Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 48 (27.11.1936)
- Date
- 1936-11-27
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SM« « — «7. « DerSchUL tl. ÜMoiiin 19 lAUSQCaOi REIOHS8UNO JOMSCHER FRONTSOLDATEN E.V. (fataßfo SCefafat ee* Rachrichtentr»ppen im modernen Heer. Al» im Jahre 1914 der Weltkrieg ausbrach, steckte da- Nachrichtenwesen bei allen europäischen Heeren noch mehr oder weniger in den Anfängen seiner Entwicklung. Man hatte zwar schon lang« die Bedeutung de» Fernsprechers und auch de» Funks für di« Arme« entdeckt, aber trotz der Erprobung bei Uebungen und Manövern fehlte e» noch zu sehr an prakti'cher Erfahrung, als datz dir Grundlagen für die Ausstellung einer zahlenmätzig starten Rachrrcht.-ntruppe hätten als gegeben angesehen werden können So kam es, dag z B. dagesamte deutsch« Heer im Jahre 1814 nur öder 7 Telegraphenbataillone und 8 Festung- Felnspreckkonipagnienverfügte Di« viek Kr.egsjabre haben dann zur Genüge bewiesen, von welch entscheidender Bedeutung ein gut funktionierende» Nachrichtenwesen für den Ablauf der Kampfhandlungen ist Al» Musterbeispiele dafür gelten die Schlacht an der Marne, wo die Oberste Heeresleitung infolge mangelnder Verbindungen nachsvorn in völliger Unkenntnis der wirklichen Lage Befehle gab. die zu dem tragischen Ende iührt.-tz, und die Schlacht bei Dannenberg, wo Rennenkampf die völlige Niederlage der Nach- --bararmee Saintonow hatte adwendeiz. können. wenn er über die Lage unterrichtet gewesen wäre ' Wie umgekehrt das Funktioni.Trn der Nachrichtenmittel «ir!t, beweist der deulsche Heeresbericht über die 'Durchbruchsschlacht bei St, Quentin, wo es heitzl: „Die Nachricht-ntruppen ermöglichten das Zuiam menwirkcn der nebeneinander fechtenden Verbände und gaben der Führung die Sicherheit, die Schlacht m die gewollt.-n Babnen zu lenken" . Datz diese Enllvicklung sich nach dem Kriege bei allen neuzeitlich ausgerüsteten Heeren fort-etzte, verstcbt von selbst. Sie ging dabei zwei Wege, und zwar unterscheidet man heute die eigentliche Nachrichtntruppe und die NachrichteiiNormationen der Kampitruppen Die lllachrichtentruppe wird von den Nachrichtenabteilungen gebildet, die im allgemeinen sich bei hcn stöberen Staben — von der Dwi'ion aur'warls befinden Autz rdem oeriügt aber jeder selbständige Truppenteil - >ei e; ein Jnfauter-e-, Xzrallerie , Art llerieregiment, ein Pionierbataillon »der ein« Rachrichtenforinäl rnationen ist bei etnze weichend. In «inreli unten geführt, datz j eigenen Nachrichtentrn, hat man di« Nachricht, Bataillon»- oder Rei gen, wofür in der einheitlicher Ausbildun Das Hauptelement ist auch heute noch Funk hat zwar ein Kinderkrankheiten, di« schaffen machten, übe! ist aber noch immer hören» durch den Fl dem modernen Nachri zudenken, da er da» ihrabteüung — über eigen« Di« Gliederung dieser For- Heeren voneinander ab- Heeren ist sie soweit nach . jeder Jnfanteriezug «inen hat. In anderen Ländern Einheiten wiederum bei den imentsftäben zusammengezouptsach« der Wunsch nach Blick In Bücher IRn Stiegel.: „Deutsche« Dorf i» Weltkrieg" (Verlag N. Oldenburg, München-Berlin), geheftet 2,40 RM. der Nachrichtenübermittlung r Fernsprecher, Der erheblichen Teil seiner ch im Weltkrieg« viel zu nden, sein grühter Mangel di« Möglichkeit de» Abd. Trotzdem ist er au, tenwesen nicht mehr «eginzige Lerständigung»mittel S M.Ul LEINENHAUS I kYER-AüGSBURG JND WXSCHEFAMIK BRAUTAUSSTATTUNGEN für bewegliche Kampfe! Tanks-aind Flugzeuge js wie das B l i n k g e r S leisten, wenn die Dra§ haben aber nur bedingt an die Vernebelung I ch e Signale können n ausnahmsweise angewai - Natürlich sind auch weitgehendem Matze vo erfaßt worden E» gi' auch noch bespannte A zabl aller Fahrzeuge motorisiert Das schließ altbewährten Mittel Brieftauben auch Nolle spielen werden, u ganger seinen Platz Was die Arbeit der so kann heule allgemein die Verbindung von hn wird. Das heitzt, datz lung die Leitungen zu wiederum die Verbindun Herstellen und so fort heilen wie Panzerwagen, Optisch« Nachrichtenmittel können wertvolle Dienste tleitung zerstört ist. Sie Wert — man denke nur Kampfgelände Akusti - Lärm des Kampfes nur t werden, hie Nachrichtevtruppen in der Motorisierung in den meisten Heeren eilungen, aber'die Mehrr Nachrichtentruppen sind nicht au», datz auch die l« Meldehund« und Zukunftskrieg noch ein« datz auch der Meldeebaupten wird achrichtentruppen betrifft, I; Grundsatz gelten, datz ten nach vorn hergeftellt re Korpsnachrichtenabteiden Divisionen legt, die >en zu ihren Regimentern S *3- In seinem Vorwort sagt der Verfasser: „Dem Wahrheitsgehalt der Kriegsoorstelluug wird es zugute kommen, wenn der Krieg nicht nur vom Standpunkt IR» Heroischen, sondern auch von der Eben« einfachen Voltsempfinden» au» gesehen wird". Der Auwr widmet da» Buch „jenem ,Unbekannten Soldaten' de» deutschen Dorfes, von dem hier manch« Zeile kündet, der in schlichter Selbstverständlichkeit, mit bäuerlicher Anspruchslosigkeit, Festigtest und Zähigkeit di« ihm auferlegte Kriegrarbeit tat, ohne Heldenpos«, ohne flüchtige Begeisterung, ohne grohe Wort«, .der Held war, ohne e» zu wissen und zu wollen". Man mutz dem Verfasser zugestehen, datz er mehr bietet, al» er selbst verspricht. Da» Büchlein, 155 Seiten umfassend, ist einzigartig in der deutschen Kriegsliteratur. Der Dorfschulmeister eine» kleinen schwäbischen Oertchen» von kaum 200 Seelen schreibt, beginnend am 31. Juli 1914, endigend am 31. Dezember 1913, in sein Tagebuch, wie er, wie sein Dorf (Silheim bei Ulm) den Krieg erlebt, den Krieg sieht, den Krieg hört. Und in der Täg. lichkeit dieser Aufzeichnungen, die niemand so nachkonftruieren kann, wie sie erlebt und ausgezeichnet sind, liegt das Dokumentarisch«, da» Dauernd- Gültige dieses Werkes, da; nur nüchterne Tatsachen bringt, Werturteil und Phrase vermeidet, und doch so spannend ist, datz man es nicht aus, der Hand legt, bevor man es ausgelesen hat. Den Kameraden aus dem Dorf wollt« Stiegel« ein Denkmal setzen, den Kameraden aus dem Dorfe wollte Stiegtle zeigen, wie man zu Haus« den Krieg erlebte, als sie drautzen für Deutschland kämpften, und, ohne «» zu wollen, hat er, au» seiner Bescheidenheit herauswachsend, der ganzen deutschen Heimatsfront ein Denkmal gesetzt und dabei denen, die drautzen standen, dokumentarisch nächgewiesen, wie die Heimat zu kämp-' fen hatte, damit die Front stehen oder marschieren konnte. Eine Fülle von Ereignissen, die uns heute als Kleinigkeiten anmuten, sind so der Vergessenheit entrissen. Ein echter, ganz natürlicher Humor liegt über mancher Eintragung aus dieser schweren Zeit. Man mützte manche Stelle zitieren, um den Reiz dieses Büchleins nachzuweisen, und man würde doch nur zu wenig von diesem Büchlein sagen, datz vom ersten bis leZten Wortlesenswert ist. Stiegeles Werk gehört zu den besten Fürther Bergbrä\ I überall beliebt Veröffentlichungen über den Krieg. E» ist „«5,1 als Talsachenaufzeichnung und mutet un, doch an wie eine grotze Dichtuug. Stiegel« hat hier, um ein Won au» seinem VorwoN aus ihn -n beziehen -7 hier sehr viel gegeben, „ohne es zu, wissen und zu wollen". Und da» macht da» Buch! so empfehlenswert. Ham C.® 1 Der Jüdisch« Buch» und Zeltschriftender,,» Robert Alter, Berlin SW. 89, beginnt semej Arbeit mit ejner Serie von Büchern zum Preji^ von NM. 1.35: „Heikleres, Besinnliches, Nach°I denkliches, Geschichten neben dem Alltag" ist {;~J Sammelschri,t humorvoster Erzählungen belannik,! jüdischer Au'.or.n de. Gegenwart; „Einer »je Pul und ich. Eine Jugendge,ch.chte aus unseren lagen" ist em Buch von Ham Martin Schwarz. Veidel Bücher erscheinen noch >or Ehanulah. Ferner jl,I für Dezember die Herarsgab« eines infornratdri! schen Handbuches von Jim H. Eröner (Johanni; j burg) „Sübairila 193/' vorgesehen. Jui Bortrupp-Berlog, Berlin SW 29. erscheint I ein neues Buch von §ans Joachim Schvep»! „Jüdisch Christliches Gespräch in 19 Jahrhunderten"^1 (Geschichte einer Auseii.o Übersetzung, zu EbanuZlali! Preis RM. 3,93. Borausdestel.ungen ln. zuml 8. Dezember 1938 roerderi mit stO»» Lublin: Iwns-I rabati zu RM. 3,10 auisgeliesdrt. Die Jüdisch« Buch-Vereinigung br;;t alnächst« Veröisentlichung |ür j ihre Mn,!ledei t einen Band Erzählungen von Jakob Picard,! die unter dem Titel „Der Gezeichnete" eil.h«inen's Der Versasser, der einer alten, am Badenser b« heimateten Familie entstammt, gibt in sein-» Li. Zählungen mit liebevoller Treue und dichlenlchem! Einfühlungsvermögen «in anschauliches B is der! kleinen, Judengemeinden Südweltdeutlch an im| vorige« Jahrhundert. Ei« Lha»»Ik«h-Büchl«ia für dl« Kleiniicu Hai. in Form der Menorah, aus haltbarem Harken»?)app-lPapi«r der Verlag Joseph Jastrow, Berlin v 15,i Kaiserallee 21, berausgedrachl „V; Bi> dern, jbi« mit Versen begleitet sind, wird das Fest dxt Lichterweihe den) Verständnis der Jang sten nahegebracht; ein hstbsche^ Geschenk. Lu-' r ■> [ L 0 INI VON I -SPORT neues Modell irissrersthlus*, cm, tcasurrab- Stoff. Ein FÜR DEN WINTER S K I - B L U S mit „anz zu öffnendem f»unhrt*m. rtiesfe^t nd• m. kinddicht ul» nl» s Khidungsstück dm Sportler 22.50 SPORT-ABT 1 LU SG v: BERUS C2 . 1 KÖSIGSTM. - SPASDAL’ER STJL korateure Aakaut Packereien Jüdl*eil« WmrkBtättmn »mm: Oliv« J t UM hondlt*r*l mt*4 r«lflllehcrtl Bernhard Jahn Gmne»aldavr 44. Bafcrltdi PtanBÄW* Ka<kcti. Torte«. KoAesfcrot frrl Hm« rianaa&en Flügel u. 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