Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 36 (4.9.1936)
- Date
- 1936-09-04
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/4911661-5448578-5449629--341-4915998- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
1M6 HERAU8QEBERi REICHSBUND JÜDISCHER FRONTSOLDAT! I Re. 36 Se«e 3 N E.V. fjgCDlfdiD Lestalten Züöischen Stammes / Eine Aufsatz-Folge l sbtr 30 fof t nimpelöot lam tymeilen aus bei Unerforfölidrfeit des Schicksals bei Milcht Funke in bas Leben ein« einzelnen Menschen ' 'inngt. es entjflnbet. dah es auf leuchtet und fitb M von betn grauen Gleichmah täglichen Geschehens, , wir Menschen, batz einer unter uns ist. den das aurgereichnet bat, mit Schmerzen und Leib, eine p» vollenden. Die Haltung, mit der dieser Menlch Schicksal entgegentritt, ist bestimmend für sein« Grütze t j fein Wert. Das Heroische wirb so nicht bestimmt irdischen Wert einer Tat, sondern allein von der ja,! in der eine Tat durchgeführt wurde. Nicht die mtarkeit der Idee, die einen Menschen ergreift, um!ihr Gefätz zu erfüllen, bestimmt, ob ein Leben »ar, nicht der Erfolg einer Tat. sondern allein die „isg, mit der diele Idee burchgeführt wirb. Lin Leben eint einzige Tat sein, gering an realem Erfolg, aber „d gewaltig an Sefimrung und kämpferischem Einsatz, nicht der laute Erfolgreiche, sondern der schweigend i ist der heroische Mensch. And wenn hier von Gestalten jüdischen Stamm« berichtet wirb, so kann OTiad) kein Bericht von Erfolgreichen sein. Nicht Erfolg und auch nicht die Idee, die sie verwirklichen m, so!! üe für uns aus-eichnen, sondern allein -die che Haltung, mit der sie ihr Schicksal und ihr Leben Und jene soldatische Haltung, die Joseph Trum r in der russischen Armee bei den Kämpfen um Port tls Offizier im »Zion Mule Lorvs" bei Gaklivoli. , efe. jene soldatische Haltung als Pionier beim Auf Palästinas, diese heroische Linie in seinem Leben soll wfgezeigt werben. j Nit der Gestalt b« Mannes und ihrer Wertung!ilt noch 5 über die Idee und deren Nealisierung gesagt! Nicht 3dee gilt es hier zu werten, sondern den Mainz: nicht Fahne ist $u beschreiben, sondern von dem Mann .zu wen, der sie trug. cheknde «eH« , hemm Ido 3m nördlichen Kaukasus, in der kleinen russischen Stadl Lgorsk, wird Joseph Trumpeldor >1880 geboren. Sein kr war Soldat d« Zaren Nikolaus I., ist später Feldam südlichen Krankenhaus in Rostow. 1880! Stellen wir dies« Jahr in Beziehung zu dem 'hcheN in Rutzland. Das ist ein Jahr vor den grotzen zromen in Südrutzland und Polen, sechs Jahre nach : Einführung des allgemeinen Wehrdienstes, der auch Sie dm in Rntzlands Armee eingereiht und zwei Jahre wieder den Mai-Gesetzen, die den Ausschlutz der Juden von l flachen Lande und die Massenauswanderung nach USA., «land uid Palästinas bringt, die erste Kolonisation russi- N Juden mit Hilfe d« Baron Edmond Rothschild (2CA> ^Palästina. Der Manzigjährige Joseph Trumpeldor, der ja, wie ihn lerne Mutter und später seine Freunde nannten, m Tschartow die zahnärztliche Prüfung ab und erhält Diplom ein« Dentisten. Kurz danach tritt er in das Kubaner Regiment in Tultschin (Podolient ein. Als .Krieg mit Japan ausbricht, ist « für ihn eine Selbsttebltdifeit, sich freiwillig an die Front zu melden, und . Soldat o« 27. ostsibirrschen Schützenreglments wird er «t seinem Regiment rur Belagerung von Port Arthur »gesetzt. Am 7. August 1904 verliert er seinen linken n. In einem Brief an seinen Vater, am 20. Januar . schreibt er: s drin IM. itgtnbeinem Briefe drücktest du die Uederzeugung aus, st»? ich "ich: fähig fei, weder im Kriege noch im Frieden, Deinen llntt JkS ot. den Nomen de» Judentums sowie den Namen der rulsischen » zu bc chinutzen. Du sprachst auch einmal die Hoffnung aus. ich mich einer Auszeichnung und Beförderung würdig erwecken Um eine Auszeichnung zu erhalten, muh man zwar in den kn Fallen ebensoviel Frechheit wie Mut und Tapferkeit baden -ober ich din stolz und niemals habe ich mich zu Bitten und chlomaljlävn Kniffen erniedrigt,' trotzdem bin ich Unteroffizier, habe Ri Krieg-orden 4. Klaffe und bin zu dritter und zweiter Klais« «ze'chlar, .. Mit Stolz kann ich sagen, dah ich das als ehrlicher »nch errungen habe — einzig und allein auf dem Schliachrfelde. 34 habe mein« Pflicht erfüllt und mein Gewissen ist ruhig. Jetzt IIMIHRMmtHllimiHltlNIIIK« llllIHliKllllllIHHimlll' OrlfinalPboto) j Jose} Trumpeldor i als Offizier der alten russischen Armee. ArdilvbUd nur 'in", Munlch - dah Ihr alle dort. In besondere Mama und Du Euch nicht übermätzig qrümt, dah ich dat ei meinen linken Arm verloren habe. Am (20). August 1904. am letzten der "8« währenden schiacht am Berg« Uglowaiia Festung», zerschmetterten mir Granatsplitter den Arm, die Hand, he» Ellbogen und dazwischenliegende Teile. Einige Stunden darcuf wurde der Arm etwas oberhalb des Eldogens abqenommen. Na<> hundert lagen wurde ich aus dem Spital entlocken, und da ich n ich völlig gesund und kampffähig fühlte, reichte ich ein Gesuch ein mit der Bitte, mir «abel und Revolver zu geben. Aus dem t eigelegten Armee-Befehl ersiehst du. dah dies« selbstverständliche Haltung von Kameradschaftlichkeit bei dem Kommand'eur der 27. os sibirischen Regiments, Oberst Petrulcha, «in allzu schmeichelhaftes U teil nu--- iöste. Ich wurde al!o zum Unterofsizier ernannt und er >ielt. eine Kompagnie. Und so hoffte ich an der Spitze meiner Knnpagnie, dir zum Ende der Feldzuges dar Land, das mit unser, m Blut« gelränll war, zu verteidigen. Doch e» verging nur ein — wenn aud) sehr schwerer -- Monal, die Festung siel wir lbergdben unsere Massen .. ■ „ Xct in bieiem .'Brief angeführte Armee-Befehl an. das 2,. oflsrbinsche Regiment vom 29. Februar 1904 surrtet: r.Refeh l an das 27. ost k i b i r ik ch e R e g i m e n l (29. Nr v. 1904, Nr. 334». ' Der Gefreite der 7. Kompagnie Jo!eph Tr»n peid-or schreibt in einer Bittschrift vom 24. d. M. oi seineü. > Kompagnieches: „Es ist mir nur eine Hand gebluben; aber diese Hand ist die rechte. Da ich da» Verlangen habe, an . der Seile meiner Kameraden wester zu kämpfen, s > bitte ich - Euer J!BohIflfborf)i, mich in meiner Bille um ' serleibung von Sabel und Revolver zu unterstützen" Hier seht ihr di« Bill« eines echt russischen Soldaten nichl dem Namen, sondern dem Geiste nach! Di se Morte ' sollen mir goldenen. Lettern in di« Geschichte uns re; Reg, ments eingetragen werden. Umsomehr müssen s t. heroo^- gehoben werden, da der Sprecher ein Jude ist. Schon seil den Kämpfen um die „Grünen Berge" habe - ich viel von Trumpeldor al; von einem antzergewöhnlich tapferen Gemeinen gehört. Freiwillig ging er stets an die Erfüllung der gesährlichslen und gewagtesten Aufgaben uni im Gefechte dienle er immer als Beispiel verwegensten m b höchsten Mutes. Dafür wurde ihm die Auszeichnung des Kriegsordens verliehen. Später wurde er verwundet und v rior eine Hand. Dies gab Ihm das moralische und form lle Recht, - als Invalide ruhig das Ende des Kampfes um di« Festung abzuwarleii, und dann nach Haufe zuri ckzukehren, ' ohne sich weiteren Gefahren auszusetzen. Aber 2 rümpeldo: oerach.'et die Gefahr und verzichtet auf sein geietzliches Recht, nichl mehr kämpfen zu müsien: er bietet lei i halbperlrüppeltes Leben zum weiteren Kampf mit dem zeinde an. Auf diel« Weile opfert er dem Wohl de» Daterlcmdes mehi als unser Eid verlangt. Ich bin sicher, dah jebi r Offizier und jeder Soldat de» Regiment», mit mir an »er Spitze. diel« Selbstverleugnung im »Dienst de» Baterlc nde» und zum Wohl unseres jungen Regiments in Trump« dar-ehren wird. Ich befehle, Trumpeldor tnit Säbel und 9 evolver zu bewaffnen. Da es aber einem Gemeinen nicht an steht, ohne . Gewehr mit dem Feinde zu kämpfen, so befördere ich Trumpeldor zum Unteroffizier für seine Berdienst« m Kriege und die Unerschrockenheit' im Kampfe, die er vielfach bewiesen hat. Die gute Bildung Trumpeldors (er ist Jahn arzt von Beruf) rechlfertigt mein« Eewihheil, di tz er auch im Range eines Borgefetzien nicht weniger Nutz n bringen wird wie als Gemeinere ich bin sicher: er wird jr me Untergedenen nicht fühlen lassen, bah er ein Andersgläul iger ist, — im Gegenteil, als Vorgesetzter wird er sich nich nur ihre formelle, sondern ihre innerlich-herzliche Achtung verdienen. Ja, wie könnte man auch einen Menschen, und «in n Anders gläubigen im Besonderen, nicht achten, der — ohne dazu verpflichtet zu sein — sein Leben dem Vaterland' opfert! Dieser Befehl ist bei der ersten Gelegenheit zu drucken und in einem geeigneten. Umschlag gebunden, Trumpeldor . zu übergeben — zur Erinnerung daran, wie da, 27. Ostsibirische Schützenregiment die Verdienste seiner beiden von dem Vaterland« zu ehren weitz. Zusammen mit >em Befehl wird Trumpeldor ein« eigen» nach meinen t nweisungen anzufertigend« Medaille übergeben. Zwecks Per eihung des einen wie des anderen wird ein spezielles Zeremoniell von mir bestimmt werden. Ich bitte sämtlich« Kon pagnieches», persönlich meinen Befehl vor einer möglichst ,rohen Anzahl Soldaten vorzulesen und seinen Inhalt mit den Leuten zu besprechen." (Folgt die Unterschrift der Obersten Pi truscha». Ei» Jahr sibirischer Kriegsgefangenschaft folg. 2m Ge sangenenlager ratzt er die^iüdischen Gefangenen zusammen. Er richtet Kurse ein undMrfucht damit ein G «engewicht gegen jene unmenschliche BUwahrlofuna zu schaffen. d,e aus den Gefangenenlagern be» grotzen Krieges bekamt zst. Als er 1905 nach Rutzland zurückkehrt. wird er der Zarrn als einer ker hervorragendsten Helden der russischen Armee oorjgestellt, und sie o:rleiht ihm das Georgs-Kreuz unl eine künftlrche Hann-, Und zu jener Zeit, da die Zarin einen jüdischen Sol! attn. den Joseph Trumpeldor aus Pjatrgorft rm nördlrcherö Kaukasus, für keine Tapferkeit im ruMsch-japanischen Krregck-also, auszeichnet. toben in 660 -Ortest Süd- und WestrußImtd», geführt von dem „Schwärzest, Hundert", Pogromr. weil di« Juden schuld seien an der ldiederlage rm russisch -zapamschcn ^"^'rumpeldor arbeitet wnter. Er macht das Sbiturium nach. Er beginnt an der Pel rrsburge-r Umverfität die Rechts- Wissenschaften zu studieren. Über noch vorher wrr>>, was bisher noch nie in der rufft eben Arme« geschehei war, er, der Jude Joseph Trumpei >or, wegen Tapferken vor dem Feinde zum Leutnant der , aren-Armee besördert Und im Westen und Süden Rutzlands tol>t«n weiter ^09S«f)r bald ergreift ihn di« -national-jüdische Jbee in der Form ein« jüdisch-nationa en Sozialismus', ein Gedanke,^ den er immer wieder in di jüdische Jugend Ru zlands bn» einzutragen versucht. Bon jener rnntgen Becblnbung aber, von der Liede zur russisch n He,mat und dem Ideal der Schaffung einer jüdischen!latton. benchtet «».Bnef vom 10. 12. 1906! an feinen lieb ten Genossen, an Erncha: .. So. nun haben Sie - nen Begriff von meinen 1 lnschauungen, aber nur einen kleinen. Ich bi, wirklich an Rutzland zewöhnt und lieb«'er Ich lieb« diese Sprach«, die ich fett Meiler Kmdheit spreche lieb« die Natur Nutzst nd», liebe Rutzland« go rze Eigena»t, die ich mein Leben lang beobai — ich liebe di« Rv fen. natürlich nicht die Pogromhelden, fonde m jene Russen, die per Frerhert. zur Natur, zur Einfachheit zurlckstreben, gleich Nezxuww und Marlanna. Sie kennen Helene — sie ist bereit, bi» c n» Ende,der - Welt zu gehen, ja ihr «eben zu opfern, um der Mensch! eit zu dienen, Da» sind die Russen, die — «benfo wie uns«:e Genossen — -bereit sind, m>t deitzem Herzen jede llnger«chliglr t und Schurkerei woher sie auch kommen mag — zu belü» pten. Vielleicht liebe ich Rutzland auch teilweise darum, weil ich nein Blut für diese» Land vergossen habe. Aber viel, viel medr liebe ich meine Idee vom künktigen unabdäugigrn Leben der Juden in Paläs lina, denn jüdische» Blut flietzt in meinen Aderlr. Von Kindheit an habe ich mit den Juden den Lecher der Kränkung und der Beleidigung gelehrl, unzählige Male hat man mir mit Beraä tung und Hatz da» Wort „Jude" in'» Gesicht geschleudert und mich der Rechte anderer russischer Bürger beraubt. Liebe zur rationalen und menschlichen Freiheit und verwundeter Stolz sind lebendig in mir"... Immer wieder richtet er Briefe an d e Genoslen in Rutzkand, hinüber nach Palästina, in denen < r von dem Aufbau einer sozialistischen Siedlung auf natio raler Gnindlage in Palästma berichtet, und auf einer Tag» rg in Romnv 1911 wird her Plan der «üründung dieser Kolonie_im kleineren Kreise näher besprochen. Vergieichen w.r wieder: Das ist drei Jahre nach dem Beginn der Kol misation Palästinas durch den Zionismus, (Keren Hajesiob. Keretr Kajemeth ' LeiisrapI). das ist drei Jahre vor Au-bruch des Grotzen Krieges. — * Er beginnt in der Landwirtschaft zr arbeiten. Er lernt Hebräisch. 1912 fährt er zum ersten ale nach Palästina. .Er arbeitet in einer von ihm gegründet n. Siedlungsgemeil»- fchqft in Migdal am Kenerethiee. Aber als diese Siedlung. aufgegeben wird, geht Trumpeldor Nach Daganjab. Der-September 1913 sicht ihn aut dem II. Zioristenkongretz. Später^ ist er in Jaffa, dann im Gallil, schlietzlich wieder in^Daganjah. Da bricht 1914 der Weltkrieg aus Er. der Leutnant der russischen Armee, der-russische Stac tsburger.-wird aus Palästina, der türkischen Provinz, ausgcwieien. Als er nach Alerandrien kommt, organisiert er dort jenes berühmte jüdische. ,^jion Mule Corps", das dem Kommando des englischen Oberleutnants Patterson unterst:Ift wirb. Tnrmpet dor wird zum Hauptmann (Captain) ernannt, ftnd jene Kämpfe sind zum zweiten Male für ihr der Punkl. wo er als Soldat nicht nur durch seine grotze Savrerkeit') beroorragt, sondern sich auch durch seine Ilnificht auszirzeichnen vermag. In Briefen an seine Freundin hat er jenen Feldzug beschrieben, so wie man ein - Tagebr rh schreibt K. llkenn rpjr in! diesen Briefen »nd Tagebuchseiten blättern, so entsteht uns ans den knaoven HBortcn eines getreuen' Chronisten das Bild einer Trupoe, die strategisch o ls Tramtruppe /ine grotze Aufgabe zu vollbringen hat. dsr sie aber nur durch den unerschütterlichen Willen und die wirllich heroische Führer- . gestalt Trumpeldors gewachsen jit. Seine Soldaten-tbestalt wird uns durch folgende Bemerkungen .in den Briefen deutlich: .Ich für meinen Teil bade Mut genug. Das Donnern der Gefchotze und das Pfeijen der Kugeln iß mir eine vertraute Musik,! die Gefahr «in« alte Freundin, und der Tod ick, sehne mich-nicht nach ihm, aber man wird auch Nie debaupten lönnen, ich. hätte ihn gefürchtet. Für mich selbst furchte ick. nichts". . .Gestern war ich am linken Flügel: dir Kugeln umlammren mich wie 'Birnen... ob «ine stechen wird? Englckche .Soldaten, die sich an «ine Wand drückten, liege» mir durch einen Dolmel'ch sagen: „Er soll vom Pferde steigen »nd sich Innrer die Wand ' stellen: es ist gefährlich hier: viele wurden ckhon oerwundc! und getötet"... Ich lieg ihnen antworren: ein jüdi'cher Otiizier iiirchtel "keine Gefahr und kann auch auf feinem Pferde sterben... » An einer anderen'Stelle schreibt er: .Und freue ich mich denn nicht wie irrcknnig über alle, die mutig und tapfer unsere Reihen zieren, die uicke.-e- und des ganzen Volkes Edi« aufrecht erhallen? Aber aller meinen Schmerz und meine Freude - inutz - ich in der Tiere meiner Seele verlchliehen, denn als Vorgesttzrer din ich oerpftichlel, immer gleichmätzig, immer ruhig, kalt und harr wie Stahl zu sein. . Und schlietzlich: . Ach, Leben und Tod sind einander so na!>! 'Wer das Leben, in feiner ganzen 'IBrire und Tiefe eriacken will, darf nichl den Tod fürchten. Ich kenne keine Fuvckn. Memo Lzkde ist stärker. als der Tod. — Rein, ei freist mir einem jüdckchen Offizier — nicht an, Tod und Gefahr zu fürchten... . Das ist Trumpeldor. — Die Haltung, die von ihm ausstrahlt, findet ihren Widerschein bei seinen Soldaten. Oft türmen sich die Schwierigkeiten bei der Truppe, aber dann berichtet er wieder begjiilert in einem Brief vom 6* 7.- von einem Besuch des Obersten, aus dem Arrerkenntnis für die Leistung der jüdischen Lsgron ivricht: „Eben war der Oberst da. Er kam lustig und gutgelaunt dahergeri'Iten und erzählte, datz der Oderdesedlshader General Hamilton ihm bei einem zufälligen Zusammenlieiien sagte:' „Ich freue mich sehr, Ire zu sehen. Ich möchre Jdnen zu Ihrem Ba tailloN gratulieren. IleberaU, wohin ich lam und wo man Ihre Leute kennt, hat man sie mir sehr gelobt. Ihre Leute sind tapfer, arbeiten viel und gut!" Der Oberst dal mich.--die Worte des Generals de» Leuten während der Morgci parade mirzurcile». Sie können sich oorstellen, mit welcher Fregde i h da» tun werde. Diese kleine Legion, in der so wenig vlenschest gedlioden sind, führt ihre Ausgabe ehrenvoll durch. Urner Hamiltons Kommando fleht momentan ein lolloffales Heer, darun er viele berühmte Regimenter, und wenn er uns unter diesen Umständen mjt einem solchen Lob nuszcichnet, so können wir wirklich stolz darauf fein, Jetzt wissen wir, dag wir »ich! vergebens hierher gingen, batz wir uiisere nationale Würde, unsere »aiivnal« Ehre auirecht erhalten haben. Die» ist die Meinung der entzlischen Armee. Und diese Meinung, die in Hamiltons Worten ihren Ausdruck gesunden har, - ist etwa» Reales, etwas,, was nicht spurlos verschwinden kann. war Flüchte tragen wird... . Als Soldat Stzenn man uns nur noch in» Gefecht heitzen, höllischen Kamps... dann würd n wir zeigen, wie - sich Juden aus den, Schlachrselde, auf dem können. Feld« der Ehre Hallen Zhi Ossja". AK der eikglische Kommandeur des Corps als kranker Mann sich nach Engjand einschisfen m ltz. übergibt er Trumpeldor, der zum Oderstleutnant tefördert wird, den Befehl. Aber noch während des Weltkriez es, jm Frühjahr 1917. wird das „Zion Mule Corps", das aus 600 Mann bestand, demobilisiert, da die Entente das Galipoli Unternehmen aufgibt. Jabotinsky verficht, gestützt auf Erfahrungen und Lei- Trupv« die Idee der Schaffung bin ich fast -befriedigt, lietze. in einen echten, stung dieser ersten jüdischen >) Bgl. den' Bericht Pattersons in!„With the Zionist» in Gallrpoli" Erschienen des Huljchmson und Eo., in dem er von dem „überaus tapferen Trumpeldor" berichtet! 4) Myriam Dilensli hot diese Tagebücher und Brief« au» dem Russischen übersetzt,' die 1925 durch sden Jüdischen Berlag in Berlin veröffentlicht wurden.