Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 32 (7.8.1936)
- Date
- 1936-08-07
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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iw*»» \ HERAUSGEBER« BEICHBBUND JpQ|8CHSB FRONTSOLDATEN E.V. Rr. 32 — Seife 5 IE K >an des Sportbundes Beiblatt des „Schild" für Sport undJugenderfüditigung Berlln,|den 7. August 1938 v '\ Reichsbundes JUdischUr Frontsoldat en nfere Meifter im cißcil Sport ß},ge spannender Kämpje - Starke Beteihiung und großer Besuch - Frau dichter Weißer mann zum 3. Maß MfrsteriJ, 'siegen Trau Ruhter-Weihermann-Trau Peyser und Dr Tuchs- Wo f M l Berlin, Jen 3 August 1936. Um es «griinchmen, die Reichsmeistcrschaftcti im •s jwurden ein Erfolg auf der ganzen Piegilt für die Zahl der Teilnehmer, taitifast hundert Spielern und ijdqrinnen einen Rekord darstellte; dies j Kr die Oute der sportlichen Leistungen, , bg&iders in der Breitenentwicklung sich i Jahr zu Jahr gesteigert haben. Dies gilt "[ für den Besuch der Veranstaltung, der dds bei den Schlußspiclen am Sonntag miftag erhebliche Ausmaße annahm. Die Tetinisvereine aus folgenden Städten I Start: Berlin (3 vereine), Breslau I Vereine), Beulhcn Bielefeld, Chcmnit/, de(i, Fürth. Frankfurt a M , Hamburg, ever, Leipzig, Karlsruhe, Köln, Mann- Stuttgart, i’der iip-Einzefmeist er Schaft »len sich vofi den 8 gesetzten Spielern :!ij durchsetzen; so verloren Laridmann. »jder Erwarten gegen den sehr verteil Stein-Breslau, Kat/enstein-Hamgegett A Mever-Grunewald und Kall JSti gegen den durch eine Fußver- | behinderten, gleichwohl aufopfernd den I* Behrendt-Oruncwald. Schon zu |öbatte sich K.illmann sehr strecken müssen, i den begabten Breslauer Nachwuchsspieler «setewer in 1 Sätzen zu schlagen. Die Jdrrdi gesetzten Spieler erreichten die dritte feeinjnde erwartungsgemäß und z. T. überlifo.j Dies gilt vor allem für die Spiele In Kurt Wölf und Lewin-Qoldschmidt. Da- Ipn fanden Mann-Mannheim bei M Meyer- I>Ü» und Idstein-Krefeld bei P. Sinton- »ald, stärkeren Widerstand. Verhältnisleicht 'set/Jcn sich dann Wolf-Grunegegen Stein-Breslau 6:3, 6:1, Mann- «heim gegen A. Mever-Orunewald 6KL Leuin-Goldschmidt gegen seinen am verletzten Kluhkameraden P. Behrendt zzg durch, während Dr. Bill Fu Its- |fdsrphe hei dein verhesserten Spitzenspieler i Kfefeld Idstein, starken Widerstand fand, I** ttst mit drei stark umkämpften Sätzen iKthai konnte. I I Nachmittag wurde bei richtigem ITaoidwetier und vor überfüllten Tribünen um In Eintritt in die Schlußrunde gekämpft. Iliuti-Mannheim, dem es leider an Trai- I^P^ögüchkeiten fehlt, konnte dem vorjälilll® Rekhsmeister Kurt Wolf nie gefähr- J Zum 2. Malt errang Kurt Wolff dtn Reichsmeistertitel Bildert 3 X Drabai I X Abraham t*ri cf.rdeD' W°lf siegte nach Belieben in (Bk mit 6:1. 6:4, indem er mit seinem » v2*c,ert" sicheren Spidl den besonders «nt* ^.gefährlichen Gegner immer wieder dagegen war das Spiel l'Gof(U..k ™ Nachwuchsspieler Lewin- F|lh*CL-nil1^^’ Orunew'ala und Dr Bill SgLb. ' Karlsruhe heiß umkämpft. Beide 1 - ihr Bestes ein und zeigten •«iw 01 "P°rt, der die Zuschauer immer ostto cU, wahren Beifallsstürmen hinriß. Den cl, gewann Dr. Fuchs mit 6:4. Der SöSfRi-^K ",ar äußerst hart und umkämpft. Ite. eh gelang es Lewm-Goldschmidt nach ■ brinn-ü1 l"1“ i4er, ihn mit 8.-6 an. sich T dritten Satz spielte Lewin- ^«eHmidt fehlerlos. Er siegte trotz MtaJ»««» seines in vielen Tennis- 1 ‘ rirr> e/probten Gegners mit 6:1. Da die Die die a tragen heit d spielet zeitwe stand heit liehen I; nilrunde im Herren-Linzel ni M o n t a g \ a c h m i 11 a g ausge jviissde, wurde zu einer Kluhangelegen TK-Grunewald. Seine beiden Spitzen ieferten sich einen schönen, wenn auch r ungleichen Kampf. Von Anfang a"i das Spiel im Zeichen der Ueberlcgonlyürt Wolfs, der mit einer unheim Sicherheit seine Bälle die Linie entlang Der iuntte l.eu>i)(-Galdl,hmiJt kämpfte (ich r.ur Endrunde im Herr^n-Einzet und Hercn-DöppeI durch zu placieren wußte. Auf der anderen Se te war Lew in-Ooldschiiiidt sichtlich befangtn So sei on er auch seine Bälle erarbeitete, erj versch ug sie doch meistens, wenn er an« Netz i orging. So gewann Wollt den erst :n Satz mit 6:3 und führte schon im zweiter Satz xl bis Lew in-Goldschmidt plötzlich scind Sicher leif w iederfand. Mit großer S-nelligk :it peiNcIte er die Bälle über das Netz uul jagte «einen Gegner von einer Seite zur : nj deren, um ihn dann schließlich auszuji;a* eieren So gewann Lewin-Goldschmidt Sj icl auf Spiel und erreichte unter dem Beifall zahl)- reiche Zuschauer auch den Gleichstand wn 5:6. Latin aber setzte sich die größere Sicluiheit u id Spielerfahrung von Kurt Wolff ei «U gültig durch. Er ließ sich das Spiel nicht m br aus d:r, Hand nehmen und gewann mit i;5 den siegbringenden zweiten Satz. j So vurde Wolff zum zweiten Male hinleieinanter Reichsmeister des Sportbundes ibi Herrei-Einzel und gewann den schönen vopi Sportlund gestifteten Preis. Damit wurie wirkt» :h der beste Spieler Meister, 1fr währe id des ganzen Turniers keinen S|a abzugeben brauchte. Das Damen-Eittzef gewann zum dritten Mal Frau Rieht Weifiermann, Frankfurt a. M., die Meisterschaft. Ihre Debet legenheil war so gieß, daß «Tic in 5 Runden von 70 Spielen i ir 10 Spiele abgab, und zwar in keinem f itz mehr [als 2 Spiele. Sie schlug so gute Ge)ierinneij wie Frl. Poisson, Kaiserallee, Irin Bach-fLirunewald und in der Schlußrunde Friu Pevser-Grunewald, mit dem Rekordresi li at von 6:0, 6:2. In der unteren Hälfte, in der sich Frau Pevser durchgesetzt hatte, hatte Frau | Schäfer-Breslau, gegen gute Spiele (innen, wie F rau Lcvi-Viktör-Grunew ald, i ul Frl Landau-Köln, gewonnen. Frl. Schier verlor dann nach heiß umkämpftem ersten >atz gegei Frau Peyser, da sie bei einem St. i de von ä:4. 2:0 gegen sich wegen einer! ußverlc-i zimg aufgeben mußte. In der j Her'en-Doppefmeisterschaft halten sich für den Eintritt in die kjorschhiSrunde Dr. Fuchs Wolf und Ka enstein Landmann in der oberen Hälfte, satvie die Leipziger Spitzenspieler Goldstaub Fl eppner mo Lewin-Goldschmidt Mann in der teren Hälfte durchgesetzt. Dr. Bill Fuchs/ Voll siegt3» überraschend leicht über Katzenstein- Land mann, während Lewin-Goldschmidt Mann gege» Goldstaub Heppner einen Satz : bgeben mußten. Die Meisterschaft gewannt Dr. ^DHch gelang es Lewm-Goldschmidt nach benlmußten. Die Meisterechaft gewann durc i die vorangegangenen Kämpfe überanstrengt war und stark abfiel. Die l Damen-Doppefmeisterschaft er durch die vorhergehenden äxtdet » sonnabends und Sonntags sehr - „ _ . . ärkfußn-JvarcT1’ Einigten sie sich dahin, die gewann ebenfalls Frau R i c h t e r-W e1, K erst am Montag zur Austragung mann Frau Peyser in der Schlußnmde k ^n T"*«. * die »ich tapfer wehrenden Breslauennnen |Frau her- Juliusberg Frl. Schäfer in drei Sätzen knit 6:1 6:3. Dritte Preisträgerinnen wurden Fr Nassau-Krefeld und Frl. Susmann, sowjie Frai (lidion-t'irunewald und Frl Landau-Köln Für die Verlierer der ersten beiden I Runde ■ in den Einzelmeisterschaften war ein* Tros Runde eingeführt worden, die am iSonnta. von morgens bis abends durchgespieli wurd« Bei den Damen gewann Frau Levi Viktor- Grunewald, über Frau PosLn-f )reden. Bei den Herren setzten sich Land m ann - Fürth und Smoschewer-Bresla i. durcl Die Schlußrunde dieser Konkurrenz w rd nac geholt. * Am Abend fand dann im überfüllten Klu haus die Preis Verteilung, du ch de Reichsobmann für Tennis und stelfver retendc i Vorsitzenden des Sportbundes. Dr Gidio i statt, der allen Turnierteilnehmern fü’ ihr E - scheinen und restlosen sportlichen - Ei lsatz b i den durchgeführten Kämpfen dankte. D \X.e i II h u t - Hamburg, dankte im Na men alU r auswärtigen Turnierteilnehmer dem Tenni;- klub Grunewald sowie den Iderren <i. Bef - rendt und Franz Meyer für cjic r«ibungslose Abwicklung und Durchfül rung d rr Meisterschaften, danktevoe allem .Flerrn Fr. Gidion nochmals für seinen Einsatz, durih den erst die Möglichkeit' geschaffen wurde, diese Reichsmeisterschaften zur Dur hlüljrm g zu bringen. Welches Maß an Arbeit, von, den vorzii;- liehen Turnierleiter „Frapzl- Mever zu leist -n war, der von Behrendt ausgezeichi et unt» rstutzt wurde, ergibt sich schon aus der Tatsache, daß 161 Kämpfe mit 312 Sätzen durchzuführen waren. . Die Älfmelsfer Kurt Wotff (links) und DrI Rill Fuchs (rechts) siegten im Doppel. Offizielle nmeUiBHai Abkommen der „AG.-SOdwestdeutschland“ mit Schulsportvierein „Philantropin“, Frankfurt a. M. Die Arbeitsgemeinschaft j&iidwestdeutscher jüdischer Turn- und Sportvpreipe hat auf ihrer letzten Tagung ein Abkommen mit dem einzigen jüdischen Schulspoitverein, dem ,,Philantropin“ Frankfurt, folgenden Wortlaut getroffen : I Mitglieder des S< hulsportvereins Phi lantropin dürfen n i sein, d h. Schüler, Unterricht des Philant nicht nur an einzeln Es dürfen bis zu 40 c des Philantropins als r Vollschüler die am regulären opin teilnehmen und n Fächern. h c m a li g e Schüler Mitglieder' aufge-< pommen werden, jedoch nur solche, die sich als Funktionäre des SpV. Philantropin bestätigen; und die lucht tür den Verein' starten dürfen Die Namen derselben sind der aufzugehen Der SpV, Philantrop und Spielrunde je eir den Ausschreibungen Es darf kein dir rekter AG. vierteljährlich ir darf in jeder Klasser : Mannschaft analog der AG. stellen. kter oder indi- Druck a if die Schüler seitjon der Schule, J-Funktionäre in Bete n s der Direkt der Lehrer bzw. deijzug auf die Zugehörigkeit'zu einem Sportverein ausgeübt werden zu machen I in der Schule III Schild, in der jüdi»ftfdn AG, daß allen Wahl des Spor sie sich anscp Verstöße gegen di« festgelegte Regelung sofort 'zu verfolgen der Verstöße mit Aja Sperre zu belegen Sie siegten im Doppe — sie kämpften um i'en Titel, den Frau Ridifer-Welhermann (rec lts) vor. Frau Peyser (links) errang.! Um wirklichen Frieden im jüdisch Termine: 5. Oktober fest in Fürth 9 August I)a rmstadt Es ist bekannt im Schwarzen Brett vom 18.—25. August 1936, II. in den Vereinsmitteilungen des TSV. Presse durch die — Schülern die freie Vereins zustcht, dem ‘ ießen wollen. in—der Kommission sind von der AG. und hei Feststellung ßregclung, evtl, mit r Leid itathletik-Jugendsport- Leichtathletik-Sportfest ~ in en Sport! Unter dem 28. Juli 1936 .hat der Sportbund des Reichsbundes jüdisiher Fr<pitsoldaten an seine Landesspoitlciter imd Sportgruppen folgende Miti cilung ergehen lassen: Seit dem Sieg der 1, Handball mannschaft der JSG. 33 (Jüdische Sportg .meinschaft 1933) über die 1. Handballmanr schaff des JTSC. Bar Kochba, d. h. s e i t d e u 10. M a i 1936 hat das Präsidium des Dput-chen Makkabikreises die JSG. aus völlig unzulänglichen Gründen für den Spielverkehr mit Vereinen des Deutschen Makkab'ikreis :s gesperrt. Wir haben in wochenlangen Veihandlungen versucht, eine Aufhebung der Sp eisperre zu erreichen. Der Deutsche Makkat ikreis hat zunächst Forderungen an uns gestillt, die nach J.age der Dinge völlig unerfüllbai waren. $o sollten wir einen Spieler, der wegen eines geringen Spielvergehens, vom paiitätisch zusammengesetzten Spielausschuß m t 10 Tagen Spfelsperre bestraft worden war, loch außerdem aus unserem Sportbunde ausstoßen. Später hat der Makkabikreis zwa diese Forderung nicht mehr aufrecht erh»Uen, dafür aber immer wieder neue Grund* f ervorgehoft, um die Aufhebung der Spielsperr: gegen die JSG., unseren größten Verein ipit 1700 Mitgliedern, zu verhindern. Ebenso sperrt der deutsche Makkabikreis seit langer Zeit unseren Sportverein Schild-Leipzig, j ohne sachlichen Grund. Schließlich hat der Westdeutsche Makkabikreis seit längerer Zeit u iseren größten Landessportverband, Westdeutschland; gesperrt und die Sperre im Köln« Gemeindeblatt bekanntgegeben. Auch hier tat der Makkabikreis es bisher durchaus ad gelehnt^ die Sperre aufzuheben und die- Aufhebung im Gemeindeblatt zu veröffentlichen In allen diesen Fällen ist eine friedliche Bereinigung nicht möglich gewesen, obgleich wir im AII-% gemein-lnteresse des jüdischen Sports alle Verhandlungsmöglichkeilen .erschöpft haben Obgleich unser Sport hund mit seinen über 200 Vereinen und über 21 000 Mitgliedern auf Sportmöglichkeiten außerhalb des eigenen Verbandes in keiner- Weh c angewiesen ist, erstreben wir doch »eit 1 lestehen unseres Sportbundes die sportliche Zusammenarbeit mit dem Deutschen Makkabikreis auf der ganzen Li-rie Wir sind nämlich der Meinung, daß diese den heutigen Verhältniss« ■: des _ jüdischen Sports, wie überhaupt tu ms in Deutschland doch gerade im gcmcir samen Sporthetricb ein Zusammenarbeit allein des gesamten Judenentspricht. Sehen wir die Verschiedenheiten Weltanschauungen, die in friedlicher Weise zu m Deutschen Makkabihervorragendes Mittel, der Auffassungen «md sonst bestehen mögen, überbrücken Leider haben wir be kreis für diese Bestreb ingen das wünschenswerte Verständnis nicht gefunden Die von uns <, eingangs erwähn en Spielsperren des Deutschen Makkabikrcises gegen unsere Vereine und Landessport' erbände sprechen eine, deutliche Sprache. ch das Mittel der Spielschcn den beiden jüdiin Deutschland, denaus Gründen der Soli- Wir verurteilen an s sperre, noch dazu zw sehen Sportverbänden hoch haben wir uns darität mit den gesperrten Vereinen und der Kameradschaft in un ierem Spqrtbund entschließen müssen, de n Deutschen Makkabikreis mitzuteilen, dal unsere Vereine den Spielverkehr mit Vei einen des Deutschen ^/+//+^^1242+5..:+^/..+:6/+/^B