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Der Schild · 1936-12-04 · 49 (4.12.1936) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
49 (4.12.1936)
Date
1936-12-04
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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i Makkabäer der $ Jüdische Frontflieger-Schicksale |{fn MW« J Ifepecofflifet itugufl impfet tc4 am 18. Scpt: August I ct ballt I ÄtchtetDtife Ijitft'tnbar, rmber 1918 «kt* bnech aal bar# Solkai! <£tfi niarcn mtintt Gustel: ,Was nachher kommt, tr lollte. buk n Tcqetnt mir kläglich nach diesem Erleben. Cb die »frb!" bit Griechen nicht recht haben: Wen die Götter lieben, lassen sie jung sterben?' Und ihn, wie immer unser« Besten, liebten die Götter" Raab durch Iraner hierüber schwäche daaa all«, andere!" Moser oler Wochen, Deatschlaad starb. Eia Worte Moser» ja .Ich »i i I^iae mii lärisch« Pflicht, viel« Wolle sprach «agaft teeor er d a Fliegerlod sie rad teilte diese leöiem Be eidschreiben den lEItera de» Gesalkniea last. i Moser war 189< in IlBtrlin geboren, da» Wilhelms-E ymnasium absolviert, lschast. studiert, nar t)r. juri» und halte seiner ei jährine» Dienstpflicht |jciiü.|t uni macht« gerade eine Pflichtübung als ll»ie>ofsiz>qr der Reserve, als der Krieg au». E Nach, der ihn sofort, von Tropen Übungsplatz I ja» Feld fihrt«. Bereit» ai r 4 lRooember 1914 erbst.l Ru, ujt Moser da» insernt ttrrn, II., im luni 1916 wurde Moser L utnaut d. R (Buch lein einzige Bruder, I-r. Ernst Moser, der vor dem Kriegbeim Garde-K iraisi«r-R«gt. gedient haue und dort, wohl al» erste; und einziger 3ub(, in S stdenszeilen Offi; iersas piront geworden sur, wurde während de» Kriege» Reserveoffizier). I- Sep ember 1916 kan August Moser aus «stund freiwilliger Meldung a s Ar lilleriebeodachter. gar Fliegergdteilung 235. B reit» im Mai 1917 | erhielt i'cutfiant Moser da» Flie zerabzeichen, int Muni 1917 bas Eiserne Mr< jj 1. Klasse Auch den Ehrenbücher als „Ziemer in den L ü s len" erhielt Moser, im Dioision»bericht ist um > diest J<il Moser einmal weg:>i seiner Tapferlei: bei vsiersacher U« >er nacht erwähnt norden. > -t Fast! 200 Flüge geg« i den Feind hat Moser sn 11 Monaten seiner Fliegertätigkeil j dunbaefuhrl.j Siirj vor seiner Versetzung zu >en Kampsiliege rn.j zu denen sich Moser freiwillig ge meld«: halte kam er am 1 >. September 1917 von einem Fluge nicht .mehr zurück. „Er nai", so her )t «» in dem Ra hruf, den da» Wil Helm» Gymn, sium in Berlin sei rem einstigen rchuier, der 1896—1907 di Anstalt von der Aona bi» zur Oberprima durchlaufen hatte, „Jmeiielinanr und Boelcke ans der Heldenbahn gefolgt. Mit Leib und Seel« war er Flieger gewesen. diese; Betätigung «nts irach seiner hochge malen, durchpu» idealistischen Geistesart!" Diese» Urttil seiner einstiger Leh er wird durch folgende Wtrle au» dem : trief« ergänzt und »nie! strichen, Die Moser» letzter Krie zskommandeu r, pauplmann Zimmer, der Fü >rer »er Fliegerableiinng A P5, an den Va er d e» Gefallenen schrieb: „Auch für -un» ist der Verlust überaus schmerz lich, war dckch Ihr Sohn i iner der Aeltesten und Besten n der Abteilung. Rack dem er etwa II Monate »er Abteilung ai gehör«, meldete er sich noch kü zlich zur Jagdst issel, und ich gab meine Zustim nung umso bereit oilligl er, als ich ihn mir. leinen u iverbrauchten Reuen, seinem spart geübten Körier und der rültsicht» losen Energie iur ganz best nder» geeignet hi eit. - Leider sollte die«, r Wunsch nicht mehr ErsMung finden. Bei stmeiei gestrigen Feindfluge flog ir «iner Kurve in etwa 120c Meter Höh« bei vorderste Teil de» Rotors auseinander. Wahrscheinlich hat ihn «in :ir-ck de» Notar» getroffen, so doh er betäubt oar und sich, als das Flugzeug nun einige Augenblicke aus de n Gleichgewicht l im, i icht fefthalten konnte. Roch am selben Abend wurle seine Leiche geborgen. M >ge e» ein Trost für Sie sein, doh stin Tod «ir so schneller uni schn erzloser .war, mi> dah er n seinen fast 200 schwierigen Feindslugen für se n Vaterland sov el geleistet hat wie wenig«. Al» ein Vorbild an € chaeid, Pflichttreu and Kameradschaft wird er in ui seren, Gedächtnis fortlei tn". Da» men ch l! ch e Eharatl erbild aber zeichnet ein Jugendfr, und Mosers, der vatai! lonsarzt Erich Rathorff, wenn er an Mostrs Ellem schreibt: .,.!>«r bas G ück gehabt hat, ' lugust; Freund, sch qs t zu e werben, hat Grr tze» besessen. Stet» war ' August chn Freund von u iwand eibarer Treu« und./lauterstet Gesinnung. S et» i»ar aus ihn Lerlbh; Ernst und Gediegenheit bildet en die Grundlage i seines Charakter». Und loch, «u« konnte er mit Freunden^ fröhlich sein un) sich de» Lebens steuen! Wo er hinkam, war «i rasch beliebt. Rie war |tr Spie oerderber, bereiter illigst hals er mit Sat lunb Ta!. Für di« Allgei rein he t zu wirken, war Ijhm sch m früh Bedürfnis. Ai« bewährte er Ich, al» d i» Vertrauen der Rüde genossen ihn i» eikem arb itsreichen Amt bi rief. Die vorbildlich Hat er do gewirkt und alle Erwartungen noch üben offen. <-o hat er es für »er ftits gehalten: gegen ander« rachsichtig und wr hlwoliend, fordert« « or n sich s Iber nur da» Hichste! Voller Be- Icheidc nhe.t l es er seine Person stet» zurücktreten. Daß er auch!m Krieg« sich ans» belle bewährte, erschein selbst: «rständlich: war er dl ch mit Leib «d Seel« 2, ldat. Mit welche: Begeisterung er. Mit tr von leinen Erlebnissen in ben ersten sechs ürieg^wochen. IWer August reckt kannte, versteht, b»i> H ihn auch als Offizier lach dem Höchsten Ilingte. Wie ooa etaem lauer« I Denck« schien er beseet»! za feta al» er aakäadst t«, er sei Flieger geporbea. Da er dort in sei «m t ilement war »Ud höchst« SW riedigung fand, t erriete jeder Brief. Da» «r leiste«, beweist J»ie h>h« kiuszeichnung, lit seifte Brust schmückte.... E» liegt «ine unendliche Tragik 1 arin, datz es ih n nü »t vergönnt lei» sollte, sieg eeich und sieggekri nt heimzukehren". Au»idem B iese «ine» ander« Jugendfreundes: „Als chjr einst schon im Kriege, schon zusammen Au» einem anderen Brief an die Eltern: „Gerade beim letzten Urlaub erzählte er mir noch Ernst -seifet} schreibt: „Ich weitz nicht, of> August Ihnen erzählte, dah wir un» seit Januar, 191 > kannten. I Wir verlebten den Sonnenfomme' 1915 zusammen an der Maa». Dann den Wintee 15.16 in einsm Luartier gemeinsam in Danneoin der B^ldesarbeil, da» Kriegserlebni»,- da» Flie gererlebni» niemals losgelassen, und vor allem nicht jene Erinnerung an den 20. Augult 1913, jene rour. Dort läsen wir gemeinsam Nietzsche, Sluckesi Begegnung, von der ihm der Name Iboma» ins und andere, sver Sommet 16 trennte un». Aui Gedächlni» gemeihelt blieb. August» Jure Fliegern und Abteilung .an di« Geftm Reseeveableiluag. kam ging ich Dezember 16 zu de » durch ihn im Juni (1917) zu: — August hat mich in dem Kriege gewöhnt, raerst »ei der Baimri imeat 12, dann bei der Flieger' Kameraden waren darin einiji. dasz er der lT a pf erste war. Teine Tapfer keit und äuszere streng« Ruhe und dabei imme: eine volllomintne Fröhlichleit machten ihn z» etwa» besondarem, da» alle anderen nicht waren Wo er wolltet setzte er sich durch mit einem Stahl willen wie njm ihn selten findet. Für mir, Siebzehn J a hre . siedzeho ilr jeden von uns und für die ganze Welt ereignistchwer« Jahre sind über die Lande gegangen. Er Hai den Gegner in der Lust, den Kameräden und Leidensgefährteii auf dem Verbandsplatz nicht vergeilen. Er will wiisen, wo er ist, wer er. iil . e: will wilsen. oberledl! Mjl den wenigen Angaben, di« er au» dein Gedächtnis »lachen kann, wende! er lich durch '-Per milllung der Heimatbeborden an die Deullch« Bol war August das Beispiel de» „Höheren Menschens schall in Pari» lind wirllich, da» französische von einem schönen Plan, den er für die nächste Zukunft hatte — alle» da» hat er bewuht und freiwillig für di« glückliche Zukunft unsere» 4>ater lande» eingesetzt". Ernstgünther Burggaller, heut« bekannter Auto rennsahrer, schreibt: „. Lassen Sie mich bitte Ihnen nur ein Wort übermitteln, welche» er mir und auch seinem Freunde Seifert einmal geäuhert hat: 'Ich wünsche nur, satt» ich elamal fallen Fkiedrich Riemche». — Sein Wille war, dasz nie mand trauerll wenn er. fallt! .Trauer ist den Leben hinderlich, darum verwerflich'. Ein Denkmal äu» härlesteml Marmor sei ihm gesetzt und dar unter geschrieben: Ilugheit, Mut, Reinheit'. Augpit suhlte! tieft» Gluck, Flieger zu seii Hier konnte sckin Mut aktiv sein an einem Wende punkl der Nienschheitsgeschichte. Sein Leben war mehr al» da» Dasein der übrigen. Seinen To > sollen wir nicht .selbstsüchtig al» Unglück hi» nehmen. — ,zTo sterben, wie ich ihn «inst sterbe sah! Frohlockind, hast er siegle! Glückselig, dasz er sterbend sielt«!" ickville zur Macht II). August Mckser» Ptrsonlichleit. seine Tapserlei sein Pslichtbewusztsein, seine Gab«, al» wahrst Fuhrerpetsönlmikeit die andern mit sich fortju reihen, können nicht deutlicher unter Beweis gcitell werden, als btirch die Worte feiner Lehrer, sein« Vorgesetzten, seiner Jugendfreunde und -seine Frontkamerad«^ (Sichel hierzu auch den Beitrag „Fliegertruppe im Weltkrieg“. auf Seile h' Vcrul. auch „Schild" I'Dä. Nrl 52 mul 19-Mi, Nr t>!) Gegner non einst August 1918. Im Abschnitt der 7. Armee an der Westfront herrscht jene lebhaft« Fliegertätig keit, die für die zweite Hälfte dieses Kriegsjohre», da» da» letzte sein sollte, charakteristisch ist: Auf beiden Seiten spürt man die gigantischen An strengungen, da» gewaltige Ringen siegreich zu be enden.... Der Hauplflugplatz desJagdgeschwader»2 war Eherry le Pouilly. Am 19. August 1918, noch vor dem Aufstieg, wurde er für' die Jagd stassel 13 »nach La Färe als Rotlandeplatz oer legt. Von hier startet am 20 August die Staffel 13 (Jagdflieger). Schlechte» Wetter, Wolkenhöhe 3 -400 Meter, Regen. In einer Kette von-' 4 Fokkern fliegt in - seinem Fokker D VII der Osfizierstellviertreter Jakob Ledermann. Al» Fuhartillerist war er, ehe er sich zu den Fliegern gemeldet, schon 1415 zum ersten Mal Durch Granatsplitter im llnterliefer schwer verwundet. Die Brust de» kampferprobten Jagdflieger» schNrückl da» E. K. I., und der silbern« Becher „Dem Sieger im Luftkampf", den er sich geholt, ist «ine Auszeichnung, di« alle» Erforderliche besagt. . Dah der Lustlamps, der sich an jenem 20. Aug bald entwickelte, sein letzter werden sollte, mochte er nicht geahnt haben, als er «inen einzeln fliegenden französischen Doppeldecker in!>er geringen Höhe von 15—20 m verfolgte und dabei schoh. E» war ein „Spad", den er traf, und der nach dem Treffer offensichtlich wegdrückte, bi» er über einem Waldstück a b st ü r j 11. Da Ledermann diesem Flugzeug in der Verfolgung weit nachge flogen war, wurde er von seiner Kette getrennt und sah sich bald daraus von einer Anzahl französischer Einsitzer angegriffen. In dem harten Luftkanlpf, der sich nun entwickelte, schoh er noch «inen weiteren Gegner ab.. . Er,,selbst aber stürzt verwundet jenseits der französischen Linien ab. Aus einem französischen Verbandsplatz findet' er sich wieder. Und neben ihm liogt «in französischer Flieger, erschöpft, völlig bleich. Er saugt an «iner Zitrone, um sich zu erfrffchon. Ist e» einer der Gegner, die er selbst zur Strecke gebracht? Jedenfalls hat er ihn nie vergessen — durch all di« Jahre nach dem Krieg« — häufig hat er an ihn gedacht, und die Frage lieh ihn nicht lo», ob dieser Mann mit dem Leben, daoongekommen sein möge. — — Immer noch hört er ihn während der Kahrt im Lazarettauto zum Feldlazarett wieder und wieder rufen: „Conducteur, ropdurteur, doucement, doucemenl!" Diese Fahrt war entsetzlich: Ledermann selbst blutete so stark, dah er sie nicht zu überleben glaubte. Im Feldlazarett wurden di« beiden getrennt. Vorher noch bat Kam. LedermanN eine Schwester um seine Adresse. Freilich, der kleine Zettel, auf dem sie verzeichnet war, ging bei' den mannigfachen Äransporten verlosen. Aber in- >>,e bachini» eingemlihelt blieb ihm her Ramc „ T h o mas" und dat- Wort „Esquadrille". Und weiter blieb ihm im Gedächtnis baflest, wie derfran zösische Chefarzt von ihm, Lkdermann,. sagte: „E'est l'homme, fzur a adattu le lieutenant Thomas" Also er war wirklich der Mann, der den Leutnant Thomas abgescklosseN hatte. ' Dje Lazarett»!! ging zu Ende! und endlich auch die Zeit der Gefangenschaft in Frankreich Aus der Gefangensckiaft in Avignon hatte - er endlich seinen Eltern, Die ihn zehn Wochen lang für tat gehalten, di« etste Rachricht geben können lind nun war er selbet w i« d/ r daheim, war wieder .Lehrer in einer! Belliner Schul«, aber seit-jenem Unter d. „Meinen •!« n <kjjn«r\- Mer*ltch*t Thomi" Luftkamps — ti i kranker Mann. Wegen seiner schweren Kriegsbe chädigung. wurde er ' vorzeitig pensioniert Und doch hat, von der Fliegerei Rikl dir Unirrschrift heiBt: wie unser« Leser wissen, dieser Besessene sich durch sein Leiden nicht abhalten la sen, nach dem Krieg« noch im Segel fl ugtäig zu werdan, ja sich in der Rhön 1924 namhifle Preise und da» Segelflieholen! Nochmal» stürzte er ab, — diesmal alter sollte e» sein endgültig letzter Absturz sein. Wa i Kam Jakob Ledermann an fliegerischer Leistunz vollbracht, genügt mindestens für «in MenschenI« den.... Aber innerlich geschätzten Bunde»kiimeraden und immer rege tätig stflanzt worden war. Luitfahrtminiiteriuui weih Herrn M a r r c l T h »,. in a s in ’P a I .«jj r « , ehemalige i Fliegerleutnant. zu erniilteln, aufd.-n L-edermann- Angaben zu treffen Rack, ordnungsgcmah eingeholter Gcncb migung der zuständigen Amls'iellen Reick,- auhenminiiierium, R-eichsluflsahranmi'lenum, ckia lionnlsozialillischt Kriegsopfer-Veriorgung und nach gebührender Dank'a.zungmn d.i - französische . Luitsahrtminiiterium gebt am 15. Okwbcr l''3-5 - e» iil jetzt etwas über ein Jab: her Kam Ledermann» erster B r i e r an den franzölilchen Fronllam.eraden Thomas ab, „Mit welchen Gefühlen io heihi e» darin ich mich nach soviel Jahren an Sie wende, oer-- mag -ich Ihnen garnicht za sagen. Da» oorherrichend» ist wohl, dah ich von Herzen wünsche, Sr« möchten Ihr« Tterwandang gut üderstaaden haben und «in glücklicher Mensch geworden km,.. Sie würden mir eine ganz auherordentliche Freude bereiten, wenn 2i«_mir schreiben würden, wie e» Ihnen geht. Vielleicht entwickelt sich ein Briefwechsel zwilchen an», der den naheliegenden Gedanken reifen Iaht, an» Später einmal wieder» Zusehen... Seien Sie jedenfall» sicher, dah ich nie in den vier Jahren Kr«eg»zeit. die ich niitgemacht habe, ein ausgesprochene» Hahgesühl gegen mernen' Gegner »erspürte, sondern au» Liebe za meinem Vaterland« meine Pflicht tat. wie Sie aüs-Liede za dem Ideen Ihre Pflicht taten. Ich sjiüehe mit dem aufrichtigen Wunsch«, bah. Sie gellend und glücklich send". Die Antwort au» Valenee^lzeiz mibl >»».:« nur iich warten ~ „Mit tia.r einzig»« gen Bewegung io beginnt sie - habe ich Ihren Brief von, 15. Oktober geteien. Er wurde einer Leltüre „en famitle" gewürdigt, and mein« Eltern waren stark bearegt. Sie mis'en wiisen, dah mein Bruder an der Somme gefallen ist and ebenso der Verlobte meiner Schwester. Ich selbst wurde bet dem Lastlampf, den Sie kennen, zam zweiten Mate, verwandet, bin oerhäktnismähig gut von «einen Verwundungen »iedrrhergeftellt, odwabt die Pension von 25 Kriegsbeschädiqang, di» ich erhalte, di» Leiden and die damit oerbandeoe Schwäche nicht aaswieg«. di« mir meine Verwundungen noch oernrsachen. Ich hatte Sie eben, . sowenig vergessen, aber da Sie sehr schwer verwandet waren, and da ich keine Nachrichten von Ihnen während Ihrer Gefangenschaft hatte, so gtaabte ich. Sie seien ihrer Verwundung erlegen. Wenn ich mich recht erinpere, waren Si»—am Schenkel verwandet and zeigten ein lehr schlimme» Ausiehen. Aber schliehlich, de Hauptsache ist, dah wir beide davongekommen sind. Aus alle Fälle hat mich Ihr <6edan!e sehr berührt, and glauben Sie mir, dah ich glücklich Min würde, wenn die Umstände, an» gestatten werden,, den Händedruck als zwei lonak» Gegner ohne Hintergedanken miteinander za 7i>u!ch.-a." Dielen ersten beiden Briefen der tiniti,;«! V, 'v ,: im Lustlamps sind im Laufe eine» Jabre noch manche weiteren gefolgt. Die beiden.Männer, die miteinander inf^ Luftkanips die Wallen gekreuzt . und sich dann auf PeUi Verbandsplatz begegnet, die beiden Kameraden, von denen zeder een ->» deren für einen Tolgeweibten hielt, haben einand,. brieflich kennen gelemt, ihr Leben, ihre Familien' Verhältnisse, ihre Freuden und. ihre Sorgen Dennau» den Zeilen de» M. Marcel Tboma» ersieht man, dah da» Frontloldatenschick al. da Lo» de» einst mit der Ehrenlegion dekorir-.te'i Frontflieger», nicht ohne Harten und Schwie.'ig keilen und Kämpfe abläuft. Da» Kriegsschicksal lieh die Lebensbahnen zu-c"-' einaiider fremder, völlig verschiedenen Verhaltnislen entstammender Männer für ein pagr Stunden, ein paar kurze Tagt sich schneiden. Aber diese Stunden waren so erlebnisträchtig, dah durch die Gemein chaft diese» Erleben» eine innere. Bindung zwischen den beiden entstand. Zwar hatten beide mit dem Willen gegenseitiger Vernichtung, der im Kampf ihre Pflicht war und >uch da» eigene Leben nicht schonte, ba« mit: - -inander gerungen. Jeder von ihnen war. we> >ie Fügung es-wollte,'" um Haaresbreite der tk e ichtung entronnen. Kein Hah ist zwischen ihnen , «blieben, konnte zwischen ihnen bleiben. - slchtung, höchste kameradschaftlich« » » , u n g . Und aus dieser-Achtung erwuchs >'« Ich« Anteilnahme, d e tiefe Sympathie. d"en Ke,m^ ö CIMiCIlllUljflltv, V« 4.v|* s-V'T-- ' iQlfl Q* int unseren Jakob Ledermann, j euer schweren Stunde de» 20. August

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