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Der Schild · 1936-07-17 · 29 (17.7.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
29 (17.7.1936)
Date
1936-07-17
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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17. >11 £*<(< 2 - Re. 29 DerSMId!HERAUSGEBER RE1CHSBUN0 JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. herausquiUt. das Gesicht oerzM:l im Schmers und die Augen aufgeriuen Ueberweil lind diese Blicke, als ob die Sekunde alles an Elend . nt Verzweiflung in ne gepreßt. wie ein S'brei. ein aellender schrei und sie. der inilchreckt aus dem Blutwirrwarr und über die Erde rasen möchte. daß ibn alle Obren baren und jedes Her, von ibi» getroffen u'trde- Ser Drille liegt an den P.oden an aevre'u und lein Ge'ickn in in den schlämm iKi'.’iil'It. wir jeden es nichk, wir leben nur >ei„ wirres Kopfhaar, das im?8inde flattert. Zu dieser <6ttlope schlichen wir still und 'lumnl, iinmer in einzelnen Trupps und manch einer legte die Hand an die Äugen und ging kreidebleich und taumelnd weg. Es war «in un- -aßlicker und unbegreiflicher Anblick, äcb aber -rage: C. ibr beiiigen Drei - ihr starren wnd Eritarrten wir^ alle, die wir vor Euch standen, waren un > >' > n d mir E u ch verbunden. Euer Bild haben nur in un idker Seele -nitgenommcn. dor! wird es -leben bis >uin letzten T a g. Wer wird uns jemals von euch trennen kennen! . . Wir lautierten bis zum Mittag. dann mar .chrerlen wir in Zuglolanne weiter. Einer raunte es den; Ändern zu. da»; uwenc eigen: liche Arbeit nun erst deainnen wurde. Der Wald wurde lichter. Wie-e:Iand lchi:nmerr unl wie wir kaum in die Lichtung kommen.' leben wir wie derooraezaubert fremde Koinvagnien. »andere Negiaienler: sie mar-aneren mit UNS. alles drängt weiter vor und bewegt iult slralneiriorulig wie auf einen Punkt Tie sonne bricht durch das Gewölk. es wird warnir Kaum wie wir den 46iche»ränd betreten, nicht und v'eiit es oben vomder Höbe auch mion.uber uns binweg. ''-ewebr -chüsle. .Wir nicken unwillkürlich zusammen Einlegen! 4 k ir ichmeiszen uns bin. Mi nuten vergeben, es surrt unentwegt dgrch die ,» •■Tj'ti eil das 'lverl. and rd die-es Tprt an mes. 'ätaniiäles wäl-en n>!> wie „OpferiMffyiaff und Lemeinfchastsllnn" (Schluß von ceitd Ävenn Dr. M J.i Kafpf auf der Londoner Sozialkonferenz von ..jenen Kräften der LpferbereltschlafE und der Gemeinschaft. die sich im allen Nöten bewähren", gesprochen hat, so darr er des lebbaften Widerhalls bei den jüdischen Frontloldaken Deutschlands gckwiß sein Es sind/diele Krä-le allei». deren Bewährung in aller Not wir praktisch als Fröntsöldaten erfahren haben. Den Gemeinschastsgi-daftken pflanzen wir doch über allen ,.Ideologien". über einem politisierten, paNeigebunduneft Judentum auf. Und O pierbereirschatt, Kameradschaft der Tat, soziale Berpflichtung und Arbeit, wie schon unser« Bibel sie aufzeigt, when wir als Inhalt einer zu lebendigem Gememschaitsbewußtsein erwachten schicksalsgemein'chatt an! 'Wir willen, dasz b erihie größte und schwierigste Gemeinschaitsc ufgabe überhaüpt winkt. Noch begegnen wir n unserer schwer ringenden Gruppe manchen Erscheinungen, manch-» Kreisen, die die Vertundenheik mit ihrer Gemeinschail nicht ersaht haben, deren Tun das Erkennen ihrer Mitierairckwortung am Ganzen zu leugnen scheint! Wir appellieren beute und aöpellierei gnimer wieder an das jutWÜie Gewissen derer, deren sozialethisches Bewusztjein schlimmen, wenn rund um Re hcrunt jener, die die ganze scharr, die voü ihnen längst nicht efrabi ba re» Luit dort oben also dort mui'cü wir omiir uns bringen- Tie .fuge entwickeln 'iär. wir komm»» am Weitesten rechts, man siebt einander an. bas Gewehr tV; unter den. Arm gejlcmmt uns Sann rukig und gciaßl vor. Hiftlegen! Links muh die ' Schützenlinie »ehr lang und ausgedehnt >e:n, ne werden >ich erilj durch eiit^Sfück 46ald Vorarbeiten mül-'en. df^balb werten wir hier dick,: an den re-schien. ch-iche» Boden gevrehl und den Kopf io tief als mog!i>v ^rduck: Es vergebt eine kurze bleierne ,icit Wie die Sonne jetzt ihre Srrablcn wirir! Aus dein Wald kommen Vogel. r iEchein un^ l'up'en durch das "'-ras... es i't merkwürdig. .>»denkbar >el;'am und merkwürdig. 'Wie! kleine Hügel liegen wir da. mir Helmen. Tojruister und G-ewehr. und noch immer springest bi: Kugeln über uns hinweg. Wir waren nicht n.»h zu iehen. ab-'r mir ragen uns. me.'in es ni.it schlimmer wird, wenn es nicht \ In die'e'N Auaen -lick oben vor» der .'.'elre ein wildes Iräirmrerndes Taltack ein M.a r ch i n e n g e u> e b r! Und schon 'pstudelk and wirbelt es urn uns bin, haarlcharr über de.i Boden, bah sie Erde auffpritzi wie Gi'cht. T! ä n l e n f e u e r Tlankrnieuer. Nöaschinenaewebr... Bri.stleile einer Sekunde und oie Gedanken fiebern durch das Hirn- Da stallt auch «hon der erste Schrei der. Getroffenen und da wieder einer und noch einer, ein langge'ogei'.ss Gebrüll, markerschütternd Untcroknaer B. Imzzt mit blutendem -Leib und zitternden «ftliroern. Tchaum auf den Livoo:!. >.'ine Hände idau'en «»iras. lein Ge- >>..ht u rd entstellt, aeiüeebart. ipist - o r i! n g a u r. ,n a r sch. m a r lch! wir jagen vor. die.. Tüi üster klappern auf den Rücken. Du ckvarsen laaen - man schreit 'ich eltoas a. u:ril iich a» die Erde, der Tchweih 'lieht »nier d'm Helm hervor, man stört Pas jauunerliche Gcbeul nach Tanirälern und im v:er>:: ohne B-'.uie. ohne einen Augenblick Aast rc-n der Hobe herab die unbarmherzige M'gschine. . laltakiak Es packt uns grenzenlose Wut. Irgend etwas verwandelt uns. niachr u»s wie zu Tieren, die »ijfgs anders als . n!>ch beihen und zertrummbru wolle». 'Wir lind nit Erde and Tckrweih Le deckk. baden in der Eile und Hast H." n . ehölben. unsere Hände und kl^rig o.-.-r w men Menschenblut Berflu.me «üebämmer! Die Getroffenen stische. die man an Land sthmeihk. di, Kugcklii durchhobren g^'ich Niedrere, and iuimer weiier icheinl sich das ,Te».'r iu steigern. Auf der ganzen Linie i't jelit ni b:; a!s 'üetlve, Tchreie, Leckchle. Nau.b und schweitz.. Bor unierbn Äugen beginnt es--zu kb aier» . ..schien? denn die Artillerie nicht.' Zollen wir ganz alleuie anvralien und aii'türinen warum schieht die Artillerie' nicht?" Es gärt in unserer Brust, reiht an den Ädern, eine unbändige «l'.ut zerrt uns weiter. Unser .iug gerät vor ein kleines Gebuicki, au» dem Wald schimmern neue Beiestigun gen. aber sie werden anscheinend schnell vom szeind geräuiut. Das G-stülch, kommt untczr!^euer. der Boden ist weich, wir sind wie ist -chlamm und Morast getauchb. Rechts nebest mir mein Kamerad zuckt mit einem Mal - lainmen. rctn Kovt fällt vor, der Helm ko - lerk herab... er ist tot. ausgeloicht wie «ih Licht, ein winziges Loch hinter dem Dhr . g. 'estiem Nebenmann fährt das itzefchoh in dif vand. er schreit aus und läuft zurück vorwärts, wie springen von Baum zu Bauuck, di« gan^n Linien wie ein Ehaos. das weiterschnellk und.wieder zurück und wieder vor.., ein wüster Taumel - -- ein körperlich körperloses Etwas von Vernichtung. Willen, Tod und Gefahr. Da braust es durch di« Luit. Da rollt und« faucht es mit ungestümen Zchlägen heran und dann hakt es droben in das Mauerwerk der «Testung ein wie eine Pranke, bah die Zteine auseinanderfliegon. Triumph — unser« Artillerie! Ein dumpfes Krachen und jetzt auf. geduckt,. mit fliegender Brust Lägt dos Hämmern vor uns nicht schon ein wenig ^nach? Herr t r Z^arpr hai doner .Konferenz die ruug getan, man kör Zozialarbcit wie durch durch ein Tel;skop bet Betrachtungsweise aber der Tat: wir brauche, zialarbeir. rär jüdische denkbar weitesten . dar u m f as i en b it en dieses dringliche Iich im „Zchilv" b. 1936 an leitender wenn wir io de» Blick a kennen wir die Iuiamifienfzänge unser jüdisches Schicksal ist": wir wandten unz ..i'olierte Belrachrungsw di'cheii Zituation. ..Die mit dem Weltkrieg begonnene und'seil dem nichk überwundene Wirlscha'ts- und So Wirtschaft vollzieht, war weis des Sprechers der I die deutliche Tendenz der Weg vom Erzeuger zum kürzen, muß das Iudentui >n, wichtiger Hin- L. kl. in London: Äitwicklung. den Verbraucher abzumit seiner gei Der Aufsatz ist im der „Jüdische AZodlfabttspflege und 3ojialpo lit f", Verlag ^Zeniralrohlfahrtsst-ll« der Juden i i Deutschland e. V., Verlin-Lbarlottenburg 2, Kanlstr. 158, erschienen. schichtlich bedingten einseitigen Berufsocrlagerung »um Handel, verschärft treffen Di« Folgerungen, di« er zieht, heißen: herufsvolttische Umorientterung. UmschichtNEU, he^on- Glich erschüttqnidt Schicksale abspielen: Grdhe an Ovlerbereitzefcrdert werden muh. fefner auf jener Lonbeiäekkeiiswerle Aeuße. »e die Tatsachen der ein Mikroskop oder wie acklen, nur di« zweite verspreche Erfolg. In für die jüdische So Arbeit überhaupt den o: i; o n r, den denk- G-iamtüberblick! Au, EnorlierHs wurde erst kürzbinger 'iestn. als wir am 26. i\t l« schrieben: „Nur >fs Ganze richten, erin die auch unjösbar hineingesrellt deutlich gegen eine ,>«" der derzeitigen jii txrs zur Lanh»irtsch«ft. Dan diese som seit Jahren vertretenen sozialpolitischen Hanken «mH Forderungen in London maßgeblicher fachmännischer Seite nntersbichen worden, sollte Beachtung finden! Dami .. schab in der Tat, was Dr. Claude G. M»nie fiore als Notwendigkeit jüdischer , Sozialarbeit bezeichnet: „Nicht nur die Prot lemt innerhalb der eigenen Gemeinschaft zu studieren, sondern nach der Art ärztlicher Spezialisten sich zu bemühen, die a I s e m e i it e t, Probleme kennen zu lernen, um! die Meist >den der Lösung auf die jüdischen Probleme anzu-! wenden." Und wenn er weiter sestitellt, daß! im Lauf tzgr^,Jahrzehnte sich „ >ie Auffassung von sozialarbeit" gewa ndelt stab«, so dürfen wir bejahend stinzufügen daß — wie schon ausgcführt — die Wendunz von der ilo ßen Mildtätigkeit zu einem ninen, o:r pflichtenden sozialenEt >os aus stem Tronterlebnib stcrvorgegangen i I. Der Gefreite Martin Teilt aus Tr< nlfurt a. M. bat es in einem kreldpostb! ief vom 2. November 1914 m dieses Bekenntnis gefaßt und es am 7. November 1915 nil keinem Herzblut besiegelt: I „Möge auch diese ^jeit, so ginße» meine >>edanken weiter, reinigend stineinfadren in un cre Zronksurter Gassen, möge man v«streben lenen, daß man bisher zuviel danach gefragt. Der reich, wer arm ist. Weg mit >er Anbet rei des Reichtums, entfernen wir d «sen Gö >e» aus unserem Herzen, und uns t Trants irr wird seben, daß ' es noch ein : zöheres g! bk, und das beißt „Mensch sein". Möge di,!er Moment ein großer Geschlecht inden, m -ge er uns veranlassen, »n» selbst zu erziehen. Ins, »ir „ch dem Krieg« «in Ledei mit neie, Begriffe», neuen Vorftellnnge, beginien können." «Ans den Kriegsbriefen g, fallencr de itscher Juden, Seile 20) Daß von solchem Vermächtnis bei: Tront stdr «ine Wiedererweckung jener jüdiscken Soziel gcsinnung, deren bleibendes, großa stiges M >- nument die Bibel ist, ihren Ausg, >ng nehrr e, ist unier Voriatz und Wijlen. Uni daß die e Idee marschiert, dessen ist uns diq Londoner für notwendig, daß Menschen äller Kla''-n Möglichkeiten geboten werden: hoch „mH,, | gleitet sein vom Denken und Handel» i,n tu Höheres im Leben. Er glaubte auch, d^i, arbeil ein« religiös« Bnsi» nn» «ine, religiösen '>> »ski,ä baden müsse. Er halte es für Nolwendi. daß j dem Wunsch, Elend und Leid zu heroischer Opfer willc und bolr' geil ges Streben verbunden sei. Ru, mf• Wege von Religion und Moral werde loziala^ geleistet werden können. i »ort, besten ift uns Konteren, ein' erfreuliches Zeichen schweren Tagen Kam. Ipr. ll. W. zialkriie, deren Snmvto ne I wir in ,>o vielen, bald hier bald dort hed mhlich autslammcnd.'n Ereignis'en erkennen, ist •. sicherlich die tic rerr» Ursache jener Wirkt ngen. die wir in der jüdischen Gegenwart so üstlbar spüren " Was wir mir diesem Satz nu angedeutet, hat Dr Herbert Kahn, Berlin, «m Gegenstand eines höchst beachtenswerten Äuli ltzes gemacht, den er soeben in der vieitichriit „Jüdische Wohlfahrtsoklege und -ozialioliiik" veröffentlicht. Es handelt sich um die wLL Dr. Leo Baeck eingelcitele Sondernummer ur 3. Internationalen Indischen Wohiialirtskonferenz in London. in der Dr. Kahns Aibeit „Die Juden im' Strukturwandel der lveltwirtschafl: wirtschaftsioziologisck'e Perspel liv m als Grundlage jüdischer- Sozialpolitik" «schienen ist. Schon dieser Titel bezeichnet den Äandvrt des Verfassers: er stellt die jüdis lje! Situation in die Jusammenbänge des-weltv irtschaftlichen Strukturwandels. den er mit iarxm Blick darlegt, und erkennt in der wi stschaftsioziologisären Sckiau die rragsähiqe 6-rundIage jüdischer Sozinlpoliuk^! „Iusstihe Sozialpolitik. v»r allem im interi .lionalen Ju'ainmenwir! muß die großen Enlwicklungstendenzen der Weltwirr s ch a f t ständig in ar^ Berechnungen ein l-ez-ebea. Sie trägt die Verantwortung, die ''lefabrenguellen jüdischer stol rechtzeitig zu erkennen - sie darf sich »ihr überraschen laisen. Anvererleiks .. muß sie en e l ö n st r u k t i o e Wandeiungspolilil lreiben, die die produktiven Werte jüdi-cher 4 Zanderung im Interesse aller Teile dis ins etzt« entwickelt. Wie man auf dem Gebiet dei e^eien Wobliabrtsp'lege langst davon abg> kohrmen ift, Äen- -chcn. die noch kräftig z enhg sind für den Kampf ums T^lein. mit Almosen zu stützen, sondern ihnen durch Gen abrung von lar leben d,n Aufbau ' einer »tuen Eristenz ermöglichl. so muß auch s ir! die Wandrrung dapb'lanlropi-'che Bemü! eß Zufluchtsslätlen zu 'cha-ien, überwunden uni durch »äs Prinzip produttiver Pifwirtung am Ausbau einer Aolkswirtscha t lersetzl werden." •) Daß dieser welttoittichc steche Strukturwandel sich g egen die Ve löflungssparte der VieZntelNlltionoleKousekech illr Wische fiaiialorbett <ITA.) Londo«. In London wurde die Ko», screnz für jüdische Sozialarbeit eröffnet Sie steht im Jusammenhabg mir der Dritten Inte malionalet Konferenz für Sozialarbeit, die wäh end dieser Woche m Londo» tagt. ' Bei ^er unter dem Vorsitz von D>. I: M K a r p s aus New Port abgebaltenen 4 ormittags iitzung hielten Ehiefrabdi Dr. I S Hertz Dr. Elaude G. M o n t e f i o f t und Sir Csmonl d'A oigdor GoIdsmid Begrüßung; »»sprachen Dr. Karpf erklärt« in seiner Erüssrungsrede, diese Konferenz sei zu dem Zweck etnbei ufen wor den. um Mittel und Wege zur Erleich! erung der Arbeit für di« notleidend« jüdische B -odllerung in Europa zu erörtern. Die Konferenz verd« sich mit keinerlei politischen Fragen befasse!.: sie sei ausschließlich der Beratung verschiedener Seiten jüdischer Sozialarbeit gewidmet. Iusbescndere die Trage wirtschaftlichen Wiederarsbaus werde bei den Berglungen drrücksichligt w rrden. Ebiefrabbi Dr. Z. H. Hertz hieß die leilnebmer an der Konferenz willkommen. Dr. Elaud« G. M o n l« s j o r e bezeithnele es als etwas Wunderbares, daß jüdische Mä »er und Trauen nch durch keinerlei Schwierigkeite > davon abschrecken ließen, zusammenzukommen, um zu ver das Hebel, das ift, eine Lösung Iuden- Diese über die zu finde deck jüdischen Sozialarbeitern «me der Problem« und ihre!ösungen von Erfahrungen mit < ozialar- Geißeinschaflen ermögliche,. «Für suchen, für all beit gekommen Konferenz werde bessere Erfassung durch Austausch beiter» anderer den jüdischen Sozialarbeiter sei er notwrnd^, nicht nur die Probleme innerhalb der eigenen liemein schaft zu ltudieren, sondern nach der Att < rztlicher Spezialisten sich zu be:-ühen, Lfcie «llgemeinen Protlewe ienrrnzulernen, „m die Methoden »er Lösung nuf die jidischen P obleme a»z»»e»dr». Wenn er aus die lange'Zeit von 60 zurückblicke, so sind« er, daß die A u f fa s su Lvjialarbeit sich gewandelt hat. Z" früheren wurde Sozialarbeit hauptsächlich durch II stützung geleistet. Er wolle gegen dies' mittelbare Hilfsarbeit nichts sagen: aber w seien weitergekommen und heute seien die Hungen darauf gerichtet, die Ursache» her Rot ausfindig zu machen und diese zu beseitigeji. damit so Hilfsarbeit überflüssig werde. Er hclte Zähren g von Zeiten r t er. UIIr alle Semü-! | Vorwärts, aber der T«md oäichoortet, schwere Mine»werfer schleudern ihr«! Eisenderge und dann lstrtzt eine Granate m»te» unter uns. Unterorfrziere, MannschaflenI lLffiziere, der Major in Stücke zerristien. man sieht und weiß mchts mehr... es ist ^alfes nur noch Welle und Fjlut, in der glühende «vprengstücke treibeg!und durch die immer neue Körper waten ustdjsich vorwärtsstemmen Tlnd das Letzte ist l ann ein heiseres Gebrüll, einige stürzen vor und alles drängt nach, unwiderstehlich, über Eisen, strüpp und Gestein... Der Tranzosi tapfer und bedient "sein Gewehr bis zum Augenblick... Es ift nach drei Uhr nachmittags, die < sonne scheint hell und hinter uns rauschen die J weige des Waldes- Und auf dem Tort wek t deutsche Flagge und flattert stark und leu im Wind c »der« G« 'st. «tzten die htend Sir Osnivnd d'A v i g d o r G o > d , über die ' soziale Entwicklung in der 4vrllwi,,'<t,,i, Die heutige Sozialarheit zeige üderal! : it:.\ von bloßer Unterstützung zu k o n '!, u 11 Aufgabeft übcrzugehen. Dcr Grdanlbi,rlei> der, junge jvienschen unabhängig und. rnchiig ,nachen. w ü r d i g i l> r e s Landes un.- Glaubens. Der Redner wandte -U, '„jü-n von der I^wckb Colonisation A'socia:ion , in verschiedenen Teilen der Welt geleiste en 3o' ardeit zu und legte die Bemühungen dar, jenigen, die vom Schicksal schwer getroi en den Ausbau eines neuen Lebens zu e: nöglh Die ItlÄ betreue in Argentinien bricis 3; Pkenschen, unter ihnen auch Zuden aus T eui land. Sie Ormond gab einen ilet-c, i die Erfolge jüdischer Koloniiationsarbcii « gentinien in den letzten vierzig I'^bkr". Icri. über di« in Brasilien geleistete Arbeil, m, meinden und Schulen geschaffen wurden. lä derle di« Arbeit in Osteuropa zur -'.1^:lulk» von Landwirten und Borbereilung der '.'.HeuW zu einem Leben in Uedersee. Der nächste Redner, Dr. M. 3- Karo», faßte sich mit der sozialen und Ausbau Zudentum. Er ging davon au», daß egabe der Dritten Iulernationalen Ko:z Sozialarbeit sei, die in der Arbeit siebeschen da^u zu veranlassen, Ziele ins '!ugef fassen, die über den Rahnien der : arbeil binausgehen. Der Gemrinschaftsgrdnnlr habe für die Juden eine besonders lic;e Ae! tung. Als amerikanischer Zude wisse er bcson! gut, wie sehr jeder Einzelne mit dem 2d)ii der Juden überall in der Welt oertnur'l Amerika verfüg« als Einwanderungsland über lange Erfahrung. Diese habe man bei der ° Einwanderungswelle in dem Jahre 1913 b!.- I! verwertet. Alle Länder, in die Emwanten nöglich ist, sollten es als ihre Aufgabe bttrachl^ die von anderen Einwanderüngsländern .x Erfahrungen zu berücksichtigen und eine pl mäßige Einwanderung oorzuber ten. Konstruktiv« Hilf« sei der Leitgedanle der modernen Sozialarbeit, während umniiies. Rothilse nur noch germgere Bedeutung bade. Z\ dem werde er niemals vergessen, wie de, a kaniiche Sozialarbeiter Dr. Bogen ihm eb en richt über seine Reise durch die Länder C 'lonroi gab und ihm tief ergriffen erzählte, daß :ae drucksvollste konstruktiv« Arbeit, die. er je-rals sehen habe, die M a s s e n v e r t e i l u r 0 Brot gewesen sei. Er gäbe Notfälle. - »nmitltihnr« HUfe die Ivnstrnltivst« Form von HUfe überhaupt darstellt. Man könne, fuhr Dr. Karpf fort, die -it sachen der Sözialarbeit wie durch «in M'lro'st oder wie durch ein Teleskop betrachten T zweite Art der Betrachtung werde der Koni«:' zu einem erfolgreichen Verlauf verhelfen. Es g' hier Sozialarbeiter für alle speziellen Bedürft und Hilfemöglichkeiten. Doch dürfe planrnützi Abhilfe für 'Massennöte nicht auser : gelassen werden. Auch dürfe man die Ourll jüdischer Sozialarbeit nicht aus dem Auge : lieren. Die Hauptquel!« dieser Arbeit -ei dl« jüdisch« Familie. Sie schaffe» jene Kräfte der Ops!erbtlei schüft und der G e in e i n s ch a f t. die 'ich allen Röten bewahren. Die andere Luellr 'ft hie Gemeinde. Die Stärke ihres Einflusses zeig« sich i» der^Arlder jüdischen Gemeinden in den Vereinig!«» 2 und Englands zugunsten der jüdischen 4lu»fderer aus Deutschland. Dieser Grwrinschaftssin« sei «in« »er Kr»sl«ii<>l' her Judenheit. Man könne gegen die Juden tämpsen, aber werde niemals gelingen, ihre moralische Kraft zerstören. Mit höchster Bewunderung verfolge^ die planmäßige konstruttio« Hilfe, di« von > Juden in Deutschland selbst geleistet wird, t sei hier das erste Mal, daß einheitlich und plo mäßig jüdische Sozialarbeit durchgeführl wird. In Vertretung von Generaldirektor Louis L uiwM hielt Herr Girmounski ein Referat über Gegenwnrieprobleme her Wirtschaft»hil>'- Lr betonte, daß niemals, vorher Hilf« für 0-^1 dringender gewesen sei al» heut«. So nolwin^ is auch sei, die Auswanderung zu fördern Hilfe in den Einwanderüngsländern zu leisten, »esteh« andererseits doch auch di« Nolnend'^.! öilfe unmittelbar dort zu gewibren. ie gebraucht wird. ' Ein wesenilicher Faktor bei den Ursachen üdischen Rot liege in der fnlsche, Berns»,lieder»,,. Di« Bestrebungen der letzten Zeit, den Weg 'krzeuger zum Verbraucher abznl'1 i «n, hätten bei der jüdischen Bevölkerung. ‘ 1 u einem großen Teil den V er mi ttlung«1 «rufen angehört, zu rin« schwere» ivire!

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