Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 21 (22.5.1936)
- Date
- 1936-05-22
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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2ktj KOCH8BUN0 JÜDISCHER FRONTSOLDATEN fcV. Schowuaus im Freitagabend noch beiemanber btt Raum, wo fit bti ungüniti^em. SBettet [pitlten, bet mit oen Hinbent selbst Der .}\. -j-f ,«iuc.i«V lo^nijri t-:Eiet?,! ü« noch •Jrt SÄcJift'' «Mgnpeii» nuj|tt y l •;%!*; -15M Mo ]<ii unb sogai einet von' einem I mgen angefertigten Lampe geschmückt tritt, wutbe Was bie Jungen beule bloß onlt waten sp hoch meist d Röpfe zulammeTiiteckten und t -ebeimnisse miteinanbet batten. Und es wat auch nichts, aus ihnen betauszuktiegen. Als bie Räde drängten, es ihnen zu vertaten «itaunt unbalmleir nichts. „Wht ihr was", meinte Rutd, „es witb eine ilebettalchung sein. Ader wit wollen nicht zurückstehen Wen i die war vorbe teite>t, machen wit auch was!" Cie Mädels waten eits die Röpfe junicht' Wit machen Als tb : Jen etftetl Moltgeni in, Rinbetheim auswachte, buichte ein So»n^n!trpbi gerade übet —ihr B.-Il C. n an bet Eeile üraltc et einen Mrn-tel, bttViimmetfott hin utzd Btt hüpfte. Dabei Unb .ni richtiges Ronzef: drapße» im Gatten. Lcit.r vetichiebene Bo»ltlstiichn«n: zwüscherten unb tiriiicrtcis, baß Ruth tim stedlftzn gleich mit ge psii-rfi hatte. Ab und zu' Inähtet ein Hahn, und :tn Ackernd-S Huhn verlünaßrejlaul. wie fleißig ' erbereits mit Eierlegen gerteieii, Ruth K'tt >:.-nd nane lat ttenitet. Red n ittt und "gegenüber schließen die IRihk« Noch - Sir ,waren ^ssoql eile uude, w«! »e jgestern vor ,Aus ' - zun,'«!t ipat tu big geibs! »««i matei. Wochen lang Mten :ie sich auf die -Kei-e gefreut. ZchoN re.ren machen wtt ,r die oetsmicdenen Wege zur 'II tetsuckning, bann bat begeistert und neckten nun ihrer Zeichner?und 'mdacken der 3^ jpat mit güotzet -ammen. habt euch man! Wichtigleit isnternom-rr.-n ickorben. ««»erade am ^tag -nomer. irar :>ie Rach.ich» ft-kammen. daß t-.tr RoUr-skn Pratz im Rmbcfbesm frei wäre. Ju,ä; Lau. äae-'tet mar wir!»:ch .-in Freudeutag r«mtk--R»re.-ijne!g ä.rtir s- :mi»er gesagt. Und ci;: ’«»< »tijbtr: Ach I ein ldalmhäf mußte,, R: -rr nM-lich iög!i«'t Ml sein. GM paar '••••• ■ WiPeiom m ieltern klirrten He also vetnen ,!,-ag«n fut iicd iefn Wtläis. S ie' Vlantert inren gleich <o lieb ■ ISms-ctten 'ch. V jedes, Rind. Ruth machte' koltchin HpM. ach» den- Ffnster zu gpcken. wie, :e : Kautet n»r Ääume und Wichen vordeiilogen j iS ch die ld«je kämet-, emerfimitzer höbet' ' ' anb-.'c Ith» baut, S'.r.-i ijie auch schon u-.:: lin.tten , in | j'.Wnen j Iimm- 9*rd> len Ctt, :5rt' nur. E4t! gefertigten Bildern Kinderheim iahen und fangen, besonders bedacht zu gucken hatten? e Mädel, die die s die Tanten um waten diese seht - sagte- Tante Grete, wieder, wie wichtig und daß sie liebet Lernen oetzichten". Gin paar Mädel» Da drehte sich Heini taichung?" „Immer il ten - r u-.:t ',;i:!:tten , intV.frnen I TrtzpM durch «u tyärt' w. E-ij «an» in einem £,1 'ein* bSau*J uUt da: -Rinder - . Hb ule '»atfpii y? endlichsiwiedet - sftlig 'lii,. Fürst,ir-ar jaZrigereg: waten 1 . l. L \ ro<jl i-, i-bit> atlb.S Tas Rlktfv ntdenlRut.b, die Heine ÜnnenU, hatte feanj lange geweint. 2i: mau r: oolt Ähniücht nach ihrer Mutti. Und bat ei iah ieei **r d aß, und, zart aus, daß nie Tanlsn m.inteli! eine Ltlsylung wate int feht not«,: litPnenche wollte »Mj i garctot enetf, ifcej^.-'i! o Rutr >'a«e es gtoßchrtig geschncckti. -owas.. '“i v unten sie. 'ich zu. Aaßlte ,trn» n:Ä am schlibpo« I'v einziges Mädel, im Jungen stellten sich um die Tüt besser da muhten sie doch die Tante Räte, d „die Tüt bleibt jetzt Gatten scheinbar von ganz behutsam von Ileinsten, in weihen traten nun oot und die Rstidet sich für „Jedenfalls seht ihr mal den Juden da» Lernen ist schlaf opfern, als auf's steckten die Rüpfe zusammen, um. „Ja, und eure lieber. abwatten". — Morgen ist auch noch Lchowuauä". „Wir sind auch gar nicht neugierig", erklärten »ie Jungen». Aber am nächsten Abend erkundigt n sich doch ein paar, natürlich nur von den Heiteren, „was machen denn die Madels? Ja, »o bleiben die denn bloh? Rein ■ - -- ganzen saal nicht". Die unter dar neue Moses-Bild, m Auge zu behalten; denn lang kommen, „so", sagte e immer io energisch wat, . zu". Die Jungen» machten lange Gesichter. Do.) ehe, sie Jett hatten, sich zu äuhetn, tat sich t „erwartet die Tüt nach dem " selber aus. sie wurde aber zwei kleinen Mädchen, den Rleidern, mit Blumen und M. / Schowuaus Äh Mo/ts ftitg vom Borgo Sinai htrnivdtr. Da trug or Gotfos Wort In folnon Ildnden. Befiimmt. foln Volk dom Guttn, Rechten tuzuwendtn, Bofltmmt, os avfzurldifon Immer wiedrr. Durch die Jahrtaufende. verflrOmt Im Meer dvr Zeit Vom Augenblick, da jedes Herz zu fühlen haun begann. Ging Gottes Wort gleich einer Paket un. voran Und gab uns Lidtt und Troß In fehlte, der Zelti Um Lewümedi Kboie-wri pj Aehten im Haar, (eöffnek. Die beiden RIeinen sagten ein paar Worte, dah ln paar Minuten in die Zeit der Ruth zutückoetsehen möchten. Run kamen aus dem Hmtetgrund d« Gartens zwei Frauen aus dem Moabiteriande, les waten Ruth und Annemie, mit Ropftüchern un> Bündeln, und Annemie, die jetzt Noemi wat, f irberte Ruth auf, in ihre Heimat zurückzukehr«,. Aber Ruth erklärte, das täte sie auf keinen Fall und sagte dann die schönen, den Rindert bekannten Worte: „Dringe nicht in mich, dah wohin du bingehst. weilst, da weile id, dein Voll ist mein Volk und dein Gott ist ba will ich sterben fihitHa, Hermann Das Gesetz er,iVu:T Jetzt kem.lßz ij0 den Vi>t!>! L>at ichrn lÄt-chen! Lauter freite mit f-ei^bv teifen Rhr'chtn usw {ftlunten; Gämt-ie pnd t.“ Iaube»chlao ,u»d hinten die Berge und Wie!;,i\ uVb Tifnnendisld. Ruth hatte es wirtlich nicht beabinbngt, aper bet Ausruf: Sonnet* ,-taetler, knorke! war! gart o« jLdst ^tus ihrem tviunbe gßkommcn, eben, weil ws E ichon ausjab' .Unh ba^on trat Anttemte ^itgebia^r. Rarürlich wcftte iiei am lUtlten wich« bmaegea zu weinen, so eine Heul-trei am fchhen! Morgen! Wo es doch io derrsich war unddiel Vö^el nhch immer so lustig Easloifie i-och wirkkicht'zu bumm gtwe'.n. älbet leib tot R itl* bie- Kleine boch. so libfc.’iii q<n VorKhnK los und. »tte mehr daran pi. <nke . -u: 'eizentiich in ihrem Bott bleiben sofften, lieft®;-:1 ■-ut fennem elTul-rS >setzte «ich neben sie und tnhke und itreiÄlK, he Sauf , die blauen Backen. Und Annemie die «innen Aermchen un» 'Rallft Hg:;, Ru» lwäten sie Freundinnen. Metzn " k,ne gute TieUung bekam, Ulien Annemie und '.ihre] SKntti nachkoüSnrn. .Ruth IjUtteij einen ßanmr Rauten e.*Vcid»npiftcr, 6 stück. Nroh8 gad; kleine!! Äs watz gerade in der Mittels Ans die Rleineresi .yaßtsi sie auf und bei den m>rrAere» 'kernte 'iel' mit.!!Jbr ein» Bruder wurds Au:o . ochlosser, swas iur3ftsi-ar->tfnrerei>änl war. „Wenn ich groh jbin". meinte' Ruth, „lerne ich,; Lanöwirt schalt Ir, bin m gerne echt dem Lanke und >v . «koh,- daß! ich hier 'ein ta-.ft-, L b's galt. lGen:-u>e zu . , putzen, oder bei den Rieisteren zu -.sielten' Ruth war stet« zur stelle, 'ft." meii'tnn F.-ude jev leitete er-si ihr, im Gartest, tätig kein zu dürfen. Heut Itatim die, Ruder damit ' besihäfiigr, Blumen »fd Grünes!ub;t-chneideL, um das Haus für >rs Cchowuaus-Fäit u -chmuie^z schonnrautz. Ess wat -echt eist fest nach Ruths slnii. Rast-UN' da«. ( ’inil- Jmnnn’L.täTagesraum! oeriammelten, chliiben . 'wundert stoben^ -An der M ktelwanb, gegenüber der Tür, hing ei».-grohe« Lid in einem vergolbeten Rahmen, l Gs stellte Mo es dar, wie er mit den iste-etzestatein »onz, sinai herunterstieg, ^ä» hatte Ernst Lewin gemalß .Ser- Junge, der so gut zeichsien konnte und' tr tz aller schwierigleilen am liebsten Rünstler , »erden wollte, lind ein paar von den Jungens fatten den Rahmen getischlert'-und oirgoldet. „<»thhattig!" „Wieso gerade Mo-es", erchndigte sich ein kleines Mädchen. „Hab, dar weiht jju nicht? jeute wat doch die Gesetzgebung am Linai". „J<, und die strahlen auf dem Bildä chdSuteu, da > bas Volk Israel durch die Gc-etze zuhf Lichte irwachtd'. „Bei uns lernen sie die ganz» Rächt, I is die. son re ach-, geht' , ,'agte der kleine Irren ia» stolz. „Ja, das ist auch einer von den Bräuwenztzu scho iuaus". „Ader die Juden .lernten'pfr n der Rächt, tD»nig. ' stens früher". :. „Ehl bas tun.'sie -jetzt auch. 2a ,e nicht jeit bazu ii et Junge, „ sch biß-. ich für Spitt, am' Her zu feiner J»!t", eines Berwanbten Aehren las. Boas Ftau wäre. „Es is gekommen ist. -Sie bäh sie hinter j bet ich dich verlassen soll; denn dahin gehe ich. und wo du mein Gott. Wo du ftirbsi. lind bei dir will ich begraben ein. So - wahr Gi tt mir beistehen möge. Rur der Tod trennt mich von tfir". Run ging Ruth mit Roemi weiter. Rach einer kleine, Paule, die durch Schliehen und Eeffnen der kür gekennzeichnet wurde, sah man Ruth, die im listen der Mägde des Boas, der Roemi, auf dem Felde rkundigte sich, wer die fremde die Fremde, die mit Roemi bat mich, ihr zu gestatten, Schnittern Aehren sammle". - Äatzik , leiste .; .-frzu mareev>iej juft-el btmber und zu arm 1 Wenl-vz« bloß ichon Tante zum Wecken kam.-. C J« , wenn', man oenicatcRV ma! rausgucken efnen*'{ifli-* banl4juferoif5«J S^e'rÄie. °«ch xas!" Aber was? -ckiehkich wurden die Da" sprach' Boas z^ Ruth: „Hatte^dich/ganz ,u f«Shj& «ftÄteiasÄ'arÄ ffe ruber.,^1;: k.- z^stoä'r,,. als bi- Binder sich im sie - alle ver meinen Mägden, m:ine Rnechte dürfen dir nichts zuleide tun und r enn dich dürstet, trinke aus unletn Gefähey". , ju feinen Rnechlen sprach er: ', hen den Garben auflesen und Zieht auch aus den Garben .Laht sie -auch zwii beschämt sie mcht. Bünbel Aehren her- >us und laht sie liegen, damit Ruth,sie auflesen unireüstblich zu Rulh wurde, verwies er ihn. So konnte Ruth weiter ^inben den Mägden de» Boas Aehren sammeln. D inn gab es wieder eine Pause und die - beiden N bien Mädchen erzählten, wie ft&i Roemi sich gefreut habe, als sie hörte, dah Boas so gut zu R, th wäre. Und dann forderten die Hochzeit mitzufeiern, denn b heiraten. sie alle Gäste auf, Boas wolle die Ruf Sie stellte siti vor, wie Vit* efste ©*tr«!tt beernlftc wurde, k.;na!s fa» der 1 Hl *o Sit »eUti-en aus der noo. leb'tenj Wie schhde, b>^h hier das Getreid^^nory' rächt ist weil " E' - " wobt, auch die Rinser1. mat!VCb!bas Feld, hinter dem'Gerten Beichü gehörte? ftknh wenn, ob zum ' .*U)U u/c»»r»4 uv un "7» -tn'”~' bann vSofci,'bei der Erbse baifeYi buriien? Aü< «»tb nrcht ganz fahbar tft. einem Ettztewaßen zu litzbtz. Ha)i'muh:e doch wun- . ^jch, politisch interelstmt ist die Stellung, || . i- , hie der Schlnsielhafen Dji.b, t! an der sranzö-. s U * * - * .m'« •« c om •!« tz“ x «« «tttttt a iktat re« QtSk«„ , M A Im. am « n a — ^:: dervoll ltin. „Menswenslind, Ruth, hu träumst ja! Was ist ä-chen Somaiiküfte zu Aden. < mnstnrnl. Vcst Dji. denn mit' Eir los?1' Erd 'Jungens hatten ,Ruth buti. das immer mehr inde , Vordergrun > des beinah ,ä-,gerannt und vkchlemie dazu, di» in weltpolitischen Interesses rückt führt die finzige einem , £i(geltuhl siag und ^Lhät uni» Sonne trank. Eisenbahn nach M Ruk; gab' -ich 'einen Ruck- und sie freule kich, Abessinien, und i, k .U Aa E.h« In.» Ai.iii MIll^Uf«\l ai> jrnt«it - 4ÜAÜ<e «efkfttft in den» Da» liehen sich di Schnell banden Tie tücher um, ergriffest Mischten sich unser natürlich gern mite wuau» wurde zu st» schön. „Das Schönte Gras". „Und der Stange". „Aber dadie Rleinste, „dah Freundinnen gewordbi dabin geht, wo Anre ' i) ' Aus Dem fteifetmdt eiries ifib. SdiffVsoffitiiecs Zn' der Gluthitze Sövarabien^1 Von Dr- Albert Levtz. . Sdilaü ngland Idepeht aiz» den Suez-Ranal jähr sich! ütwa Zift Milkirnen .Marsidie .den Au gaben für!] bie englische DernipZirsubvi ntion das G eich ge. wicht!'halten: Ju deutsch.: Enz lond untetstül t auf Rolfen der den Suez-Ranal 'efahrenden internationalen Schiffe lerne eigene Handelsmarine, utkd ko laht sichmit Händen gn ifen, warum John Bull Aden ihm eine so grohi strategische Bedeutung bemiht, - di» dem gewöhnst hen Sterbsichrin viel Mmieliks Reii>, dem Jaub diese» »ü stigen kann". Und als ein Rnecht Jungens nicht zweimal sagen, bunte Schärpen und Rops- Haken und Schippen und har Lolk. Die Tanten machten Und das Festessen zu Scho» Hochzeitsmahl. Es war sehr dabei ist der Heuwagen mit Erntekranz an der langen Allerschönste dabei ist",;agte Annemie und Ruth hier richtige n sind -und dah Ruth immer mie ist". Setta Cohn-Richter. RuncolbBIcBc | Ameetr», Je»ish Lonnnlitee gegen jüdischen Well, , kongreh. Re» f)ort sJTA ). Die Ererutioe her A leriea, Jewish Committee hat mit allen gegen 'eine Stimmeeine Lntschliehung gefaht, in der de? j schon ,'rüh^ bekannt gegebene ablehnende Standpunkt der C, ganisation in der Frage einer jüdischen Welllo, greises neuerlich bekräftigt wird. Arth»» Lehm,», geftordeE. Re» «orl sJTA.j. Im Alter voh 6i Iah«, ist in New Port der Seniorchef dH, Bankbaulei Lehman Bis., ein Bruder des New Porkkr Staats gouoenteurs, Herbert H. Lehman, gestorben, tg,. thur Lehmann war jahrelang Dorsitzeisder der v„ ihm mitbegründeten Federation of Jewish Philanthropic Soeieties. Auch im Joint Distrihuiian Commitee hat et führend mikgeatbeiiel. Im Mn ichaftsleben spielte er eine bedeutende Rolle. Feier» für Prof. Sig«,«d Fre»d. Dien (J.T.A.). Anlählicb des siO.Gebuti«, tage» von Prof. Sigmund Freud veranstastete der Akademische Verein für medizinische Psgchol^ie eine Festsitzung, die sehr eindruiksooll verlies.' 3m überfüllten Saal befanden sich Vertreter de» Unterrichts- und des Sozialministeriums, sowie der Stab: Wien, Dekan Pros. Dr. Kerl in Vertretung des Rektor, der Universität, die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft der Arzte, Abgesatid.. verschieden« wissenschaftlicher Gesellschaften u. p. c. 3m Namen der Gesellschaft der Arzte sprach Hosrai Prosesior Julius Wagner-Iaureag, der ausführte, Freud, Werk sei eine wisienschastliche Stohtat, Freud selbst sei einer der größten lebenden läfyt Wien», und es sei nur zu wünschen, daß dem Jubilar noch viele Jahre vergönnt sein mögen, seine Arbril fortzusetzen. — Prof. Dr. Otto Marburg gratulierte int Namen de» Vereins für Psychiatrie und Neurologie und gab der Verehrung und Dankbarkeil Ausdruck, zu der diese zwei Zweige der Medizi» Freud gegenüber verpflichtet sind. Prof. Dr. vno P ö tz l sprach über Freud und die klinische Psychiatrie. Zum Schluß sprach al» Vertreter der schweizerischen Ärzteschaft der hervorragende Nervenarzt Er. Ludwig Binswanger. JJm» (3.I.H.). Sie Psychoanalytische Geselsichaß Frankreich» veranstaltete anläßlich de» 80. Gebunslage, Sigmund Freud», de» Schöpfers der Plychoanalys«. Im Richelieu-Saal der Sorbonne eine lieftsitzung unter Vorsitz de» hervorragenden franjöii’Aen Psvchiater» Prof. Henri Claude. Der österreichische Geschäftsträger In Pari, wohnte der Festsitzung bei Jamllienforfchuag und rluflöfung von hemshollea. Di» Gesellschaft für jüdische Familiensorschuno, Berlin WZS. Lützowstraß« 60, macht daraus ausmerksam, daß es! sich bei der Auflösung und Versteigerung von Haushaltungen häufig nicht wieder ermöglichen läßt, Urkunden, Lufzelchnu». gen und sonstige Unterlagen familiengeschich:i'Hen Inhalts aufzubewahren. Die Gesellschaft bittet, derartige» Material ihrem Archiv zuzuführen, wo e-. weiteren Forschungen zugänglich gemacht wrrden kann. rftaat daß, e» jetzt Aer auch glbebleisi zu ernten gab: Piatzer erblickt Frenkteich eine gewisse Ent chadi- Nadieschek- und Salat, Sdachölbeeren zum Ronrpatt gung für .den mißlungenen Swachzug Maichandr, und Svilfal und - Rhabarber und heule die allerdes Helden von Faschoda. Die neuen eng lisch, -ersten Rij'chen.' Iheber die würde natürlich Scheheiranzösiichen Bündnisie chaben allerdings den posicheji^nu gemacht werden^ Me anderen Rinder waren , tsichen Horizont dies« alten Rblonialrroalen chei^ öereits dllc in dem'-freundlichen Hau'e, in dem ftar erhellt, ,aber ein Etnstföll! würdelehren daß e» überall bell um sauber war unh leine einzige/»'Englands Interesse für -Tjibuli nickt .erlosch,n ist,, dunkle Elke gäb. iJehb« Jinmer, dip Mädelwie» und ein Handstreich von Abfn dis Opera ions- . die Jungen-Schlafrtdvie,Stuben^ der Tantegll ba!i» würde dieser Macht ermctzlichen, sich Dj butis und Haushilfen, die «rotz!1 blanke Rüche und die l zu bemächtigen. So wird AK«n mit' Rech, als- Bodenräume, in dvn^ 'die Roffer in Reih unddas „Gibraltar des Ostens" 'bezeichnet, uwd in GUed standen, jede« «kaum bekam feinen Blumender Tat springt eine Aehnlichkeit mit dem wirkschmuck- -Vor allem '.aber, der Eßkaeä, mit den sichen Gibräktar-sowohl in militärpolitischem ' Sinne -fotzen Tischen San Jen. Hier, njibi«^ Rinder wie auch in bezu^ auf nät^liche Destal tut ihre Mahlzeiten \ einnahnif»». bter, »o di« Augen. Beide ^aben die Ägenart ihre» IMde» ft-; / 's ft IUI fenÄli'j in den charakteristisü en vorgelagerten steilen Fel;-^ Don den deutschen Reedereien sind es die Reichspostdampfer des Norddeutschen Lloyd und der Deutschen Ostafrika-: linie, die Aden regelmäßig berühren, währrnb die Schisse im ostasiatischen Dienst der Hamburg-Ameri!a-Linie, der Deutsch Australischen Dampsichjifahitgesel,schaft und der Bremer- Hansa Linie nur b, i Bedarf Aden berühren, um Ladung oder Rodl, n einzunehmen. Die von der Hamburg-Amerila-L nie ins Leben gerufene Speziallinie nach dem Prsischem Golf hat indessen Aden als1 regelmäßigen k Inlaufshasen in ihren Fahrplan ausgenommen. Die Stadt Ader liegt an der Ostseite der Halbinsel, 7 krrt von Hafen entfernt. Sie wurde 1850 zum Freibasin erhoben, und ihre jetzige Einwohnerzahl beträft über 50 000. Europäer sind im Verhältnis weni, vorhanden und unter ihnen spielen begreiflicheta eise die Engländer die herrschende Rolle.1 Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus Araberi und'Somalinegem, daneben sind aber auch Pnsir, Hindu», Malaien, Hebräer ,ns einige Chine'en - vorhanden. Nur Japancr, die sich in letzter Zeit mit. ihrer ungeheuren Erpansiosskraft in jedem - uch noch so entlegenen Hasenorte einniften. habe ch hier noch nicht gesehen. In dieses Völtergemisch will der englische Söldner in seiner martialischen Rbati-Unisorm. der in der Gluthitze für John Bull die Reute schwingt und dessen Patriotismus sich meist nach der Höhe seiner Gage richtet, gar Ni, ft so recht hmeinpassen. Unter der buntscheckigen Lrodlkerung ist der verknöchelte der buntscheckigen B «ölkening ist der verknöcherte islamitische Glaube vorherrschend. Mein Führer, der sich, wahscheini: ch wegen seine» erbärmlich schlechten Französisch den hochtrabenden Titel „Chaldeischer Professor" b,legte, sonst aber ein durchaus ehrwürdig«, Semit« I-Erterieur mit Schläfenlocken befaß erklärt« mir. daß es in «den auch eine Sekte von Feu«an Metern gäbe und zeigte mir einen hohen weißen Turm, auf »elchem die Leich«n dieser absonder tchen Bekenner ihrem Feuek- J gott geopfert werden. Ganz in der Nähe dieles Turme» befindet sich ein weißgetünchter Hausoierlel. in dem Vertreterinnen der holden Weiblichkeit, von der pechschwarzen Somalinegerin durch alle Hautfarbenmischungen hindurch bi» zur hellfarbige» Raulasierin herauf als Prifterinnen der 4-cnus ihr Leben fristen. Dieses Viertel ist al» ein« der gefährlichen Rrankheitsherde im ganzen Orient berüchtigt. Das unter dem thermischen Aequalor, dem durchschnittlich heißesten Würmestrich der Erde .liegend«, Aden bat ein geradezu mörderische» Rlima, dem schon so mancher Europäer zum Opfer fiel. Während der Sonnenzeit kulminiert die Sonne zwei»»«!, im Zenit und staubige Wüstenwinde, die ihre» Ursprung in der nubischen Wüste haben, zsibe», ein« Bora vergleichbar, über Aden, um sich dann im westlichen Monsum zu verlausen. Weltwirtschaftlich besitzt Aden nicht nur ai» Rohlenftation, sondern auch al» Transithandelsplatz Bedeutung. So hat sich der Mokkahandel in de» letzten Jahren ganz hierher gezogen. Täglich tresie» au« dem-heiligen - MeNa, »em islamischen Jerusalem, wie Mohammed, der Schöpf« de» Rora» geboren sein soll, wie auch von den Oasen der arabischen Wüste und Rüst« Rarawanen ein, dir zum Eiport Fäll«. Häute, Raff«, Straußsedern Weihrauch usw, abladen und dafür die eure pälschen Produkt« der Tertil- und Moschin«»"- dnstrl« Ihren Ronsumtionsftätten zsführen. Auf den Straßen werden jedem Fremden »oe den arabischen Straßenhändlern in ihrem bi» zur unvttschämtesten Zudringlichkeit sich steigernde» Handelsbetrieb wurmstichig« Ltraußfedern, Tigerfell«, defekte P«serteppich« gefälscht« Briefmarken und ähnliche Talml-Rnriosttäten zu Rauf angeboten. Wer aber arabisch« B«bältnisie kennt, weiß, daß man diesem lästtgen traßenschach« mit der Neitpetische, hach vom chiff der Wüst«, dem be< sattelten Ramel h«ab, immer noch am besten begreiflich machen kann, daß man lein« Luft hat, sich betrügen zu lassen. c ■ »' 482348482323232323532323534823232323482353485348534853