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Der Schild · 1936-09-04 · 36 (4.9.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
36 (4.9.1936)
Date
1936-09-04
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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3<itc 2 ■Kr. 36 HERAUSGEBER: RE1CH8BUN0 JÜDISCHER FRONTSOLDATEN IV 4. Septem»«, ]g €in meiines Opfer der NSntpenforskliunp ÄUS scher Gegenwart ' de: ii> &oi vorigen Kummer 7.-: -. i--'-'entlichtfn L*:5te jüdörder Olamtn, t f .'.'••.mbutfler J '>:- die Cr«. . und Radium-Forschuna 'eftjuitcl- ■ :> i ein weiterer foldi.-r -.'iamc e c. t :<Mi«Cpfers überm itre.i Fm Füdöchen SraiSir und Horioeriuue», Serif; wird im Frühjahr 19: Au »bildungskur. einige ü-iMeldungen können. sie Kiudergirtnerinueu W 15, Meineckeslr. 22 I, ein neuer zweijShriger beginnen, für den noch * 4-egengenommen werden I. c t!;ite umsatzte die 'echs : L Ta: . S.'.iir Baer ^'iiiri.b, H 2- :; ' ,3.. ,3 2l.-:en. '.KüünMatt C7-':J. Voraus'etzung für die Aufnahme ist abgeschlossen« Lyzeun:»'Dbenelundarei ») oder Mittelschulbildung, einige Kenntnis des Hibräifchen und gediegenes Kausipiil'chasiliches Köfnen. Schülerinnen, di« E. Dre:-'-.:' ' ibnen tri:I als siebenter 7.-: Jiaine S. Funk-Berlin. Bruno kl:: I . Königsberg geburrig, war Röntgen. Ingenieur t Berlin und bat >.ls Fnbabe: bcr Berliier Rön' renrrbren und el»!t:o-.e'dirii,i-el «n Lkerrst-rtten Pn'i'erarl ert für ' die p-a!:,'.'.!- Br:wen' der Rontgenwis-'e-s-bait >-,e.eiste'. Ei IN a n ' F-inua» 1.-3-''- an den Folgen 7i '• F de der nidi: vorder eine Hai: Kaltschul« besucht haben, nruäen bei Ausnahme ii dar Seminar ein« hauswirt-chasllich« Prüfung o i legen, Schließlich verlangt Seminar^ datz oo> Beginn der Ausbildung das __ sechs Mona!« in einer Hamilie mit Kindern (nicht der eigenenl ' ... - gearbeitet w> vorden ist. Adressen von '.n?"ir.Nie.: .e.". geeigneten Familien we Den auf Wunsch nachgewielen. Fm Internal ies Seminars können zu diesem Kurs keine Sbulerinnen' ausgenommen werden; das Seminar st aber gern bereit, bei der Löiu-ig der Wodnf age behilflich zu fern. wo noch am «heften E: iftenzmöglichleiten für Kaufleute vorhanden sein dursten, ist auch die Kenntnis de, Burensprache .Afrika»»" notwendig. Im ganzen must mit R ichdruck betont werden, dah der Handel in Südaf fla bereit» stark übersetzt ist, dah vor allem in Kapstadt und Johannesburg unter den eingewanlx tten Kaufleuten erhebliche Arbeitslosigkeit herrsch!, und nur ganz ungewöhnlich qualifizierte Kraft: überhaupt noch Aussicht haben, in der Wirt chast unterzukommen. Ungleich besser sind die 4 ussichten für Handwerker, soweit sie «ine wirklich gründliche reguläre A u s b i I d u u u genossen Haien; für kurz ausgebildete „Umschichfltr" mit ungenügenden Fachkeuntnisten ist in Südafrika — wo das Arbeitstempo und Ansprüche an dii Qualität der Leistung ungleich höher sind als etjva in Südamerika — kein'Platz.! er Kindergärlnermn nberuf dielet im Inland walk« Hegmann, Diditec und Kriegsfreiwillige! und int Ausland g u l ereit Äurlün'le werd: i von der Seminarleiwng gern >'• .'e, „Schild" war Stelle (Mur.; 2'.„! de, vor Sui'ions gefal.enen Tich.err Sir.*' ' f :.-■'! '■-0-: 27 :.u e: He: zi: .'I ':: rer i.-_7c Fi an .i.'wrfl: . . 2!.;;e ■ v. 7.:;:: kam, :f ..,7. x;. : : rot" 7v. > norul: ,--c:i . . .7" F.. I IC' : X Br:e'«.- : e : :t r-.ge. i!' -'.ii. g.:-i,; ..29.' ä- .t j. rr:;!: dah . •.V:: UN.' S.ele '..Ile-t : Ten; >o ist'». I,ch. l as«. doch r:e7 eli: ppm L'c'.-e: gehn?: als orelc". Hier-: er' a.:en wir iolge-.de .(./chrif:: ii 7.«"! .' ° i. ' :? nun. e > wa.!: :'I :r : e> l>: tzung pir irerw: t¥ie:>u".t ,i e vi. n.i"g ,:. r 9,'cn. Waltber Hen t-i•: war F a!, i alt. "ii: ,-mei ll'e>!rt«a>ii'.ben .Malei": r -l-x:.::«: und «in ri.ud. Er baue eine •!,::! gewürdigter iAedichrbücher wie 7te- :l r.: \. i-.ue," .,-S »•« „Hachdune" i '.l'.-'el,-i. ir#-'- e >bi Anzahl «r'ä>'e>: S!:'.k:."..i :«. K..rischen i'lirrung. Srd'i a u ei rlr-.! r un.il'l iS s.--.7ri" erwaii r": . l"i:>i al 2:, :tcr. 29 e •0: ivi.-iin i: : u iiä.r ."il r : r'c: c :. .... : irr "i :: ■ ’ j2> ,r.,r'e" wa:e 7 i- .. .•. .. ^■■ .: :'.i, •••i: t an r. . i <: S.i; ■> ,'i .c’i.« 7e:i! g a . e - 2' a ii 7 e ..>>.> : .- li , :nj ■: , Fa ii ’:c : i '.:;; H,r "i iiin S al.ri .: r, r -:l- , Per önlit, ai-* »r ..: i. r;. , : ::!> -'elö'l u ir Frei 7i- 2;C .r.na. Ich' s.-iöst bal-i li'n i.ii ir. :.. r . 1: altfr"aHr*':r ..C .7:: «„-•'! «.- : 7 jk. ':cr. 2r-. : ’ r.. " UNS rru ,«:nrn! " .. .. : :i2ri7-'«:i re gegedeii. A n m e l 1 77 i'iiäelle oes Semin Juden in Deutschland A Berlin Ebarlottenbürg > ungen lind an dl« Leis: Aeichsoertrelung der >l. Ientralwoblfahrtsftelle, Kantstr. 158, zu richten. Kein« Kaufleutt u er H i l s so e r e i n airt oekannl, datz ihm von ' mangcbender Seit' der Sinwauderung ung<: aangen lind. Als unge iowolil Angebörige der m Beruf«, wie vor alle.: Angestellte und u n ' b Ti r r :u betrachten, n: i t Einmal des «ngltch ü.rr. u-.g der rnglis, und Sa,ri't ist das n .Kau-mann. Sudafr.I in vie.cn Legenden, oo nach Südafrika. set Juden in Deutichland ins Süoafrila wiederholt ernste Warnungen vor igneter Elemente zugeignet sind in Südafrika eisten akademischen auch kausmännischr b em ik l « l I e Unterbe'onders wenn diese auch n kundig sind. Die Been Sprache in Won indelle, was von einem verlangt werden mutz; allem auf dem Lande, JüdlBg glh)©p V©irgsi!n)gi®inilh©Sft S^ricgscrl brtis 1870 it folgend« 3t Helft ist ein« interessant« Artikel „Fn memoriom „Schild". Ergän;,.,g;u den: 1276" in Ar. 35 2>.! : o .-n ' '.'lr. re- :.i"tit. 29!.iner H«!' r" : :! . •- > : . ii, r .s gr ulle xn . :e.:>. ch> > ..•<■: tr.nst Bi'2:> ü Eulm u"r H . s 2',ere 2-,'i i2e >^:-i >:,.rau't : Nutzer;.: ' der 2',e.e 2 ..: ine '..iS ' '.raun : -i n Nuuerl i ' der '.steiu-s -r u ' j\ : d r> : *, i ■ .'.:r.ne. and :7 'ölig:. ,r. inr. ül v .2 .1 -a.7 S. ^ch .s. : a:. a i r " i ute:':,, -i-.. : “:;V; a , m h et:-e-: - - .;■ ,;c: Jur 2'c r. i.h .'i i >U*:. y’-'.r. ' i .7' l „-u ..r ."f: •’-.t:--: Die Finan.Lvlili's tcr IdüläsNnaregteruttq. > '.zs2in l>n»!, . i!u^;: Berich: den 2ij::o:.. •: Pa-istina unrerzie.:! die fvl.i-iiui.ir : : >::.l, rrn '-na i;sel:e-i Te'l des P.-.last:-r.l-c. h.c e-g.i'üten Mandaiar'-.aEt c-er a:x^r E rurau:!>mr,ew-:'e:i. dr.st 7^: -p . st: - : .: : :.:\n, rru-o.'l En'e i.-ii. ein»n U e . . ' u >: r-rn -el:r als iun- 2-::l.:n-!k-' B^ : ::tc, pr-i y-:\ ' 'liebe:nrist: lei i .:, . . l . -ptund in Palästina ä:2--:st r :rn. ... .. -7-. P:ai,d in .... . •:o : I ... »; eit nat. 2!.,-.- re Fi::.. .: ,.'cht lr: S-U..7:,N-ie.,.irugebt oervar. .'an i:. r _ ij viin Btitel! »'■-•ui e.:. E....V Fu . aa, Kentia. stia.al, Aigeria. 2.. .r bi... c Si:a .s Set: « Tiitudab, Uganda, vi.:-:-..,:, Eanara, I':>..e:r. Aeusüdwales, Ae.i'ee.a-:d, Lu-..- -...na, Sudauitraüen, Ulster^ Bictoria. Lb.-staustra n i. su.rle britischen 'Uiunizspal-iaien uniüi rlusg.iben der Federated ilstalan Skater : :üest:eil warten. einigen Woch: r-..ei".".:' t il-ieik.enbuigs wob 'etl t. Frau Aofa iure« 2-abstgstes - 'andei, ii:.". U'u'e wol'loerwap! it El.-.t-ikieu;en und ' Kriegen 14 >6 und j--j 2li:7e:i!cn, alles <t . re-stgrbc s i Laiien F i: -aliger Bleckle:.: aem.ach: batte. Un'er beio-:7s>e- Fn: Bla.: mit de: e genna y.: 7’,: ,v:!<bniiier, das e: e Nii-ie-i zu weiden. „Es war «so bericht P.7dor Feldman," lur .' er Französischen Lr.-:i»e H o , u r g 'Aber ,i:. vi ’o^niert, die 7' t aus dem Boden ,'lp r-.i Soldaten trtzrre a: dar eru-üdeyden Eise ich " ich nach ei;icr ss>. Errnielung zu erkalten i'i-lit grotzen Kannen U'i-- illiadchen zwischen iiauilen -guten Rbr. de: Mn-rchen. das ganz st'rn Loidatenredlen erk: schwarze, 'innende vstuae .-v-.oisind Fch mutzte it-rlossen forderte ich : :e a d: Sie Fü'-rer der Fall.' it-l eniia en Lorroernetzr 7er. ein-l-utzrei.-">en P«,s bekannt gemacht. Ter 6>ondar Kat angeordnel den .irmen Fuden des Die Fallafci as in Abessinien unterwürfen sich Italien. t FTÄ7» Rom. 31. .tust 2 :e itaiirnist-.n Press« bringt ein ost: :l .-- Eom-nuniawä, das van der Unterwer-u g d.r;ü>>i>ch«n Fallaickas. die in Abeninien. in der deade de; Sana-Sees leb r. unter Die L berherrs l'.i't Ftalien-.- berichtet. Fn dem Eommuniguö heitzt es: las Lberbaupt »er Falla!cha; jüdi-uten Glau bens hat der n,uei» ital:e->i'chetr Regierung f:tn* Loyalität erNärt und durch Schreiben an den italienischen Loup-rneur Pirzio Birolo seinen Treueid geleistet. Lou-'etneut Birolo erklärte seinerseits, datz die italienische Regierung den Fallasch>r; nicht nur die gleiche kulturelle Freibeit wie den anderen religiösen iLemeinlstui-sten in Ftalieni'ch- Lstafrika gewähren würde, sondern dah sie auch mit dem größten Interesse den Fortschritt dieser friedfertigen und fleitzigen Minderheit verfolge. 2«r ^ommer gebt ins und schweren Gedanken ist. geben wir, an freien wenigstens'einen kleiner zu Kaden. Wir Kaden Wald gesunden, das uns Iwri Kob« Laubbüum kenstzeichnen uns dies baden wir aus dies, des Kuckucks rernommen Plätzchen „zum Kuckuck Spatz an dem erstaunten Fr.unde und Bekannten cu: die Frage, wo wir h starb in Krallow, einer dieletzte jüdi'ch« Eihcldriann. Beim Lrdnen 'Berwandie von ibr in t ene Schachtel, gefüllt v riniwrungsmedaillen aus 70 71, mit Dokumenten de>q Beng ibres längst Fefdmann, der als el ege: die « Feldzüge nit- Wirken und m.. \t refignieren! crwideNtzn: Wir geben Welch ein idyllisches : u n Kuckucks.. Aussichten. Alle Da» Jüdische Blindeuja!" geben ron der Selbsthifs Blinden in Deutschland, will durch sein Kalendariun Luach, sein, und durch s Tutitzkeit der Selbstbilse Blinden unterrichten. So sich für die Sache einer Selbstätidigkest ringenden, so dark angeiatzlen Erupise noisen interessiert, ein zulr> Mensch«,. Das Jahrbuch RM. 0 90 durch die Bech bil'egrüppe, Berlin S41 versandt. trat, vo den mir e frregte eia vergilbtes igcn' Aufzeichnung eines t-ilnt, der Bergesienb.eit : er ehemaiige Jager, dem U,. ersck recken dem. Städtchen 3 Bataillon wutde re> landen;u:amme::ge ggeipeten" war besohlen. rlg urid durstig von -abru. und so >ab ajich «iibzit um. irgend «ine es hoch empor und flüslirt lächelnd: „Fräulein, ich trinie auf da; Wohl van Kol Iisroel". Freudig überrascht sah mich das Mädchen an und rief ihre Schwester h rbei. Nun begann ein- Fragen nach Heimat, Fan ilie etc., ein herzliches Plaudern, als sei ich ein lieber Berwandter. Da an Aller gebeugt, iin Heiner Mann hinzu, die Mädchen als ihren . Bater vorstellten. 2luch er: ersubr bald die 2!euigkeit, dah ich Jude st-i nnd l mit meinen Kameraden in Feindesland ziehe. Einst und iinnend betrachtet« mich det Greis. Er war gerührt, llielkeicht hatte auch er einen Sohn oder Pcrwa, dten im Feld«? Eben, begann :er -mit zitternder Stimm«, zu sprechen, indem 'es mir die Hand »rückte, als das Kommando erlcholl: „An die Gewehre!" — Alles eilte an feinen Platz, auck: iih mutzte schnellstens fort.! „Warten Sie, m in Sohn," begann der Alte", ist will Ihnen ncch stwas mitqeben, es loll Sie! begleiten und F hn,st Schutz >ein". — Er legte! seine Rechte au meine Schulter, und feierlich sprach er auf Hebräisch die heiligen WoNe unseres Uralten Segens:! „Des Herr segne Dich und behüte Dich. . , Es wendeder Ewige sein Antlitz Dir zu und gebe Dir Frieden!" Fch batte unwillkütlich meinem Kopf gebeugt und stand tief ergrifsen. —!In! Reih' und Glied war die Kompagnie unweit qon uns angetreten. Fch war . der letzte, der hsinz'ueilte: viel zu spät, Fch hatte Tadel verdient: Es wurde mir nicht. n e: 'Faiern gingen Frauen Truppen Umber und :,i Fch musterte ein* meiner Rahe die durr-en balf. Es batte tiej- 'ckstekleicht eine Elaubcnsltzbeil baden. Schnell ch ein Glas Wein, hielt :w Mein herzensguter Hauptznaifn o, Weltzicn, ein edler Mann, hatte mein Ihgern gesehen, den Grund erraten, die Situation: richlig eingeschätzt. Er nickte mir, unmerklich kaft, zu ,. . ^Bald gingnach Metz. Doch immer, in tobender Schlacht, in Drangsal und Gefahr, war er mir, als spürte ich noch die schwelle, greise Hand des unbekannten Glaudensgeno fen - auf mir, der mir den Segen erteilt batte...' (mitgeteil W aas. wurden mit dem urch Ras Teika, einem nliajleiten des Bczirls, Düktiktsgouverneut von datz Lebensmittel -unter Bez tls verteilt werden.' and,- trotz unlerer Sorgen Und weil Sommer Tägen hinaus, um doch Ferien- und Reiseersah i hübsches Plätzchen im Fiel geworden ist. in diessm Walde selten, Plätzchest. Schon oft Bäumen den Ruf Darum haben wir dies genannt. Und unfern (ieslcht gehabt, das unser« chnilten, wenn wir ihnen nn hingingen, vieldeutig - Kätzchen! Rur hin und wieder ein paar hohe B li me, sonst viel Unterholz Brombeergedülch, der :?> den angenehm wellig. Also ein ideales Pläl ä en zum Lagern in der Sonne oder zum fvm n :rlich-spoNlich«n Spiel. Wir sind einsam, aber n cht ganz «infam. Einig« Familien haben gleich : i, s dies Fleckchen entdeckt und sind seine Stamm j :ste geworden. In den dunkelblauen Sommerhi: r ul zu starren oder die Bewegung der Wipfel in eisen Wind zu verfolgen, wenn eine Wolke drohe ik heranzieht, oder genau au-zurechnen, wieviel F ei dies« Wolke brauchen wird, um an der Son :e votlbeizuziehen,' ist eine Beschäftigung, di« einen, i ach anstrengender Arbett, durchaus in Anspruch nehmbn lann. Schließlich hat man auch Zeitungen, viel! ich! sogar Bücher mit, von dem unvermeidlichen Lutterbrotpaket zu schweigen. Rur hin und wi der singen vorüberkommend« Flugzeuge ihr don >eri des Lied, sonst ist alles still. Plötzlich dringt von irgendtwohet vielstimmiges Geschrei, das immer wieder auffiammt. sich steigert zu aufmuntcrnden, anspornet den Zurusen und wieder abedbt, um schlietzlich in :in brausendes Händeklatschen, mit Hochrufen uitei mischt, überzugehen. Das war^ eine Uebcrras hur g! Der Lärm kam von einer Seite, der wir liisher nur geringe Beachtung geschenkt hatten. De lag ein gtotzer Sportplatz mit allem Zubehör und allen Schikanen! Wir sehen die Zuschauermt ng« auf den Tribünen, wir sehen spottbegeistert« finge Menschen auf den Stehplätzen.^Auf dem grün n Rasen stehen, stramm angetreten, Spöttler und Spottlerinnen, Futzballer, Turner und Leichtathleten, mit ihren Fahnen, und jetzt erkcnnen wir, datz e, «in jüdischer Spottplatz ist. Bon hier also wir jenes Rufen «ttönt, das die Kämpfenden anfpoijnte, von hier aus hatte der Beifall geschallt, wenn - nach heftigem und angespanntesten Endspurt einer de! Kämpfer den Sieg errungen hatte. Jüdisch« Jugend kämpfte hier, um sich zu stählen für' den Kampf ihrer Lebens, ihrer Zukunft. Die Jugend, unser« Zukunft, unsere Hoffnung. Wir waren nicht mehr allein auf unserm Plätzchen. Unsere Gedanken flogen ju denen herüber, di« «inen zunächst noch spielettschen Kampf kämpften, einen Kampf, dem der Ernst zu folgen nicht vrrsehlen wird. Aber wenn uns jetzt Anfeve Freund« fragen, wo wir hingehen, so sage», wir nicht mehr voll Resignation: Znm Kuckuck!!— Sondern ooN Hoffnung: Zum Sportplatz!... Kam. L. R. von Ir. W. Ws /$U4t/fc S*6Mui M«ßt« Abessinien »Ntrrlicqcn. Erst wenige Monate sind seit dem -'.-izuz. Marschalls Badoglio in Addir-Abela vergas«»! Der Hilfsoerein der Inden in Dentschland 8. V. teilt mit: Das bereits für tinen früberen Zeitpunkt angelündigte K o r r e s p o n d « n z b l a 11 „Jüdische Auswanderung" erschein! nunmehr im Sept. d. I. — noch vor den jüdiihcn Feiertagen^— und i'I von der Auslieferungsstellt in Berlin SW. 68, Schüyenilr. 52 zu bezieben!las Heft behandelt ausfübrlich sämtliche südamcnlanische Länder und bringt autzerdem einige Ailffätze allgemeinen Jnbalt». rbuch 5647, herausge- «gruppe der jüdischen soeben erschienen. Es «in jüdischer Kalender, amen Inhalt über di« : zruppen der jüdischen biiclet es jedem, der rch Selbjtttäigkeit und aom Schicksal scheinbar : unserer Elaubensgereffendes Bild dieser wird zum Preis von lrhebsstell« der Seldst- 68, Schützenstr. 52 und schon scheint der abessinisch« Kr:e,. der aü Gemüter so stark, erregt hatte, in l'.-rgess,^ geraten zu sein. Und doch ist man beule erst hl det Lage, die militärischen Zu!amm,,s hänge dieses mit größtem Aufwand geijhy Kolonialkriege, etnigermatzen klar erfrnat— wenn auch die restlos« Auswertung d . gel wonyenen Erkenntnisse noch geraume Z:„ h, spruch nehmen wird. 1 Der italienisch-abessinisch« Konflikt hole bitJud tragung mit det Waffe schon lange -»rau^bne, lasten, und die Sachverständigen aller LanSerdah^ Gelegenbeit, ihre Meinung über di« v.o:>-.u;!ichtlijd Entwicklung dieses Kolontalkrieges zu uui:ey>. g«u alle waren sich darüber einig, dah d:e Abelstm,^ wem auch nicht ihren Sieg aus den, .\ahie 189( wiederholen, so doch mindestens den Ftalienen lange Zeit zu schaffen machen würden, .obei nn-,o wieder an Abd es Krim «ttnnett wur - der de» Spaniern und Franzosen jahrelang' za:-en Kilerl stand entgegengesetzt hatte. Wenn die T:nge völlig anders gekbmmen sind, so wäre n dennr: falsch, jenen Sachverständigen Kurz':..-.!en rn.I zuwerscn, denn niemand konnte damit men, teil die Adestinier alle sich ihnen biete->rn mllrl lichen Vorteile verschmähen und den 2 . <iz ich,/ würden, einen Krieg auf europöi be >th zu führen. Hiennl liegt bereits die der oben gestellttn Frage. Die Ale : :.r bö!lif gewiß nickst oder jedenfalls nicht u - nil-ernd schnell unterliege? müssen, wenn gell-.-n hätten wie ihre Väter vor 40 Fen. Z,I Kleinkrieg allein lag ihr« Sk-.'!' nur nl diesem Fall« wann ihnen die berüchlno.e: rigkeiken des Geli ndes «in schwer zu te'-vingenkiil Lundesgenoste gewesen. In dem Au. .^!ick, r,> sie dem Angriff 1 »e* mit modernsten .".'. feit aas-l gerüsteten italienis hen Heeres «ine gesch'o 'enr Frr-i! entgegenstellten, h ltten sie sich aller 2iu-lichten a:. einen Sieg begeb:n. Denn nur so in.: b!en sie i: dem Angreifer riöglich, diese moder- Krieg» mittel wirksam zur Anwendung zu In! -n. Man hatte allgemein angenommen 7.:tz Taiil»! und Flugzeug« in' Abestinien mä-t:. iiüite«, ausriästen können, die Tanks, weii lje in dem allp unwegsamen Gelände nicht weilerlommen wirdeil. die Flugzeuge, Q eil sich ihnen leine 2lngrifi»objette bieten würlen, da grützere Sierlu-gen i> Abestinien auher den wenigen Städten!nuot an> zuttesfen sind. A as die Kampswoge- : etrrfit, it sind die Hoffnum zen der Italiener la:'a.:>'.ich ent- . täuscht worden. L mso hervorragender hat 'ich a!ei die Luftwaffe beioähtt, und man kann u7ne liebertreibung sagen, oah der- Krieg durch dt! Flugzeug entschieden worden wobei wiederum erwähnt werden mutz, dah die Kampferweise der Abessinier dem Flugzeug eben die »iligen Angriffsziele geboten hat. Die Luftwafte hat hierbei zum Teil die Rolle aller anderen Waffengattungen mit übcrnomme». BeschrSnlte sie sich zunächst nur auf die "luOlanirg. so unterstützte sie später die Infanterie.«- setzt« durch Bombenabwurf die TU r t: 11 e t i«. wenn diese auf den grundlosen Wegen n :,t weil»- kam, und übernahm in der Versolgung de- Gegn«! die Rolle der Kavallerie. Am entscheitendnen «al aber das Eingreifen der Flugzeuge in da.-Nachschubwesen, und damit zerstörten tre die letzle Hoffnung der Adestinier, datz nämlich be: irinttcn ■' der Regenfälle der Vormarsch ins Stocken lomm»W> würde. Tatsächlich war er so, datz ganze Auto- Wd kolonnen int Schlamm steckenblieben, una bundetti von Tragtieren elend zugrunde gingen. Ta muhte» Flugzeuge etngreifen und WaftenD- '.'.Hunilio», Verpflegung und Post nach vor» bringen, o» einer Reih« von Fällen sind auch 7 ml einer Reih« von Fällen sind wichtigen Aufträgen mit dem Fal l'chirm o« I Flugzeugen abgesprungen, wenn es idn.-n ^»'o» anders möglich war, zu ihren Stäben an der yrom f zu gelangen. Besonders in den letzten Do»» des Krieges wurden auch zahlreiche Flugdlöl!« in amhartscher Sprach« abgeworsen. D:e Npsstdl lang der Berwendungsatten des Flugzeuges Io*?* skch noch beliebig fortsehen. Erwähn! '« nur datz Marschall Badoglio in kritischen Augendlioe» selbst vom Flugzeug aus di« Lpetotionenleitet«. . Wenn das Flugzeug in den ersteh A'o>h«l ** abestinischen Feldzuges nur wenig -in Eischemu»; trat, so lag dar daran, daß die besondereit?«' hältniste der Tropen di« Ausweche-lung «:»;«>>-« Teile notwendig macht«. So waren d:e voli' teile der Flugzeug« in Gefahr, von den Tenmio zerstört zu weiden, und die wastergelülil.en Mokote» muhten durch luftgetühlte ersetz! werdelü der fein« Staub di« Motorenteil« beichadnz!« rop kam iwch, datz Rarschall de Bono die Bed«»« de, Flugzeuges noch nicht erkannt Halle, und Badoglio dieser Waffe den ihr gebühr-ndeu einräumte. Das war auch «iner der Gründe t»> die Ablösung des ersten Oberkommandie; enden, die Front hatte im Stellungskrieg ersiatren i«!»?- ohne in der Luftwaffe ein Mittel der zu finden. Und auch Badoglio hätte m<V ~~ wenigen Monaten in Abestiniens Haupistad» e» ziehen können, «enn er nicht di« 400 Flugzeugs \ zweckmätzig eingesetzt hätte, wobei er aus «s Sonderttieg in der Lust verzichtete, und F» . Geschwader in engster Zusammenat» mit den Truppen operieren ließ.! Datz es verfehlt wäre hieraus -chluiF einen europäischen Zukunstskneg zu Z'^en. sich für jeden alten Frontsoldaten von eldsl fteben. v-P Di« Kiustlerhilf« der jüdischen Berlin^Lharlottenburg 2, Kantstr. 158, Tel. J . . 6023 sucht für bekannte Opernsingerm K!» zu leihen. B'efärderungskosten werden ottfv klein« Leihgebühr kann gezahlt werden.

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