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Der Schild · 1936-08-07 · 32 (7.8.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
32 (7.8.1936)
Date
1936-08-07
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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0* HERAUSGEBER, RE1CH8BUN0 jOpj^CHER FRONTSOLDATEN EV. «r. 3, — Scttt 3 ii khre — - jWstie wilrüe aerte Hinweise des Berliner 'güditchen Gemeindeblatts _ Stmtibeblatt der Jüdischen Ge- R»f»nT»;t[in brachte am 2- «uaust E'tatartM bem wir die folgenden Ad- , «Sk weil wir ihren Inhalt für ^-sachte ns wert halten- Er ist ^»rsemLh auf Berlin rugeschnitten. I riiAudi im Reich ein zustimmender , ftiden sTie betreffende Stelle lautet: Iberjauid sonst verläuft der prosaische ü'mdev als früher, der Kreis ist enger Jb weit mehr sind di« einzelnen daraus angewiesen, Anlehnung an „ Uni. Man darf ohne weiteres dad «ch noch bis vor wenigen Jahren r&kn btt Juden im allgemeinen im » der Familie adgefpiett hat- Man war La«, im eigenen Hause Geselligkeit Mtf" >an konnte Verwandt« und Be. ' milckden. der Besuch von öffentlichen gehörte zu den Seltenheiten. In Fällen muhte das heute anders , die Wohnungen sind nicht mehr groh Mt die Entge,rennahme von Besuchen liglidtn. Es gibt nur noch ganz wenig« , HÜser, die es sich wirtschaftlich leisten Bewandt« oder Bekannte öfters einloi -( muh man, wenn man sich sehen »weisen Konditoreien oder Cafes auf* ' me sehr man sich auch dessen bewuht auf solchem Boden keine wahr« Ge* 'gedeihen kann, dah vielmehr die Ge« _J, <paj»ichleit zu üben, dadurch immer jtem GnschrSntung erfährt- Aber auch aus a 8künden ist der Ersatz der Häuslichkeit die ^öffentliche Gaststätte wenig wün* „iirt. Ifs verrührt diese Art der Gesellig- > die Menschen zu einer gewissen Oberst-! ' sintf der Meinung, dah selbst bei den ^miltn Wohnverhältnissen es empfeh ttr ist. feilte Verwandten und Freunde eigene Haus zu bitten, als mit i» Gaststätten zusammenzu treffen ßtch ki aber schon nicht anders, und das t desonders sur die nicht geringe Zahl l allnnnehrndcn Menschen der Fall sein, j A »on jedem Juden und jeder Jüdin urüm«n, dah sie beim Besuch öffentlicher Mrm in der.-tadt oder der Umgebung, lhnr besonderen Situation be* ftt bleiben Wir haben volles Verständnis bah der Mensch nach des Tages Arbeit Der Mühsal einen gelockerten Lebdnssk«,qt, dah man nicht immer krampf« I m feiijipfin denken kann, wenn man fdo schien Natur einen Nachmittag oder d wkbrinqt. Es ist aber auch gar nicht >b!ch an'Disziplin zu denken, wem, sich! vor Augen hält, dah die ändere »I des Menschen immer durch das De* inJddr seiner inneren Würde bevird Wir wissen, dah jeder Beobachter j »in Urteil über Menschen nach ihrem ««reu Verhalten bildet, jede Läs» llieitlin dieier Hinsicht wird bemerkt, es t! auch im Leben nicht anders fein, weil > bordiif angewiesen sind, von Mensche». > nicht bekannt sind, zunächst aus der . > normin der sie ihr Leben gestalten, >vub von ihrem Wesen zu gewinnen- An «Lmg« muisen Juden immer denken, wenn m der Deffentlichkeit bewegen, sie?ar erkennen, dah sie in ihrem Ausmcht Anlah zu Tadeln geben dürfen, lügt uns sehr viel daran, dah wir ge- 1 Bemerkungen in unserem jü- " Krem richtig verstanden werden. [ftt lnöchlen nicht wiederholen, was wir ^4. schon zum Ausdruck gebracht haben, ' »r mts>en mit aller Entschiedenheit be* „£,5®*. jeder Jude seiner Ge- ^lA^st verpflichtet ist, dah nie* l« l'ch allein steht und dah gerade dies« P*«®9 uns allen Anlah geben soll. Form ^»valkllng in unserem Auftreten so zu zu gestalten, dah der Stellung «Nuation der jüdischen Gemeinschaft NPig getragen wird lä^.^udc. der sich irgendwo in der "EUchteit zeigt, muh berücksichtigen, dah 7d m- "^e gewertet und beurteilt .».^^.üveifeln nicht daran, dah, wenn aer ertannl wird, di« Juden nicht zögern nach dieser Erkenntnis zu handeln". -*nJL*r burch das Organ des Vorstandes u jüdischen Gemeinde an Mah* »j, Forderung ausgesprochen wird, ist leiA-L^ ber dringendsten Anliegen des H,. „“"fr*? iüdischeT FrontsoI» too«0? ^if tubif^e Gemeinschaft, — «in zf*?' m .desien Verwirklichung der Front- »f«a?en'«tbiiTtkn,li(lKn ®1 * * * b U " fl *' h» j! putsch lands Juden den schweren UhtOU >artt Zukunft antreten, so ist »ii di. ^'^ument der Leitstern, der fr« "btung b^timmen kann, ihre ii trJi. unwandelbar« Wert, den man — und den niemand ämd nichts kann, hat bis zur Stunde di« rüdifchen Frontfoldatenbewe- ,»>- ^Ukhlich und in jedem Augenblick "ruh der deutschen Jud«>h«it »'ung und Zielsetzung geben ... vÄen,^??^^fsv«rsuch«n auf di« Ehre ' nb* ober «,n«r Gemeinschaft gegrn- 't't. w nur eine Form der fir* iS? würdige, stolze Haltung, * .«tot, dah einem «fr* 9ntf« nicht gleichgültig sind, dah sie 8HMM MMZM Äit,> un scheiden, der auch i» schwelst ,n Stunden nie den Humor. verlor. Lichtenstein vor ein Pflicht» - - r dieser Zeiit Gültigkeit ...In der Tdt.,unsere Geschichte lehtt uns. dah ^.Situationen gibt, in denen das Gefühl für Wll! de und der damit eng ver» knüpft« Gemen fchaftsgeift die einzige Waffe ist. dre gewisse, Herabsetzung» versuchen gegen» über verbleib l Gemeinschaftssinn: das Bewuhtsiin der G^samtoerantwortung, an der i«d«r ein»Ine teilhat, muh Allgemeingut der deutschen Juden w«rden! Die stolz besä eidene Zurückhaltung, die wrr von rnem jeden zu fordern hoben. , - _... Wer heute ungeniert und hemmungslos nur lernen privaten.Neigungen m d versönlrchen Jrneressen vor den^Augen »er Bült nachaeht, während sich in seiner Rach» blirschaft Tragödien abspielen, beweist las Gegenteil von Würde. Um unserer Selbst» achtung willen wird man solchen Auhm srrtern beiderlei Geschlrchts «ddlich beibrinnest n ussen, wie sie sich ,u oerhalten haben , ich aas ihnen ansteht- Hier weist uns die,jüdiche Ehre ein« der drängendsten Aufgaben, deren töfung nur bei uns selber liegt- Niemind rjimmt s>« uns ab -.. hawi. 1 bemühter und tapfer Se n« Unerschrockenheit am (Jünuar 16) hat ihm betjinntlich das Eiserne Krfuz II. eingebracht". r Frontsoldat. Hartmannsweilerkops * Damals 1W418 Ernst Richard gedruckt bei W s a n t e r i e wird Gefreiter Lichtenstein. In der Krie,sgeschich«e des Inf. Negl 188 ioon Rose, erschienen in Eis^eben und . WinNer in Eisleben) „DasFne g i m e n t ^lr. 188 i m 'W e I i» an verschiedenen Stellen der 4lame unseres! Kam roden Hermann L i ch t e n st e > n , Halle.! erwädi l. Dies läht auf Leistungen überdurchschtiiltliche Pflichterfüllung fchliehen. Wir geben einige Auszüge wieder. End^ 1915 lag das Regiment am Hart' mannswei erkopf. Dben auf der Höhe 535 tHirhstein) und auf 956 iHortmoniisweilerfopf) wütet «in heftiger Feuertamps der beiden ArtiNerien, untermjischt von den dumpfen TtShen «rplodierender Handgranüten. Hier stand er an dem am meisten genannten Kzmpfabschnitt« der breiten Vogesenfront, .'dessen Verteidigung gegen einen wütend «n*' stürmenden, in Zahl weit überlegenen Feind, grohe ' Lpfer oir Gut und Blut gefordert' hat. Mehr;ais eirmal flogen einem dicke Dreckllumpen aus den Leib, oder Hagellen einem zahlreiche Eisenspliiier um die Ohren oder legten sich hier und da von ders Wucht der krepierenden Granaten aus den 'Wurzeln gerissen«. Baumrjelen in den Weg. Mehr.als einmal verlüfchte das. kärgliche lalglicht duiich den Luftdruck der wuchtigen Granoteneinschläg. Wer dort war an der berühmten „K u rio e ') ül.l", der machte sicher aus drei Schritjeii ein n. Und nun heitzt es wüNIich auf ' Seit» 129:1 „L e u t n a n l Bruns. 12. Komp, wurde^ am Nachmittag des 31. 12. 1915, als er zwischen PaNeriestellung und Kompagnie-Lager dienstliche Anordnungen gab. von einem Granatsplitter am; Kops verwundet. Der Gefreite Hermann' Lichten ft ein lI2. Komp.) trug den stark blutenden Offizier zum Verbandsplatz. Lichlenstein hat übrigens auch bei anderen G e I e g « n h!e i t« n in dieser lebhaft beschossenen Reservsstellung ein tapferes Verdösten an den Tag gelegt. Wichtige Befehle des Bataillonskommandeurs hat er in Abwesenheit der Ordonnanzen durch das zu äuherster Heftigleit gesteigerte feindliche ZerstSrungsfeuer persönlich an di« oorgeschrie bene Empfaugsstelle gebracht. Zn Egisheim wurde ihm in Anerkennung seines Verhallens als Lohn das Eisern« Kreu; M. Klasse überreicht. Später wurde dos Regiment gegen Rumänien eingesetzt. Es * befindet sich auf dem Vormarsch Vom ill. Bott, war nichts mehr zu sehen. Dir sahen dem Feinde unaufhaltsam auf den Fersen. €ln vrahstein Zwei jüdische Gefallene von Langensalza.'!Jm „Schild" war mehrfar» von dem Soldaten goab bei Langensalza die 9 cd«, in weichem zwei jübisch« Gefallene des Kri» es 1866 ihre Nuhcstätte gefunden baden <v« .. Seil» 4 „Ein Küniglich-H< Fuhnote ünd Rr. 29 Seite des Königlich-Hannoverschen iZügers")- Die'e beiddn bei Langensalza gefallenen > jüdischen Kameraden iehen Herzseld >^nd Driels. Von letzterem, Zatob Dr cls aus Emden, ch bereit» unser Kam. A d gl. „Schild" Nr.25 tüniglich-H< nnovirscher' Jäger". 4 „Die Nachkommen )t>r die Nachtömmling« hieh ,» nun, mind slejns >m Abend noch bei der Kompagnie einzutr fftn. Za, wenn das schwere Fernsprechgerätnicht oare. 1—6 Rollen Leitungrdraht je Mann, daz, die chweren Batterien, da» war sch m allerhant Bechwerni». Zm Wortlaut sährt^hie Regime tsoechichle bei dieser Schilderung auf I Seil« 166 fort: „Hermann Lichten st ein hotte da unter dem Druck feiner Gerätschaften wied« r t tat einen guten Gedanken. Stand da vor einem der letzten Häuser Micheisbergs ein nicht mehr ganz neue i, ast ausgeleierter, weitzer Kinderwagen, den Herma in ruf Grund des Paragraphen so und -so des „Kllj«> meinen Kriegsrechtes" - ohne langes Besinm n reguirierie. Da» wacklige Ding reichte gerad, c us, um unser gesamtes Gepäck in sich aufzunl hn en. Sichtlich erleichtert gina's dam, im Eilmarsh mit Sing' und Sang' die stratze entlang, zwei M >nn zogen und zwei Mann schoben das Vehik'I, mit Ablösung. Zn den Nachmittagrftmiden erreichen wir den langgezogenen Ort Nagy-Disznod, in iem es von Militär und Bagagen nux so wimmell, ver Divisions- und Brigadestab sind hier .versc mn eit. Datz die Nein« Telrfonistenldlonne überall, wo sie erschien, mit ihrem absonderlichen „Geräte na( en" Heiterkeit erregt«, war ja oorouszusehen. I £- Idst Erzellenz Sunkel, der mit seinen Stadsosfizi lren an der Stratze stand, tonnte sich (intfc Lach:ln» über die vorüberziehende, stramm grühenda „Kinderwagen-Bagage" nicht «rwehren. Unverzagt ging er so der Truppe nach. Lichtenstein hafte inzwischen nach der Möglich!« t i iner Erleichterung von dem schweren Gerätewa-,en gesucht. Da fährt gerade ein au» dem Elsctz nilgenommener Bauernkarren vorbei. Flugs ist der Kinderwagen ongehängt und seine Besitzer ,on der schweren Last befreit. Hurtig geht'» über Men de staubten Boden. Doch mit de» Geschicke; Mähten ist kein ew'ger Bund zu flechte,,.... Plötzltzh laicht an dem Bauernkarren die Gabel, der Gaul steht und der Karren schlägt nach hinten über: nalürlich unfern Kinderwagen zu einer Ziehh< imönika zusammenpressend, alle vier Räder kullern leitu ärtss heraus in den Thausseegraben. Erst nach n ühs- ,mer Arbeit ist da» Gepäck mit sonstigen Gerätsch, ster au» dem Trümmerhaufen hervorgeholt, auf der sausten Nucken geworfen und mit erhöhtem Teitzpo gilt e», die versäumte Zeit «inzuholen". Auf Sette 238 findet der Abschied v- Lichtenstein mitfolgenden Worten Erwähnuijgern sahen wir den braven Hallenser hatte l»If D riel«. Laden hurg. als^Nefte gemeldet, der gleichzeitig mit drei Frontdienst eg Frontdienst gemacht >>eiteren Brüöern im Weltkr l hat. Nunmehr übersendet uns u nsei Kam Hermann triels, Stettin, ein anderer Neffe von Jakob triel», ein Bild des hiej mehrfach '»rwähniei, -oldate.ngrabes, Fron7. Molnars „Große Liebe“ /m Kulturbund-!htater , Ein glücklicher Abend vereint« im Kulturbund Theater harmonisch «in anmutiges Werk mit einer lebendigen Regie und Darstellung. Franz Molnaijs liebenswürdiges Lustspiel — er nennt «s eine Krtmödie — lützl in seinem Aufbau, in den Spieles, . und in der Ungewitzheit um Neigung und Abnes-: gung. nur noch von fern belannte Lustspirlschemm erkennen, die geistreich abgewandelt werden, ltuverkennbar bleibt immer der unterhaltende Plauderer, der witzige dramatisch« Feuilletonift. Hi:r aber kommt der Luderer und^ Heienmeister, du neben vielem anderen das ,,Spiel im Schloh „Eins, zwei, drei" und sogar die Dichtung „Liliogeschaffen hat. bei allem Witz un, still und mens lich. Ilm da» Schicksal zweier Schwestern geht es. Ah; verarmter aristokratischer Familie, haben - sie sich, unter Führung der älteren, «nergischen Marcht. durch Gründung «ine» Modesalon» «in« hübsch« Eristen, geschaffen. Sie unterstützen da» Studitzn, eines begabten und gut erzogenen jungen Mannes, der die jüngere Schwester, Zrene, heiraten |oli. Diese ihre Welt ist heiter, vernünftig, sauber j,e> ordnet, ohne Ueberschwänglichkeit. Bi» der Freund de» künftigen Bräutigam» in da» Leben der Beiden tritt: em etwa» abenteuerlicher junger Mann met vielen Berufen, umweht vom Geruch bdt grotzen Welt »rautzen, unerschrocken und immer mehr seine Vorzüge offenbarend, auch von der gewissen Uederlegen heit gefahrvoll, erworbener Erfahrung. Die jückger, Schooester fliegt aus ihn. während der Bräutigam garnicht bös« öder eifersüchtig auf den Freunh ist; die ältere Schwester widersetzt sich seinem Entfluh und kämpft gegen ihn, bi»- Natürlich, wir. wissen schon: bi» sie erkennen mutz, datz er ihr nicht gleichgültig ist. «urgestattet mitVr — bei «iner Frau — etwa» sonderbaren Eigftischast, alle» errechnen, alle» berechnen und alle« fast geschäftlich „erledigen" zu wollen, stötzt sie hier zum ersten Male auf da» Jrratiouale, auf da» Unberechenbare der Lieb«. E» will sich aller ihrer Energie und ihrer B«s«HI»gewalt mcht Baen: mit ihrem Widerstand bricht ihr« Weltan- «tnmg zusammen. Sie lätzt di« Schwester, mit dein jungen Adenteurer in die grotze unbekannt« M A i Er teilt uns ferner folgend«; mit: „Es leben folgend« Neffen meines Onkel» Zalod Driels au; E^nden, der in Langensalza mit seinem Kameraden Herzseld seine letzte NuheitaNe gefunden Hai: Salli Liwenstein, Emden Zaeob Löwenstein, Celle — ' Hartwig Driel». 2 remen Dr. Adolf Driej». Hamburg Hermann Bo», ll< sen Kr Benrheim Heinrich Bos. M nche» Adolf Driels. Lad-nburg Moritz Driels. Ledenburg Hermann Driels, jSieNin Ich glaube, datz f a m! l t e i I n e h m e r und im che R e f i« n M r Lf ß » Besitze des E. K. II sind.' Welt da drauhen und in da» unbelanüte Hand der Liebe ziehen und fügt sich in den. oopkelte» Verlust. Wa» ist die grotze Liebt? Immer und ewig die Fähigkeit zum grotzen Opfer, -c füllt sie voll neugewonnenen Derftändnisse». Behn ich. ab«» anschaulicher formuliert, spricht es da» Liedepaar au». Er fragt vorsichtig di« Geliebte: „Und wenn sein Geld da ist?" Di« Antwort lautet: „Dach, essen wir ftockene» BroL^ Reue Frage: ,Unjb wenn kein Brot da ist?" Die Antwort: „Dann hungern. Aber mit dir" „Hungern - aber mit dir!" — da» wird also zu einer dr« Fojmeln für di« große Liebe ... In der heiteren Komödienwelt Molnc r» tiommt e» nicht so schlimm, wie es zuweilen m Leben kommt. Auch für di« energische Margit nicht. Jener ander« junge Mann, den sie bisher i mter lützte, der künftige Ingenieur und etwa» phi> istrüfe Student, patzt im Grunde besser zu ihrer ratimaltn Art, und t» steht zu hoffen, datz sich ihre Sym patbic für den Dogebliedenen zur Lieb« steigern wird. So sind wir da, wo der geschickte ui» li-denswürdige Autor un» hin hoben wollte: «inig> Personen de» Lustspiel» haben ihre Standorle gewechselt und sich ein bischen entwickelt, und e» ist ein Lob für diese sein« Geschicklichkeit, drtz c ir die neuen Standorte und die Richtung der neu, i Entwicklung nicht zu früh erraten haben. Ilnzu merken ist noch, datz sich den Typen der Liebespaar«, der «nergischen Margit und ver träume, ische,, aber zu plötzlichen Entschlüssen fähigen Iren«, dem Abenteurer und dem Studenten, noch eine ällere Dame, di« „Erellenz", anschlietzt, die in anmu- und auch keine grötzeren Wirkungen -erreichte. Der Hauptspieler des Stückes, der junge Adenleurer, war Jos,--Ernefto L«w>> eine Tdealerbegadung. die sicher aus die Szentritt und anscheineild m der Komik wie im Ernst völlig ihren Mann stellt. Den zurückbleidenden Freund-gab Walther Herz mit korrekter Zurückhali:ng. Ileberraschend scharmant und überlegen zellaltete Jenny Beruft e i n - 2 ch g f s e r die „ krelle >z", in jedem Punkt« ausgeglichen und vollend cl. Mit wenigen sicheren Strichen zeichnete Sigmm d N un derg den-Ivachmann und Hausbesorger Gina Fr je hinan hie Hausbesorgerin, während sich mit einer unsympä mutzte. Zm - ganzen war die Könne.'in Lilly Kann hiichen Rolle begnügen e; ein« Auiiührung. die tigem Plausch die Ziele der Autors seine Stimm« spricht, «in weiblicher „Rösoiueur". Die lebendige, ... W i ft e n » wurde unterstützt von einjm Überaus mitv rsolgt, in der durchgehenden Hdrmonir ihres Gelingen» auch allen späteren Besu Hern Freude machen wirb. Kam. Leo Rein. Jüdisch« Ehoroereiniqüiig Berlin. An, 13. Sepl. gelangt in der Singakademie da;' Oratorium „Moses" von Mar Eftinger zur - Ilrauiiührung- Slimmdegadie und müsijalische Damen und Herren, die bei dieser Auftührung milwirten wolle.,, werden gedelen, sich bei dem Dtrigrntln Leo Kops. Landhaussir. 41. Tel. H6 26Ä zwischen 10 jl .oder 14—15 zu melden. Die Domenproben beginnen am Montag den 3. 8. km Vorraum der Synagoge Prinzregentenstr. 69 70. DK Jüdisch, Buch.Vereinigung «. VtJBVK teilt un» mit: Al» dritte. Veröffentlichung diese» Jahre» bietet die ZiftV. ihren Mitgliedern ein Werk de» jungen jüd! ftenthal dar, da» freundlichen und ansprechenden Bühnenbild (Heinz Eondell), dessen ungewohnter Reähtuw durch Leihgaben jüdischer Firmen genährt «er. Aich die Darstellung war aufgeschlossen und dein, ,h« ir spiriert (nur di« Sprechtechnn einiger lätzt noch zu wünschen übrig). Di« «nergische Margit wurde von d,r sym pathisch wirkenden Ruth M a n (k i m t n(it Anstand. Herz und gutem rend der munter« Backfjsch de» Kult Ellen Mos«»-, sich in der Rolle Schwester ose»-. Iren« durchaus nicht wohls ühlrn wäh- >i,d.Theaters, »er ji mgeren wollt« SN» U«»D>ch>N» d«r betannt«« K«MP«Mtftrn tost NMeUrmge« nWttit M strast« K«. Stlrftii: 9 l Bit hen Dichter; Ernst F ü r - inker dem Titel „A d r a - h a m" erscheint. Fürste ithal hat es unternommen, die Legenden aus den) Midrasch, der Haggadq, . um die Gestalt de» Erzlebendigen, dramatisch bewegten Roman zusamn enzusassen.' Di« Urgeschichle de» israelitischen Bolle - breitet sich vor uns an», in deren Mittelpunkt las Leben Abrahams steht, wie es un» durch Sag« und Geschichte überliefert ist. »disthen O«««iade sucht für einen ..H «lo« eine Schreibmaschine. K> BfUtrfcUft’ Ctorltttttiburg t, stant« \ - U matt 60JS. '

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