Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 32 (7.8.1936)
- Date
- 1936-08-07
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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3«rt« 2 - Re. 32 DerSMlL «rirar sscsk», tPosersueco u0oi«r«e» p«iEr»ol.vcki w! c.v 1dl,„» tfiiitcnsen auszubauen. Mit einer grohzüjiflen Ceffnung der dünn besiedelten und unerschlosienen, -aber an Rohstoffen reichen und für landwirtschaftliche Arbeit ergiebigen Landstriche würde sich die entsprechende i.'ei Hing de; erforderlichen Kapitals gleichfalls ergel-cn: denn die nach Anlage suchenden )Uu'i:«i!icn pärden dort, wo sie -ich von vo [::i*.i et* Konflikten nicht bedrobl zu fühlen brauchen, eine lobnende Gelegenbeit baden, grbeit;wi!luzen und arbeitssäbigen Menschen au' toeiie 3übt zu vroduklioer Meinung zu verbeifen. «Auch bierauf deutet das polnische Communigue bin > Irin neues poliliiches Moment taucht damit am Horizont auf. das gewiß von jüdischer 3circ gröiite Au'merk'amkeil verdienr und auch gerade dieses Moment. Las durch den schritt Polens angeführt wird, bestätigt. wie stark die Tinge in <rlup lind, und wie kebr und unlöslich die jüdi'chen Note und sorgen mir der «''eig'.ileniwHklung. mit Sen allgemeinen Problemen und ibren Polungen verknüpft lind. Unter d--r tl n g e w i fzb e i t. die das Kennzeichen Di^er läge w. leiden gerade - wir am iiark'ten. Niemand kann - sebnlicher wüw'chen. dag Sie Enticheidungen fallen, die die Welt von dem Alpdruck befreien. Mögen es Ent scheidungen fein, die wirkliche T'öiungen brin gen. Lpfungcn des ebrenoollen Friedens. Volunaen des. Perirauens, welches sich auf Stabilität.-auf sicherl>eil. aus Ordnung und <vere.itf l'eit grünO<*t! Kam. Dr. H.W. Sie Karte ■ unter alten Papieren.. da fällt ■v;x ei'.e \v: ent beSruite Landkarte in die »Y.-f.e. . '».!) teile, e» i-t ein Kriegsandenken: eine M :Nc von :en ,Fronten und den Schauplätzen re; Welt'riegc; . . . üe iil gestiftet vom Kaüer Mi.kelm-Tank, änd auf erneut stück Cftiee — anderwärts rr.:r T.ün P atz dafür befindet «ich «in Su-pe'.:. e-ga'ee:: fero: de: 8. Armee, üe'i'ti'-f". . . . '.Hie fronten sind darauf, nun .V.gÜe-- . Fi--n' rnd. , om - Balkan, bis zum tll-enet-7. . . l: ■alte E - rierungen erwachen, wahrend ich : de -t dst Grenzen und die Fronten a-d dir Lege -nS die Ott« abfuche. Sie mir bet.:n -.! rork.-m-en ... es' ffns eine ganze Menge.. it-:0 nickt nur •::: beta -n:. . . Wißt ihr noch, der Bor :a. .1: unter Hmdendurz nach den großen S'i'inä:en in Ostp:«'.:»»"-.? Mtasa.. . üomfza. . i'ii.-T . . . Knimari-a Clito . . . und npüeh.!!> de grone schlag, Hall der Festung Kowno .. . 1 : die Er.-L-ung' Wilnas ... Einzug in graue. kertä>fe-e Z!ad:e. al'.enfriis mit ein paar halb- -treg: ' -u. cz n e ,e::ui e t. oft ost'üdi'cher Besitzer. ii’ litaupche Bauernbauker. aber -zle and verlauste Cuarti«:: . T ie > er um ölou-ng... Und der sleitungKrieg. .. Ter (finget! «n .stne-i Lee. es i'l der Narod; Lee.j.. Ei 7: --er ser, der d-.e front unterbrach, drüben I:: der Ru"e< Und weiter, waren mir nicht die .»iol'nlmk. swenzjann Nowo-swenzjanp >i v :.';nt und rrerrraul'? Aber der Mar'ch ge.: ••mner weiter, nach Norden, nach L.i ibnr.z na' Landstraßen. rugiichen Land -»traben, 'in denen man mr Lande oernnkt. straszen, die nur geo -'etrt'che O ener find, an die st ratzen Und :::.n bücke, ich nach Weiten liinudrr/ auf Len iK‘t:u i oer Kalte, meine -ch... Es iil auf der >\.:rto nur ein deines stuck oon^ Metz bis V.nLun aber wie weil war der Weg - wirklich, und wie mir Blut gedüngt... Ter furchtbare 'euerfpeiende Fotkrauz um Herdun... Tann sind a'.L-eie Orte La. eie—mir bekannt Vorkommen. Namen, die u:.- e n;t täglich um'chwirrten. und die beute vergeffen find... W:e war e: nnt fcsiigunoM? - Wie kurz doch das freundliche iranzönicke Tori, h teiu wir tn Nube lagen, als wir, recht deti.niert. auder Franp um Berdun berausgezogen wurden? E; gab L.. einmal einen -Bierabend der Kompagnie, le.lftoer'tändlich mit Freibier, der Kom pamefükrer fatz unter uns.. . Enr paar '.Heini- ...un?,;appe ie. .ein paar llel..ngsmar'che djw. sra zierganae. . . fonfl Nube . T:e Bauern trieben abends ihr Brei in die stalle, die im franzöü'ä>.,m Bauernbaus dich! - eben den Bebaumngen der Men'chen nur .. . und d e Mini auien lagen, mir Beri.-ab .zu -neld.n. vor den Haufern in den strafe,, . . . An den . Bauern versuchte ich item Französisch, Je Ä^.in-ten: Ern na l kam, in: Auto, der Kronprinz r». 1;. ur.':: Negimentschef. und warf ^jigarelt.-n unter »re wir ja feinem Empfang gn der E. ru- : '...ege-telil waren. . . „Efetail ic >' '-itr,. . fragte mich die fran-o ibche '•!!'• ü : . neugierig und respettvoll . . . Nach.-e. - .:!> wir Parade oor ilinr. dasganze Neg-.i-n:t. c ste altes vorzüglich, trotzdem der junge Er -::z. r.i-b -.uzgel-irdet. den Parabegriff noch garnicht : chlrg tonnte «er wurde ins zweite »>IikL ge-teckt» . . Ter Fi - .e: wandert auf der Karle wieder nach Liren, nach suTsften. . . Nach einer E-fenbai>n- Ifalirt über den 'N ei", über Teutfchland. für das wir k.. -:pi:e'-., w eder »tzedirgsmäriche in den Kar» patb,- - . E-eoirgsmarsche im .sommer, bei denen », .n vor Müdigkeit im sieben einschlief, wenn wir ein /. eine Minute Halt machten... Ju< 'ei, n ,t L rslerreichern, (Sefechre. Lerwundung und u'azarelt. . . Tann der Winter in den Karpatben, -nit schneeilürmen und eiligen Nächten und -ckvachlpo'tenpelzen .. . Bis es wieder weiter ging — bis der unendliche MarfH wieder begaun. Tie Karte rief ibn mir in die Erinnerung zurück, die Karte, die den ckveg oop. Millionen und Abermillionen bezeichnet, einen Weg, auf dem.Millionen getroffen hinsankea und nicht wieder aufiranden. In unfern Sedanleii und in unfern Träumen marschieren wir ihn noch okt weirer, dielen unendlichen Marfch. Niemand kommt von ihm los, der ihn je marschiert ist, er ifr. ewig'und unendlich. , Kam. L. N. Kamerad - auch „Ter Sportbund erstreb^ die körperliche Ertüchtigung und charakterliche Erziehungseiner Mitglieder zu gesunden, starkes und bewutzten Juden, zu Menschen, die in der Lage sind, sich überall durchzufetzen, wobin auch immer das Schicksal sie bellen mag". Mil diesen Worten leitet der spoNbund des NjF. in einer soeben hergtisgegebenen, beachtenswerten Werbeschrift die Beantwortung der Frage ein: „Was will der spoNbuckd?" —— ■ Es ift dabei nicht tfonj entscheidender Bedeutung. dah der sportbun» sich vornehmlich an diejenigen jüdischen Kreise s wendet, die vermöge ihrer Jugend als sportausübende, als Aktive, in Frage stehen. Es ist ebensosehr die Notwendigkeit beachtenswert, auch den übrigen Krei- "s t n einmal Bedeutung und Inhalt unserer jüdischen, insbesondere ber NjF.»Sportbewegung eindeutig und klar zu Bewuhtsein zu bringen, soweit sie glauben, noch nicht — oder nicht mehr — dem Sport das richtig« Verständnis entgegenbringen p, können. Auch hier gilt der Krendfetz: Erfebreng lehrt! Erfahrung aber . kann ^ie gelehrt, also auch nicht gelernt werden. Erfahrung hat Erleben zur Vorbedingung. Und «;| ift falsch, zu glauben, sportliche Erfahrung sei pbrinsches Erleben und nichts weiter. Hier iil seelisches und geistiges Erleben ein ebenso starker Faktum, denn der Sport in allen seinen tbattungen dient nicht allein der Muskelbildung, sonders — und das in erster unb auch letzter Hinficht t— der Bildung einet nicht weniger erhärteten Ge f in n u n g. Nun sagst du: „tüewitz, ich will das alles gern glauben, aber auf meint Mitwirkung wird es ja wohl kaum ankommen".! Mein Freund, du irrst gewaltig! Deine Mitwirkung ist von nicht zu unterschätzendem Wert. Warum, wielo? Wenn iE eine gute 5iuliurbund-Aufsührung be luchst, gewitz,. dv bisti nicht „Milwirlender" im alrioen sinne, und doch bist du es, indem dv in geistiger Beziehung eirietz Gewinn erzielen wirft Willst du den Werl deines Gewinns als Aktioum leugnen? sicher nicht. Wenn du ein gutes Buch liest, willst du dann leugnen, dah manches Lehrreiche dir zum Vorteil gereicht und --- bewutzt oder unbewutzt — Einnutz auf deine Lebensweise und -Anschauung au.-übt? Tu bist aber deswegen iheder ein „mitwirkender" sä-Liuipiclcp. noch ein „artsübender" 'Schriftsteller, wenngleich du - was «ocks wertvoller ist ein innerlich reicher und!gebildeter Mensch nur auf diese -Weis« werdeb kirnnst. Der Erleben »ts» macht dich zam Meajchea! Wenn du dich dazu a> ,raffst, auf die Plätze oder in die Uedungslrallm unserer sportbun». vereine oder -Gruppe, zu gehen, regelmähig a» den llebungcn leilzunehmer, oder auch nur de» öffentliche» Beraniraltungrn als. Jufchauer beizuwodnen, dann wirst du denselben Vorgang erleben. Tu mustt es aber i erstehen, nur richtig dorthin zu leben, voi.svo etwas Wertvolles zu erwanen ist. Tu sitzest im Theaiel 'mit HundcNen anderen Menfcken zusauim-n u„d doch ist für dich die Bühne der Inhalt d -s Raumes. Wenn du auf de-rn- Sportplatz bist, dann lasse dich durch die übrigen Jufchaucr ebeiso wenig beirren. Der Mntelpuii'l deines Jnteriises sei die spiel- »der Uebungsflä . von den Zuschauern uns Die jungen Menschen * sehr ernsthafte Künste, Ml ä ch!e, also j >u rstumt wir jener Raum, der .,_ wird. bje dir ihre Künste (merke: ,t.,i tiimwin di» unmittelbar dem Leben bienen!) vo fuhren, tun das keinesfalls deswegen, weil du zusiel st und bei guten Leistungen Beifall zollst.! -ie tu, es »m ihrer selbst »ab der Beraniwoktua, silleK, die sie fit die jßstische Gemeinschaft tragen. Eie wollen dir zeigen, liches um die Jugend tige Körper ist, um de» beherrscht, so willfährig g! datz es doch etwas H e r r- und um jugendlich kräf- Körper, der, vom Geist macht werden kann, dah er, ganz abgesehen von schleichenden Krankheiten, Trutz bietet allen eben!» gefährlichen Feinden der Entfaltung körperlicher ubd geistiger Fähigkeiten, nämlich der Bertümme usg und Verzagtheit, die unter den obwaltenden wirtschaftlichen Verhältnissen her Judenheit mir allzu leicht ihre Cpfer suchen. West unsere jüdischen [Sporttameraben wissen, dah des Menschen Aug - sich erfreut v~ der Harmonie edlen Körpenvuck sey an der Geschmeidigleit und EraNheit turnerische: und athletischer Uebungen, und dah des Menschen l m re Cent traft angeregt wird durch di - Geschwindigkeit sportlicher Kampfphasen, darum' lat auch unser Sport die Einrichtung der Zuschau> rrüume geschaffen und nicht nur das,' sondern auck allen Kreisen die Möglichkeit eröf net, ohne Wetttampsverpflichtung an den U biungsstunden (Gym. nastik, Turnen, Tenni<, - schwimmen usw.) teil- "zunehmen, wozu sich nüMand „zu alt" oder „zu jung" zu sein einreden sollte! Du begeistert dich f ir, lehrreiche Dinge natur gemäh mehr, wenn d t die Ereignisse persönlich näher gebracht, d. h. vermittelt werden/ wenn du Auftührungen siedl und hörst. Bücher liest und den Sport — eile >stl Zisschauet wird stets ' den -nü das, was ihm gez: n! Ein aufmerksamer Wunsch sich regen fühl fällt, nachzumach Zum Miterlebi! der jüdisck e Er will dich durch und letzten Endes zu». Du wendest hiergegü Laien zwecklos — du sportlichen Veranstaltung, die technischen Begriffe jedoch auch hier nicht ai du nicht weiht, soll vüferleben zum Nachahmen - M i t m a ch e n anregen.' n I ein, dah es für den mieinft: wertlos — sei, „er beizuwohnen, weil ihm fr^md sind. Es oerlzält sich s wie überall: Das, was »ir r de - dnrch die werden! Versuche nur Wissen und Können lel 'ein. Und beachte: Für Uebungen, die. du die Ausübenden! Du siehst und hörst zerten ja auch so vieles das Allgemeine vielt in den meisten Fällen oder, kanntest. Neue und 'neue Lehren sind Intelligenz der Aufnet! Eportdund die ErfahiU! da« DertrautMerdeu n lädt dich darom ispott ein! Tut »ermittelt jaiz ZweimalJiidijche Gefchichfe Ter 59. Band der S tbjo d e n tSüdjerei hat ein wesentliches Werk von Heinrich Graetz der Mit- ,welt wieder zugänglich gemacht: seine Echnft „Tie Konstruktion der jüdischen Geich ichre". die 1343 in vier Fortsetzungen der „Zeitichrirl für die religihfen Interessen des Judentums" erfchienen ist. Es ist diese Konstruktion der jüdischen' Geschichte hie Konstruktion zu der bekannten „Geschichte der i Juden" dieses Verfassers. Wie Tr. Ludwig Äeuchtwanger in seinem wichtigen Nachwort idachweist, handelt «4 sich um mehr als um eine ptilologische Ausgrabung: Es ist eine „geniale skizzt". deren Ausführung in dem grohen-.Eeschichtswerk! nicht immer von gleicher Schlagkraft und geschichtsphüo'ophifcher Tiefe ist. Ter Breslauer Hegel-Echüler Christian Julius Branih hatte Graetz die Erkenntnis seines Meisters vermittelt, dah geschichtlich« Verstehen'ohne Sinngebung der geschichtlich»» Borgänge unmöglich wäre: dies' Wissen kreuzte! sich mit den Einflüssen des Neubegründer; der jütischen Orthodorie, Eamson Naphael Hirsch, dtr Graetz zum getetzestreuen Standpunkt zurückgeführt hatte. Dazu kam der Eindruck, den Nankäs „Geschichte der Päpste" auf den jungen - Graeh gemacht hatte, der wiederum mit den Ergebnissen der jungen Wissenschaft des Judentums, mii Z u n j und Jost, g# meinsam auf Heinrich Gräetz wirkte. Es ist höchst reizvoll zu beobachten, wie Überall die schichten dieser geistigen Erlebnisse sich in der „Kon- - ftruktion der jüdischen Geschichte" abgesetzl haben, doch in dem frühen Werks schon erkennbar ist, dah der bieunundzwanzigjährige jedes Ekletizismus bar jit und Fremdes jüdisch umschmjlzt! Mit der Frage: „W t s ist Judentum?" setzt die Elizze ein. Bei seinem Emtritt in die Geschichte negiere es das Heidentum, trete gleichsam als „Protestantismus" auf. Man könne es keinem sublimierungsprozeh unteckoerfen und aus der Füll« seines Inhalts moderne Gedanken ableiten, dann besähe man nämlich webe» di« Lehr» der schrist in'ihren unzweideutigen Bstchstaben noch die in dreitausendjähriger Geschichte erfolgte Ausprägung jüdischen Menschentums. Dsts Judentum wäre keine Religion der Gegenwart,, sondern ein« der Zukunft. Heidentum und Judentum durchliefen parallele Entwicklungsstadiei, das Christentum beige und versöhnte, ohne aus den Büchern der könnte, sinnvoll w Böller, <uch seine D rxligiös-metaphyfische weiter aus. Näherten sich einander, bis > Daseinswesen vermittelte ,ah das Judentum deshalb Lebenden gestrichen werden : > Israel» Weg unter die asoorageschicht« bildet« seine mp sozial-Iegalioe Eigenart dur,^ Graetz erst hat dische" aller Zeilen utfr würdig" gematzt und Würdigkeiten" gehoben Juden" erfüllt er seist! Heute noch lesbar ist lich haltbar gewesen, D u b n o w ablöste, der Geschichte anderer lernt«, sondern die jüd sammenhänge der Wel!, suchte. MI AIIRFD >U/K€niF IN ALLEN FOHRENDEN WASCHE-GE wW /IwllBiu WBSCHCFABRIK ROSA KLAUBER / I zu verstehen, bai t sich dann von selber dich kommen allein die siehst, in Betracht, nicht in i Theater und bei Konvon dem du vorher nur ch t, das Besondere aber bestimmt nicht wuhtest l^inbrüde, neue Erfahrungen itimer Appellanten an die mfnben. Du wirst auch im machen, dah »it Inhalt »ad Wesen das herrlich« Gefühl ii dir erwecken wird, deinen Gesichtskreis auf dem t ieöiete der Lebensnotwendigem Verfahren das „Jü- Länder wieder „geschichtsiu« dem Bereich der „Merken seiner „Geschichte der e j Konstruttion mit Leben. ie| auch wissenschaftlich ziems.sie das Geschichtswerk von s/nicht nur wie Graetz von Volker die Betrachtungsweise isjche Geschichte in die Zugsschichte hineinzustellen ver- 4 War die jüdische Gsschichtsschreibung von Graetz ein Ergebnis der Ema!zipationszeil, Dubnow eines »... o.„:- _ th bas fjejne „D i e t e", mit der Emil Bernhard Cohn eine neu! Bücherreihe der Jüdischen Buchvereinigung erösftet, zwar von des Berfassers Zionismus und Qrthidori« getragen, aber dies« beiden „Richtungen" düs Judentums geben nur die feste Grundlage ab, , on der aus d« Nabdiners und Schriftstellers gl ihendes gesamtjüdisches Bekenntnis künstlerisch sck weisen und volkstümlich gestalten kann. Man weih nicht, was man mehr bewundern soll, dar Kimststück, auf genau hundert Leiten an die viert« usxnd Jahre jüdischer Geschichte so zu bewättig-n, dah noch die allgemeine Weltgeschichte mit eil gezeichnet wird, oder aber den hinreihenden Etil, der gar nicht „gehoben" ist, sondern leger erzählt und die Paratheit eines reichen Wissens künde!. ijebersichtlich und e nprägsam ist das Ganze in 25 Kapitel gegliedert, i» deren Mittelpuntt nicht Geschichtsabschnitle sie! enl, sondern Persönlichkeiton oder Kulturtreise. Je >es Kapitel ift voll prallen Lebens und bunter T itsachenfülle, das die Kontinuität jüdischer Geistegeschichte zusammenhält. Ick grohen Linien wird Ine Ostbewegung des Hetlekeiten um einen beträchtlichen und wertvollen 1 erweitert und im guten > Sinne bereichert z, | l!»le« >I»t ti für btj £port Niemand verlangt von dir, dah du im Tage-Jaigon" sprichst, oder mit „ringgerck Falhausdrücken jonglierst. Wenn du da-- Emp aufbringen kannst dich an den spoitlichrn gungen, Schönheiten und an ihren lebe iKso^ Werten zu erbauen, dann ist damit terj Schritt zum „Fachverständnis" getan Er ist lich nicht schwer und obendrein wird -r jj[| erleichtert durch vorbildliche Haltung Anleitung und praliische Darstellung Tinbl immer d i e besten Lehrmeister geoc'en/ Liebe' zur Arbeit hat, dem fällt das Berstq für die Sache noch einmal so Isicht. Der Spott und damit auch un er jüdifchei i ist nickst das billige Mitte) zum Zweck: ber] sckzauer-Unterhallung, er ift unt - bleibt ein Gediet der edelste» K»ll»rschörf»,,^ deren Inhalt das Kampfmnmenl ist. kämpferisch« Note des Spotts ist Aufdruck Selbstbehauptung und des Leb mswilleas. kann nur derjenige haben, der er oersteht,! Lebenskraft — im seelischen und phyfüchen J — zu stählen, zu erhärten.! Ein starker Körper zeugt von Gesunbbeil. I körperlich gesunder Mensch wirld immer gel Sinne und folglich eine ebenso klare haben. Das ist es, was wir d u r d) g t i (t i g te perkraft nennen, durch die wir zu c.nem lich gefestigten, charakterlich vollendetejüd Gemeinsämstsleden zu kommen hojfen. glrii wohin auch immer das Schicksal uns llel-en Kam. Lutz-Joachim schu fötLSIHHgai&illiGfc Pole» fordert Kolonien als Dorausse^ für die Lösung der Iudensrage. >JIA.) Warsiha», 2. August. In einem tichen Eommunique wird belanntgegeben. d^fl polnische Regierung beim Völkerbund die rung nach Zuteilung oott Kolonien in su)ck und Südamerika ('?) mit der Begründung «rf werde, dah die Iudensrage in Polen nur werden kann, wenn Polen Kolonien bekommst sei die Pfiicht des Bölterbunde-, sich möglichst! mit dem dringenden Judenproblem zu befj Polen sehe sich infolge seiner Ueberoöikerung » dingt genötigt, jetzt den Anspruch aus Kolß anzumelden. Die weiten, fast unbewohnten lorien Südafrikas und Südamerila; feien für! polnisch« Einwanderung und Kolonijmion am I geeignet. Das Communiquä fügt hinzu, datz der mit großen Kapitalien und niedrigem fuh — gemeint ist England und Frankreick - für die Durchführung des Planes erforbn Kapital unter Lölterdundsgarantie zur 'Per'äü stellen sollten. Obrrstaatscknwalt von England Icitj Verfahren gegen Blutbefchuldiaunq (ITA.) London, 2. August. Der Gcncralstil anwalt von England, 2>r Donald Somervell. I angelundigt, daß er ein Verfahren gegen I Zeitschrift „The Fascist", das Organ d.r Bo Union of Fafcists, wegen eines in der Nunl vom 4. Juli erschieuEnen -Artikels einleii-» in dem gegen die Juden die Beschuldigung Gebrauchs von Menfihenblut zu rituellen Zu erhoben wird. Hicem dehnt ihre Arbeit auf Peru <JTA.) Re» Port, 3. August. Die-Hias . Emigration Association (Hicem) gibt bekannt,! mit Rücksicht auf di« Möglichkeit einer oeistuil jüdischen Einwanderung nach Peru in nächster) die Arbeit des Verband« auf dieses Land t gedehnt wird. Das Einwandererhilfstomiieel Peru wurde reorganisiert, und steht ge :«n| mit den dortigen jüdischen Organisalioucn Einwanderern — es kommen jetzt monatlich el 30 Einwanderer an — bei. In Peru leben lj Juden, die hauptsächlich in Lima und- Coloa zentriert find. Jüdisch« höhere Schule wird in Berlin gegründet. Wie die Schulverwaltung der Jüdischen meinde zu Berlin bekannt gibt, haben Voista und Repräsentantenversammlung der lüenrit grundsätzlich beschlossen, in Berlin «ine judis höhere Schule, voraussichtlich in der Att cm Reform^Realgymnafiums zu errichten. Die trv derlichen Schritte bei der Staatsaufsichtsbelwl wurden in di« Wege geleitet. IttilllttllllUlllllinillllHItUllIHllUllllllllllHllllUJIlIHHttHtttlltlllIHlUHHIHiiul* 'UW nismus kenntlich und die Westbewegung des Zl>! und die daraus resultierenden Schicksale des Jud tums. Es gibt nicht nur die selbstoerständlicke sammenschau Gabirol, Halevi, Majmonides, oi mehr wird von Maimonides auch eine Brücke i schlagen zu dem Hohenftaufenkaiser Friedrich I wodurch das Weltbild dieser jüdischen Gclchck einen tieferen Hintergrund erhält. Geistige Pc tionen wie Maimonides, Spinoza, Mendelsso werden durch „filmische" Ueberblendungen deulb Und wie früher zwischen den Völkern steht das dentum heute inmitten der Auseinandersetzung. schen den beiden ertremen polttischen Wellansch ungen unser« Zeitalters. Bändchen über Moses, den Chassidismus, Kabbala, di« Juden unter den Völkern und „» steht im Talmud?" sollen dies« Reih« »düch der Klärung und des Wissens" fortsehen. Dr. L. W. LLÄILÜ HLAVBER-WKSCHI