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Der Schild · 1936-12-11 · 50 (11.12.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
50 (11.12.1936)
Date
1936-12-11
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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J - n t%b^ [lL Dch«»« 1W6 mm* BttßdrÜä 9b. SO — e«ib S WKWAUOQQay, »PQH8BUND jOtHtCHE» MOHT SOLDATEN E-V Kulturelles Leben zu Chanukkah Und nicht bi den jeder al > tmvianb. fenstellen 0 i I «nippe, Htifflts Bühne. Ein Somme machtstraum im Berliner Kulturbund-Theater. Ter Griff nach Sha «spear « » unfterblichir Mpriöbir zeugt oon «in«m anerkennenswerte \ Ehrgeiz pnd Selbstvertroue > der Kulturbund-Leitun, und ihre» künstlerischen Stabes. Da» Gelingen dir Aufführung an der ai ch Felir Mendelsfohl. Vattholdys von Dr. Ku t Singer dirigierte kös liche Musik ihren vollen Anteil hatte, erbrächt! »en. gültigen Beweis fü, die Berechtigung diese- Unternehmens. Da» in einer Art einzige Weil Shakespeares hat stet» e nen besonderen und seh r oerllündlichen Reiz aus Sühnen- und Spielleiter au-geübt, d««n gröhte in unoergehlichen In henieruchgen dardoten; . s ritz Misten gelang. I in Anbmeni" der in der fh mmandantenstrotze ge ge denen Möglichkeiten und Mittel, «ine recht refpel tadle Rtgieleistuyg, eine luftührung, die sich au, , vor anspruchsvollen Betr« chtern sehen lassen koünt! und den, vollen Zauber, ne unbeschreibliche Poesie diele» Tzaumspiel» auf da- Auditorium ausströmt« Die Darsteller gaben un er seiner Führung sicht lich ihr Bestes her und f eftatten eine summarisch Anerkennung, die Atz» i >au» durch reichlich!ge c'pendeteif Beifall destäti« te. Ja, unser jüdische« Publikui > ist für solch« i oft von Herzen dantda und ger > bereit, sich, von der Hand de» Dichters nutz sein r Interpreten au > der drückenden Prahle matik di» jüdischen Tage > hinausführen zu lasse, ,n die Pereiche erhebend« r und «rldsender Kunst zuletzt war e« da» befreiende Lacher vorzüglich gespiel en Rüpelszenen, das eir willkommenes Geschenk dieses Abend- Wenn die erst, Aufführung als tim festliche Sonderoerariftaltur g für di« Jüdisch« Win terhilf« gedacht war, so dcrf man mit Genugtuung dah der Adent in Wahrheit auch «in wirklich festlicher geworden ist. Und wir sind über« zeugt, dah die gleiche Stimmung huch all« wei ^^iiührungen de» Sommernhchtstraum» im Kulturbund beherrscht. Kam. Dr. Wollenberg. Jüdischer Kunftleben in Hamburg. Hamburg. Der Jüdisch« Kulturbund hat de» Hamburgern in den letzten Taget eine ganze vorzüglicher Veranstaltungen I geboten. An erster stelle stand wohl da» grohe L r ch e ft e r - konzert de» Orchesters der Jüdischen Kultur, bünde unter Leitung' oon Proffessor Julius P r ü w e r, das sich zum ersten Male in Hamburg vorstellt« und gleich «inen grohen Erfolg errang. Da» Orchester war für die Hauptuardietung der Beethovenschen Symphonie in D Dur durch da» Hamburger Jüdische Küuftlerorchesfer verslärtt, da» unter Leitung ooti Kapellmepter <5 e r i n i strstt, dem Preisträger für die Koenpoiition 'der Bundeshymn« des Reichsbundrs jüdischer Front-, soldaten. E, fügte sich trefflich ein! und bewies, dah wir auch in Hamburg über «inen tüchtigen Stamm jüdischer Orchestermusiker verfügen. Be sonderen Beifa» fand auch da» Kosrzert für Or chester und BiolonreU von Saint« Shons, bei dem der beliebte Hamburger Virtuose Dr. Jarob S a k o m den Solopart übernommen hatte und ihn meisterhaft durchführt«. i Da» Schauspiel brachte Molncirs Komöttie „Grohe Liede", di« ja auch shon im Bei liner Kulturbund mit Erfolg gegeben worden war. Unter der Regie oon Han» B »r b a u m wickelte sich da» geistreich« Konoersationsstüick flott ab. E» machte uns mit einigen vorzüglichen Schau spielerinnen bekannt. Die „Jüdische Künstlergruppe Ham. bürg" trat mit einem bunten Abend an die Oeffentlichkeit, der «in sehr zahlreiche» Publitum fast vier Stunden lang gut zu unterhalten ver stand. Kam. Julian;Lehmann. Vorspruch weftkrtch auf Sen filmten Set IflahhabSet von Kam. Dr. fudolf frank. litim" war Itr Name der Heere« sie in der zwei en Hälfte des grohen »om Truppenübu igsplatz Reuhammer ln über Bosporus, Anatolien und Syrien den türkischen Bundesgeno «n zu Hilfe kam. Ji>< diiim ist ein türkisches lvort und heiht aus brutsch: Plitz. Wie ein Blitz hatte der kühne CbdM. Kr« h im W nter 1915 mit zwanziglausend Mann binnen 5 Tagen die Sinaiwüste . durchquert, wie der Blitz roaren auf gleichem Weg in der Folgezeit m hrere Patrouillen von Gaza und Birseba zum öuezkanal gelangt und t-atten bott Minen gelegt. April (916 hatte o. § reh bei El Katja «in cnglisches Kavallerieregimei t gefangen genommen u,,d bei Gaza den Türken zwei Schlachten gewonnen. Auf schtzellftem Weg sord« rte General A l l e n b y , der Befehlshaber der englis hen Sinaifront mehrere liegimenter Gurkha» und! -ykh» aus Indien und Anzacs aus Neuseeland an. E» galt, da» wankende br tische Prestige im Ori nt wieder herzustellen und zu diesem Zweck ni ht bloh den Seeweg nach Indien, den Suez, z l sichern, sondern auch den Lanhweg in englische Hand zu bringen. AI«k k a Mit der heiligen Kaaba der Moslemin batten fie lim Sommer 191t erobert, am 11. März 1 <17 wurjde Bagdad btsetzt. Run fehlt« nur noch Jerusalem und ,die drei Grundpfeiler der Ueberlandbrücke vom 3 iittelmeer nach Indien «waren eintzerammt". Mekka, lBagdad, Jerusale n — dieser Krieg war - lein gewöhnlicher Kolonial! rieg erkannt« der Eeyeral, «» «har «in Kampf ur sahbarer Eeistesmächte; all« Patriarchen, Propheten und Evangelisten waren Zeuge seiner militärischen! Operationen. Türken und Araber, Deutsch« und Engländer aller Konfessionen kämpften auseinem Boden, der ihnen heilig war. Auch «ine beträchtliche Zahl jüdischer Freiwilliger hatte sich ap di« englisch« Orientsront gemel »et. Sidney Cassel zum Beispiel stand dort c ls Feldwebel, George 2. Kauf man war Sefi siter, Sally Phip» Leutnant, und Stabsarzt j»yamson hatte all« Hände voll mit der Bekäir psung oon Fleck- und Papatarcisieber, Typhus u id Malaria zu tun. Irohdem fand er sich, so of es ihm möglich war,!<ri den Zusammenkünften stiller Glaubensgenossen ein, um Mit ihnen Geschiihti und Geographie der B i b e l ziz treiben; da» lag i > der Lust de» Lande«. Auch die Angehörigen de« kipedittouvkorp» Jildirim trugen damals all« d e Bibel bei sich und studierten sie eifrig. In der langen Weile de» Stellungskriege», der nt’t Beginn des Sommers i 917 wie die übrigen Kriegsschauplätze auch die Palästinasront versteifte, kam General Allenby -ine» Abends auch zu der geistig-geiftlichen Zulamm« ekunst seiner jüdischen Lsute. Auch Allenby trieb «in wenig Bibelkunde. Die jüdis«h«n Tommy» las in gerade im ersten Buch« der Makkabäer, worin die Wiedereroberung Kanaan» und di« weiinalige Einnahme Jeruschakaim» durch Juda un > seinen Stamm geichildert ist. „Wenn wir nur erst auä i so weit wären!" hatte Leutnant Phip» ben «rlt, als General Allenby mit dem Stabsarzt l a» Quartier betrat. In Allenby» Bibeleremplar fehlten di« Bücher der Makkabäer. Di« englis« p Bibelgesellschaft, welch« di« ganz« W«lt mit h« lig«n Schriften versorgt. läht in ihren Druck« i di« sog«nannt«n Apokryphen, zu denen auch di« Makkabäer zählen, ckweg. Allenby stürzt« sich auf d«n Fund, der für > ihn eine Entdeckung von höchst rr Bedeutung war. Er borgte sich da» Eiemplw de» Feldwebels lasfel und lernt« darin wie nur irgend ein Chederschüler. Wer die Feldzugsberichte, die nach dem Krieg aus den Archiven beider kriegführenden Parteien veröffentlicht wurden, mit Aufmerksamkeit oersolgt, wird darin bald die Folgen oon Allenby» Lerneifer bemerken. Penn mit eiuer «rstauulichen Erettheit »oll,»ge» sich sei« Svmmer! 1917 England» «ilittrische Operativ»eu im heiligen Laad auf den Spure« der H«»moaäer. Wegebauten, Bahnbauten und Wasserleitungen hielten sich, an die Routen Juda», Jonathan» und Johann Hyrkans, der Vormarsch vollzog sich auf ihren Anmarschstraben, und di« tbesecht« entwickelten sich an den gleichen Orten wie damals: zur gleichen Jahreszeit und oft genug am selben Tag. Längs« hatte sich Allenby «in« kritische Teilausgabe der vier Bücher Malkabi und die gesamt« einschlägig«. Literatur verschafft.^ In der Generalstabskarte aus seinem Kartentisch Im Hauptquartier waren di« hrbräischrn und griechischen 3lamen der Orte und Flüsseeingetragen. Schon hatte ihm der Gefreite George s. Kaufman im Kreis feiner Bibelfreund« scherzend den Beinamen „Sir Rabbi" verliehen. Am letzten Okober 1917 begann Sir, Rabbi seine Offensive. Di« Stadt Gaza, die> Juda nach der Schlacht bei Adasar den Reisigen Rikanors entrissen, fällt in die Hand de» bibelfesten Strategen. Die Ort« A » d o d und I a m n i a, wohin er da» Heer de» Georgia» durch den Sieg bei Ammac gejagt, liegen im Feuerdrteich der bri tischen Kriegsschiffe. Wie «inst die Statthalterschaft des Syrerlönigs Antiochus muh sich d« türkische Etappeninspektion aus Jerusalem nach Norden zu rückziehen. In Jerusalem herrscht nun so etwas wie die Ruhe des Kirchhofs", heiht is in der deutsch-amtlichen Darstellung „Jildirim", und im ersten Buch Malkabäer:' „Man hört« da weder Pfeifen noch Harfen". Langsam und unaufhaltsam schiebt Allenby seine Truppen und Hilfsvölker auf neuzeitlich ausgebauten Makkabäerftrahrn gen Zion. Er hot zeitlich «inen geringen Vorsprung vor seinem Meister. Er will ihn nicht, er will nicht früher als Juda in Jerusalem einziehen. Sein linker Flügel steht im Rordwtsten der Stadt bei Bethzarchara, wo Judg über Lysia» siegte, und um Beth Horon, wo er den Syrerhauptmann Da Seron aus» Haupt schlug. „Dein Schüler, Juda!" henkt General Allenby in Demut. Bis in Schlaf und Traum begleitet ihn in diesen entscheidenden Tagen das Bild des biblischen Kämpfer». Berittene, Beduinen erscheinen vor Davids Stadt. Am 8. Dezember, kurz vor Morgengrauen gibt der Feldherr den Befehl zum Angriff. „Morgen Abend Chanukkah in. Jerusalem!" ruft her Frei- Chanukkah-Meße Am 22. November eröffnet« der ^lerdand Berlin de» Jüdischen Frauenbundes im Klubheim MarburgerstrL sein« Chanukah-Melse. Frau Bertha Falkenderg.wie» daraus hin. dah die in Kunst und . Handwerk tätigen Damen für ein« Wochel au» ihrer Anonymität heraustreten und sprach von der Kleinarbeit im Denken und Schaffen, di« hier dewertet werden 'soll. > Wir alle wissen um die Aaonymität der n eisten Frauenarbeit. Heut« ist der Vorhang beifeil: geschoben ein« Fülle oon Frauensleih und -Begabung hat sich^zu Gegenständen verdichtet und wird zu einer Symsonie ohne . Worte. Tc n in des Töpfers Hand gewinnt Leben. Die Gestalt ings traft der Bildhauerin schenkt ihm Form uäd auch Farbe. Ottilie Wollmann' zeigt ihre reizmden Ileinen Tiersiguren, Kalteengieher, Aschlecher. Zigarrellenldter, sowie überaus aparte, in Silber gesahte keramiiche Tchmucksaihen, durchweg Heine Kunstwerke, die mit'amt dem seinen Eß^mutah- Leuchter eine Zierde für den Festtisch b lden. Erna RoseNberg-Ronnenmachers Werte sind in ihrer strengen Form von wohltuender Ruhe. Start im Ausdruck die Frau mit den Kindern un > die durch eine Last gebeugte Gestalt — fein die »vale Blumenschale und der schlichte grün« Chanulak Leuchter. Hübsch» Basen dringt E., Nathan. Die «hraphiterinnen, desgleichen dt« Malerinnen, so u. a Julie Wolsthorn, Alis« Reichwrbrrger, -Mararete Rekcmia» zeigen heute nur Heine Arbeiten die sich dem Rahmen der Messe sinsügen. - Dem Einfügen in einen gegebenen Rahmen uher Haupt, nicht dem Flug über den Alllag hi >aus. sondern der Beseelung, Vertiefung und Aus fchinückung der Alltags dienen vor allen! die mannigfaltigen Handarbeiten. Da ist zarte Dcmen wasche, aus Seide zierlich bestickt oder mit :>»klsäum versehen. Welch« Frau wünschte sich nicht solch ein Seidengedicht wie es ein kandgcarbe leies Wäschestück z. B. von Elia Jeretzli ist-' Hrlcln uiid Stricken, Träume aus hauchfeiner Wolle oder feinstem Garn, (Gebilde aus „Lustmaschen" -erfreyrn un» aus vielen Tischen. Wie zierlich tinl> die gchäleiten Schleifen von Hertha Philippsohn die Kragen von Hertha Prager, mollig die gewibten Schals oon E. Lewin oder, jene gestrickten dort drüben. Ein Beweih, dah eine gewöhnliche S tickmaschine unter den Fingern gewandter Hände und der Kleinarbeit beim Entwerfen mitgeht, licf.-rii die entzückenden hauchzarten Wollstrickercien von Käte Auerbach. Jener rosa' Flaum entpuppt sich al» praktisches Sporthemdchenspitzenhaft« Gcl ildr sind Westen für Jackenkleider, duftig und warm zugleich. In einer Vitrine locken Schmucksachen lunt aparte Silberarbeiten von den Goldschmiediiznen Jacobi.'>»-N«iher und Rawitzer. Aeuherst vielfältig sind die Tlerwendungsmög lichtesten von farbigem Chintz und Crctonne, als da sind Bügel mit Behälter für Handschuhe und Schleier, Strumpf- oder Wäschetaschen, uon Holz, Bast, Kork. Do» Seide sich sowohl be. sticken wie auch bemalen läßt, ist selbstverständlich. Doch auch spröder«; Material kann oon geschickten Händen reizvoll verwertet werden. Glattes >»d gepunttes Wachstuch unserer Küchentische wird zu hübschen Buchhüllen oder Seroietlentaschen verarbeitet. Und wer über soviel Geschick und Geschmuck verfügt wie Lola,, Beilenson, schafft dar au» entzückende Kindertäschchen und Lätzchen, ftirte das mit den ausgeklebten Mohren zu beachtest). Uedrigen» liegt das» Hauptgebiet oon Fräulein Beilenson in der Auswertung aller erdenklichien Möglichkeiten von Geschenkpackungen au» unschehidaren Dingen wie Stopftwist, Staubtücheijn, Taschentüchern. . Meinals zweitausend Jahre sind ver—r gangen. Seitdem mit Gottes Hilfe tapfre Juden An Zahl nur klein, doch ohne Furcht und Bangen — Die Ucbermaeht der Feinde niederrangen. Gedenket auch der Zeit vor zwanzig Jahren Als zu den Waffen uns der Kriegsherr rief _ Und wir begeistert mit des Heeres - Scharen - Zum Schutz des Vaterlandes Kampfer . wVrcn. Vier lange Jahre Grauen. Blut, Verderben, _ So Standers-wir ohn' alle» Vorbehalt, Wir kämpften nicht, um Wechte zu erwerben Und Tausende hewiesen's durch ihr —i Sterben.. Jji Flandern, \or Vogesen, Kulilands Sumpfen, nathen — Und Dolomite» sind Verdun, in den In Serbien- Kar- .IUC.ll wir ge- , wesen. Ihr Könnt'» aut wek-n Heldeiigrabcrn . lesen l est de Makkahaer I K>ch diesehe Iden ' Mit seinen l tchter». jtihcl >olt immer unals gelten .. — Daletzte Urteil bleibt dem Herrn cftr Welten' M.ihnune I U \ug-hurg^ Kinder <iud die Fräulein Meyers Ein reizendes «''«eichen! iur drolligen Ll>achsluchlicre von seid, dazu auch Schnittmiiiter zum Selbitanr^rtigea. Dort spazieren auf dein „Kindertiich" zwischen Puppen, i^>eschichten. Märchen und handgemalten Bilderbuch»»» di« humorvollen Ileinen «tieiellen um. cher. Die Künstlupuppen von Editl« Samuel er freuen uns auch in die'en Raumen durch ihre belannte Originalität und Oualilai. Gute Buch binderarbeiten zeigen E. Neumann und 3«. Abra Ham. Handgearbeitete Handichuhe in ' schonen Formen, Lederguitel mit dazu paüenden Kragen, plastische Dinge wie gummierte .Kinderschurzen und Gegenstände aus Badegummi fehlen leinesweg-. Wir wollen auch nicht an dem Platz von Margae-le -<>,utlind vorüdergehen, ohne uns auher-der modi scheu Kinderlleidung ihje ichönen kunstgewerdl'chen Arbeiten anzu'ehen. lind ebenio wenig wallen mu. versäunien, die guten Arbeiten der. Fotogratinnen Hedi Schiff und ENen Ezernichowsli zu notieren. Lotte Engel Hecker bringt ge'chmackvolle Ktlft gegenitande ihrer 'kl-erlstalt, sowie hebräische Spiele. Die Modezeichenschule Feige Strasburger mit be merlenswerten Schülerarbeiten zeigt, bafz au,h der junge Nachwuchs lein Talent ausbiiden will 'kl>er den schönen Kalender und das anregende Küchbuch des Jüdischen Frauenbundes noch nicht be'itit, lann beides hier erwerben. - Setl.i 1 «zltn-Hiihte: Fraa Herl« Flügel, eine i^>eiai:gsschul»rin von Frau Susanne Landsberg, ged. Hollaender, batte an einem Liederabend im Rahmen de»-Kultur dundes in Göttingen einen ichönen Erfolg Atufikalijcher Rundblick Ein Rückblick auf die ersten Wochen der neuen jüdischen Konzertsaison inuh zuerst bei einer Veranstaltung verweilen, ' die sowohl durch den halt des Gebotenen wie durch di« Art der D bietung von besonderer Bedeutung erschien: erst« europäische Aufführung der Freita Abend. Liturgie oon Jacob Weinbe (New Pork). Die Aufführung unter Chemjo W nawer war hervorragend; sie zeigte die atz gewöhnlichen Fähigkeiten de; Dirigenten, dem ein ad hör zusammengestellter groher gemischter Ckdr mit Hingebung folgt«, im glänzendstem Lichtst. Der praihtvoll singende Bariton Julius Peihstchowitsch, Paula Lindberg, dir mit wutdiewoller Innigkeit die Allsoli aussührteustd Erwin I o s p e an der Orgel — obschost sish über seine- Wahl der Register diskutieren liehe r waren die Helfer zum fchönen Gelingen. Dast Werk selbst, modern, ohne nt» Erperiment zu verfallen oder die Beziehungen zur Tonsprache der Vergangenheit zu verleugnen, hat seine eigeste Handschrift und wird oon bedeutenden Gedankest getragen; es hinterlieh in seiner HaNunc _ ... mystischer Versunkenheit tiefen Eindruck; auc willige Cassel in den Alarm. Der fünfundzwanzigfte wenn die geistige Auffassung' der liturgischen Wort Kisle« fiel m diesem Jahr auf den 10. Dezember, zuweilen eine andere ist, al» die un» gewohnte Am Abend de, neunten brannte «in erste» Lichtchen, vom kleinen Cassel entzündet, in der Jerusalemer Altstadt. Zugleich mit der Weih« des Tempels feierte man den Sieg. Acht Tage lang. Am vierten Abend zur Stund« de» Lichtentzünden» betrat General Allenby, .ihm zur Seite Stabsarzt Hyamfon, eine der neun Synagogen zwischen Tarif Bad es-Sil^ela und Rothschildhospltol. Still flammten die Lichter an der Menora. Hyamson will etwa» sagen, di« alte Sitte «rllärrn. „Sir Rabbi" winkt ab. Sein Lächeln keuchtet wie ein Abglanz der Friedenskeqen. „Ich weih", flüstert er. di« Ruh« de. Sötte». Dauses nicht zu stören: „Das sind die Lichter, di« nir Ihr Generalisiimu» ausgefteckt hat". Und leiser noch, Zuda!" kaum hörbar: ..Dank. Kamerad zu _ Die Frag« nach der praktischen Verwendbarkeit für den Gottesdienst wäre dahin zu beantworten; dah das Werk zwar nicht zum ständigen Gebrauch bei un» in Frage kommt, wohl aber füü besondere festlich« Erbauungsstunden. Die erwähnt« Frage trat dadurch in den Vordergrund, dah vor Beginn der Aufführung der Leiter der Kulturabteilung unserer Gemeinde, Herr Flieserl Ehrenreich, in einleitenden Watten da» oiel- «röttette Problem, einer Reform unserer lituägi-j scheu Musik behandelte. In prägnanter Form kennzeichnet« er da» Wesen, die historische und! gegenwärtige Bedeutung i unserer liturgischen Musik,' in klug abwägender venrteilung charaktensiette er die verschiedenartigen Bestrebungen und Wegrrchlungen einer Erneuerung, um lehliehlich beherzigenswerte grundsätzlich« Richtlinien dafür aufzustellen. Somit hatte die Veranstaltung auch noch die Bedeutung, breiten Kreisen einen .irinbii-I ein wichtiges Gebiet des judi-ch.-n >.\i!.(ii fu ge währen. ' linier dem Motto „Judi-chcr Kunitke-nachw iä>- stellt-sich vor" stand Vers durch eine Ansprache ' unseres Gemeinde Boisitzenben D-rettor Heinrich Stahl eingeleileie E r ö f i n u n g s Konzert der Winterhilfe )ber Jüdischen ftu nttiitb«. Der junge Kapellmeister Rudolf Schwarz der än diesem Abend da» Kul turbund-Orchester leitete bat sich zwar schon mehrfach in Veranstaltungen in engeiem Ranmen als ' Dirigent, Begleiter und Kammermusilspieler hervorgetan, fand aber erstjetzt di: «'»elegenheil, seine Fähigkeiten in» rechte Licht zu setzen Die Art, wie er Mozart- Es dur Sm'oia, zu «'»«dör brachte, verständnisvoll dem i>'-.tzilt nach, differenzirrt im Vortrag und tlangüch -gewogen, und wie er ferner die Begleitung von Bretbooens C moll-KIavicrlonzert duichü rte ieti.imietle >bn aufs neue als ausgezeichneten Mu i.'er und_ge wandten Dirigenten. Den Solopar, de-' Klarier konzerts spielte die in Berlin bis dabm. und. kannte junge Pianistin Lucie S fern gut souvr^" räner Technik und einer fast männlich lrattoollen Aussasiung. Kompositionen leiäleren Getmll» «Ouvertüre zu den „Lustigen Weibern", ^aiäigikowskys „Nuhknacker Suite" und eia erlrantz Walzer)-bildeten die zweite Halite des Programm» Unter d«n Namen eines „Berliner jüdischen Kammer» i.che stets" führte sich «m oon Edvard Moritz gegrürd.'les und ..geleitetes kleines Stätichorchestei mit einein Konzert-im caal des Bruderverein» sehr vorteilhaft ein. um Von certo grosso oon Handel und Tschäikowskys rtnabt für Streichorchester" fanden «trotz det^giich^ gerade vorbildlichen Schlagtechnit de-^DirigOiteni ein« lebendig«, abschattierte Wiedergabe. d>« v gründlicher Prob«narbeit und dem SestustuuS - vermögen de» Lei,er, Zeugnis adlegte. Wenig.r günstig schnitt Edvard Moritz_a„ ^°mpßn'st a° mit einer Reihe oon Liedern, für iu Stein selb, seine schöne. leider Heiserl.it noch nicht gänzlich be.re'te -tnnme e.nfe»^ Der andere Solist d»?«b«nd» war SannsBrS»"

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