner Prominenten. D.« knallige ' Schlagzeile auf der ersten Zeilungsseite ist ihn«, wichtiger als die seelische Ruhe ihre; Nachbarn ' Dieser „Ehrgeiz" bestimmt auch die Führung diele» Prozesse». Wenn Nürnberg auch schonungslos bie'en Senzalionshunger diese; Pub,i.um» dekrittell, kann er sich doch dem Eindruck nicht verschließen, daß alle» aus der blindest Lied« eben dieses P,bjj. kumr zu seinem Nationalhelden Lindbergh ge. boten ist. Wen dieses ursprüngliche, junge Vsll einmal seiner menschliihen Leistungen wegen bewundern gelernt hat, wie es im Falle de» Lberste, Linddergd war, für den setzt es sich bedingungslos ein. Dieses Buch ist also nicht für Leute ge. schrieben, di« lediglich «inen .sensationellen Kizel für «inen langweiligen Abend suihen, sondern es will neben der Schilderung einer erregenden Tatfache die Lebensauflassung de; modernen amerikanischen -Menschen auszeigen. ' »a. Elia» Biitermaun: „Die Makkabäer". Eine Tai. stelluNg ihrer Geschichte. Berlin. Bücherei de; Schocken - Ver.ags 47. ' Diese knappe Geschichte des Hasmonaeihauß», die' den Zeitraum von 157 bis 63 a. Cht. n. de. handelt, ijt in jeder Hinsicht lobenswert. Bicker. mann genügt mit seiner Araeit durchaus gleichermaßen dem Anspruch so.ioer W.s,e.iicha|.lichtest durcb erakl« Llue.tenkenntni» und vor,ichlige Im«, pre.ation in ideeageschichtlicher Methodik wie dem der lebendigen, klaren Darstellung durch hausige Vergleiche mit belannteren histori|ch«n Zusammenhängen, ohne dabei etwa wesensfremde Gedankp, seinem Ma-erial unterzuschieben. Es ist!.hr erfreulich, daß dieses schön« Zeugnis moderne, hist«, riographischer Bemügung in der delann.e«. preiswer.en Reih« der Zchockrnbändchen erichienen iß. denn man; kann nur wünschen, daß Biäerr.ann» kleine» Buch den großen Leserlrei» find:., ai de, es sich wendet. >■> St Filrther Bergbräu Arr 2 191b »er*tars kc einem He'rv'hlag na * ' tllendetem 60. l.rheo»]ahr unser lieber Kamerad Paul Burchard n im Atelier a. 5 Ihrem Heim (•wert. Soflott|« 1*6 i« P«rgaintnsik f>er Xer^torbene war uns »»ete.a treier and heber KaTicr.*. i desbaih auch Treue seinem AodeoneTi Rtichfband jüduchtr Frsntssltfalss t. V. Ortngrttppe K«rlirab« Über das Thema Jüdisches Volkund jü( isches Land I I spricht' Herr Dr S. Ehrmann, Erankfurt/M; r«n (Mit4lte<J des F< hrerrates de« Reichs* bundes J4di»dier Frontsoldaten.) Promenaden! trabe 12 am Sonntag,: 3 Dezember 1936 " iste willkommen! 29 30 Uhr G, .•! Agudas Jisroel Ort-sfir. München Rianen »«iidi Künstlerkonzert I la den noteren In den oberen RAameo tAAlldi T fl fl Z jeden M«*twoch faatturaicr und lustige Tao^pic’e Papierwerk Osthofen Lndwl» tberl 4 Solin Otiholca (Rhctihaieal Cellulose* and Pjckpopte Gold — Silberwaren Arthur Pnmster Kt“;«*ea9« 63 * 54 |Ct««aA«r 4-R.rra.i •rfcw« £ 2 1100 Fa mif/enan zeigen gehören In c en „Schild“ München, Ritter von Epp-Plofz 9 Grabstei ne Baugeschäft Eif - . nternehmci Osr ireubens lUnigsberg Pr. Adolf FfiibUSCH KönigitraBi 39 PELZ- MASSATELlER erstklassig Umarbeitungen - Reparaturen Kürscnnermetster Rlctrard CamnltzerB«mnw30 S paya re r Strafe 26 KURHEIM OR. ROSENTHAL Bad Homburg v. d. 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