Mannheim
Compact Memory

Der Schild · 1936-07-31 · 31 (31.7.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
31 (31.7.1936)
Date
1936-07-31
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/4911661-5448578-5449619--295-4915957
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

' '' ' ' ’- e*tt* r — «». 31 HER SttScdUÜ jjuSQEBE»; REICH8BUN0 JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V ri.! >11 ritterlichem Kampf und soll für Rittersichkeit in aller jüdischen Auseinandersetzung, allem jüdischen. Zusammenwirken rrchtunggebend seiü. j Wenn wir die unserer Bewegung: imma nenten geistigen und sittlichen Kräfte für die Ehre, die lEriltenr des deutsche,? Judentums mobilisieren, wenn wir unsere Ideen und unsere Männer für die Bewältigung der ungeheuren Aufgaben rinsetze», die das Schicksal unserer Gemeinschaft gestellt hat. wenn, wir uns in deit Gemeinden m den jüdischen Körperschaften und Gremien mit allem Idealismus für die Gesamtarbeit zur Verfügung' stellen, soglauben wir, unserer jüdischen Gemeinschaft einen außerordentlichen Dienst erweisen. Wenn auf der Fahne unserer BeweOing in groben Lettern der GemeinHhaßtsg«- Planung dank« steht, so dSrfn »nd müssen wir erwarten,' dab auch alle anderen Gruppen diese Idee über alles stell«! ustd ihr Gefolgschaft Listen. Wir wünschen dab der Reichhbund jüdischer Frontsoldaten alss ein geschätzter Mitarbeiter Willkomms n steheißen wird, nicht aber, daß man sich gegi n ihn sperrt und sträubt. Wir wollen die Eigennrt unsere; Bundes, als eines Frontfoldatenbi ndes. gewürdigt, wir wollen den jüdischen Frontkämpfer in seiner Gemeinschaft so respek lertl sehen, wie dies in anderen Gemeinschaft«» ihren Frontsoldaten gegenüber der Fall i t.! Unser Bekenntnis z ir Gemeinschaft, unsere Bereitschaft zum Einsatz haben auf der RjF - Tagung vom 27. Iu i 1936 ihre erneute Bestätigung gefunden. Das ist das für die jüdische Deffentlichkeit w«fnll)chst« und ... achtenswerte Fazit des Tagung, be- und Pestalt mg Ein Bericht über das Jitdncht Answandererlehrgüt § rotz-Breesen s Zitdische Nun liegt da; 1. Rundschreiben des A ul^ wandere rlehrgukr Groß-Breeseü vor uns. - Vergleicht man diese Briefe mit dem Erzkbungsplan der ursprünglichen jüdischen Äuswandemrschul«, so iil man — wenn man die grasten anfänglichen Schwierigkeiten berücksichtigt — erstaunt, wie stark jener ur'prünglich« theoretische Plan nun eiste Einheit mir der wirklichen Gestaltung bildet.! Der eigentliche Aufbau Groß Breesens wir» in der nächsten Zeit gegenüber dem Ausbau, d. h. der eigentlichen inneren 2 u s g e ft a I t u-n g zurijcktrelen. Es kann somit eine kurze Berichterstattung nicht mehr genügen, sondern es must gieichzeilig hin Teil jener Problemalil aufgezeigl werden, die auch aus dem uns vorliegenden ersten Rundschreiben jhrraus- Ilingt. Tenn das ist gerade das Wesentlich«,an vielem Bericht, datz er nicht zur Bcröftentlichung eigens . oerfastl wurde, sondern eine Auswahl von Briefen darftelll, von und an Memchen geschrieben, die durch dieses neue Werk miteinander verbunden sind. ' •' Groß-Bree'en wird im wesentlichen allein durch di« Persönlirdkeir von Prof. Tr. Eurt Bondn. ,seinem Leiter. bestimmt, Testen erlebten wir eine ' "io glückliche Verbindung pri-chen AulokiLt und Kameradschatt. Er »st der eigentliche Gestalter Groh-Breesens, „ ., . Rach fast einem halben Jahr dir Bor- ,Verhandlungen und Borbereitungen ist Anfang Ein Pratztil an haben schon heute ein st rrkef Zugehörigleitsgesühl zu Grotz-Breesen, und i heiW die Arbeit als notwendig und sinnvoll an. £id nehmen regen Anteil an allem, was in Grast-' Ireelen oorgeltt, das zeigt sich deutlich bei den sei c interessanten End lehrreichen Arbeitsdesprechun zen.j die der Leiter de» * Landwirtschaft, Herr S hei«, regelmäßig abhäl« und bei denen von den , langen mit viel Berständs nis gefragt wird..." ' Dieser Bries ist 7 Wi chei^ alt. In dieser Zeit ist aus manchem „wird" ein „ist" geworden, insst besondere, -was die rein l< chnr chen Tinge anbelangtl To sind Tuichen mit Basch inlage fertig gebaut;! di« Tischlerei hat mit I :r llrdeit begonnen; die moderne Wäscherei ist st on in Betrieb; die Fa-! milien des Tberinipektorurd des Ti'chlermeisters! sind in ihren Wohnung! t. Wer m einigen Ab standen Groß-Breestn bei chei tonn!«, ler sah nicht nur den sterigen äußerenlluf >au, sondern auch eine bestimmte Atmosphäre erlstelen, von Leitern und! Tchülrrn gemeinsam gest >aff m, die Grost-Breelen heute schon von anderen A lsbildungsstälten stark unterscheide:. ^;un m uuu cmcm jvuluiwuumv nn***»* und in die Tat umgeietzt worden. Ti« I,Reick Vertretung der Juden in Deutschland", der „Ei lral-Berein" und der „ReichSbund Iudilck die Ärbestreinstellung der Züngln ünd Madel, über . “ ' ' dej Ärdeitsousschuh, sind wir zu grostem Ttnl oer pflichtet. . ( I Tie'en einleitenden Worren Pro-, BonSyfolg! ein Brief, der eine Schilderung Groß Breesens euthält: i . Grost-Breeien liegt in einer hügeiigtn. pariartigen Landschaft mit weilen Feldern, iunwn Wie len und dichte» Waidern, an den Ausläufern de- Katzengebirges. " Wenn man in dar 835 Morgen große Gut -fahrt, kommt man erst in einen grasten Wijli'ckurtt; Hof, um den die Stallungen. Tcheunen u,d I--st Wohnungen liegen. Tahimer ein Tor, las Zunder grostpngelegten Auffahrt des Tchloöes 'ubrt. Das Gutsbaus wird allgemein ,, Tchiostgenajinl und übt auch nach feiner ganzen Anlage darauf Anspruch- -'In ihm liegen: die 2-3 Tpe-.'elal-g 2 Un-! irrichtSraume und ein „snllcs Zimmer", das!-uglcick, , : iiblwlhek und Kullraum lein wird, Büro und ein l städchenschlattaum. Bor dem ersten Tre:'e>»al. eine < roste Glasveranda, von der eine Treppe dir«: in ccn Park führt. Hier wird morgens und rt|il> dem Mittageisen der Appell abgelurlien. In dein ange-!sauten Zwi'chenstock werden 2 weitere Sckilailale ur Praktikantinnen einger, btet. In, erstell Tt'ck tzUen nur Jungen; unr«rgeb:art>t werden, und zwar in 5 großen Talen -ni! -e -l ins 12 Bcnenj; in je dem Zimmer ist ein Arb.-itst 'ch und ein:. Anzahl eilerner Tchianket In d:c'--m Ttockwerl litgt auch , »as Zimmer von Bon'n, e n Eckzim ner mit 3 großen Fenstern, kic auf den Park gehen. Es ist gleichzeing sem T-.enst- und Täila-zimmer und wirp austerdem zu Besprechungen und Arbeilsgemeifischaften benutzt. I>n .üel!e:g?chsst -ittV Küche und Wirtschaftsraume, eine Tusch- und Walch» a n l a g e »t rm Bau. In einem weiteren zweistöckigen Gebäude nahebei sollen die Tischler» w e ickstä l t e, die Garage, die Wohnung dies Lbermtpektors und des Tischlermeisters und d« W ä-- scherei liegen: später werden dort viellejchl noch etwa 15 Praflilanten untergebracht.! Ganz besonders schön ist der große Park mit aiten, hoben Baumgruppen und drei kleinen Teichen. von denen einer später entschlammt und als Tchwimmbad benutzt werden, soll. Der Pvrk geht allmählich in Wald, Wiesen und Felder über. Das - ganze Gebiet ist so ausgedehnt und liegt so günstig, daß die Jungen sehr viel Bewegungsfreiheit haben, ohne mit fremden Leuten in Berührung zu kommen. ' t Der Tagerplan sieht in kurzen Zügen erwa so aus: Um 5 -Uhr wird aufgestanden und ge- _ , duscht, nach dem Frühstück Betten machen' und um W 6 Uhr ein straffer Appell, wo . die Leute den ver- schieden«» Arbeitsgruppen zugeterlt werdest iLandm winfchaft, Handwerker, Garten, Küche, Hastsj. Bon W &.00-^£.30 ist 2. Frühstück, dann wird Weiler bis Z zur MÄlagspaus« um 11 Uhr .gearbeitet, nach- M mittags von 1 Uhr mit einer hälbstündigei Kaffee- paus« Bis 6 Uhr. Abendessen gibt es um|>;7, dag . mach bis 9 bzw. 10 Uhr Freizeit, Unterricht, Ar- M beitsgemeinschasten oder Gruppenabend«. g UtLterricht gibt es noch nicht viel, auch di« Z Freizeit ist knapp, weil die praktisch« Arbeit in der ersten Zeit »er Einrichtung durchaus im Bordergrund stehtr Die Jungen arbeiten sehr schwer. Ti« To schreibt ein Praktilanl, der Jahre zu - _ . vor in cerschiedenen jü nsch n landwirtschaftliche Mai dl zadres das Jüdische . Auswandisrer^hr. Äusbilbungsstatten tätig wü:. an einen Freund gut -roffner worden g.er ur'prungc-ch °°ch Men- „ls L,ndwirt Srunl n i, Tuddeutschland be -chen de- „Ring , und -»udi.cher ^tugfnd. einen, Bauern acbeibel, in i inem Brief über di« äußerte Plan »I von einem Kuratorium strwerlen ---- --------- Ti« stReichs- Een «der .Frontsoldaten" haben uns bei der BerwitlUchung geholfen. Ihnen allen, gor allem aber; umerem schreibt ihre Haltung bei der Ar eil ^ind ihr Leben in Gemeinsihaft: . Um. so mehr abch freuen wir uns jetzt, daß wir mir unierr t Zweifeln nicht recht behalten haben. Gewiß, w r tonnen noch lange nicht ein endgültiges Urteil a gebjn. Aber der Anfang ist gut, besser, als wir <; ugs je erwaNel bätlen. Wir sind lebr froh dar lber: Und dieser Anfang gibt üns die Hoffnung, d rß sich daraus auch iveitepbin etwas Gutes entwick ln wird. Ta ist zunächst di« E nftellung der Men» 'chen zur Arbeit. Lu .weißt aus Deiner eigenen Erfahrung, wie es nicht nur darauf ankommt, Fertigkeiten zu lernen, > >nbarn daß man ein« innere Beziehung und Ber undenheit zur Arbeit, zum Beru-e bekommen Muß, > hn« die wir nie zu Bauenwerden können. Bei all n landwirtschaftlichen Ums-hichlungs- und Ausbi buNgsstellen ist dies die Tchwierigkeit: Menschen lusdben Ttädten sind beisammen, die zwar lerne > raollen, denen aber die innere Beziehung zu ihr:t Arbeit noch ganz fehlt. Tie lind zwar 3 bis 10 stunden im Tag damit beschäftigt, aber dann meii en Ire, damit genug getan zu haben. Doch das W chtigste fehlt noch: Interesse und wirkliche Freud« Wenn der Uhrzeiger aus' Feierabend rückt, sind si! srph, Tchlüß machen zü können (am - liebsten sä on! 10 Minuten früher), und die Landwirtschaft i t dtmit abgetan... ... Da kam die Her -rnw, sie war ungewöhnlich groß, und wir hatte i wochenlang viel und anstrengende Arbeit. Run n ußle jeder einzelne von sich aus alles hergeben, uni d«tmit fertig zu werdest. Mit einem Tchlage Snd irte! sich das Bild. Jeder wußte, um was es gin«. Das Interesse war dg. Und jeder merkte, dah > r noch unser Heu, u nss e r e Ernte war, um d e wir uns mühten. Wenn Herr Tcheier sagte, das Feld muß noch fertig wer-' den, so erhob sich kein Misttren über «inen späten Feierabend. Es ging nie t nfehr nur wach dem Uhrzeiger. Jeder fühlte, >aßl der Feierabend noch einmal s« schön war, w nn er wußte, das Heu ijt geborgen. Ja, so pierkw rbi| es klingt, man mußte oufpalsen, nicht, daß j! rstenig gearbeitet wurde, sondern daß nicht manch:r zu viel tat und sich dabei übernahm. s; Dies« Einstellung der Menschen hier zur Arbeit halte ich für etwas en; scheidend Wichtiges. Denn so und nur so können t >tr »offen, daß die jungm Leute hier lernen werd, n, ln ihrem Berufe Tüchtiges und Gutes zu leis en.! Und das ist schließlich doch von der allergrößt n Bedeutung. Denn allsts andere von unseren Plc nml und Gedanken für dje Zukunft würde bloßes Sertd« bleiben, wenn nicht dahinter Menschen stehen, di« wirNich fähig sind, in der Arbeit »nd im Beruf sich gegenüber allen Schwierigkeiten durchzusetzen. Ein« «ach« fällt hier noch auf, nur scheinbar ein« Aeußerlichkeit: di« Ordnung, in der sich das Leben hier abspielt und die Ha ltu» g. di« di« Menschen emnehmen. Man hat sich hier sehr rasch gewöhnt, Pünktlichkeit und Disziplin für eine Selbstverständlichkeit M halten. Man kauen sich beim Essen nicht einfach , über den Tisch, sondern auch memt man noch so müde ist, nimmt man sich zusammen, um gerade zu sitzen. llederh»»pt lerne» di« Mensche« hier, sich selbst i» der «e»»It;» Hede», — und das. ijt für später von großer Bedeuiung...." .» .. . Ich habe die Jungen in. Groß Br»tsey ^«rbeittu seht». Rur wenige Stunpenn konnte fch .imm.rr dort sein. Aber mit vielen tz>on idiesen-Jungest >»or ich in manchen Jahren aich großen -Fahrten und Lagern gewesestt. An diesen Kameraden, sah ich, was Groß-Breesen ist. Si« «rzühlten wenig uno doch fühlte ich, daß hier etwas sie zu formen begann, von dem später noch zu sprechest sein wird. Roch sind ja erst wenige Wochen vergangen. Roch arbeiten fast alle in der Lctnvwirtschasl. Eine . Ernte s«hließt Vity an die andere. Das' Heu ist gemäht, die Gerste gedroschen und gesackt.' Rur wenige sind zu entbehren: der jung« Mal«, der Installateurgeselle, der EI«kliolechnik«AehiIfe , und in der Tischlerei singen die Sägen in den Tag. — To gehen die Arbeiten draußen ihren't von der Ratur oorgeschriebenen Gang, wählend, im Hause noch die Handwerk« schäfte» und im Büro immer noch neu« 'Anmeldungen zu bearbeiten t sind. ' — Der Stalldienst beginnt schon srüh um 4A1hr, und eine Woche lang ist von denen, die ihn zst versehen haben, in harter Arbeit für 65 Kälber, Kühe und Lchsen zu sorgen. Geistige Schulung Bald wird di« Tischlerei fertig zur Lehrwerkstatt ausgebaut sein, und in der Lehrschlosserei wird im Herbst begonnen. Dann werden auch die geistigen Dinge noch starker in den Boedergrund treten, die Erlernung von Sprachen, jüdische Arbeit u. a. m., während eine -planmäßige Pflege der Leibesübungen in Ergänzung und z»m Ausgleich d« Arbeit die körperliche Schulung übernimmt. Aber schon jetzt versucht man, wenn auch die Einbringung der Ernten, wie in jedem landwirtschaftlichem Betrieb, im Vordergrund stehrn, ihnen größeren Raum zu geben. — So heißt es in einem Brief zu der Frage der jüdischen Arbeft: .. . . Das jüdische Lernen, has doch eine Dorau«. iciiung aller lüdiichrr «r,iehu»g fein mutz, linnen wir zent dei aller sich drängenden Arbeit nicht so «utch. «ubren, wie wir es gern wollen. Ader die Offenheit »nd Aufgeschioflenheit, die die Menschen für indische Dinge mitdringen, ist gritzer und starler, als wir erwanet halten. . . . . . . Wir haben di» je»t noch keinen geregelten Soiletdienst am Ladbar adgehairen. Nicht nur wegen der räumlichen und zeiuichen Lchwierigteite», sondern well wir nichts üdrrfiürzen wollen.!. . . . . . Doch di« Freiragadende, die wir abwechselnd »on den Äruppen au« gestalten, deginnen schon, mehr Form anzunehmea und zu einem wesentlichen Deslandteil unseres Leben» >n werden, ch» entwickell sich allmählich aus ün« selbst heraus. Sc hat gerade eine Gruppe, deren Zungen zum Teil dem Jüdischen und Religiösen rech« fern standen, am letzten Freltagaden» eine kleine Feier dem Nstddusch porau»aeh«n lassen. Daraus wir» noch mehr w«den. Oder wir haben am letzten Sadtzat den Wochenadschnit« gelesen und kurz darüber gesprochea. Sc werde» wir zu einer jüdischen Lebensform finden, di« »ns entspricht.' Und dies ist besser, als wenn wir irgendeine Form übernommen hätten, di« un» tot und starr geblieben wäre. Wir find Suchende. Wir haben kein« fertige Lösung. Ader wir müssen einen Weg finden, unseren Weg finden, und er wird jüdisch sein. Jüdisch nicht i» einem politischen, Parteimätzig gefärbten Sinne, nicht nach einer verdrauchten Schablone, sonder» jüdisch ln einem ganz felbswerstandlichen, natürlichen sinn: al» Menschen, die um ihre Verbundenheit mit jüdischer Gemeinschaft und jüdischem Schiiksal wissen, wollen wir au» persdnücher Deraniworrung derau» jüdiscden Geist und südischen Glauben neu gestalten und lebendig in die Zutuns« Iragen.' Biel« sind mit den jüdischen Dingen verbunden«, als es ursprünglich schien, denn fast die meisten von ihnen sind Jungen und Mädel aus dem „Ring"; viel« Mitglied« des Sportbunds. Und jo istes selbstverständlich, daß immer wieder einige junge Menschen nach Eroß-Breesen «i»g«. laden werden, von denen man weiß, daß sie sich einfügen, und daß sie für di« Verbindung niit denen draußen im Reich wesentlich sind. Soschreibt ein junger Medizinstudent: .Um es gleich »otwegzunehmen: ich bade mich nicht ein«» Augenblick lang al« Gast gefühlt. Weißt Du noch, al» ich gekommen war, daiie ich nur kurze Zeit bei Dir gesessen, und dann schicktest Du mich gleich mit den anderen zur Arbeit. Und da hatte es mich schon, das Gefühl der unbedingten Zugehörigkeit, des Nichtsremdseins.» Aber noch übenoiegen bei den ca. 55 Schülern die Jungen, fehlen die Mädel als wesentlichstes Element für den augenblicklichen Ausbau und: die spätere Zukunft Groß-Breesens. So sollen I in Groß-Breesen Jungen und Mädel in gleich«!« Erstehung und in gleicher Arbeit aufwachsen, di« später einmal gemeinsam drüben eine Siedlung aufbauen wollen. Gewiß eignen sich nicht alle Mädel für den Berus der Bäuerin, und nicht jede von ihnen wird eine tüchtige Siedlerfraü »erden können; ober wer dies erkennt und nach einem Jahr dann wieder Groß-Breesen verläßt, auch für den 'ist dieses Jahr nicht verloren, sondern «in« gut« Erweiterung und Borbereilung für jeden späteren Beruf, denn di« Ausbildung «. streckt sich auf: Hauswirtschaft (Küche, Wäsche, Plätten, Nähen, Brotbacken, Einmachen); Gärt- I Versuchen s )er-Fotowettbewerb des „Schild“ unserer lunfien Generation “ I Jüdisdie Jugend in Sport und Beruf j I Einsendungen im geschlossenen Umschlag mit der Kennzeichnung H „Betr. Foto Wettbewerb" an die Sdhri/tleitung des „Schild" Z Berlin W 15, Kurf&rstendamm 200 1 Auf vielfachen Wurjsch haben wir uns mit Rücksicht auf die zahlreichen noch aus- 1 stehenden Sport Teignisse entschlossen, die Einsendungsfrtst W bis ztun 15. September 1 . zu verlängern 8 tpeh Sie, einen der zahlreichen Preise zn erringen, ’f ■Muaawuuiii^^ .. Gefallen auf Dem feit i Det fotfumng.. In diesen Blättern, in denen gan, bewußt Heroischen «ine ganz große Stellung eingen wird.! in denen jetzt «in« Aufsatzreihe „H«-, Gestalten jüdischen Stammes" zu jaulen brg darf! auf das folgende Ereignis auh^Faiii macht werden. Denn, nicht wahr, «m Blatt schrieben von Frontsoldaten, hat von a I Kensttnis zu nehmen, was mit Heldiichem ich; hin zu tun hat. Zumal es sich hier uimw handelt, deren Talen der gejamlen Men'chdch Segen gereicht' haben. Es «upd« in diesem Sommer in Hamburg Gedenkstein «richtet für die Röntgen. , Radiumopfer. Das heißt für die Ri und . Frauen, fei es der Wissenschaft oder Technik, di« ohne Furcht vor irgendwölihen cd gunaen an der Fortentwicklung un» -.dustiui diese: für den kranken Menschen s» I scgensv Entdickung gearbeitet, und di« dabei eldsi oft qualvollen und leidensreichen Tod geh haben. Prof. Hans Meyer. Bremens öl der stige Urheber des Denkmäler, das in würl Weife dies« Opsertat dem Gedächtnis - der i well «halten soll. Das Denkmal enthält Namen, Männer und Frauen aus der xa Welt, aus den verschiedensten Lände:» und kern, der Erde, die die Wegbereilet wäre,, ldi« jetzt möglich« gefahrlos« Ana^endung Strahlen. Für uns hat dieser Ststn ncch' sondtts Interesse, da er auch Namen von trägt, die, soweit feststellbar, hier auigeiübtt sollen: M. Levy-Dorn, Berlin. G. B Zürich. H. Simon, Genf, I. Friead, G. Holzknecht, Wien, M. Nhienbl Odefsa. (Dieser jüdische Anteil von?.7 a auß«ordentlich hoch).; Auch dieser Beitrag soll mithelsesi, nach Willen unseres Lorsitzenden „unsere! junge ration mit diesem Geist« zu erfüllen" Kam. Dr. T. H.. Juden in den exakten Wissenschistte In diesen Tagen weisen die Fachzeitiihristen In-und Auslandes darauf hin,'daß vor -! I« di« Entdeckung des Physikers E. Eoldiiei, Oefßentlichkeit belanntgegeben gegeben wurde. 29. Juli 1886 erschien nämlich «ine Arfeit r steins mit dem Titel: „Ueb« eine z:och untersuchte Etrahlenform an der Kathode indui Entladung". In dieser Arbeit (oeröfientlich den Sitzungsberichten der Akademie der W schäften zu Berlin) werden leuchtende 3t« beschrieben, die durch Löcher, Spalt« oder K der siebförmig durchbohtten Kathode eines ladükigsrohres hindurch in entgegengesetzter lung verlaufen wi« die Kalhodenstrahlen. dies« Arbeit wurden die Eigenschaften der ct^ schon vollständig erkannt. Dies« Entdeckung, die in den weiteren zehnten insbesondere von englischen Phnnleml ter ausgebaut wurde, bildet di« Grundlage in den letzten Jahren entwickelten sogena» Kernphysik und Kernchemie. Dies« Entwicklung bekanntlich ganz neue Gebiete «schlos!«n. i» sondere in Umwandlung eines Elements in an! den alten Traum der ältesten Chemie. Arabrr-Aufstand Die Meldungen der letzten Woche aus PalS lassen erkennen, daß der fanatisch« Widerstande der laufftändifchen Araber noch keineswegs-gedri ist. jDi« Kämpf« dauern fott. So fand u. a. 28. Juli ein Feuergefecht bei Nablus statt, dem es auf arabischer Test« drei Tote und! englischer Seite «inen Toten gab. Aus Tcl-) wird erneut ein BombenanMag gemeldet, wirtschaftlich« Auswirkung d« Unruhen wird! besten dadurch gekennzeichnet, daß es in Telheute Zweieinhalbtausend Arbeitslos« gibt. nerei; Kleintierzucht; Milchwittschaft inallen gen; theoretischen Unterricht in: Ernährunasire Hygiene, Lebensmittelkund«, landwirtschaftlich« gärtnerischen Fachunterricht. Das Vertrauensverhältnis zwischen Aellcreul Jüngeren und die saubere Atmosphäre in § Breesen bestimmt auch das Zufammenlelee Jungen und Mädel. Die Zukunft der Jungen und Mä ... es läßt sich nur sagen, wie si« gedacht ish f ab», wie sie in WirNichkeit sein wnd. da 1 üb» naturgemäß noch kein« Entscheidung gttl werden kann. Die Erziehung .in Eroß-Brj dauert zwei Jahre. Danach sollen die und Mädel in das Land auswandern, in die neue Siedlung aufgebaut werden soll, einem weiteren Lehrgut würden si« weitere Jahr« oorb«eit«t w«d«n, um sich an das S zu gewöhnen, mit den anderen Bodenverhäld u. o; vertraut zu werden. Dan» - schließen I 2 Jahre Helfertäjigkeit auf umliegenden lungen an, denen sich dann endlich der » der gemeinsamen Siedlung anschließen wirbst Aber dies sind Zukunftspläne, über deren r“ sierung zu «inem späteren Zeitpunkt zu sp sein wird. Aber auch zu d« Zukunft muß Vertrauen haben, wenn man das gegen»« Groß-Breesen erlebt und diese Berich:« geles«! Es ist seit langem für die jüdische Jugend m o Eftreuliche» geschaften worden wie Exoh<Bn in Aufbau ist ein« der positivsten rü » n g « n. di« in der letzten Zeit von dem de>>^ Judentum geschaften worden Md. Arofix Das flOMige RBlnlgungB-Bohneruej ach na Mlichti alt SlMipl*** B T«ots hatotiM—dar Quitt* —taillnfc &lc4xlj*| Loula 8chrlmmar, Dre#d«n-N. *L Fabrik tek4»iMcb» Pnxlakta. O^.—ss W

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.