Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 46 (13.11.1936)
- Date
- 1936-11-13
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 — «z. m Kniete Kirnen Eine Ausstellung im Jüdischen Museum I In Verbindung mit der Gesellschaft für jüdisch« Familienforschung »nd dem Gesamtarchiv der Inden in Deutschland). Am Sonntag d. 8. Rov um 11 Uhr wurd« im Jüdischen Museum die Ausstellung von Prof. Landsberger, in Vertretung des Direktors Heinrich Stahl, mit einer Ansprüche «rüffnet. Tr betonte, dah die Veranstaltung dadurch einen besonderen Wert erhalt«, dah nur Werk« von künstlerischem Gepräge gezeigt werden. Dr. Arthur Czellitzer der Begründer der Gesellschaft für jüdilch« Familiensorschung. sprach in launig-wehmutiger Weise davon, datz bj» etwa 1890 noch in jedem jüdischen . Hause Familienbilder hingen; zuerst wurden sie aus dem Zimmer entfernt, w» man Gäste empfing, sie wurden dann im Schlafzimmer „versteckt", um schließlich auf dem Boden oder im Keller vergraben, meistenteils aber vernichtet zu werden. Dies« Ausstellung wird* ahne Zweifel das grähte Interesse-erregen. Di« ausgestellten Bildnist« und Urkunden gebenein Stück Geschichte der Jubelt" in Deutschland, sie vermitteln zwar nur die Bekanntschaft mit einer wohlhabenden Bürgerichicht. sodatz der Titel " „Unsere Ahnen" etwas zu weit gegriffen ist. Aber wer sich auch über einen anderen Teil unserer Ahnen — und er iit-ioobl m der Ueberzabl, — informieren will, der lese den Bericht von Heinrich Hein« aus dem Ja die 1822 über seine Reis« nach Westpreuhen und Posen. Es würde im Rahmen dieses Berichtes zu »eit fübren, auf die vielen Betrachtungen, zu dener. die?« Ausstellung anregt,, näher einzugeden Erwähn: sei, daß sehr viele Bilder von jüdischen Maler» -»schaff, Nanu e» rate», so dach man bisher men {pmmferitt. Interessant ist, datz er Malern. L»S^hUö *OCHMUMD jOowchk» m0NT8OU>ATM tv. U. i| a»Man»tt mm den heute iebe.ite» Berliner Malern. Michoelsvn und Rosenthal-Rosto bereit» Künstler waren, di« mit sehr guten B ldern - vertreten sind. Paul Meyerheim, als I, de angeführt war meine» Wissen» kein Jude. Lilly Bernstein», di« mit „Nähere« »nbekannt' rubriziert wird, lebte vor dem Kriege in Berl, und ist viele» »och aut in Erinnerung. Es wär: von Jntereff« zu erfahren, ob sich vielleicht irge, dwo Bilder »vn dem „genial witzig«»" Maler Me kr fso genannt kn den Memoiren Ludwigs von Gerlack, der Bruder, de» Seneiol- .adjutanten Friedrick Wilhelms IV.) befinden. Meier ging mit rin« n anderen Gerlach zusammen als Freiwilliger in t en Krieg 1813/14, war dem Hauptquartier attach ert und nach der Schlacht bei Ligny verschollen llm gleich bei de n Militärischen zn bleiben, soll ein Porträt de, Maler» Meyer Michaelson erwähnt werden, da : einen Philipp Sottfchalk als Soldat im 18 Infanterie ^ftgiment aus dem Jahr« 1834 darftellt. Ost trifft man auf Romen, die in d:r deutschen Juden heit einen bekannten Klang h< den. So S. Bleichräder, der Gründer de» A ankhause», Prof. Hermann Eohn, der Begründer der Schulhygiene und b«. kannte Augenarzt in Breslau, Isaak Drryfutz- Bernheim. Begründer de» Bankhauses Dreyfu», Söhne u. Co., Eha lotte von Embden, der Schwester Heinrich He ne». Auch da» Urbild von „Iettchen Gebert', I °Hanna Goltychmidt ist zu sehen. Der kaum zwa, zigjährig« Mar Liebermann malle seine Drotzmrtter Betty! Haller, lkrc. Wilhelm Herz, der Präsidant der Berliner Handelskammer, ist ,on Steftek hoch zu Roh gemalt, von Susann, Lhodowieka Dr. Lehweh mir Frau und Sohn Heinrich, dem späteren Hofrat und Arzt in Berln . Von Graes, ist der -Erotzvater Mar Li«b«rman,s verewigt. Energisch und «Lnnlich da» Gesicht de» Gründer, der Konfektionsfirma Gebr. Mannheimer, David Mannheimer. di« Weltruf hatte. Em «ruder von Rudolf Mols« ist gemalt von Stauffer-Bern. Historisch in.eressant dq» Bild de» Spezereihändlers Pappenheim.Mühsam, de» erste,! Träger» diese» von Friedrich dem wrotze» verliehenen Ramen», dann «in Selbstbildnis des bekannten jüdischen Maler» Moritz vppenheim, der auch Gudula Rothschild, di» Mutter der „Fünf Frankfurter" trefflich darftellt«; bei diesem Bild« spürt man. das, diese, ohne Schmeichelei gemalte Frau, so ausgrsehen ha«. Der Grotzvater de» Begründer, der AEG., Abraham Salomon Rathenau, ebenso oie> ander« Borfahren der Rathenau» sind von dem jüdischen Maler Brand«, porträtiert. Aus dem Familienbild Moritz Mannheimer hat sich der jüdisch« Maler de» Bilde», der sympathische und talentvolle Julius Moser selbst gemalt. Ein Gemälde von hohem Rang ist da» de» Stifters de» Waisenhauses. Moritz Reichenheim mit stiner Familie von Ludwig Knaus. "? Einen besonderen Raum hat Dipl.-Arch. Rahel Wischnitzer-Bernftein mit Bildnissen von Rabbinern zusammengestellt. Dies« durchgeistigten Physiognomien üben einen tiefen Eindruck aus und zeigen da» jüdisch« Antlitz von einer Sest«, di« zu allen Zeiten, von Rembrandt hi» Menzel, die Maler zu besonderen Werken angeregt hat. Kam. jr «pp. 82. Botz. «eineckeftr. 25. Fromm Mi hardstr. 4 HiAhfeld. Jagowstr. 44. «edem. mannstr. 8, Phiio-Verlag, Pariserstr. 44 d pelaier. Reu« Friedrichftr. 59. Ring. thalerstr. 44. Diolft, Prager Platz 4' * 6ro$1fti)h Zugunsten der Betreuten der Jüdischen Winter» hilf« findet am Mittwoch den 2. Dezember 1938, 20 Uhr. als Festaufführung die Premier« von „Gin Sommernachtstraum" im Theater des Jüdischen Kulturbundes statt. Musikalisch« Leitung: Kurt Singer. Regie: Fritz Wiften. Karten find erhältlich: Zentrale der Jüdischen Winterhilfe. Berlin E 2, Rosenstr. 2 4, D I 6711, JÜDISCHE WINTERHILfl de» jooiichiu Gemeinde zu ieeliI Poßfd)tctftmto:'Bcrbn9344f| Fabrikation und Großhandel Baklaidung Tax tUlan |’*Pflaunlacher & Schwab": HERRENKLEIDERFABRIK Spez.: Loden- und Sportbekleidung AUGSBURG Altred Basdi & Nestel Jugendliche Kostüme u. Mäntel Berlin Wft / Kroicnslr. M 2 Cerfamäntet BERLIN U>51 Kronenstr. 28 Td.t Ä6 6796 GEBR. CERF G. U B. H. Hugo Jacobv 6. m. b. h. ■•rli» A Ua ppertnl-kl Heeke Ick KronenetreBe 24 Brauienwerth 13 Damen-MAntel / Klnder-MÄntel LOEB & SUTHEIM Berlin SW 19 Kommand«nten»tra5e 5a Pelzwaren fabrik — Felle mMnwwmiwiiiiiiitumiiiiiiiiiwiwii»iwiiiimiwniiiiiiiiiiiin»ii umnnnwwmS .RONAMÄNTEL“ BERLIN SW 19 ' Hausvogtelplatz 12 Rofanftld 6-Nathan Tlllltii A« 23M DammumanUtfatftk Q. Roben Nflchf Heobeee. Idaqt Zienieiman ' BERLIN C, Burgstrabe 21 Billige, modische BlliSCII Max-'SD Friß Srammreicb Berlin NO 55,, Prenzlauer Allee 36 T Block GAppingen (Württ.) — Degglngen a. d. 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