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Der Schild · 1936-04-17 · 16 (17.4.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
16 (17.4.1936)
Date
1936-04-17
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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»ÄiKntf d,r iflt*<«rf#nuno jüdisch« Soll£len im iPcItm'ffl« Iieo«irtue (Benügt vor. - «(tjillonj . JJtgimetrt«*, Dtoistot^-Taae» nt sogar iri Heeresbertcht ffltb Juden Ml! trodfmt werden. Reafmentsaeschichjntn iübiw ^olbaten. Die vorbildlich i ffiidit tarMliitb. unser Gefaklenengedenk- . ünb<i, erWittlrt'nb in der blöken Ln- -ihun Vr .Namen, jene »üdischen die die! Pflichterfüllung mit ihrem . hfifjjdt da den. Monbenn wertvollen Beitrag iur schiele bi'«}] bi* K r ie g »»B«l Ie - |tC in bei Frontsoldaten sich in Form Aomancn r>d>r von persönlichen Erinneidre Eric!» il’ti von der Seel« schrieben. Formen tv den dem Verfasser völlig« j;, zu bfiAr itwh oder fortzulassen, was - - •-fr:A! tts^Ar tumwiiui st nd jWfttze Frontsoldat lm Kriegsbuch riti I'ich sogar, vermeidet er nt Flamen. Trupventeile und Nachprüfung entziehen. Aber ... der otieüen. tagebuchartigen Erinnearm mich, e! sich zwar bei dem, was er wt. an die Wahrheit halten, niemand aber ,« ihm Peru «ln. wenn irgend «in Bor> _r eine f'<r -y nicht genannt wird, denn tz«, Stieb«!6-4,1 tchliehuch niemand heschrei- (ne mun > im j bi« Frage interessieren, der .'„de in! den deutschen Kriegs > vor und tpie wird er dargestellt? Bei Er kann , Aomaniorm jaflen. jeder j lator I kwe und _flänblid ,?Mn gea Hueleqten a!loluicn Freiheit des Autors ge er eine stl r üble Roll« spielen, wenn >r e» „ " " Mneben nd m-tvi inblid, 6, il«. E» hat. wer wollte her SRaF« des Durch den lleberdurchschnittlichen „ch schlechte Soldaten unter ln Allerdings ist, wie mehrmal» unwidersprochen behauptet wunde, kein etruiger Fall von Feigheit vor denn Feind« bekannt geworden. Es ist ferner den war, das, der Betfasser überhaupt keinen 2uden «wähnt. Die» ist in der Tat der häusigste.Fall. Da gab er Truppentelle, bei denen e, keine Juten gab. wahrend ander« mehrere aükzuweisen hatten. Da gab e» Juden, di« niemrnd als solche erkannte und schließlich war i on den meinen Juden, die still m der M »sie der Kameraden ihre Pflicht taten, nichts Besonderes zu berichten. Ich selber wiirde im gleichen Fall« von Juden nichts berichten können. obgleich ich in über vier Jol ren bei drei verschiedenen Trupventeilen Dierlt getan i,abe. Umsomehr gewinnt die dritte Nöglich eit an! Wert, wenn nämlich ein Jude als guter Soldat geschildert wird. Sie beweist, datz des Verfasser entgegen einem all,«meinen Vorurteil absolut freiwillig der Wähideit die Ehre gibt. Er tut dies ganz benmbt, ndem er die Tatsache des Judeseins hervorhebt. Die folgende kleine Auslese erhett keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern letrachtet lediglich einig« aus der Masse der Kriegs bücher im Sinne der oben dargelegte i Fragestellung» Hans Henning Freiherr Grote schildert in seinem Buche „Die Hol le von Beauregard" ein Erlebnis an der Welt front jim Jahre 1917. Der Berfas!« r betont in «in«m Nachwort, dah es sich um die (6cttalhme historischer Tatsachen Hand« le. Die Handlung vollzog lich bei einem berühmten Grokkampf-Regiment in der Zeit pon An m Gang durch geschichtliches «öum! i! Neue historisch« Bücher. I’m fx f'.utx Wt’tmann |S<llb<t 1 : i! ' I bi>l bei Julius Kittls Nachf., eine Ä. Graphik übet „Karl V." oerb«jauchte noch weniger von lein, als es zu beiläufigen :-it J-I >! entbs!:ei beiten qe'.tvihl «allerdings fehlen Josel von Judenheit, der e:- ärciche Vertreter der l»em b<« <A. zugängliche Kaiser auf seinen jslagen Qt:- («i.-fpsache pflog, wi« di« jüdische frau unter n spanilchen Borfahren de» ui», ot-w."'' rer Autor, der jüdifrher Ab- «inz iit. «. »gliche Rasse- und Tippe» ilkrni aus’ur-tA erörtert): ts hätte um doch irrer viel lagen. Denn die Geschichte ist idben-mei,!.:! - der Völker unter dem Aspekt tu, jiibi ... Geichichtszusammenhänae zu tun Tie i r?bIem(teHunfl de» SerfaJlet» «st >Un> Unter,!le! gegeben: „Kaiser der Thristenttttlitter d.r Erde". Trstfch» Buch, leider , Unstllellc:- Ae Leistung nicht immer auf der höhe u - als Zeit und ' Gestalt deutende, I «eben de n V >rzug, dah es da» Bild eines Efttn re - - lt. der al» Realpolitiler regieren jenen ob.eüiten Abstand, der den Blick für probltmeriar‘e ib»! Darstellung frei macht: da w Mvienteriaeiide! Darstellung frei macht: da Idi den Glaube, »kämpfen wedei iuuh protiftan- "«* »■>* aiholilcher Seite gebunden ist, nalion al» ein« revolutionäre d,«i bestehende Ordnung de» >!e! erstarrt und entwicklungswar. Karl V. war der letzte > Erhaltung, um den Bearlff "!an^. Iritsch reinigt da» Bild -! Nen Assoziationen der Tpanieuniten eignet jener Goethesch« nejerechtigkeit einer Unordnung Auch Metternich gehörte zu ■' der Menschheit, den steten Dativen Geilte» in den ewigen Blick ist heute dafür geschärft -stet nicht zu verdammen — so nach njdi et die A tfiun^ ge. «.alters a Üj gewo«: > i‘e, um i b Bnbes A: - üai er° „ Äorl f, , der ei- .-! n» wu,!-e „trbn«:> arern Io» > tzunge-- - . die e - lingliA d Geschichtsschreibern gesehwärzt wurde, ßuhlte sich al» Slellvertretee Gotte», nicht In dünkelhaftem Gotteqgnadentum, sondern au» Glauben an da» Königtum Gattes, wie es gerade das Judentum vorfchveidt. Ein grohes Zeitbild: Philipp, der letzte Monarch, der an eine Univers ilität der Religion glaubte und sein siegreicher < iegenspieler Wilhelm von Oranien, der eine Berlöhni ng zwischen beiden Bekenntnissen wünschte, dem dogmatileh« Ding« von untergeordneter Bedeutung waren, und der Me Toleranz verfocht: auch dee lürke wäre tolerant, sprach dieser Grotze einmal, ' >«r an der Wiege de» neuen Holland, de» Hollands Tpinoza» stand.! Das Bild der Epoche wird abger indet durch Lesarj G i a r d i n i» Werk über „D o n T a r l o »" (Georg D. W Eallwey, München). Die Quellen widersprechen einander: bet den von Trilich benutzten war Karl V. von seinem Enkel entletzt die, welehe der Italiener onsührl. besagen da» G« jenteil. Da» Bild^Philipp» deckt sich mit dem, d«» Schneider entwtrsen hat, beide suhen auf Unamuno. Carlo» ist njcht der Lchillersche Held, sondern ein pathologischer Dekadent, al» Mensch dem! lleidenrwert. al» Herrscher unmöglich. Histariieh ist, bah Elisabeth von IBalot» ihm ursprünglich al» l traut zubeftlmmt war, dah sie gut zu ihm nee, und dah er mit den Niederlanden konspirierte. 4 Ir historische Fälschung weist Giardini nach, dah Carlo» von seinem Vater, gar al» Opfer der Inquisition, umgebracht wurde; er starb in Haft eine Tods»: Philipp ordnete sein Bateeherz! Pflicht unter. Den spanisihen stolz dtmllrmu» führt der von Giardini zftierle Hume der iberilchen nakürliihen der Herrscher» sind Jndivi» aus den afrikanisch-semitischen Ursprung Rasse zurück. ** Mit dem berühmten Bastard de» schmslzt Don Carlo» zu Calderon» Pl mund in „Da» Leben ein Traum" 3 * >se» historischem Roman „D i e spielt Don Juan d' Austria die Haupt „.7,-. ->- - .— ■ . Rowohlt, Berlin». Zeise schaltet natvrgemäh sehr "f'ollerlich gewordene Welt auch i frei mit den Luellen. E» ist weder erwiesen dah dglie noch kein Versuch der ' Philipp seinem Halbbruder mihtrau e, noch dah unaurgeglicheich Persönlich wivpüi äg.n K j^es gletq. l» weit bic I stnibe! ber Re b«n tra:. | hätte noch kein Versuch ng von tiirenj Bindungen eine bessere Welt g Miauen kpttrten. Zeilhnet man den Mitro» um» ln diesen Makrokosmos vlturentwicklung ein, so ergibt ld: da» Judentum hatte im d Karl» V. seinen aelchützten kaiserliche Macht reichte. In Iarmattonrkämpfe ßerisfen, ging -ti verlustig. Seine Lebensänger al» da» abendländisch« nsme sieht sie al» gottgegeben er Seite nicht für auslö»- lie auch erstarrt, so ist doch hte Stelle getreten. de» „traumhaften TäterE", bd» der Halbjude Han» von « jemalt halt, lieht Iritsch seinen Helden, m -pa-tt«t, fast ein Don Quichote erscheint bin Lohn ^.Philipp II" in dem au»gen Bud».- avtt Reinhold Schneider (Per- Leipzig). „Religion und Macht" itjki dies» wissenschaftlich holtgestalteten Werke»), ist der dem der junge tzistoriler da» tsönig Philipp» entstehen läht. jen« -Znbeil, über deren Sicherung sein a>!mübe geworden war, aber nur ... 4seiche: m Spanien. Seine Macht »te Re.igidn; während da» welllich entartete die -panier al» „Hefe der Well, Same 3»b«n und Mauren" schilt.. *«Ii9 r J ker iu,(cn ji ... •I*,. jetfid,! al»_ die Religion nicht mehr Kaiser» ver» inzen sigi». In Franz Armada" olle. (Verlag Inzest müde an Barbara die Entheroi- » Johann von Oesterreich wirkt glicht d. Dagegen-kündigt sich in dem Schtletne neue eit mehr al» |d)id>ten, wenn der Franzosen » davon im sich j2»l»b Hegnc! der Uni« «nd ftilDik »inte!, umfcrl Silimi«. «Mit , rfenber Jlatt) , nt ferner! schilt. Und seine Macht ", «itgion gegründet — wie da, Judentum der kurzen Zeit sein« Eigenstaatlichkeit. ' diele zerfiel, al, die Religion nicht mehr alles dieer Mach» war. so Spanien, al» ""ne Phisi?- " " Kathofil der Bastard eine so feit war. Im Gegenteil, da» durch gewordene Habsburgerblut hat sich Blomberg aus^ Regensburg erneuert, lierung de» - . überzeugend. derer der - Seeschlacht von Lepantol Begabung an und da« Zeitbild fest die Charakterstudie. Tritsch gräbt tief in vorweltliche er im Gegenspieler Karl»1V., dem L önig Franz I. von Frankreich, den Typ de» ga lilchen Hahn» herausarbeitet, den Hahn al» Totem! ' auflossend. In der Tat liegt etw» französischen Rationaiihaeakter, wie sich bei dem Gaicogn« „Heinrich IV." zeigt, der as» Urbild de» französischen Menschen gilt. (Emil Alphon» Rheinhardl: „Der grohe Herbst Heinrich IV“ E. P. Tal u. Co-, Wien). Unter ihm, dem Einiger Frankreich» ober begannen die Herrschersündeir; die zur französisch -n Revolution führten.. Der Reoolutiornntann „R o b e s p i le r i *" (Frank furter Sozietälroersaa), dem Friedrich 2 i« b u r g ein« tiefgegründetehinreihend geschriebene Studie widmet, mache den Beschluh dies Me Mirabeau Robespierr« zu berechtigung der ftelU dar, wie dem Ideologen der au» Unke ateer M« ... «Mme Philipp sj. seine Augen schloh. Dieser best« —• . besten Bild von feindlichen zur Schreck««»! integer «ntspri. graphenmensch »! Geiste», der .. .r"*“w,MS>rT.B«dWr « dudi ei« »MOl«. | nd itdi Md«»• ktasa b«o> ] , MARTIN KALO HON I 4-UMnla lt - TaL: Bl, MM I ..a«i|iimimt bl* Bücherschau, nd AddE Grä zolre gehörte Vorkämpfern ,m di« Gleichuden in Frank eich. Siedurg Blnthnnd Ro! «spien« hinter eUbeglüc er znrücktritt, de« Leben» un - der Menschen .»st getrieben a hb. Persönlich entspricht Dieser Lugendbob und Para- Idealbild m» französischen -», ^äinischen Hnma» tas. Zwischen Karl V. und Robespierr» schlieht ich der Krel»: die deutsch« Reforinotion hatte di« Morschheit der mttlalalterlichan West angekündigt, di» stanzbsisch« Revolution für die movorn« kejne endgültige Ordnung zustandehringen können. fang Mai bi» End« November 1917. Das Regiment dürften die .Elifabether" sein, Namen sind von Lebenden nur mit »eksönsirhem Einverständnis richtig angegeben. Während di« Höhle unter schwerstem Feuer lieat und teilweise eingeschossen wird, tut rin Erdtklegraphist ununterbrochen und ruhig seinen Dienst. Er hört die Franzosen ab. Sein Kamerad wird verwundet. Ruhig, mit ae soannter Aufmerksamkeit, schreibt er sein« Mel^ düngen über dar Gehörte nieder. Da hört er plötzlich etwas ganz Wichtiges, etwa», wa» seinen Kameraden das Leben retten kann. „Der Erdtelegraph wünscht dringend den Leut nant!" . „Run bin ich am Erdtelegraphen. Der kleine, schwarzmähnige Bedienungsmann, Semit gewitz, aber ein Kerl, — wir fragen hier nicht nach Rosien und Klassen! , winkt aufgeregt mit der Hand. Sr lähl die Hörmuscheln nicht von den Qbren. Ader ehe ich seinen Zettel nochrecht lesen lami, stammelt er schon:•%,I-a» werden Sie noch brauchen können, Herr Leutnant. Drüben geben lie weiter: Um neun Uhr konzentrischer Angriff auf Rand Point". ,^Mann", jauchze ich. „da» ist Gold wert!" und reihe den Arm hoch, die Zeit festzustellen. Die drüben lind ja gegen un» eine - Stunde zurück. C» ist fünf Minuten vor zehn Uhr morgen». Dann beginnt die fünfte Stunde seit dem Anbruch dsr grohen Jnfanteriefchlacht. „Alle» fertigmachen!" tobe ich durch die, Höhle. Sie sehen mich ganz erstaunt an, denn draühen heult ein wahrer Q rkan auf dem Plateau.. . . Ich bin sehr ruhig. Die seltsame Fügung, dah mir die französische Karte gerade noch rechtzeitig - ln den einzigen freien Augenblicken, die mir seit d»ni Angrlis vergönnt gewesen sind, vor Augen kam, der adgehörke Beseht de« Erdielegraphilten, der mit Verstand seine Pflichten versehen hat, dar alle» gibt' Mut auch für da» Kommende". . ' E» wird geschildert, wie die Männer au» der Höhle quillen, hinein in den Feuervrlan, der jah verstummt. Maschinengewehre werden blitzschnell in Stellung gebracht, da tommen sie schon. — Freiherr Grote schreibt: „Wir kamen leine Sekunde zu früh". Der Angriss wurde abgeschlagen. „Das Frontkämpferbllch" von Heinrich Lamm bringt persönlich« Kriegserinnerungen mit genauer Angabe von Personen- und Ortsnamen sowie.Truppenteilen. So ist es möglich, obgleich L a m m das Wort Jude nirgends erwähnt den Kameraden, von dem hier berichtet werden soll, als 'solchen festzustellen. Lamm, in Zivil Lehrer und gedienter Mann, gehörte anseheiiiend zu jenen älteren wahrhaften Kameraden, denen der junge Kriegsfreiwillige unauslöschlnben Dank schuldet. In seiner Gruppe, in d«r 1. Kompanie de» vom Frankfurter Infanterie Reg. 81 autaeltellten Bataillons 42 war ein junger Kriegsfreiwilliger Walter B e n d i r. Er tat an der Westfront seine Pflicht, wie andere auch. Seinen Tod schildert Lamm ergreifend, er fiel bei der Offensive der Franzosen im Priesterwald am 6. 4. 15- Da» GefaI lenen-Gedenkbuch des RjF. verzeichnet leinen Namen, denn er war ein Jude aus Frankfurt am Main. „In der Nacht lagen wir in zerfetzten Unterständen. Die Franzosen schossen nun au» Aerger über ihren Miherfolg dauernd mit schwerem Kaliber, wa» mehrere Opfer kostet», E» fanden dabei den Tod: Bendir, mein Liebling, Schön. Tresen. Ebenhöf und Heimann. Mein gehvisamer' Bendir wollte gerade einem Kameraden Gsien bringen, als ihm ein grohe» Sprengstück da»-Hüftgelenk aufrih. , Ich sah ihn fallen,- lies schnell zu ihm, um ihn zu verbinden. Nie werde ich seine Augen vergessen, oh, welche» Weh schaute da heraus! So jung! To brav und ehrlich, so fle.ihig, tapfer und treu! dioch waren sie nicht gebrochen. Aber die Wunde war zu groh, al» dah ihm geholfen werden konnte. Meine Verbandpäckchen genügten. nicht, andere Kameraden gaben die ihrigen her, aber alle» umsonst. Die Rieren hingen heraus; ich drückte sie fo gut ich konnte mit meinem schmutzigen roten Taschentuch in die Gegend, wo für gewöhnlich die Nieren liegen, und lieh da» Tuch deinstecken. Mein lieber Bendir wurde nun zusehends bleicher. Schon stand der Tod auf den fahlen Lippen. Da brachen nochzwei Helle Tränen aus feinen braunen Jüngling^augen, und der bleiche Mund hauchte noch einmal da» Wort, das er wohl al» erstes im Leben. gestammelt, mit unsäglichem Schmerze, da» liebe Wort - „Mutter" Langsam streckte sich fein Körper, e» war au». Da warf ich mich über ihn und weinte wie ein Kind. So leib_ wie er hat mir noch keines getan. Behutsam, trug ich ihn tiefer in den Walln hinein, nachdem ich seine Wertsachen der Kompanie geschickt hatte, auch seinen Stahlpanzer, der ihn schützen sollte; dort bettete ich ihn sacht, grub ihm selbst ein!Grab poischen zwei grohen Buchen, um mir bester die Stelle zu merken. Dort senkte ich ihn hinein, da» Gesteht nach unten, und deckte ihn mit! nasiem Rasen zu. „Bleib du im ew'gen Leben» meist guter Kamerad". Wie Ernst Krt«g«buch nst v. ,»£anl Maeeabäer, dah tt anch an Lapsarkett dam stopften KttagernonMN seknar Rast» Ehr« Machen Die besten Kriegrbücher erwähnen mit einer Ausnahme keine Juden al» Soldaten. Hierzu gehören meiner Ansicht nadi: Franz Schaumecker, Aufbruch der Ration, Mar Heinz, Loretto, W. Beumelburg, Grupp« Bofemüller, Han» Zöderlein, Der Glaub« an Deutschland. Gerhard Siegert, Kriegstagebuch eine» Richtkanonier», Joachim v. b. Goltz, Der Saum von Clörij, Ernst Jünger, In Stahlgewittern. Sie <UI« auf,»zählen, würde zu weil führen. Die oben erwähnt« Ausnahme findet sich bei Z ober lein, der einen jüdisehen Arzt in Er scheinung treten läht. Cr erzählt in der 2<k> form. Eines Morgens ist wieder einmal Alarm Als Berfasier aufstehen will, kann er sich nicht rühren er ist krank. Kameraden eilen herbei, aber er kann kaum reden, die Zunge iTF schwer wie ein Bleitlotz. Man schleppt ihn zum Feld webel, der befiehlt, ihn rasch zum Arzt zu bringen. „Die Krankenträger tragen mich nt» Revier, da« in einer Stube nebenan sich befindet Unser Stabsarzt ist auch schon marschbereit. Sie messen mein Fieber. 39,5 Grad. „Hml War fehlt Ihnen denn?" Ich zucke mit den Schultern und lalle etwa» daher. „Opiumtropfen!" - verordnet er,' „dann geht'» gleich wieder". „Sollen wir-ihn im Revier lasten?" fragt einer der Krantenträger. „Jetzt gibt e« («in Revier, jetzt geht e» nach voene; da vorne «kr« jeder schnell «esund. Der soll nur amt und soll f^ nicht so "verstellen mit dem bissel Fieber", kann ja nicht einmal gehen, Herr Stamarzt". Dann soll er liegenbleiben, wenn er soviel Bollen *)' hat". Diesem Leichenfabrilanlen wäre ich an die Gurgel ge ahren, wenn ich noch gekonnt hätte. So brüllte ich-..ihm dlosz «inen tierischen Schrei in» Gesicht- „Da seht ihr'» ja, wi« -der simuliert, Optumlrijpsen und weiter damit!" sich „Er Roch nie hatte ch mit diesem Vieharzt zu tun gehabt, einem Sonn de» - „amerwählten Volle»". Ader merken werde ich ihn.mir mein Leben lang". Jed«r^Frontkol>aI, der ähnliches mitgemacktt hat, kann den Zl rn Z ö b e r l e i n 's begreifen. Dieser Arzt hat seine Pflicht nicht getan Stall der ärztliih ganz unsinnigen Frage an einen Hochsieber nden, was ihm denn fehle, hätte er eine Untersuchung vornehmen oder, falls dazu keine Zeit mehr war, den Kranken' der stächst«» zustc ndigen Stelle zuweisen müssen. Derartig« Fälle stehen leider nicht oeieinzelt da. Daß es sich hier um einen Juden handelt beweist nur. was wir stets behauptet haben, dah wir gepau wic Zede ander« Gemeinschaft einen Durchschn lt. gute und schlechte Mit glieder aufzuweien haben. Da es sich hier um eine grobe ärztlich« Pflichlversäumnis gehandelt hat, möchte ich als Gegenstück dazu aus einem anderen Kricgsbuch zitieren, das die Kriegserinnerun^ gen eines hohen Arztes enthält. Werner Hört«, der bekannte Chirurg, im Kriege tsieneralarzt und beratender Chirurg beim III. Res. Korps, nennt in seinen „Erinnerungen aus tem Weltkriege 1914-18" verschiedentlich jüd ich« Aerzte. Besonders lobend spricht er sich aber über den damaligen Ober stabsarzt d. V und Chefarzt des Rcf.-Feld lazaretts 65, Profekfor Dr. Rudolf Lenn hoff. aus. An einer Stelle über dig Organ« fation in Laztretlen de« Bewegmtgrkrteges schreibt er: ., - .. es z> igle sich hier. wie meist, daß die aktiven Miln äräezle m der Pedwaltung geübter und bester orientiert waren, aüch die Beaufsichti gung des Pflegepersonals beifdr verstanden, 'afc die Aerzte der Reserve, mit .einigen rühmlichen Ausnahmen (Len nh off)". An anderer Stelle heifzt es? „Die Aerzte der Reserve-Feldlazarett» 65, vor allem der sehr rührige Chefarzt -- ein Berliner Kollege, Prosesipr Len.nhofs — und der Chirurg Dr. - ch u l z e erwarben sich sehr grotze Verdienste durch ihre unausgesetzten Bemühungen, die Lage der Verwundeten zu belfern. Bettstellen waren nicht zu beschaffen, weil Breiter fehlten. Da wurden au» Birkenslämtzten Gestelle zusammengeschlagen, in diele kamen zuunterst Lagen -»on Birtenreiler». dqrauf Strohschütten und Strodsäcke. Zum Ersatz der Fensterscheiben wurden. . . auch Scheiden ein«» durchsichtigen Stoffe» — Cellonau» der Heimat verschrieben". Kam. L e n n h o f s. der später Divisionsarzt und Generaloberckrzt wurde.'war Jude. ff. den Nachruf anlählich seines Todes in Nr. 1. Jahrg. 1934 des „Schtld'tt. D ie Schilderungen der ostjud > schen Bevölkerung des besetzten Gebiete», wi« ii« *) Bollen (dannsch) Angst Wolzogen in seinem __ _ bfturtn im Feuer" von jenitn Bizefeldwebel Maccabäup, in Zivil Dn iur. und Rechtsanwalt, schreibt, der dem stolzesten Kriegernamen seiner Rasse Ehre geht hat", ist in dieser Zeitschrift bereit» er zt worden. <s. Rr. 4. 1935). Die Stelle lalltet: , Die Aufgabe des wachthabenden Unterofsizier» wa: eine sehr schwer«, ik« gehörte rin Mann dazu, btt sich rasch au «nlschliehen, selbständig und unerf brocken zu bandeln wutzte. So lieh ich denn btii uoeifallo» intelligentesten meiner llnterofsizier«, de - '' * “ '■ de l»n 1/,/r/ec ALLIGATOR d a i » i n a UNSERE VERKAUFSOESCHAFTE.' Tim rate Ml Mormsrr )U£UamDaIt Dr. tfoccabdut, mit jungen Ostiller in di« Rocht hinau»»i«h»n, ich hatte da» Zutrauen zu diesem Hiakiil, J—|lf «flu 43 Kfllp «. IQl. HobMiki 115 Km«, ItMlntiili 14 Eimb. Am H—»dihlnHO BftchBM, Kotf Hüi 67 EmHh i M, Rolaifki ß Offaiüback y M

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