Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 44 (30.10.1936)
- Date
- 1936-10-30
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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4 - *r. 44 HOAUMIHti WDOHSSUNO JÜDISCHE» F»OWTSOt.DATEN E.V. 30- Cltokei lj Bildende Kunst - Kuustausstetkaui Im Freueubsud, Don b«r Rührigkeit. mit der anfcrt Künstler trotz der Schwere ü»er Zeit am Werkesind, zeugt die Ausstellung, die der Frauenbund in seinen Räumen diesen Monat zeigt. War der Sommer an Früchten reifte, ist hier, frisch vom Pinsel und Meiste! aufgereiht, Don der Adria brachte B e a - tric Lion anschaulich« Motiv« heim, das Gewirr enger Gassen unter südlicher Sonne, Julius Rosenbaum und seine Gattin Adel« R e i f f e nberg-Ro^enbaum streiften zum Gardasee und erlauichten die malerischen Reize Malcesiner, buntes Gemäuer, holpriges Pflaster, über das der Es.ttreiber seinen Karren lenkt, Hafenwinkel mit klapprigen Barken, Licht und Schatten in scharfen Kontraiten, Alles mit der Tiefe und Sicherheit gestaltet, die man von beiden Künstlern kennt, Lilli B l u m e n a u holte sich auf Bornholm Anregung zu ihren, lichten Aquarellen. Rein dekorativ, rast plakatartia »erarbeitet« Erich Wolfsf«l d seine Emdrtkae aus Marokko, Stilisierte Arabesken von Mensch und Tier im Großformat, Technische Kunltstücke ohne inneren Anteil geschaffen. Romenthal-Rosta arbeitet wiederum ganz audem Gefühl heraus: di« Herberge 7ammert im bräunlichen Altrneisterton und in dem Bildch-n her. schlafenden Frau mischt sich das Blau der Schürze mit dem Rot des Gewandes zu «mer fröhlichen Symphonie, Hübsch jst das Blumen stillebrn von Hein; Roenthal und der Mädchenkopf von Conrad Flieh. Auf den Spuren der Alten wandeln Friedrich Go l d b e r g mit seinem „Blinden", und Hans Micha «Ikon mit keiner „Jahrmarktsbude*. Leonid Pasternack 5'-gt das flott gemalte Bildnis eines Zeitungsmannes in lilbrigem Liebermann-Ton und Juli«, W o I f' t h o r n neben einem Kinderdild in Weist ' t mattgrünes feine; Stilleben von Seerolen. Zeiämcr:'ch beaäitenswert in die „Kanaiti che Traube" von Eugen Her'ch wie>auch'rin Stilieben „Mutter und Kind". Auch Käth4 Schuf tag und Meta. Cohn Handel erweven in ihren graphischen Arbeiten zel> reri'che Fertigkeiten, Tie Plastiken »an Viola Böhm siebt man imm:r mit Der gnügen. Ihre Büsten haben Seele und den besonderen Zug «inep Walter C»hn Stein, während de der Grist« de» Fori Eine klein«, aber vorn jüdischen Kui anstallet, zeigt z. rakterpuppen und ungemein treffender Samuel, deren Im selben Rahmen bücher, z. T, aus Tchatzki ausgestellt, zur Geschichte der standenen, „Struwe^pi meisten übersetzten alt« köstlich« Kinder sich zurückreichend, Spies so manches, was die Kleinen und bekannt und diese liebenswürdig« Klei:! oertral t Menschen, Prachtvoll formt junges Mädchen tu grauem unge mit Harmonika" an leidet I. L, ehr reizvolle Ausstellung, urbund in Frankfurt verandie ausdruckssicheren Ehadie, mit wenig Strichen Zeichnungen von Edith ja in Berlin bekannt ist, ind alte Kinder- und Bilderder Sammlung oon Walter darunter manches Interessante «rühmten, in Frankfurt «nteters" (des vielleicht am der deutschen Sprach«»: ben, bi, ms 18. Jahrhundert zjeug mannigfacher Art und Bild und Schrift bereits sten mit den jüdstchen Dingen zu -machen sucht, ergänzt chau, g, Sch. e » »3 iiob «h I u> i unft Duches Ä M-Untei^ayer-Augsburg LEINENHAU: i UND WASCHEFAMIK BRAUTAU SISTATTUNGEN Musik Berlin. Bor einen kleinen Kreis geladener Gäste, unter denen sich Dertreter unserer Gemeind«, des Kultus- und de- Kunstlebens befanden, eröffnet« die Jüdi che private Musikschule Hollaendir als neue Abteilung das schon seit längerem vl rgesehene „Betd hachas a n i m " , desien Ei, richtung, der Heranbildung eines gediegenen Ka, toren-Rachwuchses dienend, einem fühlbaren Bedi rfnis entspricht. Di« kurze Eröffnungsfeier, die «on Gesängen des Oberkantors Leo A l b e ck ingerahint wurde (Psalm 8 oon Salomon Sulzer und drei Stück« au» Jarob Dymonts tief empfundener Musik zu „Ani maamim"» hätte wohl propagandistisch stärker wirken können, wenn nach der Begrüßungsansprache Dr, Oskar Guttmannr, de« Leiters des- Beth hachasanim, di« für das jung« Institut geltenden Richtlinien entwickelt worden wären, statt de» im Mittelpunkt der Veranstaltung stehenden, reichlich akademisch angelegten Bottraa» von Dr, Aaron Ohrenstein über die „Knse de. Gebet»". Fest»»rst«ll»»g d.-r S«sts»irl»Op«r. Mit einer Aufführung von Dittersdorf» komischer Oper „Doktor und Apotheker" wird die Gastspiel-Oper des Reichsverbande« der jüdischen Kulturbünde und der Künstlerhils« am 17. Rov im Bachsaal wieder vor da, Berliner Publikum treten. Dies« Darbietung, die al» Festvorst e l I u n g zugunsten notleidender jüdischer Aerzte oon der Künstlerhilfe in Gemeinschaft mit der Wirtschaftshilfe der Gemeinde (Abteilung: Aerzte) veranstaltet wird, bildet den Start der Kaftspiel- Oper zu Tourneen durch Städte, in denen die jüdisch« Bevölkerung nicht über eigene künstlerisch« Institut« oettügt, Demgemäß ist zur Einstudierung ein Werk gewählt worden, das seinem Aufführung», apparat nach allenthalben in seiner originalen Form, d, h, ohne Verstümmelung gegeben werden und in di^er Hinsicht als künstlerisch vollwertig« Darbietung angesprochen werden kann, Dstters» dottsberühmteste« Singspiel, da» sich zu Lebzeiten de« Komponisten einer außerordentlichen Deliebtheit trfteute und auch in der Gegenwart wiedrrhott die Prob« auf seine Lebensfähigkeit bestanden hat, verspricht der Handlung wie der Musik nach bei unserm Publikum Anklang zu finden, und da» darstellende Ensemble, da» wieder unter der bewähtten musikalischen Leitung oon Ernst Ewald Gebert steht, läßt eine gediegene künstlerisch« Leitung erwarten. Kam, L. M, Mitteilungen Warnung. Aus Berliner Kameradenkreisen erfahren wir, daß ein Mann (klein, brünett», der ein Fliegerabzeichen und die Bundesnadel trägt, Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft aussucht und unter dem Borwand der Auswanderung um Kleidungsstücke bittet. Er beruft sich hierbei Quf , ftmi «und, hat sich auch schon auf unseren sü ichriftieiter Kam. Dr, Wollenberg berufen * seinen Namen gibt er Lohn an, I:. , neni deren Falle, wo der Bittsteller s"ich j nannte, waren di« äußeren Merkmu'.e Arofix Da« tiUeaige Rein iflung»-Bahn qfWteJ •ach na Ml.cb.a all Sl|iipii,. Tax» hw»nm|in<a Qaaliiti «nuosUdi oi-Jniip Louis 8chrimmer, Dreadnn-N 8 PaMli Pr/vftWr* <i.p^^ }M abreichen» die gleichen, so daß anzunehm«, , daß e» sich um ein und dieselbe Person ha.J Ter Betreffende oder di« Betreff-,1 weder oon unserem Bunde, noch von h» einem leitenden Kameraden ermächtigt und v, anlaßt worden, für sich zu sammeln, M: uveiM daß es sich überhaupt um ein Mitglied t«. bundes handelt, da unsere Bundeskanic,will! daß sie sich im Falle der Rot an ,h.. cr,J grupp« oder an die anderen jü«t,.„-n Äol sahklseinrichtungen zu wenden haben, ',!m der« tigein Mißbrauch unseres Bunde, zu lieu.l undlim Interesse einer sozial gerr.'-t«,, gleichmäßigen, ordnungsmäßig kontrolliert! Hilfeleistung bitten wir, uns vorkomn-endenfol über^ das Erscheinen de; Betreffend.'- schon benachrichtigen. Dir - Jüdisch« Reformgemeinde Bet m o«rc| statt«: in den Wintermonaten wieder, i, J Rachyiittage", zum Besten der Jüdisch hilf« in ihrem Gotteshaus, Johannisstr 14, xi erste „Lichte Nachmittag" findet ani Zoimr, 1, Nno., nachm. 5 Uhr statt. Dir Jüdischen Süugerknuden (im Rrchsf-. jüd, Kulturbünde» nehmen noch eine An.^S nisten und Altiften aus. Siimmbegabt- KnL im Alter von 9—12 Jahren können s,ch dem Sabbotgottesdienst im Thorraum der Syneee Lützochftr. 16 persönlich melden, oder lel-'rr beim Dirigenten Erwin I o s p « (H 7 jT'7). | Fabrikation und Großhandel | I Textilien ] Fuchs & Petersdorff Berlin C, Bischofstrabe 22 Baumwollwaren Trlkotagen tzpvriul: >»tt»ü»kd« Weinberg & Gutmann Gardinen* und Dekorationsstoffe BERLIN C Brüderstr. 4 Breslau I Damenschals % Damei Leopold Rund M«ch. Tuchmtucbwebard Lauban i. Schl. RESERVIERT, J.S. Dispeker TuchgroBDandlung «seit 1833 MÖNCHEN, Kaufinger StraOe 26 Gebr. 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