Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 27 (3.7.1936)
- Date
- 1936-07-03
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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•«Me r — Nr. 27 DerScdllL ^ERA^Q£BO^BCH88UHI^iODISCHB^FBONTSOLOATEN öprung des WetzrMetzes -- Mi -tu» der Frontsoldaten - bewegung des Auslandes Französische Ehrung jüdischer (gefallene! Durch da» „Feuertreuz". C beift kt L«t 'Xotqat keim Gottesdie»! ..? B-:S" oom 19. Juni angekünd: - . t n Vi a '! en « r jüdi' cher S t o n l •„.,!). Sie franzö-i'«« ’Pcrenioutip .,< c u j" uiroii dfeu; hat rar :• Ja; ' 5 2 ..;■ > . i:- 't ':eae;:tru?5e i..ie-:p .a tue De. •■Itictoue'• zu '(«aris itattgefunhfrt. tftotte-'-: ien-t vom C ittta. .'»irr voj v^rir Titteil , geleitet. wä.irend 'Jiabl'iit •. . : * i : . 2;.'tr: he n::it. Vidi' ' : .!! e “i . t e n . i . *.'e;fr-n K. ij;; t 7 •'. '... . . ' E ' -‘:V, ' ’ ■■■’, «raren l'i.utni Die cue an.-eren;<V e. r t : ■: Bunde und - 4! C . er'! tai'to:. i'cr ~ yV-V::!.'ii - '&■ Mi.ilarische (f<Kcnbc;cuqunq vor jüdischen «gefallenen lgedenkkafeln. Bndnveit. ..:i!o « ^.i>nchc FroniKämvser Tagung in 'Wirw. -M frt ■ li" e: u 2m: ■ roti . '.'■Ciiitoer : r :>• :.:Ji er; -5,! .rO.ua.: . al;a:ti:ü”;ti.; ’: a:ci Der ait: Ar I! .. .1 .;>art< au ’tlf’. ..i i fi: i rViuiiluereiii-rfaaJ teil. 'Not Se-’i t;-. , <:" Atoüt'u«waten CeitemiAs . r.::t ■■■■ Autztcltung genommen. Buncest-wm 4wlet von Ariedmann vielt Motto „Treue im l<a!(r!ai’V 2t<u< :un!" eine prr.qrt-'matiUt« Ansprache . al ■ bi; 71 u 3. >1* Xongrefe;, Des .:on or.j.rsviittet Front :;r.-tc. . .:.:•. y-in.-ffii-.ütt jjiit de, Sri-;:::,. su'istTii- \ V.;".S«R :u- : \u a-'" Len, . :■■ Bruch; .41g :u Dt .rferi. :: an 5er q«er : 31 nr:, , un! :tju~-:r!f 1. X:t Jyror.t'amerae 75 7 ,’t liic> i’.'.i Zeugen ia'ü: aar- Des iii»(.:!i'.vri!;i.3att für dai*at«:- HrOiriJiieb zwischen Zuden unk ■( ..un iit. o' unjatiiiqen MaNen ■lu'rt >(rie:! iilMupläser! seien ssreunk w ‘..tir:e-i : ^su; :n nebeneinander 0« . ' 'li-e;ru;:u: eiTporte der i«ertreie: e .iii>e au; sech;edn Var;uiiäi iu'U .ür''chek ssronlsolealen ä :.!U:.7 beteil:jt.?. 2chnkt!.5 •..tüt'efü iladtt'che: un5- .llicher Be >. _ette-o'. : rat 5et tfrotfnu iq de Ml!,:» T: erkadvinir Tr. Taqlliii! diq 5 .»egatroi.-'-n. die rn.er Bqraarra-- 2-! ien in die Füiaa.dHr e'".>ezog.ie 3m SlKhrg sprechend dem der (nesetzgebr die Dienslleift oom 2t Mai 1935 war ent* amaligen allgemeinen Stand« eine besondere Regelung für q der Richtarier getroffen. Arische Abstammung war als Voraussetzung für dm ättioen «Wehrdienst festgesetzt, Ausnahmen agf Lulashrng von Richtariern >um aklioen Wehrdienst lonnten nach bestimmten Richilimen «durch einen Prüfungsausschutz iugelnssen wertzen. Vorüesetzl« in der Wehrmacht konnten tzur Personen arischer Abstammung ngiben. | Wenn ein AngehSrig« der Ll««hrmacht oder der Büurlaubtenstandes eine «rhe mit Personen nichiarischer Abstammung eiiigiüg. so hatte dies den Verlust jedes gehobenen Tienjlgrades zwr Folge. Für die Tienstleistung der 3kichtarier im Kriege war eine besondere Regelung Vorbehalten, die noch nicht ergangen ist. 3n einem nunmehr > m Reichsgesetzblatt vom 29. 3uni [1936 oer iffentlichten Ä« nd «- rungsgesetze erschein nicht mehr der Begrisf Richtarieri sondern «nur noch der Begriff „3utx°‘. Ter L «griff 3üde ist im Sinne der Nürnberger setze aufjufaifen. Die neuen Beilimnningen auten wie folgt: Ein 3ude kann'nicht aktiven Wehrdienst leisten, i j Züdiich« B i!chl«ge können nicht Vorgesetzte in xr Wehrmacht werden. Die Dienstl rtst«»g oün Juden im Rrieg« bleibt besinderer Regelung Vorbehalten. Auch der Besgriff. der > jüdischen Mischling« naturgemätz der s rechtuchen Festlegung der 4lurnderger 'Ge etze entipiechend, so dah jüdisä-er Milchling »erjenige Staatsangehörige ist, der. von einem ilKr rwei der Rasse nach volljüdischen Grohe Iternteilen' abstammt. ie 'ür den S riegsiall »orgesehene besondere Regelung der T isstleiitung von 3ud«n ist auch in diesem Aende cungtsgeieÜ noch nicht enthalten. Dr. Ro. . 1 * : Juni l't Erfassung militärisch aurgelüldeter Asehrpflichlig« älterer Vebllrl^tchrgSuqe. Im Reichsgesetzblatt Rr. 59 vom 26. . 1936 wird eine Sero cdnun > tber bid Erfassung mllitärisch ausj ebilbeter wehrpflichtig« ält««r Geburtrjahrgänge veröffentlicht, der wir folgendes entnehmen: I Die Offiziere und Stauten aller kf>atlungen, die dem attioen ober! leurlaudtensianDe Des früheren Heeres, der Schutztri ppe, der Rtziserlichen Marine ober der R ichswehr angehört htben, haben sich entsprechend der durch die Rreirpcuizeibehörden erlassenen ösfeitlichen Betanntmachung persönlich bei der polizeilichen Meldebehörde anzumelden, soweit sie noch w e h r.p I i ch t i g sind und ihren Wohnsitz oder dauerrden Aufenthalt im Deutschen Reich haben Die A ehrpflicht däuert bi; zu dem aus die Bol endung de; 45. Lebensjahres folgenden 31. Mc rz. Da die Verordnung von wehrpflichtigen Deutschen pricht und^ sche im Sinne de; W< hrgesetzealle deutsl Reildsangehörigen (nicht n rr die Rtichsbürger) ist die Vorschrift auch str die d roon betroffenen jüdischen Lfsiziere und B samten uahgebend. Ferner haben sich alle feit dem 1. Januar 1921 au; der Wehrmacht oder der L< ndespolizei Lusgeschiedenen Deckossiziere, Unteroffi iere und Mannschaften. sowie alle Männsr. die! durch eine von der Wehrmacht oder Lanoespolizei! veranlatzte turzfriliige Ausbildung militärisch geschult sind, anzumelden, sofern sie einem älteren cheburtsjahigung als 1913 (in Oftpreutzeni 1910) mgehören. Evtl. Auskünfte erteilen die Wehrersatzl i«nststellen, isicht die polizeilichen MeldebeHorden. Die polizeilichen Meldehehörden iwerden für diese diele Personen in der Zeit von 13. Juli bis .22. August 1936 das Erfassungs »erfahren dufä>- führen. Es kann angenononen weiden, dah die! in den einzelnen Orten d>eröfkentlichen polizeilichen Anordnungen alle; Nähere ontholten werden. .i. waren. Bundesiü ner fxuptlnann von Friedmann s-ieit auch die : ^gnitzungsinsprache bei einem Empfang ber^ou; andischen Delegierten. Im Namen der judiickien Fr mtsoldaten de; Auslandes ant. wartete der Fulrer^dei jüdischen Frontsoldaten Bulgarien;, C bei fi Jabger. | Am Sonntag Pormitlag sand an den ,üdischen Soldatengräbern i«; Ientralfriedbof; eine eindrucksvolle He'Idengederkfeier stakt.-Auch in der Ehrenballe de; öfterrd chiichrn Helhendenkmals und am Sarge des frühe en Pundestanzlers Dr. Dollfufz -wurden ZZränze niederjrelegt. -Am Sonntag Abend begannen die eicentlichen Beratungen, an denen über 1X> auslänl i'che Delegierte teilnahmenl ' Auszeichnungfür jüdisch« Poiizisten. iITA.) Ieruswe«,' 26. ^unt. Der Leiter der Palästinapolizei, R: Iül B. opicer^. bot zwei jüdiiiben Polizisten, die die Mörber des am 19. April getöteten Elieser Bisutzkn ergnften und die Iasfaet Polizeistation vdr den Folgen . eines Bombenanschlag; dadurch gfrettejt Habei, dah sie eine brennschädlich m.ichverlie- Polizist und Auszeichnung r-ora-.-schlagen.! . ' ' Ott etile Gefallene öesfiefjrf örper# des Universität Heidelberg Tie Heidelbergtr lltrtrverfitßt, die älteste Universität im «stebiel e dctz' jetzigen Deutschen Reiches, begebt.in dreien Tageoi ihr 530jährizes Jubiläum. Hictan anknüpfend ist.»! der E. B.-Ieitung Rt. 26 ein Aufsatz etschi:nenU.dem wir die Mitteilung mtnebmen, Satz ft er Philosoph Emil La; k >1375 1915> ai; e r Me i. IJt i t gi i e b des Lehtlötpets der Ustivi rüfal Heidelberg im Weltlnrge -fallen -ist.; Wir selbst arecbjrrr hierauf noch näher eingehen. Richard Beer-Hjfmann Zu seinem 70. Geburtstag (11. 3uli 1936). Für unsere Kriegsopfer ktuelseube zRiiegsopferfahrls. Un'ere oiesjaktigej M,u■: jo;.5 rt u»a: nicht nur -! allen Teilens 'Ul U veira.;.. 55.: Teilne. rer ein volle:: E)spig 5 . erir sie war vor alterauch ein Beweis für ..- r f.7 -rilrare.t Ir'ammen ,l' r.«r Riiegsopfer uj.titei.-.ar.ter -a ' zw'.'chen >Leitung der Gruppe .z>' ee: Llilgllepern. Bepackt mit Futter und geile-- stell:«:'-Kd die Fadnterlirebmer am 21. Jahr ftm. , t" an-'!>.rla Jaraäf waren -:yon cti'nmuig -. Einaei> -:« rr« rettfoar besten. Ti« Fahrt »bi'ch.oiz l >5, ' 77 -: -rtlichstr-t Teü^ves nördlichen 2ch:r l-zwaldc- und 'ubrre üher Herrenalb Dob.". . Wi.'dad Enzklökerle — Zimmers «elr T derlellwa'gen Iavelderg.— Ealw — jjeiuau) Bid U:«te;«l» P'orzlieim zurück nach?rhr'stuste.s wo alle-- wohlbehalten ohne die geringste .uf.-re .. r innere Sch Mengtest eintrat, .'«ti Tbertel' iangen in l--rrlicher Waldgegend wurde - ie - rn den Tei.iehmern mitgebcachte Magen- "ckrl'," : 'd.tiRwn. wobei "gute Laune und Ftc .uifitS .it ifleiang und Muiik yn ihrem 'Jt|aft!a - 5'luch zweistündiger Paule ging die Fnlirr wcüer zum Iaoelstem, wo cüelegenheit zur Br iststigung der Ruin« in einer längeren Ruhe n: :T gegeben war. Tce qrön'.e Ueberra'chung wurde ab-r den Teil- >eh :ern in P.f o r z h e r m zu teil. Was die or:i,',e T Asgtuppe des R. I. F. in dankenswerter eet'.iidui'g mit der «Gemeinde den >ltiegsopfern aul. Einladung hin geboten hat, geht weit über «N Bal -ei des lieblichen hinaus. Der Vorsitzende Ü0'i. Tr. Robert Weil! begrüht« die Gäste in I.e.^lichen Worten -ich .'.e'en Ausfü! mw in -ei .er gedan eurer For > ch gab namc ns nd Xanror Mari schloß n namens der «Semeinvr ,en Ansprache an. Xam. r Gäste seinem Dank Ausdruck und oerchrach. iiÄ für eine baloige Revanche in Z'.arlsruh« «juxfetzo». Eine, von der Gemeinde und »er Crtsjrupfe gespendete reichliche Bewirtung schlosz «ich an und ein «llgemefnes Bedauern über ^ie stlotaendigteit des »rüden Aufbruches war die Folge die'es wirrli h arntrlennenswerten Iusammenhörigleitsbewei'e:. 4lach cinstündjger F<id>rt trafen die Teilnehmer -ehr vergnügt in Karlsruhe ein, wo ihrer im Hotel Nas'auet Hof ein Abendessen harrte, das von der Xtieg-op'etgtuppe (atlssuhe gespendet war. Hier begrüßte der Borsltzei de »; Landesverbandes Xam. Dr. Fritz Rosen e Idu r .die Kameradinnen und Xameraten berzlick. Xchn. Forsch dankte allen, uie durch ihre Spendtz die Fahrt ermöglichten bzw. oerschönetn K< lfen imd Xam. Vogel brachte den Tank der Tepnebm« in begeisterten Worten zum Ausdruck. : Es ist nur einä selbstverständliche Pflicht, den Trgaf i atoien der! Fahr», den Xameraben Forich,- Tlt. «>umprich und Heünann Lang, für ihre bis ins JUeinfte durchdachte Vorbereitung und Dutchfübruna den wirNich oerl ienten Dank auszusptechen. Dem Abendessen sihlotz sich noch eine stund« gemütlichen Zusammensein > an. welchem Xam. G o 1 d k ch m i d t seinen , Humor mit viel Beifall widmet«. I! -- Im Iahte des Xtiege) zwischen Preußen und Lestetteich wird Richard Berr-Iosmann geboren. Welche Fülle d«t Entwic elung in diesen siebzig Iahten, und welche Wand ungen des jüdischen Schicksals darin! Gftichwohl ist es, als hätte Richard Beet Hofmann diese Wandlungen vorausgesehen und ihr Ergebnis vonoe zgenommen/ Er beginnt inneibalb des Xteises der deutschen Xultur und wird schließlich zu einem d«t repräsentativsten jüdischen! Dichter in deutscher Spr tche. ' Sein bis- Keriges Lebenswerk zeichnet sich > icht durch Um-, fang, sondern durch Gewichtigkeit nus: es ist vollgepteßt mit Anschauung und Bec riss, mit Leben und Bedeutsamkeit. Die ersten größeren Veröffentlichungen des jungen Wieners fallen in die Zeit, ii der der literarische Realismus bereit» Mit den Richtungen des Symbolismus und der Nqutomanl k zu ringen begann. Es war dieEpoche.l in der Arthur Schnitzler feinen „Anatol"-Zyklus Iherausgcb, di« Epoche der Individual- und Lieoesproble ne. In einigen Rovellen huldigt auch Beer-Hofma lk dem Zeitgcist dieser Tage: aber bald hat «r se nen persönlich m Weg gefunden, der ihn, jnber «in« it nahen Ant ii an jüdischen Fragen und Dingen, z cr Demeinscha t, zu seiner Gemeinschaft pr^ckführt. Das berühnile „Schlaf lied für Misti am" spricht in schönen und lebenrnachdenklicüen Str, phen dies «Gemeinschaftsgefühl, dies Einaebettetseia in den uralt m Zusammenhang mit den Ahnen, c.us. Dann neuert das Sohnesdramai oom „tzrafen von L h a r o l a i s", besonders In der G stalt des „roü ii Itzig", den innigen jüdischen Antel des Dichter-. Dieser „role Itzig" ist so ei!was wie die Erneuerung von Shakespeares Shylock! er'steick dem Grafpn von Charolais ähnlich fordernd gege tüber wie Shylock dem Antonio. Aber in! ihm ist licht der eigentliche jüdische Tnp vertörperk, ionderi eine bestimmte Situation. der jüdischen Geschichte und des Ver» bältnisfes zur Umwelt. Den wohl ewigen jüdischen Typ gestaltet Beer- Hofmann in „Iaa'kobs Trat m". Iaa'koh ist der Himmelrträumer. der Seher, „voll von G»| lichten quillt ihm Nacht wie Tag" er fühlt daj Leid der Welt und versteht die Stimme von Stein und Quelle, et hört die Stimmen der Engel aub Himmelshöhen, aber auch den Gro! l des Gestürzten aus der Tiefe. In eiinein hohen himmlisc!», irdischen Spiel wird das schmerzlich Problem der Erwählung Iaa'lobs-Iiraels behandelt. In ein, dringender Frage und Antwort, in gigubiger Zwiesprache mit den Engeln und der Stin me des Herrn, in Iritischei, Zweifeln mit dem bi teren Gotteskritiker Samuel liegt das große und noige Problem des Judentums beschlossen.| Religu n und Xunit sind hier vereinigt. Dichtung und Shilosophie in Harmonie. Ein Lyriker uiird zum Ränder des Weltgeistes, von dem es heißt: „Ihn grenzt nicht Raum, ihn zirkt nicht Zeih". So wird Iaa'kob zum Dor-Typus allen iveiteren Judertumr, „Iaa'¬ kobs Traum" mit der Erioählung Israels zum Gotieskämpfer zum Vorspiel aller a eiteren Werl« Leer-Hofmanns, zum Präludium, drs mit feierlichen Qrgeltönen und hymi ifchen L ibgesängen einem andern „Vorspiel im Himmel", dem Goetheszum „Faust", nicht unebenbßrtig an die Seite gestellt werden kann. -. Diesem Präludium soll „Die Histoii« von Xönig David" folgen. Der LeffeMlichkeit liegt das erst« Drama, „Der junge Tj a o i d", - bereits vor. Im Tempo nun gemächlicher, rollt »as Geschehen ln breiten Bildern dir zur Rönigsftö nung in Thebron vor. Die Parteiungen für un> gegen Daoid und Saul werden gezeigt und l as Leben in biblischer Zeit in verblüffender Ansch ulichkeit. Daoid ist der jung«, strahlend«! H«>d, o,n der Lieb, des Volkes auf, den Schild gehoben, «in „wundervolles Bild aus Gottes Hand". Gläcbig und be> scheiden spricht er davon, datz er nur ,ein BaueruihjruaßfcSi&f* «»saken im Sowjet Heer. Ein kürzlich herausgekoimnener Erlaß r-; gü kommiisars Woroschilow ordnet di« Aukiiig^zl Xosakenformationey innerhalb bei j' Arme« an. Di« Bedeutünä dies«; Eiiaisedari», daß die Xosaken noch bis va: furjer als Feinde des Sowjetstaates galten, und sie von jeglicher Dienstleistung im Hm schlossen waren.! ' 1 Die Rolaken sind eine .eigenartige Mischung! Bauer und Soldat. Ini Zarenreich g«iw!s«,I in jeder Beziehung ein« Sonderstellutq un:k hörten daher auch zu den treueilen Unteiltz ihres Xailers. Die Xosakengebiele liatten eigene Verwaltung, an deren Spitze der je» Zarewitsch stand. Si« waren in soger.annte nizen, diese wieder in Bezirke eim;e:f.it. 17 Jahren trat der junge Xosak in bcn dienst. Er hakte seine vollstätidige Apung - zubringen. — bei den beratenen. Truppen , dar Pferd — und erhielt dafür vom Stz ein Stijck Land als lebenslänglickten -jvtzz. Dienstzeit dauerte 12 Jahre, von de en die eß vier im attioen Dienst abgeläistet wurden, wtdä di« übrige Zeit nur mehr bis BeceiLchnst-il zu bezeichnen war. Allerdings wurde der jährlich zu größeren Hebung«! eingezogen, diel manchmal im Laufe eines Jahres nzebrn-als »:i| holten. I In Wirtlichkeit blieb der Xolak aber wi jm Leben lang Soldat, wie er ruch sein,' eigenes Uniform niemals wieder abl gle, ganz gleich.) er im Dienst war, oder ob!t Felda . et lei Der Weltkrieg, wo die Xost lenbeere . u jloJ gent von über 250(XXI Msnn stellten hat! lehrt, daß sie zu den besten Truppen rRuftld gehörten. Besonders die Raoa lerie, die dort iu| ordentlich stark vertreten wa , war als gut könnt. Das galt von dem Menschenma'.erial t wie von den kleinen, aber! schnellen und dauernden Pferden. I Rach der russischen Reooluhion im Iadte lß fielen die Xofaken bei den i neuen Älachtba! in Ungnade, und ganze Soljtien - - das üt einer Xompagnte bzw. Schwadron entlprechende > heit — wurden deportiert oder hingerichiet, inan sie weißgardistischer Umtriebe bezichtigte. Mißtrauen wurde schließlich Io groß, daß sie von jeder aktiven Mitarbeit, im Staat;'« und somit auch im Heere ausschloß. Wenn Woroschilow sich jetzt entschlolscn wieder Xosakendiotsionen aufzustellen, so du.-sj dafür ausschließlich militärische Rücksicktteii r gebend gewesen sein. In Rußland spielt die oallerie auch heute noch eine große Rolle, auf so wertvollen Nachwuchs wollte man auf Dauer nicht verzichten. In Erkenntnis der fache, daß der Xosak treu an feiner Ttadi: festhält, hat man ihm auch jdie bunte Unifd der Vorkriegszeit wiedergegeben. Es muß steil dahingestellt bleiben, ob es Gelingen wird, q dem Xofaken einen ebenso treuen Sowjet-Bürn und Soldaten zu machen, wie er einst ein tt-u Untertan seines Zaren war. i H. Ij eh" vor der festlich jubelnden Xrpntingsfeier in bron. Saul aber ist der Mißtrauische und aus 1 oids wachsenden Ruhm Eisersftchlige, der lcha mutig seiner gefallenen Größe, nachstnnt und ein oom Geschick Tlerlassener fcjllt. Auch die ho) Ahne Ruth geht noch durch dieS Werk, veredtl ein Götterbild, mahnend und ratend. Die di rische Erfindung Beer-Hofinanns, die mit dem ltschen Vorbild frei schaltet, schafft auch sonil Eigej artiges: so den Liebestod Achtnoams für ihrj Galten Saul, und Maa'chqs, der Tochter Tdelä mal; von Gelchut, für David. So erhält das P:ä blem der Erwählung auch für David einen chmcq lichen Sinn: die Xönigskroue wird ihm mtljen Schmerz um die geliebte Frau: Erwählung ist n2 Wahl, sondern Pflicht. Von solchen Ersindungen ab» abgesehen, die'.« Beer-Hofmann ein wissenschaftlich getreues Bild da bibljschen Judentums, bei dem zu bewundern dleiftz wie sich gefühlsmäßig-gläubiges, aber von ul! Engherzigkeit freies Judentum iri Verbindung einem gründlichen Studium der einschlägigen Äccd ologte, Bibel- und Religionswiffenschast in d>äü rische Anschauung umsetzt. Es ist nicht das bid.: fche Drama früherer Zeiten, was hier vor uns lied das entweder in dileltantilchem fstonoentionalismeß nieberte oder krampfig sich in. üewagten Ausdecl tungen erging. Sondern BeerstHofmann oedn« nicht mehr und nicht weniger als mit «inet hiltoirtz fündierten Dichtung das Weihefestspiel für jubiuM Bühnen zu schaffen, das eine Rejh« verehrtet Italien heroischer oder heroisch-idyllischer Betgaie genheit in glanzooll-ariftokati|ch«r Auffassung oer-1 einigt. Die Romantik dieser trotz mancher Reali; men idealen Welt ist äußerst anzieheild: ein Ge-I sletteich schimmernder, verklärter Gestalten össn-tl sich. In ihrer Darstellung bietet 1 best XuiüirT bund-Theatern noch «ine würdige und wichtige Au> I gab«. Möge es dem Dichter, dessen Wohnsitz jetz'I in Palästina liegt, vergönnt sein, sein Werk de:' dichterischen Vertörperung glanzvoller! Vergangedheit zur Vollendung zu führen. - Xam. L. $ | dich!» llu-J.re k ALLIGATOR da» sind 9 u I r ludcrwore UNSERE VERKAUFSGESCHÄFTE. lint, Ab HaapttabakoeU I Bocbaa. KertuaaciaSa « I Fraakfert iH. Boteaekt ti | Zaaeala. Otiaakach iH Baella. TaaaaMaaatnAa U HaBbafl, jiia«Braall«s 43 Ksla a.Btu HeikBeiai» IIS Eaaaa UMhaekaeiata 10 Vappartal-HbarfaM. Hmupaeiaii 3t