Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 30 (24.7.1936)
- Date
- 1936-07-24
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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2*. z,li im SM* r *«. 30 gefallenen Juben als Angehörig« .des deutschen Dolles gefühlt hätten, daß es also doch „deutsche Juden" gäbe; dazu dürfen wir sagen, daß auch wir der Ansicht sind, daß wir Juden unser eigenes und besonderes seelisches Erbgut besitz«. Wir sieben allerdings auf den, Standpunkt, daß der Unterschied des Stammes keinen Unterschied des Wertes bedeutet, und wissen uns urwomehr von der Absicht frei, alle rassischen Unterschiede etwa verwischen und uns als Juden gewissermaße tarnen zu wollen. Insbesondere sind wir im De wußk'ein unsrer Art unde n-ftres Stammestoft aus' die soldatisch« Tradftion, auf die, wir sech Jahrtausenden zurückbljcken können, ob es sich dabet, um die gewaltigen Krieg-Ieistungen der Maklas bäer oder um den ehrenvollen soldatischen Anteis de» Judeülums am Weltkrieg« handelt. Wir pflegen diese Tradition in dem B:wust:rin. Satz judi-sics SoldasLUtum ü.-erall. wo e. '.'sitz, wurde, alle» Anforderungen .c t'proä'cn ha:. ,v: ".an an den Soldate^-siellr. «uch„nn der deut'ch.n Wehrmacht? hat der jü bisch« Soldat seinral.e 'Pflicht erfüllt in; seinen Mann gestanden -'.rüber liegt, was virlkeickst nicht allgemci!- l siannt :st. beule «:n mtniangreiches Material vor. Als in: Ja.'rc lall auf «-rund der Frontkä'-ipf-r Bestimmungen i" sicr neuen 6> iebgel . v .• le cbi nalige jüdische ^ronl'oldaten in einer Reib: von Beruft» sich über idre Front tak:g!e:t au "'sin '..zlen. " lauft Sen von Fa... - ,::n!!'b.n, in einer ü mau- Anzab: d'c^r Falle ward ne den acht:! si-rn Delcheiniauna n - z die Frinttatirkeit reitctc"’ ,>eu,niii!e :k:.::\u.'ir»r Fünr. r aller Katego:.m. -e.-re'-berichte, L-.'.:' ' der Truppeneiibeiten, vom!U ' t'l.' eftlii. ü:uß«ru:'.z«:t >ir ' r,.d ' . «i-.'e.-t.r °-l Ssib rlich war für ni- - >- - n sic' Aviue,v 7;. Ironlrarigke: zw«: Iah, d ", ., e -' ' n und cor n:ml. ei r a-ar für u-.- auch i „::. . : das Urteil de", alte» .l r sudi'5en ch.rineidde': f.:> aus : : : "4; . .-sie "d.r . LerLthil- H -RAUS : REICHSBUND JOOISCHER FRONTSOLDATEN E.V. ttMMI M der «nsleülung von aus veutstiland durch die l.C.Ä. Di« folgend« egeugeu« Dorsiel» l»,g der Siedluügsoortzäde, »er Je« für Jude» »»» Deut! HI«»» > Sid«merit« ergo», t »»see« »»r»ö»ige Be >ffe«rlich»»g „Siedle- Lüdamerikt" o»f Seit« 3 i» erfreulicher Weif«. I» »efer », rer Reld»», über di« A»sied>»»g der |«»M!ig i Saglow«» Siedler fetttta »tr »< W»tzt i » •■« deftftmmte» Griude» 3»t»d6«J »g ii ' »Ile, Lmrelheil«, »»ferlegl: mit ftean »»», 'dft»«» Leser« hr»t« durch die „chftetze,d« Ro tz mehr »,d— Ge. »«»ere» mirieUe» , i «ö„ f. Hftrdei fei «tu deiouderer Wort de Aoert g»»»g für di« Je« selbst „»gesproche», der»» t llioilil dem Jude». Inm Deutschland, g ros,« D «ft« erweift. I»»- deloudere erfreulich ist e»,!daß di« etuft tu Eroß-Gaglow gejchu sseue» ' gruadlugeu ,», tu btefee geschlosst,«» ä xdluug de, Rezeud« (Be«, silieuf die Bosi» t»«» 3 adl»»g»W«rI«» ,o« »«»«rtigem Auf»«» «dgede« > werde». .ml Di« ausgewählt^n > Familien werden zusammen mit ihren Angehörigen und den ihnen beigegeben« Gehilfen zur Ansiedlung gelangen. entschlossen, ein gsprogramin r >.^r , f.-;;; l,' 'o!!> Mi.- ro’.fai '' r CT»'” — o!ti r,. ,; Tl; ‘I.; v- . Lt'Uener. ...: o^rr tarnen, -on :i .ieu zeigen, daß der jüäi L.rsirng hinter keinem an sollen den Kein, 'äo-r-atenlum, vige"-. wie uich-.-siol-, zu :.>r bekennen. rllachdem Ende 1935 zwanzig aus Deutschland durch die Irr in Argentini«n„A ngdor, langt sind, hat sich die Jc< erweiterte- Anssiediu durchzu'üblen. Jni Laufe eines Jahr s werdchi etwa «eitere l l> - "F a m i l i e n die I urch den ^Beauftragten der Jca bere is ausgewählt lind, in wen Jca-ttolonien zu landwinschaftlicher 'l lrbeel a»,besiedelt werden. Don diesen Familien, di in den viegel mlndesiens brc: männliche und eine veiblichel «rdeitskraft umfassen müssen, wird ein samilienutitglied nach einer vicrwöchentlichen landwi sischastliwtb Dorschulung im Landwerl Reuendorr zur Aikwildung auf ein Jahr der .Jamili« nach ilrgenli,»« vorausfahren. T,e Ausbildung erfolgt' eilweise Ith landwirlschaftlichen Schulen, teilweise I>«1 alte», Siedlerfamilien Wenn sich das vorazzs ahrende I Familienmitglied Berliner Gemeindeblatt! zur Uebersee-Siedlunq. j Das Ermeindeblatt der Jüdischen L>ämeinde zu Berlin besaht sich in seiner Ausgadje vom 19. Juli 193ä in grundsätzlichen Ausfühs rungen mit Wanderuugsfrägen und kommt, nach-, dem es di« Palaslina-Wanderung, für di« „allt Liräfte methodisch eingesetzt" worden seien, erwähnt hat, zu einer Betrachtung der a u h e r p a I ä st i J n « nsischen Wanderung in ihrer seitherigen Enft Wicklung, deren Beurteilung weitgehend mit unserer eigenen überelnstimmt: „Vielleicht jedoch ist cs auch heut«? t.mtft.n nicht zü spät. uni die auherpaläsliiiensischcs ,ud,schg^m,INN Änderung im Lichte der Erkenntnisse zu ge,tattn löm Moionte «»» x«» m,r x«h k»« .. K '• t ' .. Jr . t * w v l»i. oer majtpaia iinfntiwjen Auswanderung «me roühr«nÖ dieser AusbilSu igsze.t Äeh>ahrt, wird d.e pianmahige konftrultw« Form zu geben und der Kameraden und Freunde der jüdischen Jugend! IJt-r Rc; und jii:::» her Irnntsoldaten i!! zu - iiier Ui-ri cakti-i.7 für seinen » ''l'.'.rti’un.; au: Wir appellieren an Eure Opferbereitschaft! Nu!"- i-.t -;c>> u^pfers Mehrwert, als eine gesunde junge < Generation Familie innerhalb eines Jahres in den Jca ttalam« i i Arge werde». Die Jca bar auher dieser >1olonisalionsprogramms in Argl auch vami, begonnen, jüdi che Fan» fand in Brasilien < uf cineq Mähe der Stadt R e z e i d e. 1b Mio de Janeiro entfernt, mzusiede? der Jca erworbenen Ei l werde? Familien Sirdlungsgrunds ücke in etwa 20 Hetlar in Pach: gegeb«? l l-ä'tlich inlensio und ifah dem mischten Wirtschaft bebai r werde vorgeseben, dah-dic Siedlc r in einck K Jabren Eigentümer qes Sieh werden lönnen. >tolonle teu, die wir aus den Erfahrungen der letzten acht-I ,.r Ansudlung ge- ^hx« gewonnen haben. i Es bedgrf der Einsicht, dah es der Schaffung, weniger Einwanderungsziele bedarf, von denen jedes eine entsprechend große Aufnahmefähigkeit be- \ sitzt und wo die Juden, ähnlich wie in Palästina, in auf möglichst viele Berufsarien an dem Aufbau! der betreffenden Länder sich beteilig« können. | Solche Einwanderung wird den Borzug haben, Rimcilbeiclk Die Zahl der Opfer. (ITA.) Losdos. In schriftlicher Bzanlwmn,^ einer Anfrage im Unterhaus gab RolonienniinHi<ck Lrinibtz^bore detannnl, dah nach den letz'.en ooick lieg«den Meldungen di« Zahl der da dcn Un-I ruh« in Palästina Getötet« 135 beträgt I In der Zeit vom 19. April bis zu», i',. v,,jl 1936, erklärt« der Minister, leien 96 lDcobamTici daner, 4 Theisten und 36 Juden -j durchs Zivilpersonen, — bei d« Unruh« gchillen. zu kommen noch rin englischer Polizii«, mohammedanisch« Polizisten und vier Piann «»J Heer und von den Luftstreilkräst«.! » Sir Isaac im Krönungsausschutz. <JIA.) Meldo»«»«. Sir Zsaac Jsäacs. der? vor kurzem nach Erreichung der Altersgren^ ,,, sein«, Posten zurückgetreten« Kenerallgouv,,. n e u r von Australien, wurde zum Mepta-e iiamti, Australiens im Ausschuß zur Ausarbeitung der? Pläne für die Rrönungsfeier König Edujirds VITI. ernannt. j Sir Jsaa, Jsaac, weilt gegenwärtig I» ifonboa] und war in den letzten Wach« anläßlich Rücktritts vom' Amte Gegenstand ehce-jder »>»«. mertsamleit seit«; des-englisch« Hose .si der fl,.? gierung und der Gesellschaft. ] 15 000 Mann enqlische Trupp«» in Palästina. «ITA.» Jerusalem. D.ie Starle der englilche,? Truppen in Palästina beträgt nunm-br 15Cm)] Mann. Dazu kommt noch di« Polizei in > die seit dem Beginn der Unruhen ausgehobe»? Hils». Mit . Polizei. dem Bataillon des 11. Hularmgeschlossen« Territorien und unter Verteilung I regiments, das aus Aegypten nach Palassmr v«. möglichst viele Berufsarien an dem Aufbau >«gt wurde ist auch Hauptmann Lord ein Reffe der verstorben« Feldmarlchasls, der im Weltkrieg Palästina eroberte, in dä- Land? gekommen. Da; Transportschiff „Reurali-ir''^ill,, um. 1 SSrs, >m j»«it« SBataillw, btt gekehrt viele Elemente zu ihrer Lösung in sich tragen, aber auch eine sichtbare Erleichterung der judilchen Lage in den größt« jüdischen Zentr« tiecbeiführen". Wir begrüßen diel« mahnenden Ausführungen des Organs der größten jüdischen Gemeinde in Deutschland aufrichtig. Das warn«de Wort, daß es vielleicht „auch beule noch nicht zu spät" ist. der nichtpälästinenlilchen Auswanderung «ine Für diel« Jca Siedlung früher« 3 ieblerfar: Gaglow vorgesehen, defen Iah Beaufll erhol wad, weiterer, von dem bereits geprüften Familie, sind in! i [ i e n I bngefordert und llnien angeeirdell -citerung ihres lini« nunmehr!en aus Deutsch- Areal in der Kilimeter von Aus dem von den einzelnen irr Größe von die landwirr iyitem der ge. sollen. Es ist - Jeil von etwa fngsgrundstückes rrftet Linie die us Groß iurch die Aus >1« der Jca?t werd« soll. Sicdlungsarbeit in Uedersee, außerhalb Palästinas, die ihr gebührende erhöhte Ausmerksamkeil zu schenk« und sie durch vollen Einsatz der erforderlich« materiell« und ideellen Kräste gleich, falls voranzutreib«, dieses warnende Wort verdient größte Beachtung! Gleichzeitig erleb« wir aus ihm erneut ein Ber< siändnis für die auch vom RjF. wie von der ILA. geförderten überleeiichen Siedlungsbestrebungen. ein Verständnis, das wir bei der Gemeinde auch schon in früheren Jahren angetrofs« haben. o»th! Wales Borderers und dem zweiten Bataiilon de; Lincolnfhir« Regimentaus Malta ein, .'IcolsnL, In den Hafen von Haifa ist ferner der" streu,« „Süsser" eingelaufen. Zur Vertreibung der arabischen Sck,ü?>tn. 6«: sich im Gebirge zwischen Nablus und Dlck^mn ein I genistet haben, wird jetzt ein zweipfündigf.- Flal-! Geschütz verwendet. Die nächst« Premiere .der K u l t u rstu n d < B-ü h n e bringt Molnars Komödie „Groß, Lieb«". Das Stück ist bisher nur in Wien zur Ausführung gelangt, wo es einen grohlen und langanhaitenden Erfolg hatte. » „Die Pf»nd»»g»oper", eine musikalische <f>rmesle von Leonhard Heinrich, wird borgen des - große« Erfolges vom „Schiefen Spiegel" dem Gaiispiel labarett der Künstlerhilfe der Jüdischen G« ,leindr.?am 3. August 1936, abends 8.15 Uhr, im Gan«, saaal des Logenhauses, Kleiststraße 10 wieheidoll Die Kriegsojifer^bteilung des RjF. ist mit der Betreuung der Hinterbliebenen unserer 12000 gefallenen Brüder sowie unserer kriegsverletzten! Kameraden betraut. Diese Aufgabeheißt Erfüllung höchster Ehfenpflichi . 1 Spenden bitten wir auf das Postscheckkonto 140208 einzazahlen. 4- Jephtha im Drama T.-.s elfte Kapitel Ser „Richter" erzählt vom sem Gileaditen I « p!"! f) a, der Israel von der Vedrückuna hur.b die Ammoniter befreite und vor Sem.Kample drs >s-riü!)Se tat, er wolle, wenn er sieg-', opfern, u n zuerst ai.; der Türe l«,".es Haufes, ent-',-' ,cn:ru:c: «, war leine Toäilcr an .'er Spitz-' ."»er S-uar non Jungfrau«^ die den Sieg-srergeu -'.i.flüliiten. Bekan-.tliä, .S'fi -iisiL Erzäliun.z von :,-r , C pferung J'aaks a. - «in. >telch:4,il:che., Dokumenr zur Erinnerung -r-i;,> Aisißpe-luna oer Men-ltenvpicr. Daru würfe an Ser Opferuna Ser Taäster Jephrbas viel f:ru',,;»»«»!«:: io i'aßre, die K:r ckienoaler di«l« Handiung als eine Weid« Ziläster lichem. «helo'sut Lenen auf. Ti« Tra '.epile: Ser Weltliteratur wurde, nsii dem Srolle i-fulig cugezogen, Ser 'siiani Hunaniil George Suchanan, delsen lalrinilüits Spie- »er' Straß, urg«! Jonas Bitner überlelffe. Lope de V>",-t. .«in -znonnmer .Jeiuit «für Sa« Salzburger Barocklhealef», Han- Lachs und andere. Zwei Jpsilba Drar.en r.r »eueren ,!eir versanken il»r« Entstellung hef,i Weltkrieg: Heroin» von Voetlichers Tragödie „Je p ht li a " - L. Fiöher 'V:r''.g. 1919» und Ernst Li-lauers Drama a s 'Weis des Jephtda" -p.'sierbeld u. Co.. 1349». BoeNicher. der Verfaüer de» zweite:.-gen Schauspiels über Friedrich ten on.-f-.u-, i-tzjäi seinem Jephtha-Stück ei» Eiitle'lrp"g:woil .voran: „Tieft 'Arbeit wurde im Fr'-.l.lin-', l >1,. im inefangen«- lager Jle-Iongge rn oer Bretagne begonnen, in den Jahr« 1917 19 in Bern. Zürich und :>9enf während der 'chweizeriichen Jnternierung-zeil fortgesetzt und ln, Herbst -1918 unler den Schünen der beullchen Nevolulion in Berlin beendet. Mil der -Festlegung bietet Täten soll einer späteren Jeit gegenüber auf die übermächtigen Ereignille des Weltkriegs hingewieftn werden, die dar vorliegende Werk in gewaltlatiger Weift beemflußten". Dies großformatige, durch Umstellungen und Kürzungen dramaturgi'ch zu siraffend« Werk ist deute zu Unrecht oergenen. Zeilerlebnilse haben sich darin zu eine«—endgültig« Gestaltung oerdichtet, im Lorspiel die Masse, welcher der Krieg zu lange dauert, die im Lasier lein Grau« zu udertön« sucht und von flauer Verbrüderung ein« gut« Frieden erholst: >m Iweit« Akt die Tragik des Führertums. - zwilch« dem Auftrag des Voltes und der St' nme d»? Berufung in der eigenen Brult. So frei Boatiicher Mil der biblischen Quelle schaltet, so hall er doch das. Typische der Richter-Jnstitu ion: da» m der größten Rot Kriegsdeld« aufrrat n. die fhas Volk defreiten und für den Rest ihres 4ev«s bei ibm Richter waren, und den „K iltUrkaiiAis" der Richlerzeit: gegen das heidnische Kanaanftlilum fest. Die Bibel beginnt mit der Flllsiellung, daß Jephrda der Sohn eine- Buhlweibes war und vor 'einen Brüdern floh, die ihm I deshalb sei» Erbteil vorrntbiell«. Bei Boetticher ziedt Jephtha in- «siebirge, weil die 2 ein« iim in falscher äußerlicher Auslegung de- Begriff« Q.aurerwähll" fti» Edeweib, ein« Kanaanitrin. lleinkAen. Boelticher -iutzk auch di«-Mitteilung ' ct BibelHdaß Jephlda vor dem Kampfe noch ein vergeb! angebol an Ammon mackle: I«! verlländni-volles Reb««ina »der d Achtung ihrer Eigenart, den Fürst gebt es um Provinz«. End ich oer, auch den Sinngehall des zwölfte' „Richter", in dem sich so e was w rung an die Fremdheit, die es Rich! unler d« Seinen niedere «schlage' jedem Chauvinismus abholl und gesprochen wird: „Gelobet sei de Israels", so fügt er hinzu: „und a lind dem „Hochmut unlrer Auser, er den „inne« Adel" «nt, egen, fachdeil", mit der wir die , Liebe Welt erwürben". Er weiß, daß neigt zur Trägheir" sei u d diel als „dem Gesetz aus mein« Brust'?. -eine Tochter Esther ist ganz .Ich trage ein Gesetz in mir dem i> Während ihr Vater mit bei Einla erfüllt« Menlch« ringt, trc um! siel er werde sie eines Tages zur Lpferung führ«! . Tieft Verbundenheit von Vater und Tochter! lgestaltet der dichter geistig mit dramati ch-musitäiischen Stilmittel». Die Stell« der Tnimas emiprechen einander, an denen ihr« Gelp' «linnen tdavon reden, wie beim Anblick eines Ma mes ihP „Ratur ist schamlos offenbart, und Jep,tha vo Schlacht sprüht, von den ei tpörten I cklatur, während er sich der, fen füh? s-haft des Geistes herzustelj, n, da» s Frftüensha will ein Völker bei i von Ammon tel Boelticher Kapitels der eine Eriiines m Israel hat: er ist nn vor ihm Herr, Gott r M«schen". ltheft" stellt die „Einumgebenden es Volt ge mehr solge lies Blutes: mich neige", «il des galt. Chaos der Schrei« der die Herr. Reich de. Friedens und der Menschlichkeit herbeizuführen. Aber während er um den Frieden sich müht, fallen die Söbn« Israels, und als ihm oorgeworfen wird, er habe keine Söhne, da opfert er für den Fall de; Sieges feine Tochter, gelobt damit alles, was sein ist, dem Herrn. Und di« vulkanische Kraft, die ihm iniiewohnt, offenbart er im Heldentum des Kriegers. Sein Volk will ihm die Erfüllung de- Gelüddes erlassen, er aber besieht darauf, weil sonst kein Vertrau« mehr auf eine; Menschen Wort ftin könne. Sichtbar — wie die Opfer des Weltkriegs (ist die Stimmung des Dichters) — Toll Jephlhas Tochter das letzt« Qpfer fein für eine menichlichere Reuordnung der Welt: „Du bist zum Gleichnis für die Welt erkoren!" Ernst Lüfauers „Weib des Jephtha" übertrifft das Werl von BoeNicher an dramatischer Gedrungenheit und büdnenmäßigei Erfahrung. Geht es Loetlicher um Völler und Menschheit im Volksschickfal, so ist Lislauers Gott mehr die „ewige Gottheit" als der Vollsgott der Juden, als der Gott im Zeitalter der Richter galt Lissauers Welt ist um 1150 vor Christi Geburt schon humanisiert, der Krieg ein Rückfall wie die Menschen- . opfer, die seit hundert Jahr« in Israel nicht waren" und das Weib des Jephtha verwahrt sich gegen das Gerede ihrer Dienerin von Dämon«. Lea, das Weib der Jephtha, von der di« Bibel nicht spricht, ist des Richters in Israel Gegenspielerin, die Tochter Miriam noch kein« drama tisch« Individualität, ein fünfjähriges Kind. „Einige sind als Richter gesetzt in die.schwebend« Dinge der Welt, denn wild und begierig ist der Sinn der Menschen": Jephtha ist einer von denen, di« das harte Gesetz prägen, da „frlemals «in Milder zu wallen auf der verworrey« Erd«, ein Sanfter zu herrschen im irdischen Wwerftreit" vermag. Lea tritt ihm entgegen als di« Stimme der Frau, als Mutter streitet sie ihm das Recht zu diesem Qpfer ab. das Recht des Volke; und das Recht des Einzelnen werden tragisch zum Austrag g«. bracht m dem der Einzelne unterlftg« mutz. Ein« Augenblick hofft Jephtha, Gott werde ihn wie den Erzvater Abraham vom Opfer lösen, aber da fall« die Rachbarstämm« in Israel ein' weil sie erfahren haben, daß der Richter sem G«^ bübde noch nicht oollzog. Währmd bei Boelticher Jephtha bewußt di« Tochter zum Qpfer weiht wird Lissauers Jephtha wie der biblisch« davon Überrascht, daß sem« Tochter ihm? als Erste bei der Heimkehr «ntgegentritk. I Lin meisterhafter erster Aktschluß,^ in der wirkm gesteigerten Architektonik des Dichters! Ueber deck Sinn des Opfers hat- Jepblha mit in Hohen Priester folgendes theiologifches^ »beräch tu Jephtha nimmt danach! das Spiel remder nicht an, daß ein anderes 'Kind „abieiu Gebirge der Ewigen Gottheit diene und _an i nftrer aller Statt in Einsamkeit denle lein l eben lang". (Eine Reminiscenz Lissauers an die luslegung der Kirchenväter und czn die Bibels eile, nach der er Satzung in Israel wurde, daß d le Töchter Israels von Jahr zu Jtzhr hingingen, o er Tag« im Jahr die Tochter 'Jephrh-rs Z> b singen). | Simon: „— warum •- warum!— wodl gel 'dtest du'! Jephtha: „Rettung — Rettftng 'M' t mg — was es auch sei! — Doch nicht bjs i ind! Doch nicht das Kind! —" ' Simon: „Warfst du nicht ein?Los — ,C der hofft« Jephtha — «in Opfer oh« '£ pfer? Jephtha: „Das Volk — im Untergang — ic) — im Untergang! — Warum gelobt ein £ lenlch'? — Warum opfert ein Mensch? Die Gottheit ist de; mein Zeuge. — Ich fjorflt, fii entließe — mich — nicht — allzu hart — Rin ist auch mein Hund tot." Simon: „Sie «tlftß dich nicht Mild. — «« w >hl, mein Jephtha ist — solchen — S pser- 3 nn? — Daß ein — Kind — verging'? ' — T ipser sollst du sein, nicht nur gegen Mdäb, auch gegen Jephtha. Dein Herz verbrennl.!d«r R'luch steigt empor, er ist Opfer. Wahns! du — ich trag es leicht? — Wahrlich, eine batte G' ttheit — wir aber sollen uns an ihr-;&*' wc hren." -; jwei Dichter, der eine in jambischen rftrseii. de, andere in überhöhter Prosa haben die bibl»chk Esi ählung ausgesponn«. Aber «rkläft sie sich wl* im Gefüge der Bibel viel einfacher? Adrahim wu de von Gott auf die Probe gestellt, *»* weit sein Gehorsam ginge. Jephtha; Sünde ab« wa, daß er voreilig Gott etwas gelobte, t*e<* an Gotte» Hilf« ohne „Gegmleistung" w gla rbt«: er mußte d« vollen Preis! zahlen i— Mexen seines Mangel» an Bertrau«. | Dr. Lutz Weltmann-