Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 31 (31.7.1936)
- Date
- 1936-07-31
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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HERAUSGEBER: REICHSBUND DUDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. IjadllFrcitii Mit der illustrierten Beilage '»»DIE and Verlag: Berlin W15, K urfürstendamm 200 (Reichsbund jüdischer jldatffl E.V.). Samm.-Nr. J1—8571. Postscheck: Berlin 70885,,Telegramm- Schildkamcrad. Redaktion sschluß: jeden Dienstag vor Erschein eil. PQr und Rücksendung unverlangt eingehender Manuskripte wird ketee Qeibeinotnmen. Bet NichtUeferuag ohne Verschulden kein Vergütungsanspruch. 31. Zu» 1936 K^AFT** für Sport und «Uigendertpi Bezugspreise RM 0,55 im Monat spattene Milhmeter-ZeUe RM RM 0,10. Anzeigenschluß: jed^i Anzeigentarif! Anscigeoverw.i Regensburger Straßfc 21. F chtigting Preis 20 Pfesaig zuzü |L Postbestellgeld. Anuigeaprebi Die 12 ge- (j,16. St« Uenangebote u. -Qesucbe, Famitienanzeigen n Dienstag vor Erscheinen. Mad verlange genauen Bepa -.Verlag Bensld 4 Pakuscbw, Berlin W 50, Bavaria 6607. - Postscheck, Berlin 32520. ernbpr. Nr. 31 Landesverbandsvorsitz^nde und FüHrerral des RjF. tagten bei d^r Bundesleitung vldaiisches 4)ftichtbew«tztsein jüdische Gesamwerantwoelmig / 15. Jahrgang Ein» m a n n berichtfte über seine besondere Ausgabe steil . In irftm '.Ilonlag, dem 27. Juli 1936, fand | grohe Linie der Bunderarbeit, verschiedene »c der nbesleitung in Berlin «ine Tagung gaben bei Behörden usw Kam. Dr. Dieneie» de s v e r d a n d » v o r s i tz e n d e n und kigliede! der Führerrats der Reichs- Ser jibnit« r Frontsoldaten statt. Der Bunve;- (rafiihf. Mo in fr. Löwenst « in, gedachte zu prr b«r chung in packenden, von den Berlin ilelend angehirlen Worten aller ($><> cra der Grohen Krieges, insbesondere der! Millionen Toten der alten deutschen Heeres! darimer: der mehr als 12 000 Juden, die ffn» Feilst der Ehre geblieben sind. / tarrarh' ^rltottcte Warn. D>. Ernst Rosen, hl Mp. der Bunderleitung» Bericht über die! > « . r~ I .MlMWllWWMWIwWMNllWlWWl 9. fttb-2. Jhigufl';, ochen t T ijs '^enltilsen. der. Trauer gerbeibten W° d DdUckicn''Sabres, die , ihren Gipfelpunkt! Ist ^iLnerlcge de- 9' Aw sinher^liegen' hinter , sn> Dir uns stellt der Labbat de» siede; d ir Äusrichtui^t im Zeichen des Bibel-;,2ri(tf, tröste mein Volk!" ... |l«r V Aw als der ^chicklalstag zgroher jüdisches Wiiopden 'eit bei Zerstörung des Tempel» der Virnickiung , de, nationalen jüdischen ■*"’ ist i»i indischen Lchristturrt oft und »iit- »on den verschiedensten Leiten beleuchtet pvärdigt worden. Ein besonders ausführssorgfältig zu'ammengetragenes bibliographi- > ffloteriaj hat in diesem Jahr« di« Lchulab- »S der Reichsvertretung' der Juden in Deutsch- > kmurgdgeben. Nach allen Leiten erschöpfend, 'der S. {Snt. in seinen geschichtlichen Zusam- «««> betrachtet; aus neuerer Zeit in der Bundesleitung: die Pflege der Berdindung mit anderen jüdischen Institutionen und Körperschaften, insbesondere der Reichsoertretung und den Gemeinden. Nach ihm referierte Kam. Dr. Elsbach über feine Arbeitsgebiete innerhalb der Bundesleitung: die innere Organisation des Bundes, soziale Hilfsarbeit und insbesondere Hilfestellung bei Auswanderung. Hieran schloh er den Finanzbericht über da« erste Halbjahr 1936. Nachdem, des Bundesoorfitzende selbst nunmehr noch verschiedene wesentliche - Punkte der Bundesarbeit und) -Haltung, über die. z. T. an Anderer Ltell« noch «ingehendler berichtit wird, erörtert hatte, trat mckn zunächst in eine kurze Aussprache! über Finanzfragen. Der vorliegend« Bericht fand volle ^cstimmustg; ch»n verschiedenem Anregungen' seien dfe mehrfachen' Hinwseise/auf Verl „Schild" er-, wähnt,' ' her als Pundesvraän uhd dank seiner Arlsgestnltang von-jedeln It^metaden gehalten werden chüsft. ’ 1 ' ' , ( Hieran sGlost sich die nllgeche.tn« Aus- .sprach«, bei WS bl« verschickdensjen Fragen angeschnitten vpd wert»»»« Anregpngen gegeben wurden. Allgemein gelangte di« Befriedigung, mit der in der Zentrale des Bund«; geleisteten Arbeit zum .Ausdruck, wie s sie,in den einleitenden Referaten zur ausführlichin. Darstellung gekommen war. ^Insbesondere di« Lkillung des RjF. als des Bertreters der Frhntgeneration im> innerjüdischen Leben, sein« . Position lin Landesverbänden und Gemeinden und< sein Atzleillan der jüdischen G e sam t a r b,«! it wurde ihimer wieder stark unterstrichen. Den Gedanken des festen Zusammenhalts innerhalb des Bundes und der Aufgabe des RjF.,!bie nun hier, in der Bundcsleitung. tut den s Beratungstisch versammelt waren. Hier er gölten sich leine Redeströme, es ging fast > wortkarg zu- (ks ging ihnen um die « ach e. Es ging um die Arbeit an der «ach^, für die Lache... - Unser Frontbund, er hak sein eigenes Gesicht- «ein Geprägt ist das Gepräge. Männer in härtesten Tagen des das seine Kampfes - vier lange Jahre im «chkniede feuer der Front empfangen haben- H «raus ergibt sich ein gewisses Eigenleben in unserem orten wir s Kameradfchaftsdimd. und mit klaren 4$ I sprach der Bundesvorsitzende aus, da! dieses Eigenleben, xdiese aus unserem soldatentstm herrührende eigene Art *ro' missen und nicht ausgeben wollen- Die G e s ch I ps s e n he i t unseres Bundes in seinen- Gliederungen und seines «portbundes, dieses feite, nahtlose Gefüge,' das dank der opferbere! en Mitarbeit von vielen tausenden Kameradon geschaffen wurde, soll uns l wert vollster Besitz bleiben- Hoch über allen lpkalen und a I s «inn für unsere Gesamtheit zu wirken, stellt« der Bundesvorsihende in den Mittelpunkt seines mit starker -- aus neuerer Zeit werden Herzls und Bialiks, werden oesvorugenoe rn oen -»rrrerpunri teines mrr iraice» «Pütuiruhen des Jahres 1929 in Palästina Zustimmung aufgenommenen 2 ch I utz w o.r t e s. . -"''ls'itig«. beispielhaft« Arbeit ..----- *« * * ront nicht >f f it e allen * Datum aber ist übersehen, ein Datum, lkrwähnunck in diesen Blättern nachzuhvlen l DslÄt Ht. ' 3abre^ 1914' fiel» der 9. Aw auf den »it. den Tag, an dem die grötzte Kriegs- “°Pb* der neueren Geschichte, ja der Wettk^te pmr Ausbruch kam: den Tag . der Inijr, r t rar-u n a, ["t diesem Tn-, r.wi. -;i* -'! , Der Geist soldatischen Pslichtbewuhtseins und jüdischer Gesqmtverantwortung kennzeichnete diehf ^aLung im Reichsbunde südlicher Front soldateft. Nicht der . Wunsch, als Einzelperson lichkeit^zu brillierest, sondern die innere Ber pslichloNg zum Dienst an der Lache beherrschte vt. i.-.v.'is.... iin-_Lk:. ligtr Fro-tmwöln ,ouf‘nb* die jüdischen Männer, dje vor zwanzig Jahren Z :5'°.-t'°ldq1en jüdischen Stammes und Rnck notmoen l.nh is in unserem Leben verknüpft, sondern W Witwen;, die Eltern, die Waisen, edie der i in unseren Reihen zurückgelassen hat. . 1' S. Aw her.'tz. Aunuft 1914: ist eC nicht , Wntttt[b<m Ausgangspunkt der ungehei «füchflicher». t-rschüttenurg, unter '»en jauch heu^e noch der . Ist e^> pickst im .letzten auch : Äusgangspunkl 'der S & t “ I “ 1 * ' vj die ninser jüdische; Lein beherrscht, mögen \ «m, an Palästina. und» die Balfour-Della- »dgen wik an 'die Bildung der neuen eueo- Haüönalstaaien, oder mögen wir vor allem d* -ckiier.,1-.-.-—Judentum» in einmal den Feldgraupn Rock gettagen, und 'S ' . Interessen! hoch über Londerneigungeis Einzelwünfchen steht der B,u n d Ganzes, steht die Bundesidee- Der fürs Ganze, dem sich das Einzelne und der Einzelne; unterzuordnen hat, gibt upserem Bund seine Kraft und seine Bedeutung Diese Bedeutung aber reicht weit ütur den eigenen Bezirk des Frontbundes hinaus! Denn die Kraft, die volle Kraft, die unser sejtge fügtet Zusammenschluh darstellt, soll für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt a erden- Auch hier steht das grohe Ganze, unser Juden tum in Deutschland, über der Gruppe, über dem Eiuzelnen- Nichts anderes bedeutete das Referc t des Kam. Dr. Dienemann über die von ihn über nommene Pflege der Beziehungen zu anderen jüdischen Institutionen, nichts anderes bi sagten die wegweisenden Ausführungen des Bundes Vorsitzenden. Und gerade diese Aussphmngen weckten im Kreise der versammelten führenden Kameraden aus Berlin und aus allen Teilen des Reiches ein lebhaftes Echoschnitt in ‘ unsec/Leben, ’ in die' Weltgeschichte und!_ v-_ bedeutet, nicht vorüber » ein solches. Ueber- Stellen Deulschlonds Mitarbeit unmöglich'sein, pletih" man sich dort, die oion^Froütbundoeriretern, fol ^gesichert h ,s der Fall seinsiijktztej. Z. ) tT s ./• »> .. . . V ■ * V . '* VI Ar 1.' . . — - ' -- -nhätte, wie Versuch jProbledes >8,, vor den | Weltkriege sckncksalseNtwickkung dezikent t °b« dem'sMisbrüch des Weltkrieges, der «fn S.^<Lu> fiel, sein«! überragend« Bedeu- » bei jüdischer, Seschi.chle gibt, ist das, h, der fast 2000jährigen Se- ..i,r Rrontjot b«r ,jüdi!ch«n. Diaspora pcw erstes Ms> den ^>ir .»nter l^berschnsl » F '«UM, ' „»«sch., ^M„aer - .«es dat.n" im „I«a.l.t.,chen Fam'l.enblatt^ »«' Welikriege, ssd In alles »et«»»«'»* 23. Juli 1936 fanden^ und de zu ^„Nener fr des 3Bsffes stssdes, dstz fk g,jF. heraurgegebenen ..«riegsvnrt » bauen, is «he es a» Her Pflicheerfülkas« n.u«lck>.r luden" bemer«: ' äe tzennatlas» kümpfes, ssd dstz »s» JawU „I v— — -- — — > . c'i •> n\f ■’r . - , Wie sekä es mahcherore»-a^Tkhrfurcht 'Mchheü LeiftuiHeft uind^ L'pserü im t 'u«VV.on .dem Ändutzfseiit mangelt, dah deren 4 ".Ltbeädigenhalten Wu> unseren Reihin eine geschicht» " Kche,!Aufgobe jüdischer Ehre ist. verrät uns bedauetzlichenveis« Mg«ndeWAl^ch> eines Artikels,! »af dem Feld« der Ehe« «stspfer «ebat. die ts die vieles, vieles Tssfevde ia Deatschisad slleis Ader 126601 - umfassende Würdigung de» 9. A« «m Jahre 1914, das einen f» tiefen Emdeutscher Juden" bemerkt: „Sicher geschah di« Herausgabe von „Briefen gefallener deutscher Juden" in der Absicht, der Welt jju sagen, dah die Juden In der Erfüllung ihrer Pflicht während dev Kriege» hinter Ihren Mitbürgern, nicht zurückftanden. Ein solcher 1 ) V 1 1i v , hat ja schon an sich etwas sehr matische», wie überhaupt di« Lituatiöin jüdischen Frontsoldaten etwa, sehr Tiiagisches hat." Wir müssen entschieden widersprechen wenn der „Versuch", die svldatisch» PjlichtersüIIi ng des Judentums an der Front zu bokumentieien, als „problematisch" bezeichnet wird. Diesen Protest wird sich nicht nur jeder jüdisch« Frortsoldat, gleich welcher innerjüdischen Richtung, z> «igelt machen, sondern da« Judentum in sein!t Gesamtheit wird «inen Mangel an jüdischei t Berwortungsgesühl, wie ihn dies« Veröffet tlichung verrät, als peinlich empfinden. Wir selbst halten jedenfalls die jüdischen Leistungen an if slichterfüllung und Opfer im Weltkrieg für ein Vermächtnis, da» in unserer Gemeinschaft lebendig zu erhalten, un» «ine Frag« jüdischer El re und jüdischen Eigenwerte» ist. Was einst auf den Schlachtfeldern de» Grotzen Kriege» geschet en, und wovon die jüdischen Kriegsbriefe Zeugnüse sind, da» ist nicht, wie das „Israelitische Ftmiiienblatt" meint, „Traum", sondern „Wirk ichkeit", mit jüdifchem Blut besiegelte Wirkkichke t. (Es liegt an un», sie nicht zum Traum «eben zu lassen! Wie wicknig und wie - -. notwendig der ver stärkte Einsatz des Frontbimdes im jüdischen Geiamtleben ist. kenn^icknet >chon der Hin weis darauf, dah im K> rper der leitenden! Beamten der Reichsvertre ung der Juden in Deutschland nickit ein ein iaes Mitglied un seres Bundes tätig iit- Kam- Dr- Lowenstein!prägte in seinem «chluhwort die folgenden programmatischen «atze: . . „In diesem «inne verstehe ich die Aufgaben de» Bundes: Wir sind leite» Ende» nicht für uns da. für unsere Genetalion: da» entspräche! nicht dem «inn de» Fronterlebnisse» und <tenjifl nicht dem Geist, in de n unsere Gefallenen ecnst in den Tod gegan, en sind- Wir sind nicht dazu da. nur Partei e für un» selbst zu i erstreben, wir sind keine ..«srontkämpfergewerk-! schaff, sondern wir »ol en in erster Linie , für unsere Gesamtheit einlreten, der »ir angehören. für unsere jüdisch, Gemeinschaft: und.; in unserem Geiste wollen inr für unsere juaie I Generation eintreten, in l em ttzeiste, in dem > wir selbst durch da» Front^rlebni» erzogen woden sind- Wenn Disraeli., der. grohe «taat»' mann, selbst eine heldisch, Gestalt aus jüdischem «tamme. den h e r c i s ch e n Geist als wichtigstes Element einer jeden themeinschaft erkannt hat.' so ist es di ster Geist, den wir unserer jungen Generation einpflanzen müssen. Da» ist die wichtigste Ausgabe des Frontbundes. wie es überbau st der «inn eines jeden Frontioldatenbunl es sein muh " Deutlicher läht sich der Wille der Einsatzbereitschaft des RjF. für >ie jüdiiche Gemein schaft und kür die G e s a > i t h e i t des Juden tums nicht zum Ausdruck bringen, als es bei dieser Tagung erneut ge chehen- Freilich ge nügt es nicht, dah wir unseren Gemeinschaftswillen bekennen; wir haben den festen Wunsch, ihn in die Tat umzusel en- Wir haben den Vorsatz, unter lleberwint ung des jüdisthen P a r t e i - Denkens, dem wir immer wie der widerstrebend begegnin müssen, die Bahn für eine jüdische «chicksalskamerad .schaft frei zu machen, wie wir sie in un serem eigenen Bunde zu verwirklichen streben und wie sie die Juden in Deutschland für das grohe Ganze ersehnen Wir sprachen am 26. Juni 1936 erst an ke tender «teile dieses Blattes vom M a n n s ch < f t s g e i st. der -den' sittlich geistigen Inhalt I>es äuheren Gefüges im jüdischen Leben in Deutschland abgeben müsse. Und dies gilt für alle Bezirke jüdischen Lebens, mag es die «chu e. mag es die Kul turarbeit. die soziale Arbeit oder der «port sein, — der «port. I ^r nach unserer Auffassung ein friedliches und faires Zusam menwirken auch weltanschaulich verschieden ge-' richteter Verbände zu emnöglichen besonders geeignet ist: denn «poijt ist Erziehung zu In dtr Folgt Jüdlschtn Sta, nadt „ Gtntrai das Ltbtnsblld Htroischt GtstaUtn Smts trsditint htuts lonash" und,Josoa~ dts Phllosophtn tfomil j£asA\ dtr als trsfti kOrptrs dtr Ht gtfaUtn Ist. MltgUtd dts Ltbr- 'kidttbtrgsr Unlpsrsitjt