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Der Schild · 1936-06-05 · 23 (5.6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
23 (5.6.1936)
Date
1936-06-05
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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t - ttt. B HHAUMIBUi I kScdiw I JOOWOHC* raaNT8OL0ATCN IV. V« Der {Dehrgeöonhe in Der jfiö. Nationalbewegnng _ S*tk(ni(tla*g: Da ■>’(!< Zeitschrift ihr Augenmerk alle» krfchrinnnge» der Bergchng euheit mH Gegeuwnrt zuwendel, die he, Wetzrgedaute», dn» s»kh«tische Element t» I« h««» I » m dies«eile», gehe, »ir de« folgende» Belirng Rau», »h»e I» »er>ch»eiße»^ daß kn Berfasser Mitglied »er Slaatszioaistischra Okzaailario» (Bereiaigre Renifioaisten Deutschlaude) ift lf»d hi» Kriile» ,,s«re» Btzade» ser»sttht. Wir ide»iisi,iere, »»» ,icht »i« seiaea pnliijsche» Auffassuage», »en, »ir hier — je» Zeit» »Iler imierjidilche» Richt, »qsuulerfchied« — tiwi sachlich« Daastelluuß wieder,ebeu, die der «ufmertiamkeit s»ld»,ii» i» tirilierter Le'er, »,ch im Kind«« ,»f die »er- Di. Schötft»,. zeitig» Lag« i, Pakastiaa, V Änian^/war di« Tat! ichee :ei» düeite Diele Tat hieß Scbartung dc: p>d:-'chrn Le-iion! :i Weltkrieg. Sie i't die Schöpiung Wladimir l Zt<3<> Jac.-tinskns. deheurigen Prälidenten'der cke. zi-.-nstl-ch-'' crepi-ioniililchenl Weltorganisation. Schon kurz naE.^Beginn de; Kriegkakle er erkannt. dag -die "nationalen fln:prüdic des Zionis . „us i'J Palästina/ in einer Z-ir. in Ser alle Pölier :i-r wertoollstcs <9ut Menlchen ' aui:- Spiel 'c.zlet:. in B«N«''entz.il geraten mühte». da - Ralionaljudenfam nicht ebenfalls leine — L pkerireudigkeit ^und irin-atzbereillchart unter Beweis stellen würde. Bereits in, Winter, lala, -einer Ankunft in Mrrandri.'ä. ,-.^..>anen daber Jadormskys Be- -äbungea, um dir Schaffung der judilchen Legion . a'zuberciren. Dl-' damaiige türkt-ch« Regierung narre der -rabi>7,en. Poii^i in Palästina Befehl erteilt. Jndcn ,n den Straßen «inzufangen und >ie in Baske ru treiben. Die Polizei entledigte lich die'er -.'lu'gale mit größte: Hingabe. Die'e Veilriebenen. J..l:alin4kn in Äleiandrien vorjand, waren den "Engländcrn in Flü-n.l-".gslagern unlerl'bracht. Sie legten lick aus r.len Schichten zu-, ammen. Es waren Kautleüle. Handwerker, Gnm -a'iasten -ru- I -la. .B-rEij-ckie unter rdnen. Riena!ki't ' auizukiären gelungen, nach welchem -. Snste " d>e Auswei'ungen. erlolgt waren. Zn Aleiaudrlen veian? lich auch 2e: damalig« üeütttänl Jo-er Trumpeldor- —.der einzige Jude brr -s in »er rüllilchen Porkriegsarme« dis ZU'N C fr irrer ge-rächt, der IM tu--ilch javanischen etr-rge ei de- Belagerung von Port Artbur leine l'nke Hand und den größtes Teil des Armes | verloren l. Ute PeJ-erchungen zwilchen Jabotinskn und Leutnant Trumpeldor führten pir völligen Ue.-ereinstinnnLng über die .stottocndigkeit einer 'lüki.'chen Legion Da :üer dir P-raus'etzuiigen für die Au' stellt."., der Legion otickl schnell. genug verwirklicht werben konnten, 'and Trumpeldor es nicht unter -keiner Würbe, um die Einlatzbeeeit'chaft des Rational-Judentums iür leine nationalen Wünich« gnler Beweis zu stellen. .vorerit die Schaffung -der Zion Mule Korps anzultreben. das unter oen Befebl des Colonel I H. P a t r e r f o n ge irellt wurde und mir dem Trumpeldor als Eapiain - Haupt,nann l md als he-stn Skellvenreter „ach Gallpoli .ging. Die hervorragende Anerkennung.' kle diele kübl'ch« .-.E'cllreibertruppe" lcitens des chrlt'lichen Döerbere'ü-aabers der engn'.chcn Streitgelgnrtenlilalipoli- Armee. General Sir l i t o - fand, kam in einem Brief zuni den Dir Zobn nach B'endigung des schrieb, .-I-' arbeiteten mit ihren ruhig während de;^ ltark'len Zeuers und meiner'Anncht n-ch logar einen lr.i'te der Zahn H a: Zelozuge, Maulelelu fcciefer de döbercn Grad von Mal. als sie Soldaten der ,,ii> rt'chüyengräben da jene doch die Aufregung res unmitteldaren Kampfes baden, die ib-nen zum Slanbbalien oerbilfr Der er>te Rommandank de; ,sion Mule-Corps, l er chrilrl-ch.' Dberfrü. J. H Pail-r'on. schuf di«kcr itionskransp-rrltruppe ein Denkmal in leinem Ban „ikültü tde Zioniils in GalipoN" - kerlchienen im Berlage von Hulchin-on 11. Co.. London». Hierin erwähnt er zu den ver'chiedeniten Malen een „überaus tapferen"' Trumpeldor. Ze-V ltehl „'.ne >°el!s nach Zabolinskris eigener Aussage, daß iln, bi- Criitenz diele; aus in'.»,! Mann beliebe, :.'u Ztpn Mule Corps, das in allen ausländi-chen Zei tungen und Rriegsbüchern Erwähnung fand. Türen zu den franzöäkchen und englilchen Rri-u „nd ZunenninUterien und damit den Weg a ' Schaffung er Cudi-chen Legion öffnete. Znzwi'che" war Colonel Z. H. Patter°s» a Rek»nr>-ri«'t«nt.nach- London gekom-t n. wc- " k»f»rt mit Zueolinsln in Berbisdung 'erzre « s diesem C der Durchletzung s-k,:«--- Pl-rne Seite llanb Das Rrmmanbo über di-, Nfa'e-Roro-- hart« er dem vom H-'.'apr-«d-nr L.-erltleulnant reid-rderlen Trumpkldor Rach e,ir le'-'n Aü-keinanderC-rzunae». t i , Hauptiache mit Rrci'en der englisch,üö'' - '-elllchaft geführt werden nunten. ze! rn-, tinrko erd'lich die Schaffung emer ü : i; >ur die Zabilche Legion. Die-e lre.lie Rr. lü im i-j. ircRöoret "Bataillon bar dienten aus'chll-hiich Zuden andre g«k«yter Da inzwischen bas Zigg aküle-Rorps ut-l, rem Zu'r—-l-iuck der e, ' i'ch- Gr.Iipoli Crpc dilion demobil'nerl worben -«-..,r. tne'.deken 'ich a: eilte 12=: Soldaten des Zion-'Nul Borgals Zier willige >um Rompa grie klärte Mgjor de; damalig.'--, irnskr) geg-' >«N«'k: wer, . oerlteben. dann könne Sie ZI>r>s Crfosges gewiß lein. Die Stimm l"g iür eine jüdilch« Legion ist bereKs vorhardcu, -owobl bei der Regierung als auchinnerhalb der ergli'chen Gelel schcft. Jetzt hängt alles von die'er ..Reimzelle" ab. Mit dieser kleinen Rompa-inie zionillilcher Soldaten steht und -iaZst nun Jbr gan-'er Plan." Endgültig entkchieden wurddie -Aufftellung der Legion — wie »awal? viel ^ritilche Fragen — durch die ein reulige „pro" iormulierle Stellungnahme der „Tinies". zu deren Hauptschrittleiter Skeed Jaiviin'ko gute Verbindung batte. - -^Cs iit mrerhalb des hier gegebenen Raumes unmöglich, auch nur «ine einigermaßen umkalscnde Borstellung von der Lorgelchicht« und der Gelchühte der Züdilchen Legion zu geben. In seinem Buch „Die jüdi'che Ldgion im Weltkrieg" , erschienen im, Judilchen Verlag. Berlin» gibt bolinskn »ine erlchipkend«. höchst intere-sante zur ,-on >- > ^Zug chi-'d rin-- .sug Rr 16, ' 's -ab 'ierstjüdilche :f;er Wordn ko- T -. mls :r Am-rn. einer d" fühti-7.— Köpfe eiaiilkbe:! K-i r •> ‘jrit-.T'Uni?, Jabo- 'tv. "nT > na! ■<„ Ihr- „Keim- 3“rc -trichtig auszuwerten Jag« 5. 3»«i kchlchtlich« Darstellung. Erwähnt sei nur ntch, daß Jäbotinskn '«ibst in dem Augenblick, in jdem er di« Ausstellung der', Legion durchgesetzt hallte, als einfacher Soldat in diese eintrat, als gemeiner Soldat mit d«m englischen jlriegsministrr, den höchsten Dfiizieren de; War-Lisire und den damalsführenden englischen Politikern verhandelte. Erst cie! später'wurde er Offizier. Zur. Legion, .d.,b'. zu den» drei jüdischen Ba tailloren der „Ronal Füsiliers" meldeten sich weit über 10 OOO Freiwillige Sie wurden, estigestellt mit der Berlicherung, daß ste ausschließlich an der Palästinäsront Verwendung sinden würden. Zum Einsatz an der Palästinafront kamen tatsächlich über 5000 Mann. Bon den drei Bataillonen bestand da; 38. zum'größten Teil au; englischen, da; .39. au; amerikanischen und da; 4D. au; palästireilwchen Juden. Das 38. Bataillon wurd« von Colorel I. H. Patterson befebligk, dem ersten Kommandeur de; Zion-Mule-Korp«. Da; 39. Bataillon - befehligte Colonel Eliesa Marg o l i n. beut« noch aktiver Offizier in det auftra jilchen Armee: das 00. Bataillon bewhligten 3 Colorel; nacheinander, Colonel Samuel, Sohn tu späteren ersten Oberkommi'sars von Palästina Sir Herbcrt Samuel, dann kurze Zeit ein Richtjude Scott: und endlich bis zur Auflösung jColonel M a r g o l i n. Das 36. und 39 Bataillon wurden vor dem 00. aufgelöst. T, Das Eierzierieg'.ement in den 3 jüdilchin Ba tailloren der „Ronal Fuljliers". war da; englisch« in Iwrith tReuhebröilchi. D'e'es „Targile Miskltar" ist basleibe Eierzierrcgle'ment. das beute »och .in der Haganab iWehnporlorganisationj.- im Betar. im Brit Hechajal »Bund' „Der Soldat"» auf der Betar-Marine- und Kadettenlchule im HafeüiLivilarecchia bei Rom und in der Betar FIiegesschule in 'Riga Gültigkeit bat. ' Die Uniform war di« Käkiuniform der engli liiEen Truppen mit .jüdischen Enblem de« Me norah als 'Kokarde und der Bezeichnung .,J u dean Reg-iinen t". Da» Menorah-Bbzeichen mit dem hebrSilchen .Wort „Kadimah" <Dorwärt»ks und den Ehrennamen „Jewiih Regiment" erhielten die 3 Bataillone nach dem siegreichen Kriegsende als besondere Anerkennung ihrer Tapferkeit verliehen. Uebrigens batte das .38. Bataillon nach General A l le n'b h s, des Oberdefcblsbaber; der eagli- Orienttruppen, Frontbericht .den Jqrdon Uebergang bei - Um Elch - Schert erkämpft! j ü - d i sch e Truppen woren es allo7 die den Schlüssel zum anderen Jordanuler de-chaf ten, belondeis bemerkenswert im -Hinblick darauf, daß Traesjor danien beute aus dem Bereich des jüdischen Ralionalbtims'ausgefchallet ist. Der kürzlich verstorbene Feldmarlchall ' Lord Allcnbn lchiieb damals enter anderm in einem offiziellen Rapport-an leine Regierung: „Hauptquartier.- am 24, -Olkober, 1918. Bei den Lperarioise:i am Jordan. Der Feind hält die Ucbergangsbrücken. Seme stärksten . Po'itionen ooN M. S. Sckeckt. A n!!2. September frühmorgen» anfa„gen. Da; 30. Balaillan har die Brücke von M. S., Sck>cch! eeob.r!. ^lle' kampffähigen Soldalen beleiiigken nck» an der Schlacht. Führten alle» durch, was oo:i ibne:, verlangt wurde. Ich muh aüf.ihre guten Kampfmelhdden und auf ihr Menkch-'iimaier-al Hinweisen. Des bezieht sich auf da» 38. und auf da; 34. jüdzjich« Bataillon." i''-ege„uber 542) jüdikchen Soldaten,, di« 1918—19 in Palästina stanben, waren jts im Frühjahr 1920 „Hamlek" im Hamburger Kulturbund. Der Hamburger Kulturbund erreicht« zum Saii'ckluß noch einige munkalisch« und schauspielersk: e HöbexunNe. Da; Kammermulikkonzerl von i-u 'a hervorragenden Künstlern wie Deiieral- .ukiN-^ektor H. Ä. Steinberg «Pianos, Dr. I. S ,i t o i„ .«Cello» und Annie Steiger- '? - tat -Bioline» brachte . Sonaten von Brahmr, Beethoven und Schumann und riß durch feine rol'etbeie-Wiedergabe der ilalsilcheu und romanti'chea Werke zu Ovationen hin. D:s Schaulpiel unter Dr. H. B ur bäum» Leitung halle sich an- „Hamle't" herangewagt und führte ihn in origineller Art durch. Die ungünstigen Bühnenverhältnisse wurden durch «ine , eniale Bühneneinrichtung weltgemacht, und Teres« Robinson Hütte «ine Bearbeitung de» Sichlegel-Tieckichen Tert«; oorgenommen,- di« ohne fühlbare Lücken die Aufführung in zeitlich möglsthrn Grenzen dielt. Heinz Friedeberg war als Hamlet zuerst etwas befangen, spielt« sich aber dann frei und riß da« Publikum völlig, in seinen Bann. In der »übrigen- Besetzung 'war jeder in «einer Art anz-Platze: Juliu» Kobker al» König. Anna Barabara Sqchse al» Königin, Carl Hetnz I a s f e als gtoratlo, Willy Ktu» czin » ki als Polonius. Rorbert Kodier als Laerte«, Mar K ö n i n s k i als Totengräber und Güldenftern, Anneliese Tö!pfer als Ophelia, Fritz Melchioral» Schaustklejer bildeten «in vollendetes Entemble. Die Aufführung war für den Kulturbund ei» großer Erfolg. Sie wird auch anderwärts im Reich« gegeben werden. . Als letzte Darbietung gab es einen jüdischen Bolksliederabend unter Leitung von Ober« tanlor Hermann L i e b e r,' der durch einen ideenreichen, umfallenden Bortrag von Oberrabbiner Dr. C a r lp b a ch über „Kunst- und Bolksgeijing in Israel'«ingeleitet wurde. \ Jüdisch« Äontponiften. Berlin. Werk« umere» Kam. Karl Wiener bildeten den überwiegenden und' interesfantesten nur mehr 0001 Anfang IS21 wurde auch dies kr Rest demobilisirrt. Al» e» gegen die Warnung » Jabotin»kyr »nr DemobÜisation der Jüdisch» Legion kam, nchtet« er an sein« Soldaten im letzt » Lager bei Rischon folgend« Abschiedweorle: „Fern Deiner Heimat wirst Du «inst in Dein:r Zeitung schön« Botschaften lesen, Botschaften vhn einem freien jüdischen Lande, von Geschäften und Universitäten, von Dörfern und Theatern, oiÄleicht auch von Abgeordneten und Ministern. Dann wirst Du besonnen dasitzen, da« Blatt wird Deintn Händen entgleite», und Du wirft Dich erinnern an da» Jordantal, an di« Wüst« der Raffat, in die Berge Ephraim bei Abuein. In dieser Stunde lallst Du Dich erheben, vor Deinen Spiegel treten und stolz in Dein Gesicht schauen. Recke Dich gerade wie damals in den Reihen des Batailloi s und salutiere Dir: Denn da» ist Dein Werk" Di« blutigen Pogrome, die sich in Paiöftii a nach der Demobilisation der Jüdischen L< ereigneten, bewiesen die Berechtigung der $ nungen und Forderungen Jabotinsky». Daß soldatischer Geist in jüdischen Kämpfein 'lebendig ist, hat der Heldentod Colonel T r u m pclbors am 29. Februar 1920 — 11. Ad,:r 5680 — bei der Verteidigung der jüdischen Sie'-- LpkülhKenntnis — Dotbütifnoiing (fit ftusmanDe lung „leMEbaj" (Hügel de» Lfben») gegen ij. risch« Araber mit seinen ergreifenden Äetbenqg erhärt ei: „En dawar, tow Icstnut bead AtuZ «Macht nicht», «; ist schön, fülc unter t'iuii fterbrn!) J Zur wehrhaften Erziehung undj Erfassung der - schen de» Staatrzionismus-Rehilionismus btentl dessen Weltorganisation, mit dör die Staats)^ 1 sch« Organisation in Deutschland keinerlei org«. torischen Zusammenhang hat, «e Haganah-Ora, satlon (reine Wehrsportorganisation): es folgt] Betar, der die Menschen bi» ium 18. Lebe, ersaht und vorbereitet. Rach Ableistung der tärdienstpflicht in ihren Heimatländern tomina] ehemaligen Betarim in den Biit Hechajal ,j „Der Soldat").! Die Betar-Marine- und Kadettenschule i-, tarecchia bei Rom gibt ihren Absoloenlen «Leli» heit, nach Dienstleistung aus dem jüdilch.-n Ttz schiff Sarah l. da» ttalienische Kapitäns- Offiziersdiplom zu erwerben. Dies« sowie die K«,I Fliegerschule in Riga werden von jüdilchcn bezw. Fliegeroffizieren geleitet, wertige Ausbildung der P tragen. Cricb foackim fferntstackt. Herlin die füt bit gJ Diannschaflen 3d| S*t büfMtrtta »*r 8*«n ü> v«, Ischl«»» i« ■m («tfim»«. letz» »»»chl»»>»«n« A«lche»st: Die verstärkte Auswanderung nach Ueberfee, dj> im Herbst 1935 eingesetzt hat, hält^ unoermindeit an und richtet sich vor allem nach Südafrika, den Bereinigten Staaten und einigen s ü d a m e r i k an i s ch e n Ländern. Bei der forli geschrittenen wirtschaftlichen Erholung der meisten bietet Länder _ könnte man die Aussichten unser« Auswanderer 'trotz der bekannten Schwierigkritee des Kapitaltransfers und trotz der ungesunden Be] rufsgliederung der deutschen Juden al; verhältnisj mäßig günstig bezeichnen, zumal dir großen aus ländischen Organisationen, wie di« Jra, di« Hirent und di« verschiedenen Hilfskomitee» bei der Un» -terbringung der Reu-Eingewanderten unschätzbar» Hilf« leillen. Demgegenüber mehren sich aber in letzter- Ze-'t immer stärker die Klagen, daß unsere Auswanderer selbst verhäng] nisvqll« Fehler begehen, die nicht nun ihr wirtjihaftliches Fortkommen erschweren, sondern auch «ine unerträgliche Belastung für di« Arbeit den ausländischen Hilfskomster» darstellen. So liegt ein sehr häufiges Berfchulden unserer Auswanderer in ihrem mangelnden Eifer zur Erlernung der künftigen Landessprach«. Es liegt auf der Hand, daß der Ermoanterer auf wirtschaftlichen Erfolg in der Regel nur rechnen kann, wenn er die Sprach« seiner neuen Heimat von Anfang an wenigftens einigermaßen beherrscht und sich dann im Lande 'elbst möglichst ralch in ihr veroollkommnet. Dies gilt natürlich in besonderem Maße für die Ansehörigen der kaufmännischen und akademischen Berufe, die ohne Beherrschung der Landessprache als Arbeitskräfte meistens geradezu unbrauchbar lind. Trotzdem wird immer häufiger aus den überseeischen Ländern berichtet, daß kaum ein Neiner Teil der Einwanderer auch nur über die bescheidensten Sprachkenntnisse verfügt, und daß viele, wenn nicht die meisten, sich einfach darauf verlassen, sie würden die Sprache schon im Einwanderungsland« sozusagen von 'elbst lernen. Allein innerhalb der letzten Tage sind dem Hilfsverein au; Südafrika, aus Columbien, aus Argentinien, Uruguay und Brasilien heftige Klagen über di« Trägheit vieler .Au» Wanderer in dieser Hinlicht zugegangen. So klagt u. a. das Hilfskomitee in' Bogota (Columbien), es müsse immer wieder feftstellen. daß die Einwanderer fast ausnahmslos sprachlich, psychisch und Teil de» Progiammes eines „Kompositionsabends in Berlin lebender jüdischer Komponisten im Haus« Weil. Alletz, was man von Wieners Schaffen zu hören bekam — es handelt« lich dabei um Arbeiten au» früheren Jahren und offenbar oerschiedenen Periodest — trägt den Stempel der Könnerschaft und einer aus dem Durchschnitt der zeitgenössischen Komponisten »ich heraushebenden Jndividualftöt. Im einzelnen sind natürlich Unterschiede festzustellen: Die alksdrucksstarke Dertonuna von Dehmel; Gedicht „Mein Wald" ist ein Wmf, der die übrigen an diesem Abend gehörten Lieder weit hinter sich läßt-, von den femgezeichneten „5 Stücken für Violine und Klavier" erscheint da; sehr aparte letzte („Ruhe") erheblich bedeutender al» die vorhergehenden mit Ihrem etwa» populären Einschlag: und unter den 3 geistvollen Klavierstücken für di« linke Hand allein, di« der Komponist selbst mit bewundernswerter Bravour spielte, darf das erste („Präludium") für da, stärkst inspirierte und formal geschlossenste gelten, obwohl nach der wirkungsvollen „Ballade" (Rr. 3) ein Dacapo verlangt wurde. De» »eiteren enthielt da» Programm drei geschmackvolle Lieder von Fritz L i f s a u « r und eine Grupp« von Liedern Walter Hirsch, berg», unter denen einig« Morgenstern-Vertonungen besonder» ansprachrn. AI» Ausführende machten sich Werner Lywen (Geige), der Bariton Heinrich Korn und Dr. Willi Aron (außer den milwirkenden Komponisten Karl Wiener und Walter Hirlchberg) um die gebotenen Werk« verdient. «am. L. M. * 3®«i in Berlin lebend« jüdisch« Komponisten kamen im Rahmen der „kulturellen Der-' anftaltungen bei Weil" mft'j« einem eigenen Konzert zu Wort«: Jakob Schönberg und unser Kam. Serhard S o I d s ch l a g. Beide erscheinen dem Wesen und den Ziele» nach völlig verschieden: beide aber dürfen ihrer Begabung und dem Gewichte ihrer Leistungen nach erufte Beochtung beanspruchen. Jakob Schönberg stritt inmitten brr Problematik der musikalischen Moderne, beruftich völlig unvorbereitet 'dahin käme, sich so „selbst die allergrößtenZHindernisle für' Borwör1»kommen" bereiteten. A einem Btiis « La Plata (Provinz Buenos Alices, Aigentbij« vom 0. Rai heißt es: „Ich habe hieb sehr gO Ein^elschicksake beobachtet und höbe ferner mit gl len Herren des Vorstandes des argentinij^n Hj» rereins gesprochen, die sich mir1 gegenüber ziem« deutlich ausgesprochen haben, und habe vadei ftf gestellt, daß eigentlich alle diese UnteibaUwigs mehr oder minder eine Beschwerde über die , kommenden Emigranten waren. Die Letzte lö. die Einwanderer), stellen immer! wieder! Pergla mit ihrem früberen Leben an! und wollen ] in seiner Weise umstellen. WenN es hier Fingibt, wie mir «in Herr oersicherjl«, wv «r 9 |w3 Leute untergebracht hat, so muß er poch tc| ertra einen Dolmetscher haben."! * Andererseits erhält der Hilfsverein abcf auch in mer wieder Briefe von früheres, Auswaudneö die zufrieden darüber berichten, wie schnell I dank ihrer früheren Sprachstudien Stellung q» fanden haben, und welch unschötzbaren Roriis es für den Einwanderer bildet, wenn er Landessprache, und möglichst außerdem noch «q Sprache beherrscht. E, verdient isachdrücklichste tonung, daß die Kenntnis der englischil Sprache auch für Auswanderer nal Südamerika, insbesondere na türlich für Kaul leute, eine außerordentliche Hilfe! bedeute!. nöl wichtiger ist allerdings die Kenn! „is der dortig» Landessprache, d. h. im allgemeinen de» Tpaw schen und für Brasilien des Portugiesischen. 19 ist deshalb unbedingt notwendig, daß jeder einzig Auswanderer, ganz besonders wenn er öffentlich Mittel in Anspruch nimmt, schoii in Deulschla« dl« Sprach« seiner voraussichtliche« Heimat liudüif Daß alle öffentlichen jüdischen Institutionen, in« besondere die Gemeinden und die vieletott; bq stehenden jüdischen Lehrhöuser. der sprachlich Schulung der Auswanderer — nötigenfalls in Z sammenarbeit mit dem Hilfsverein selbst — iitd besonder« Aufmerksamkeit zuwendeti, darf mit -a stimmtheit erwartet werden. Bor ollem aber mul jedem einzelnen Auswanderer das Gewissen gw schärft werden für seine Pflicht. Spraches zu lernen, schoy bevor er au,wänderT Richt nur er selbst, sondern die jüdisch« Ciffeirtl iichkeit wird sonst für sein Versäumnis zidnsas büßen müssen! 1 et sucht neu« Wege der GeftaftuNl Z und de»__ bind». Seinen Hörern macht «c's «beti'oioeuW leicht, wie sich selbst: in den . In trumentalkomp» sttwnen. die er aufführe« ließ, indet sich ein geübte, Ohr nicht gleich zurecht,' aber — ipürt unverkennbar Gestaltungskraft, Erfind«»», Persönlichkest darin.! ' , Gerhard G o I d s ch l a a hingegen, für den sictl wie schon oft, Kam. Wilhelm Guttmann l»l mt Susanne Löwenstein einsetzte, steht ad seit» der Er perlmente, Wirren und Wegrcchlui« ' der künstlerischen Gegeriwart. Er darf sich im 9ta tum seiner Erfindung stark genug!fühlen, an i Tradition feftzuhaiten, auf dem oonl Brahmr, 8»«-. JBolf und Mahler bereiteten Boden zu fuß», ohne dem Epigonentum zu verfallen. Auf d« Stärk« seiner Begabung und di» Wärme r«l Tiefe seiner Empfindung, auf die Schönheit letnrrf au* romantischer Seele geborenen Liedlyrik ist «» dieser Stell« schon mehrfach hingewiesen worde». sodaß es genügt, den starken, verdienten Erfolg den er und fein« Interpreten neuerding» «rrangeef zu rermehren. «am. i M * [ Da» diesjährige Konzert de» «lu lturbund Thors unter Leitung von Bertbold Sandi>I legte Zeugni» ab von erfolgreicher, durch untzno gänglich« Neubesetzungen im Teno« averding» « I schwerter Arbeit und hinterlieh maisch schönen Ea-I druck. So wurde dem 02. Psalm und auch d«>I an sich weniger bedeutsamen 3 geistlichen Lieden I für Alt-Solo und Chor von Mendelssohn tb* I oorrügliche Wiedergabe zuteil, an der die Solist« > Susanne Löwenftein ein besondere» Verdi«»»I hatte; zwei gehaltvosie geistliche Chorwerlt m»I I Dymont, gelungene Bearbeitungen jüdisch«! Volkslieder von I. Gladftein, M. Widestk»! und S. Petruschka fanden i» zweiten I"! d», Abend» oerdientermaß« beifällig« Anfnah»-« Richt die erhoffte Wirkui^ freüich erzielten >*| „Liebe»li«denoal»er" von Brabm», die man »msl in chorifch« Besetzung gebe» solfte^,und di« a»0> in den Zeitmaß«, nicht durchweg richtig erschienen. V

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