Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 46 (13.11.1936)
- Date
- 1936-11-13
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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■hr icksal SlüpK N-Ch chicksa m 2lanbj lfcMbocrJ i.50.. 31 |D 0(K«t<i IW«! BttddrfU HERAUBQEBE»! BC1CH8BUND jOoiBCHER FH «SOLDATEN E.V. on jüdischen fcontönmpfßcn der alten jt & Arme polloh' & & Xcufiuinf «»»»-»»m..»,.-. ^.J - — «ch s»i « nicht ak Musikant, sonder, a; Krieger - . geworben worden. Unwillig gibt ihn der Ober» **,„ mir uns«, »'trachtunge, auf bie Schicksrei und teilt ihn wieder einer Esk, dron «d Lebensweg« jüdischer M Inner lenken, um Aber der Ruf seine; Spiel; und keiner ~ V. IU-^m fllivfAMs VklA ai/tAtta1 ,, , . r 1 ' ‘ -=pt=äS '« slkl'l »fr jijit, «ob ol< )ie me*, ,, Und '<«8 i«j IN ptä; »Hfl c: ‘riffls tiielte >cj Hand ihre; Wirken; die eigene Lebenskraft ) ßjhlen, so greifen wir fast i nmer wilder aus ,n zurück, di« uns durch Unt erricht, Geschichte oder Lektüre zumeist bekannt und deren jicke uns sehr oft mehr od«, weniger bereits aut sind. Es ist dies leicht erklärlich Die nhoolle Geschichte .unserer ü »emeinschast, die Itiedige Bedrängnis, ihre Wa iderungrn über inder, Städte, Dörfer, Meere, von Ost nach und West nach Ost haben hi« Namen Vieler irleiz Ei rrnch:,. r ' ttiiti! mit br; »tl» l bin, te. firt iubjettiol 2o wild, unflifcjrt fiehn nmtl UTijf nortiich war für die Beurteilung de« ganzen «n Volkes, so hat wiederur > alle Not und ^ifolgung, jeder Kamps um l «bensdehauptung ypitl in seiner Gesamtheit getroffen und mitssen — nur ein« verschwindend geringe Zahl Männern Ist es deshalb, die wir aus der der Gestalten kennen und deren )Namen als zu. Begabung wollen nicht verstummen, und so hitt t Pollak schliehltch um seine Versetzung in da» Infanterieregiment Kaiser Ferdinand! Er erhall sie und hat bereits bald, in den Jahren 1883 und 1347 b«j der Niederwerfung eine; Aufstande» Gelegenheit sich auszuzeichnen, sodah er erst urm Gefreiten und kurz daraus zum Korporal befördert wird. Die folgenden Jahre geben Pollak vo lends die Miglichkeit, seine soldatischen Fähigkeitin. seinen oft an Tollkühnheit grenzenden Mut, hber auch Offizier erhal en. Und Pollak war der Erste, de, die Anhih« ivn Eustozza stürmend erreichte. E; ist uns Juden immer wieder eine alte unl bittere Erken, tnis, unser« Leistungen, mögen fii immtt gute o >fr weniger gute sein, von der Um wett mit bes mbÄtn Matzen gemessen zu sehen Trotz der he fen Zahl überragender Persönlich, keilen und d n unleugbaren Grötze ihrer Bcr dienste, die si: als Bürger und Menschen diese Erde vollbraä l haben, besitzen wir keine Macht nicht einmal -en Schatten einer Macht, «ine ge rechte Würdigung zu verlangen: wir können u» nicht wehren, wenn diese unser« Taten von de Umwelt oftmi l» gleichsam noch Belieben gewertc , zeichnet gelassen. Wie der E nzelne stet» verseine grotze Umsicht und Führerpe.sönsichkeit zu zu werden sch-inen, indem man sie einmal zeigen. Es war zu einer Zeit, als das Hddsdurger Reich in ständige Kriege verwickelt war und um di- Behauptung seiner obec-italienisch-n Vorherr schaft kämpfen mutzte. An der Spitz« der Armee stand der Feldmarschall Radetzkys der spätere Sieger von Custozza und Eroberer il>enedigs. Dies« Feldzüge, di« an den Soldaten Hohe An- - Der?« rn mit t, i Wch- Ile iftk-i nden in, itecübct, >uf -§!;:j t WebifltKin,] er i> ie o» bäh«,! I, sei«,!. ras| tioid-, erklärt Uimo, kälter, kl diel Ilnoech lobt. Heer- ■n nl; netz «i.Iize Sui«:, t ver- Sf fl*, rtnoerndtl", tfläf«U| «tre« f iltnfl] i«rai" irfl«' I Mil büttnl äer-I lt, üt| i flf‘i »säe-I adal i it| m| m\ 2(4'| W>! ß!li:I tet>\ Wedel! (■>) beri bl nail «fi-i » ft tl'il «r eckl w\ »I ttl a.1 m m »I 8 * * K agend, unvergänglich in Misere Geschichte sorderungen stellten, sind reich an spannenden Einzel <m.. t. v* heilen, wcchselvolle.n Ringen und Gfsehten gewesen, in denen die persönliche Tapfe! keit und die Entschlutzkraft des Einzelnen oft von iuskchlaggebender Bedeutung wurde. So war «; auch eine solche Gelegenheit anlählich eines Mefdögangs zu Mailand, di« allerhöchste Stelle,! aus P,,^k aufmerksam werde» liehen. Män bedenke dabei, wie bedeutsam die Haltung eines BefehsseMpfänger; war zu einer Zeit, da di« Armeen kein anderes Meldesnftem kannten als das der persönlichen Uebermittlung. Mehrere Kompagnien keines Regimentes, das wichtige Stellungen besetzt hielt, waren von den Italienern umzingelt, pie Lage wurde unhaltbar, wenn nicht schnellstens Ersatz anrückle. Pollak erhielt den Befehl, dein Feldmarschall seihst den Stand der Dinge zu, schildern- und Ersah zu fordern. Mitten durch die feindlichen Reihen rnutzt« er dtn Weg gegangen sind. Wie grotz aber ist di« Zahl er, deren Lebensgang die Ford, rung nach einer ,,Ischen Führung, sei es durch äutzeren.Zwang |i4<( inneren Impuls getrieben, zutiefst erfüllte d die uns unbekannt geblieben sin >! Jene und«. ,unten Soldaten, die namenlosen Iptlden jüdischen Stammes, um die der rfalten eines tragischen Schicksal-- schwebt, oder stst in unerschrockenem Mut gege, scheinbar uninbliche Hindernisse angingen und sie bewäl. Isicn! Rur der Zufall lätzt uns hin und wieder Id, Namen finden und das v uhergewöhnlich« 't^i Laufbahn entdecken, voller Staunen gewahren welche Kraft ihnen aus dem E> be ihrer Blutes inpachlen ist. Beispiel hierfür -bietet in reichem ]jtitz« das Leben Joachim Pe llaks. .hi Mähren, In einem kleinen Dorf« wurde -tchim Pallak im Jahre 1822 geboren. Sein?aer, ein Branntwein- und Bcauhauspachter, rg ein frommer und rechtschaffenl r Mann. Belli; mit vier Jahren kam Pollak in die Jeschiwoh, ät: er lernt« zugleich auch di« der tsche und böh- Sprach« und erhielt Unterricht in der Musik, tm: besondere Neigung wohnte dem Kinde nämlich iir das V i o l i n s p i e l inn«, die t iltern erfüllten im» Bitte und die Beherschung dies-s Instruments sollte nicht ohne Einflutz auf sein sp iteres Schicksal ileillen. LI; der Knabe Barnrizwah geworden war, kam er ihn eine harte Zeit. Der Wohlstand der Eltern mu dahin, Armut über sie gekommen und der ^iin|t mutz das Elternhaus verlasse,, in die Welt ^ehei, um sich einen Dienst zu suchln. Eine lang« Lahderung hebt an. Durch Böhlnen, Ungarn, Kalifen, Land um Land und nirgends findet n einen Halt. Aber der kräftige und gesunde Lurihe ist von frischem und geu-eckten Wese» »nd lätzt den Mut nicht sinken. Er lernt fremde -illen und Gebräuche und-sein Blir ist wach für alle; Praktische und beobachtet scharf. Endlich ünde er in Ungarn Aufnahme bei i inem Schnitkraiei Händler. Zweiundeinhalb Jahre hält er hier »es rnd während dieser Zeit bewährt sich seine kennt und des,ht, bann wkeder verneint, übersiehl, leugnet oder gar in ihr Gegenteil verwandelt. Joachim Poll ik hatdie höchsten Auszeichnung« > erhallen, die ler Staat zu vr-gebet, halt«, Armeebefehle belob«, ihn, wichtigste Depeichcn werde-, ihn, als Eour er anvertraut, aber das Verspreche seines höchste, Vorgesetzten hat, -noch keine Erl füllung gesunl en. seine Beförderang zum Offizie steht noch au». Und der Feldzug geht z > Ende, der Fr ede wird geschlofsett. Pollak warte! er di.nl weit r^ üb«.- seine^ jlapitulationszeit hin au; aber die Beförderung i erfolgt nicht Schlietzlich sinken wir ihn als 'Wächlmeister bei de, Gendarmerie, n die er eingetreteni war, als Oeslei reich seine Rii tungen'gege, Pre-itzen zu betreibe r begann. Und ner. als ekauf seinem Polle» stank in einer kleine, Stadl fügt «»»sich, datz Radeyk, auf der Neis! nach Wien begriffen, ihn sieh, erkennt und k ch seiner erinnert. Bald berut ihn eine Ord e nach Wien. I», 'Vorzimmer de FeldmarschaU; wartet Pollak. Wieder wartet lange. Stund n vergehen, aber Niemand ni(|i . »ach ihm. Als er dann fragt, ob der Feldmarscha noch empfang; K«.itzt «;. er sez plötzlich fonl'e rufen und ab;erefft. Und dennoch die irdilchh Gerechligkeit ollt vielem Manne endlich " Lohn. ihn ick Herbst di »sch treue zupackende Art, sein Eifer undl seine Dienst- Aber es eröffnet sich ihm lfein« Aussicht uf in Vorwärtskommen und kuiz entschlossen lifht siinens er wieder zur Wanderschaft. Dieses Mal die Reise durch Schlesien. E, landet bei Lilirsabrikanten, macht ein« >eue, längere nehmen und durch di« feindlichen .Stellungen ging - Das Jahr 16 3 beruft ihn erneut nach Wien zu er wieder zurück. Unter geradezu abenteuerlichen Gefahren führte er de-, Befehl aus. Die Kompagnien halten durch und werden befreit. Pollak aber hatte das Versprechen de; 'Feldinarschalls, -ihn zum Offizier zu machen, falls er heildhrchkäme, und diese Aussicht, dieser gerecht« Lohn, steigert« seinen Mut. Ein wahrhaft heldische, Geist kommt über ihn — Makkabäergtist -und Stand hastigkeil, kennzeichnen diese an kriegerische, Taten hervorragende Laufbahn. So wird die Schlacht und der Tag von Custozza wie für Radetzkn auch für Pollak die Stunde seines höchsten '.kuhmes. Es heiht, wer als Erster die feindlichen Höben stürmend erreicht wird, falls er ein Offizier, das auf datz Viele Theresienkre^z, wenn es ein Körpnral ist, .starlen Perschil die goldene Medaille und die Beförderu ig zum gewinnen mögct. Prüfung, und hier ernennt Maj. stät zun, O f f i z i e r . In kurzen ügen habe» wir versucht da; Lebe, Joachin, Poll, ks nachzuerzählcu. In allen seinen Phasen ist es s>,reich on Hingabe und Opferwilli'b keil, wie kaum ein Ander«;. Ein Leben, datz sich unbeir.ltar nid haltlos und in Begeisterung dem Di terlande widmete »nd doch die zerritz, die es an den Urgrund seines Wesens landen, an da; Jude»!,,»,. De;halb schien e; dopr fit wert, den seltenen Lebensweg dieses seltenen Mann«; «nd seinen Namen, da «; der Zufall füg te) der Vcrgesienheit zu entrcitzen. gerade in diese» Tagen an keiner chkeit selber Mut und Zuversicht Kam. Paul Ollendorff Dienst am Wurzeln nicht €in .. . . her nichts Lthrsill durch und erwirbt sich arch hier das I ver.rnuen seines Brotherrn.- Schli tzlich finden |ri, iln dann bei «inem Brauhausbestzer, bei dem n bald eine Vertrauensstellung «in> enommen zu haben scheint. Und hier trifft ihn ein kreignis, das 1 befii ,,enb für sein weiteres Leben «erden soll. Eini-s Nacht» platzt der Dampf! Pel in der Branntweinbrennerei.. Pollak, selber einer grotzen Gefahr entronnen, ersaht sogleich di! Lag« und übersieht, welches Unheil und welcher Schade er «achstst würden, wenn die Fabrikation «in« Unterbrechung erleidet. Er spannt sofort die Pferde m dhn Wagen und rast zum nächst», Dorf, wo «n Kupferschmied wohnt. AI» er später dann flfgen Morgen zurückfahren will, .spe.-i t ihm plötzlich ein« Schrr Reiter de., Weg. D> r kraftvoll«, behend« Jüngling gefällt den Solda «n und «he fr es s sich versieht und seine Lage überdenle.i kann, wird er mitgenommen, verpflichtet sich und ist Soldat, Reiter, beim K. K. 2. Dragoner» regiment König Ludwig vast Bayern geworden. fiten hat wohl das Schicksal ein m Menschen bester l» den für ihn geeigneten Ber rf gedrängt, esi hier geschehen ist. Pollak w, rde Soldat und tt wurde es mit Leib und Seel« Es ist, als _ ..._,_ _ _ Geigenspiel bfi jungen Rekruten gehört, .mit dem er Abends noch fcjt müden Kameraden ergötzt« und wollt« ihn für| die „Bande" haben. Aber Pollak weigert« b«n Einstrill. Tr Hab« grötzere Lust den S ä b«e l zu führen, al» den Geigenbogen. Ind, schiieh- Eine Rothschild-Anekdote ans dem Weltkriege. Im Weltkriege leisteten die wehrfähigen männlichen Mitglieder der verschiedenen Zweige der Familie Rothschild denjenigen Landern Krieasdienste. deren Dürgerfchaft sie besähe». Ein Mitglied des Londoner Hauses, Evelyn Rothschild fiel dabei im November 1917 in Palästina im Kampfe gegen die Türken. Da das Frankfurter Haus im Mannesstamme ausgestorben war. war nur der Wiener Zweig der Familie bei den Mittelmächten vertreten. , In der alten Oesterreichisch-llbgarischen Armee war der Name Rothschild bestens de I» ichffch« ollen hatte Die österreichlche Leitung bemühte sich, die Verbände wicier zu ordnen und östlich des Festungsgürtel! «ine neue Verteidigungslinie herzustellen- 1 'ie KavaileriepatrouiUen. die letzten am Feiide, hatten es am schlimmsten. Tagelang auf dem Pferderückea. kaum einen Bissen zu essen und in tzer Nacht bei grimmiger Kälte wenige Stundest .Schlaf unter freiem Himmel. Graf Salm war von -einer Er kundungspatroilille lpät abends müde und' hungrig mit d er - Meldung beim Stabe einaetroffen. datz 1 bic Verfolgüngswirkung der Russen schwach wäre. Dlesen Umstand benutzte der Generals!« bspffizier, ihn sofort wieder feindwärts zu chicken. um eine verlorengegangene Munition.kolonne auszukundschaften und kann! durch die .LZaron v- Rothschildstiftung fje aiif den re hten Sveg zu ihrer Artillerie für invallde Offiziere". Im Jahre 1894 hatte sormation zu , erweisen. Lassen wir nun den Grafen Salm selbst erzählen: Baron Rathaniel lÜleyer! R othschild sein Schlotz Hinterleithen bei Reichenau mir den dazugehörigen Liegenschaften und einem Betrag von ca. 1'/, Millionen Kronen dem Reichs-Kriegsministerium zu diesem Zwecke zur Verfügunq gestellt. Ein wahrhaft Rolhschildsches Geschenk, das vor, in und nach dem Weltkrieg« zahlreichen invaliden Ossi- Bieren der l. u. I. Armee zu Gute gekommen ist. Run. tzer sprichwörtlich gewordene Reichtum dieser Familie ist so bekannt, datz derartiges nicht wesentlich imponieren kann- , Die Anekdoten, die, sich mit dem Rothschild^chen Gelbe befassen, sind zahlreich, weniger bekannt dürfte aber eine solche sein, die einen Rothschild zum Helden hat, der ehrlichen Hunger hatte. Sie spielt im W«lttriege. und da sie ein ehemaliger Regimentskamerad des Baron Rothschild erzählt, dürtke sie wohl verbürgt sein- Baron Rathaniel Meyer ist unverheiratet gestorben, hätte aber von seinem Bruder Albert Salomost drei „Sehr mitzmülig ritt ich in yie dämmernde Nacht hinaus, 1 >« mich bald hinderte, in d«m Rückzugschaos ir tendeinen Gegenfta«d wahrzuneh men, geschweige enn eine Formation zu erkennen, die zu unserer D öisiön gehörte Ich beschlotz also, Für unsere Kriegsopfer Keine Kapital ibstadung für Ztriegsrenten bei Auswanderung. Immer wieder! >ird von Kameraden und Kriegsopfern bei unser«! Ortsgruppen und Kriegsopferabteilungrn angef, igt, od. ist, Falle der Auswanderung die Kriegsr nie kapstakisiert und ausgczahlk werden kann. Wir geben daher nochmals den Jn- -b d-f ihm ang.bor.neSinn fl7 Lak.ung' und Neffen d.e heute noch leben- Von diesen'find ha,, der gesetzlich» Bestimmungen über Kapital. ^,»ng einer Akfckdu7g i r.Pp,)n von dieser Stund, an ln fteth steigendem ,«/, i^oj^ n«t untju rtgji« ü abfindung für S ersorgungsgekstihrnisse überhaupt nur zum Erwerb oder zur wirtschaftlichen Stär |«ofef zur Entfaltung gekammen wäres sein^Lebe^. 1 '«SSS**®»' ** — kung eigenen Grundbesitzes vor. Daraus folgt, datz eine K rpitalai>f!ndung für die Krieg», rent.- bei Auswanl «nrng, insbesondere zur Deckung km« mcht» mehr wie freudig« Hingabe und Pflicht- Effäk!stse^ das Ludi^Graf Salm?)°"ung, «in immer neues Vorwärt »ringen und „„i «jnigen Jahren in einer Mener Zeitung Jürnpsen, allerdings zu einer Zeit, di, dem ungeerzählt hat'). flümen - Mut dieses Mannes weitgehendst ent- Rach den unglücklichen Schlachtest von flfflenkam. Zunächst galt es von Neu«,, eine harte Rawa Ruska «nd Lemberg 1914 fluteten die _ - 0 u _iA. _,hr „,nhu Lehrzei. dmchzuhalten und Hindernisse zu überösterreichischen Truppen, von russischer Ueberder durch du A« -Wanderung enift.h«den Kosten ''"''tK ncht mehr g.zah Lwerden «Inden Der Ober» keines Reaim nter selber! 'macht verfolgt, in Richtung Krakau zurück, nicht in Frage ton mt. Du Kapitalabsindung wird r^sberecht gtc ohne Zustimmung * bü Die zersprengten und dezimierten TruLpen. auch nur zum En ttb oder zur Stärku.« eigenen m,n,stcrssem.n Wohnsitz autzerbalbde,D»Y^ Freund d» Musik, hatte von dem, Ge.g.nspi.l £ Artillerie und Train-Kalonnen ten ^ndb.sitze, in v.utschland gewährt: für Eme Transferurung to ***"* sich in dem grundlosen Lehm Ost- und Mffeb 4 esland wird grundsätzlich ein. «nt. .st zur Ze.t nur nach W'na oalrzrens rückwärts und verstopften bl« Sttatzen. «apitalabfindung ' licht gewährt, nur in ganz b«. Ueber all. Einzechetten geben anfe» ') „Neues Wiener Journal" vom 4- Juni l°nd.rs .u^nden iM^n.kaun -Umständen 1933. Rt. « — Sette , in demselben R^st zu nächtigen, durch da» ich am Tage vorher schon gekommen war «nd dachte "" an einen netten alten Pfarrer, der mir heitzen Kaffee gegeben hatte und an einen sauberen Psarrhos mit Stall und Scheune- Rotz und Retter bedurften kowieko der Ruh«- Beim Morgengrauen wollte ich wieder äusbrechen und mich Meine» Aultrages entledigen) falls wir nicht schon aus den Feind stiehen- Im ganzen Nest, durch das wir ritten, drang nurein fahles Schem aus einem trübe erleuchteten Fenster- Bielleicht gab es dort etwas zu essen und man braucht« den Psarrer nicht zu stören- Schon, drei Tag« hatten wir von ungekochten Konserven, rohem Kukuruz, Rüben und ähnlichen Dingen geledt- Jch satz ab und Ilapste an da» Fenster- Aus mein' wiederholtes Pochen fragte eine ängstlich« Stimme, wer drauhen sei Ich kommandierte: - „Aufmachen!" Eine zitternde Gestalt erschien in der Tür- E» war ein Mazzesbäcker, der mich fast umarmte, alser anstatt ' der erwarteten „Moslalen" Oesterreicher erkannte- Ich bekam Kaffee, Eier und Mazzes, so viel ich haben wollt«, für mich und meine zwei Reiter Mehr als zwei , Kronen wollte unser Amphitryon nicht annehmen- Wann wohl die Ruisen lammen würden und ob er geschlachtet werden würde und ich sollte doch dablcibcn. um ihn zu vekseidigen Leider muhte ich diese Bitte ädschtagen. 'obwohl uns .die Verpflegung kehr zugeiagt hatte Den Piarrer brauch»! ten wir nun nicht mehr j» wecken, und Io beschlotz ich, dessen GastsreMischakt unangesagt und: ungebeten nur im Statt in Anspruch zu nehmen, Jch öffnete die tyarrenpc Slalttür und leuchtete mit der Taschenlampe den dunklen Raum ab- In ' der Ecke rülirte sich etwa;: der Lichtbrahl trat. ba:> salile'Gesicht eme; Offizier;, der in lecken gehüllt dalag ^Jch erlannle iosort meinen Reisimenl-^lamcraden Baron Rothschild. SÄI Tagen galt er als! .zefallen - oder gelängen- Er war bei einem Pntrouil'.eritl vom Feinde ad geichnitlcn worden, Italic jich aber trotzdem irgendwie durch die feindlichen Reihen geschlagen Seine erste Frage war: ...Hält Du etwa; Etz bare; bei Dir'.-"' Ich ielbit hätte nicht;, doch wollte ich ihn mit frische» Mazzes oeriorgen Ich versprach, selpil etwa» zu holen, da er so gut eingcpackt, bald vergral>«ii im Heu lag und ritt zurück zu meinem Freund, dem Bäcker Al; ich wieder an da; Fenster klopite, war dieser wohl sicher, nun vor die „Mo-kalen" treten zu mükken,- und hochcrkr.ul, mlch wiederzu-eken Aber er geriet ganz outzei sich, al; ich noch einmal zu eisen haben wollte Er versicherte mir, datz gar nicht; inchr da wäre, übcrkaupt-ffiicht; mehr Kein BiHen, lein Tropfen, M.r lat Rothschild nn Stall leid und ich grollte: „Drüben im Stall beim Pfarrer liegt der Rothschild und bat Hunger " < „Sie spähen wohl, Herr Lcutnantlebcn, der echte Nothlchild au:- ivien ist hier und hat Hunger?" „Jawohl, der echte, der schon zwei oder drei _ Tage nichts gegeksen hat. als., hopp, auf, bring',- ~ wa; Du lannst an Etzdarcm mtt!" „Der echte Rothschild" , au; dem Zimmer l'iil; stürzte seine Frau, au; dem Zimmer 'rechts Kinder, Grotzmutter, Enkel und Urenkel- In fünf' Minuten' halte jcjcr die Anne voll mit Lebensmitlein und eilte dem Siall zu Als Rothichild die Prozeifion Ion»»-» sah, nahm a iosort Haltung an, richtete sich auf und nahm wie ein König die Begrützung de; Bäcker; und seiner Familie entgegen, A-Ic nabten -ich ihm ehrfurchtsoolt in gebückter Stellung und murmelten einen hebräischen Grutz Die Szene spielte sich mit einer Scll'jlvcrslandlichkkil ab. die mich i» Erstaunen setztedleine Rede, lein Larnicu, all«; in -tiefster Ehr'urcht und Ruhe Rotbsthild atz schweigend — , nahm von jedem und ehrte sie dadurch alle Schweigend harrten der Bäcker, und die Seinen, bi; da; Mahl beendet war, dann verl^eu-sten sic sich Der Reil der Speikeri wurde zu seinen Fützen niedergelegt Schweigend entier -tni sie sich. Keiner hatte auch nur einen Heiler Bezahlung verlangt Sie hatten einem ihrer Könige gehuldigt" Dies ist die ^Inekdotc vom Rothkrhilö. den hungerte, »nd sie ist gktrnichl lustig- Ergreifend zeigt sie die fast sagenhafte Berehrung, den diese zu hoben Ehren aufgeftiegene jüdische Familie, bei den Aermsten der armen Glaubensgenofsen» Polens und (Sali* ziens geniejzt Es iil nicht eine Anbetung^des Reichtums, der Rothschild eine fast königlich anniulende Ehrung zuteil werden lätzt: die Treue der Rothschilds gegen den Glauben ihrer Baker und gegen ihre Glaubensgenosi?» trotz der erreichten Erfolge und Ehrungen wurde so in einem oon ihnen geehrt- , Kam Dr, E. F. des Rcich;ardc>tsmiiiislrr; eine 'Kapitaladsindung bewilligt werden. Da oder zurzeit die Transferie rung von Geldern nur sehr schwer möglich ist, kann kaum auf die Erteilungder Genehmigung für eine Kapitalabsindung zum Zwecke. der Ansicdlung im Ausland gerechnet werden. In dem Sonderfa» der Wiederverbeiratung einer Kriegerwitwe mit einem deutschen Stgatsange - - in Höhe von 3 Jahresbeträgen' der Witwenrente in Frage. Auch dieser Kapitalbetrag unterliegt aber im Falle der Auswanderung selbstverständlich den allgemeinen Transferierungsbestiminungen. Ferner ist allgemein zu beachten, datz Versorgunasgebührnisse zum Ruhen kommen, also ü^rkaum nicht mehr gezahlt werden, solange der Be- - des Reichsarbeitsfür ein« Siedlung im Ausland mit Genehmigung Bundesleitung gern Auskunft. 515